Funk auf Luftschiffen


Amateurfunk-QSLs von Luftschiffen

Bild: Patrick von Kalkreuth (1898-1970) - LZ 129 Hindenburg über tosendem Meer (ca. 1940) - Privatbesitz, Zeppelin-Museum Friedrichshafen. Aufnahme: DokuFunk

Amateurfunk-QSLs von Luftschiffenzoom






Die Anfänge der Luftschiffahrt

Die Anfänge der LuftschiffahrtzoomDie ersten lenkbaren Luftschiffe waren noch ohne Funk unterwegs - so etwa jenes von Oskar Erbslöh, dem Sohn einer reichen Elberfelder Familie, der mit seinen Freunden 1908-1910 durch die Vermittlung von Bürgermeister Ernst Klein in der Balker Aue bei Leichlingen ein Luftschiff nebst dazu gehörender Halle errichtete. Das Gefährt der "Rheinländisch-Westfälischen Motor-Luftschiff-Gesellschaft e.V. Elberfeld" hatte eine Länge von 53,2m, mit einem Radius zwischen 10,0m (hinten) und 7,5m (vorn) und einem Inhalt von 2.900cbm. Die Gondel war 27m lang. (QSL von DG4JE)

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Ferdinand Adolf Heinrich August Graf von Zeppelin

8. Juli 1838, Konstanz - 8. März 1917, Berlin

Ferdinand Adolf Heinrich August Graf von ZeppelinzoomSohn des württembergischen Ministers und Hofmarschalls Friedrich Jerôme Wilhelm Karl Graf von Zeppelin und dessen Frau Amélie Françoise Pauline, wuchs auf Schloss Girsberg in Emmishofen (Schweiz) auf und lebte dort bis zu seinem Tod. Zeppelin besuchte ab 1853 zunächst das Polytechnikum in Stuttgart und ab 1855 als Kadett die Kriegsschule Ludwigsburg. Er wurde 1858 Leutnant. 1858 wurde er für ein Studium der Staatswissenschaft, Maschinenbau und Chemie in Tübingen beurlaubt. 1859 wurde er zum Ingenieurkorps einberufen und nahm seit 1863 am amerikanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Nordstaaten als Beobachter teil. Mit zwei Russen und zwei Indianern unternahm er eine Expedition zu den Quellen des Mississippi und stieg bei dieser Gelegenheit in St. Paul, Minnesota, in einem Heißluftballon von Professor Steiner auf. Es folgten die Teilnahme als Generalstabsoffizier am Deutschen Krieg 1866 und im Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871. 1882 bis 1885 war Zeppelin Kommandeur des Ulanenregiments in Ulm, anschließend Gesandter Württembergs in Berlin. 1891 fiel er durch kritische Äußerungen in kaiserliche Ungnade und musste als Generalleutnant seinen Abschied von der Armee nehmen. Mit der erfolgreichen Fahrt von LZ3 (1908) erwarb er sich jedoch wieder die Gunst von Kaiser Wilhelm II., der ihn zum General der Kavallerie beförderte.

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Die Geschichte der LZ104/L59

Was ein Funkspruch bewirkte...

Die Geschichte der LZ104/L59zoomLZ 104/L 59 war in besonderer Mission unterwegs. 1917 waren die deutschen Kolonien in Afrika bis auf einen Restteil von Deutsch-Ostafrika in Feindeshand gefallen. Hier kämpfte General von Lettow-Vorbeck in bedrängter Lage gegen britische, belgische und portugiesische Truppen. Zu seiner Unterstützung sollte ihn ein Luftschiff mit Waffen, Munition und Medikamente aus der Luft versorgen, denn die Schutztruppe war von der Küste abgeschnitten und konnte nicht über See erreicht werden. Die Afrika-Fahrt sollte von Jamboli in Bulgarien aus angetreten werden. Hier befand sich im ersten Weltkrieg der südlichste militärische Luftschiffhafen der deutschen Streitkräfte, der bisher dem Heer unterstand.

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LZ62/L30 - Der "Großkampf-Typ"

Ausgestattet mit Bordfunk

LZ62/L30 - Der 'Großkampf-Typ'zoomLZ62/L30 (1. Fahrt: 28.05.1916) war der Prototyp des Zeppelin-Typs R, des sogenannten "Grosskampftyps", den die Engländer bei Bekanntwerden des Projekte ehrfurchtsvoll "The Super-Zeppelin" nannten. Während die zu Beginn des Krieges eingesetzten P- und Q-Typen im wesentlichen noch auf Vorkriegsentwürfen beruhten, wurde im April 1915 mit dem R-Typ eine völlig neue Konstruktion begonnen. So konnte auf die Wünsche der Marine eingegangen und die bereits gemachten Erfahrungen im Kriegseinsatz berücksichtigt werden.

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zoomHow the Zeppelin Raiders Are Guided by Radio Signals
Popular Science Monthly, April 1918
Zeppeline wurden im ersten Weltkrieg trotz ihrer Verwundbarkeit auch für Feindaufklärung und Navigation eingesetzt. Foto: Reste eines 1918 über England abgechossenen Luftschiffs.

"Graf Zeppelin im Weltkrieg" linkext. Link (Quelle: "Graf Zeppelin" von Tobias Engelsing; in: ZEIT SPEZIAL Nr. 8, Februar 2014, S 20. - Hamburg: Zeitverlag. Mit freundlicher Genehmigung.)



Download [92.2 KB]Zeppelin Raiders 1918 [PDF , 92.2 KB]

LZ126 / ZRS-3, "'USS Los Angeles"

LZ126 / ZRS-3, ''USS Los Angeles'zoomDie US-Navy baute und betrieb in den Zwanziger- und Dreißigerjahren vier Luftschiffe: ZRS-1 "USS Shenandoah", ZRS-3 "USS Los Angeles", ZRS-4 - "USS Akron" und ZRS-5 - "USS Macon". -- LZ126 wurde im Jahr 1923 gebaut, und bedeutete nach dem ersten Weltkrieg für die Zeppelin-Gesellschaft den Wiedereinstieg in den Luftschiffbau. Er war Teil der Reparationszahlungen an die USA und wurde an die US-Marine geliefert. (Bild: Landung in Lakehurst, 15. Oktober 1924).

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LZ127, "Graf Zeppelin"

09.08.07

LZ127, 'Graf Zeppelin'zoomDie "Graf Zeppelin", LZ127, unter Hugo Eckener, startete 1931 zu einer Arktisfahrt, um die Verlässlichkeit der lenkbaren Luftschiffe zu demonstrieren. Zu dieser internationalen Unternehmung wurden auch drei sowjetische Teilnehmer eingeladen: Professor Samilovich, Professor Molchanow und Ernst Krenkel, RAEM. Der Flug dauerte 104 Stunden, und die Route führte über 8.000 Meilen von der Zeppelin-Werft in Friedrichshafen am Bodensee über Leningrad und Archangelsk nach Franz-Joseph-Land, von dort nach Osten bis Severnaya Zemlya und Kap Tscheljuskin und zurück. Einer der Radiooffiziere war Rolf Kluge, später DK4MF, die beiden anderen Funkoffiziere war Walter Dumke und Leonard Freund.

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LZ 129, "Hindenburg"

22.04.09

LZ 129, 'Hindenburg'zoomDie nach dem deutschen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg benannte LZ129 und ihr Schwesterschiff LZ130 sind die größten jemals gebaute Luftschiffe. LZ129 besaß ein Volumen von ca. 200.000 Kubikmetern, war 247m lang, 44m hoch, hatte einen Durchmesser von bis zu 41m und ein Gesamtgewicht von 240 Tonnen. Befördert werden konnten zunächst 50, später 72 Personen plus 54 Mann Besatzung. Ursprünglich für Helium als Traggas konzipiert, erfolgte der Betrieb schließlich doch mit dem leicht entzündlichen Wasserstoff, weil die USA – einziger Hersteller von Helium – den Nationalsozialisten die Lieferung verweigerten. Nach der Jungfernfahrt im März 1936 und einer Deutschlandfahrt wurde LZ129 für den Transatlantik-Dienst eingesetzt (USA und Brasilien).

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Die funktechnischen Einrichtungen der "Hindenburg"
Sender, Empfangsanlage und Funknavigations-Bordausrüstung wurden in gemeinsamer Arbeit entwickelt vom Luftschiffbau Zeppelin, von Telefunken und der Debeg.
Die Funkstation Für den drahtlosen Verkehr standen ein LW- und ein KW-Sender zur Verfügung. Der LW-Sender S 354F konnte in vier Teilbereichen auf jeder Wellenlänge zwischen 111 und 525 kHz (575-2700m) abgestimmt werden. Er arbeitete in Anodenspannungs-Modulation. Die Telegrafie-Oberstrichleistung betrug im Antennenkreis 200 W, während man bei Telefonie etwa 125 W erreichte.

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09.08.07

zoomHerb Morrison berichtet vom Absturz der "Hindenburg"
Hören Sie einen Ausschnitt aus einem der bewegendsten Tondokumente der Radiogeschichte. Bei der 63. Fahrt verbrannte LZ129 am 6. Mai 1937 bei der Landung in New York/Lakehurst. Die Reportage des Radioreporters Herb Morrisson von der Absturzstelle blieb als erschütterndes Tondokument erhalten. Das Schwesterschiff, die LZ130, befand sich da noch im Bau, wurde dann nicht mehr kommerziell eingesetzt, sondern unternahm nur einige Versuchs- und Propagandafahrten. Mit Beginn des zweiten Weltkriegs endete die Zeppelin-Starrluftschifffahrt. Alle deutschen Luftschiffe wurden abgewrackt. -

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LZ130, "Graf Zeppelin II"

10.08.07

LZ130, 'Graf Zeppelin II'zoomDie Firma Telefunken entwickelte 1936 den KW-Empfänger E390Gr für den Einsatz auf großen Handelsschiffen und auch für die großen Übersee-Empfangsanlagen der verschiedensten Dienste. Dieser mit acht Röhren bestückte Überlagerungs-Empfänger hatte eine Empfindlichkeit von 1-5µV und einen Empfangsbereich von 1,5-24 MHz, für die damalige Zeit ausgesprochene Spitzenwerte. So wurde auch LZ130 mit diesem Gerätetyp ausgestattet. Man führte jedoch nur noch Versuchsfahrten durch, unter anderem für Funkversuche und Beobachtung des Funkverkehrs in England. Für diese Aufgabe rüstete man LZ130 mit einem speziell abgewandelten Empfänger mit der Typenbezeichnung E390Gr/36 aus.
Ausstattung 1938: LW-Sender S354F, 200 W, 111-525 kHz; KW-Sender S355F, 200 W, 4,3 kHz-17 MHz; LW-Empfänger E491N, 72-840 kHz; KW-Empfänger E390Gr, 1,5-24 MHz; Peilanlage wahrscheinlich wie in LZ 129. 1939 Austausch des KW-Empfängers oder zusätzlich: KW-Empfänger E90Gr/36, 1,43-23 MHz

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Frankreich: V8

Frankreich: V8zoomJean Wertheimer, F6DUQ, erinnert sich: "Auf dieser fahrenden Zigarre hatte ich einen Notsender, und dieser Sender verbrauchte keinen Strom, sondern nur von Zeit zu Zeit eine Handvoll Futter. Es war nämlich ein Weidenkorb mit zwei unautorisierten Brieftauben. Auf diesem Luftschiff war ich 1933 Funker. V8 stand für 'Vedette No. 8' = Vorpostenbooot 8. An Bord waren sechs Mann Besatzung und zwei Passagiere. Der verfügbare Raum zwischen den Sitzen war sehr bescheiden, und mein 'Notfunksender' lag zwischen den Sitzen unter meinen Beinen, unter dem kleinen Tisch der Funkanlage.

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USA: ZRS-4, "Akron"

USA: ZRS-4, 'Akron'zoomQSL: W8DBC Grant E. Makinson, 1935. Erbaut von der Goodyear-Zeppelin Co. in Akron, Ohio, für die US Navy. Der Jungfernflug war am 2.November 1931. Das Luftschiff wurde als Luftaufklärer eingesetzt.
Zu diesem Zweck befanden sich in dem Luftschiff fünf Flugzeuge, die in der Luft starten und wieder am Luftschiff andocken konnten: mittels Haken-Mechanismus unter dem "Bauch" waren sie in das Schiff einholbar ("Hook-on-Operation"). Die Akron war 239 m lang, hatte einen Durchmesser von 40m, das Volumen betrug 194.000m3. Dieses Luftschiff konnte 70 Tonnen Nutzlast befördern und hatte eine Höchtgeschwindigkeit von 130 km/h. Der Antrieb bestand aus 8 Maibach-Motoren mit je 570 PS.

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England: R101

England: R101zoomQSL: G3WEP. - Die R101 wurde in Cardington (U.K.) von der staatlichen Royal Airship Works gebaut. Sie sollte der Verbindung von England und den überseeischen Kolonien dienen. Beim Jungfernflug am 14. Oktober 1929 stellte sich heraus, dass das Luftschiff völlig untermotorisiert und viel zu schwer war. Deshalb wurde es von 223 m auf 238 m verlängert, dadurch wuchs das Volumen um 16.000 m3 auf 156.000 m3. Desweiteren wurde ein Teil des Rahmens entfernt, um Gewicht zu sparen. Am 4. Oktober 1930 startete das Luftschiff zu einem erneuten Jungfernflug nach Indien. Die R101 kam über dem Ärmelkanal in einen Sturm, und Teile der Hülle gingen durch falsche Materialwahl verloren. Die Wasserstoffzellen waren dem Sturm ausgesetzt. Es gelang der Besatzung in Frankreich zu landen. Bei der Landung fing das auströmende Gas Feuer und es kam zu mehreren Explosionen. Von den 54 Besatzungsmitgliedern kamen dabei 48 ums Leben.

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Italien: Die "Italia"-Katastrophe

19.03.12

Italien: Die 'Italia'-Katastrophezoom"Eisige Winde fegten über die Arktis, als sich die Tragödie ereignete. Man schrieb das Jahr 1928, eine Zeit, als Pioniertaten und abenteuerliche Expeditionen die Schlagzeilen bestimmten. Das Luftschiff «Italia», das am Tag zuvor den Nordpol überflogen hatte, wurde durch die Sturmböen gegen das Packeis gedrückt. Innerhalb von nur wenigen Minuten stürzte das Schiff 500 Meter tief. Durch den Aufprall wurden neun Expeditionsmitglieder sowie der Leiter des Unterfangens, der italienische Polarforscher Umberto Nobile, auf eine Eisscholle geschleudert. Weitere sechs Mann verblieben an Bord und wurden mit der nunmehr leichteren, wieder aufsteigenden «Italia» davongetragen. Sie wurden nie wiedergefunden...

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Die Zeppelin-Antenne

Die Zeppelin-AntennezoomDie klassische Zeppelin-Antenne, auch kurz "Zepp" genannt, stellt einen einfachen Halbwellenstrahler dar, der an seinem Ende (Spannungsbauch) über eine abgestimmte Zweidrahtleitung gespeist wird. Ein Draht der Speiseleitung ist dabei an den Strahler angeschlossen, der andere endet blind, aber isoliert. Die Länge der Speiseleitung beträgt Lambda/Viertel oder ganzzahlige Vielfache davon. Der Schriftsteller, Privatgelehrte und Admiralitätsrat Dr. Hans Beggerow (1874-1942) hat dieses "Luftleitergebilde für Luftschiffe" erfunden und am 19. September 1909 zum Patent angemeldet.

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