Der Internationale Antwortschein - International Reply Coupon


Die Vorgeschichte - Vorläufer

Die Vorgeschichte - VorläuferzoomPostal Currency, oder Postage Currency nannte man die vom US Post Office auf Banknotenpapier gedruckten Scheine für 5¢, 10¢, 25¢ und 50¢, die vom 21. August 1862 bis zum 27. Mai 1863 ausgegeben wurde. Man konnte sie gegen Briefmarken tauschen - und obwohl sie keine legale Währung darstellten, konnte man sie in 5$-Einheiten gegen Banknoten zu gleichem Wert eintauschen. Dies war eine Spätfolge des Bürgerkriegs, als die Menschen Münzen zu horten bekannen, weil sie fürchteten, dass Papiergeld wertlos werden könne. Daraufhin wurden Münzen im täglichen Geldumlauf knapp, viele Firmen behalfen sich mit der Ausgabe von Jetons oder Briefmarkenbögen. Diesen Gedanken griff die Postverwaltung 1862 auf. Die Werte zu 5¢ und 10¢ glichen den gleichwertigen Briefmarken mit dem Porträt von Thomas Jefferson und George Washington. Die Werte zu 25¢ und 50¢ wurden aus fünf ineinander verschachtelten Bildern dieser Motive kombiniert.

mehr >>


Der Internationale Antwortschein - Die heimliche Währung

16.06.07

Der Internationale Antwortschein - Die heimliche WährungzoomFür die Direkt-QSL oder bei der Einreichung eines Diplomantrags ist er neben dem "Greenbuck", der Dollarnote, unsere wichtigste Währungseinheit: Der Internationale Antwortschein bzw., wie er mit einer seiner offiziellen Bezeichnungen heißt, der International Reply Coupon. Erfunden wurde er 1906 vom Weltpostverband UPU (Universal Postal Union) bei einem Kongress in Rom. Heute gilt der Grundsatz, dass man an jedem Postschalter einen IRC gegen eine Briefmarke im Gegenwert eines Auslandsbriefes der ersten Gebührenstufe (meist die "Standardsendung bis 20 Gramm") eintauschen kann. - Eine ausgezeichnete Webseite zum Thema betreut Bjorn Murhe: linkext. Link

mehr >>


Politische Veränderungen, Währungsumstellungen und Tarifregulierungen widerspiegeln sich auch beim IRC. Manche Länder änderten ihren Namen, andere wurden vom Mutterland unabhängig, andere wieder verschwanden von der politischen Landkarte (Palästina, Danzig, Bosnien-Herzegovina...). Von den Folgen war dann auch der IRC betroffen: er wurde z.B. vorübergehend mit Überdrucken versehen, überstempelt oder sogar handschriftlich korrigiert. - Zu den Kuriositäten zählt aber auch, dass die von der Deutschen Reichspost ausgegebenen IRCs auch von deutschen(!) Postämtern in der Türkei verwendet wurden.







Bildgalerie / Picture Gallery




Beijing 02 - Zur Jahrhundertfeier

Beijing 02 - Zur Jahrhundertfeierzoom2007 erhielt der Internationale Antwortschein ein neues Gesicht. Zwei Finger, die sich fast berühren, im Hintergrund eine symbolische Briefmarke – ein Bild, das seine Inspiration dem berühmten Werk Michelangelos an der Decke der Sixtinischen Kapelle verdankt – stehen für die von der Post geförderte Kommunikation, für den Austausch, Inbegriff des internationalen Antwortscheins. Dieses Bild ziert das Postprodukt, das im Jahre 2007 hundert Jahre alt wird. Bei einem vom Internationalen Büro veranstalteten Wettbewerb zum Design des neuen Internationalen Antwortscheines wurde das von der Ukraine vorgelegte Werk unter fünfzehn weiteren von Postunternehmen vorgestellten Beiträgen ausgewählt. Die vierzig Mitgliedländer des Rates für Postbetrieb haben diese Wahl durch Abstimmung am 6. April 2006 getroffen. Volodymyr Taran, der Autor des neuen Designs, hat sein Diplom im polytechnischen Institut von Kiew erworben. Als Graphiker hat er zahlreiche Kinderbücher illustriert, an Zeichentrickfilmen mitgearbeitet, gemalt, Innenausstattungen geplant und Möbel entworfen. In jüngster Zeit wurden seine Entwürfe für Münzen zwei Mal beim von Japan veranstalteten internationalen Wettbewerb für Münzendesign prämiiert. Der neue Internationale Antwortschein, als Beijing Modell Nr. 2 bezeichnet, wurde ab dem 1. Juli 2006 in mehr als 70 Ländern zum Verkauf angeboten. Er blieb in allen Mitgliedsländern des Vereins bis zum 31. Dezember 2009 gültig.

mehr >>


2010-2013: Nairobi

17.05.09

2010-2013: NairobizoomDer neue Internationale Antwortschein (das "Nairobi-Modell") mit Erstverkaufstag 1. Juli 2009 löst am 31. Dezember 2009 das Modell "Beijing" ab und gilt bis 31. Dezember 2013. Die Bezeichnung "Nairobi" ist irreführend, denn das Motiv wurde bei einem Kongreß in Genf beschlossen. Vorgesehen war allerdings eine Tagung in Kenia, die jedoch der politischen Ereignisse im Lande wegen im letzten Augenblick nach Genf verlegt wurde. Fünfzehn Entwürfe waren in die engere Wahl gezogen worden. (Bild: UPU) Den vom Internationalen Büro der UPU unter dem Motto: "Die Briefmarke, ein Vehikel des Austausches" ausgeschriebenen Wettbewerb gewann Rob van Goor, ein Grafiker aus Luxemburg.




2013-2017: Doha

06.02.13

2013-2017: DohazoomDie UPU hat den Preis für einen neuen Entwurf eines IRC an die Tschechische Republik verliehen. Dieses "Doha"-Modell wird ab 1. Juil 2013 ausgegeben. Sein Motto ist "Water for Life" (Lebensquelle Wasser), entsprechend dem Motto der Vereinten Nationen für das "Internationale Jahr der Wasserversorgung, 2013". Der IRC ist gültig bis Ende 2017.
Das "Nairobi"-Modell kann bis zum 31. Dezember 2013 gegen Postwertzeichen eingetauscht werden, obwohl einge Staaten die Ausgabe von IRCs bereits eingestellt haben, so etwa die USA und Großbritanninen.



Die Reply Paid QSL - eine Alternative zum IRC

15.05.12

Hier wird die alte Idee der Faltkarte wieder aufgegriffen (siehe "Vorläufer"). 1958 druckte Hart Industriesin Birmingham, Michigan, solche Faltkarten. Die eine Hälfte war als QSL für die QSO-Daten bestimmt und wurde dem Partner geschickt, der die andere Hälfte ausfüllte und zurück sandte - eine USA-Briefmarke war im Antwort-Teil aufgedruckt.




Charles Ponzi - Millionenbetrug mit IRCs

Charles Ponzi - Millionenbetrug mit IRCszoomCharles Ponzi (d.i. Carlo Pietro Giovanni Guglielmo Tebaldo Ponzi, Pseudonyme: Charles Ponei, Charles P. Bianchi), * 3. März 1882, Parma, Italien; † 18. Januar 1949, Rio de Janeiro, Brasilien, war ein italienischer Immigrant in den USA und einer der größten Schwindler und Betrüger der amerikanischen Geschichte. Im englischen Sprachraum ist der Begriff „Ponzi scheme“ (deutsch etwa: „Ponzi-Trick“) bis heute eine gebräuchliche Bezeichnung für Schneeballsysteme und Pyramidenspiele. - Ponzi wanderte im November 1903 mit 2,50 Dollar in die USA ein. Er arbeitete zunächst in einem Restaurant. Nach Betrügereien – kreativer Buchhaltung – wurde er entlassen. 1907 zog er als Bankangestellter nach Montréal, Kanada, wo er wegen eines Scheckbetrugs zu drei Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Wegen Menschenschmuggels verbrachte Ponzi anschließend eine weitere Gefängnisstrafe, dieses Mal in Atlanta , USA. Ponzi begann nach der Entlassung zunächst damit, Branchenbücher zu verkaufen, die Firma ging jedoch bald bankrott.

mehr >>


Antwortscheine einzelner Postverwaltungen

Neben den vom Weltpostverein herausgegebenen Antwortscheinen sind oder waren auch Antwortscheine einzelner Postvereine im Verkehr. Diese Scheine haben/hatten jedoch nur im Bereich dieser Vereine Gültigkeit. Sie unterscheiden sich von denen des Weltpostvereins unverkennbar durch ihre Gestaltung.







QSL Collection - Dokumentationsarchiv Funk

Pressel

Sponsor Filing and Storage

Pressel