R - U / Rufzeichen/Calls

Biografien / Biographies

RK-3055 → EU3EW → U1BU - Podsorskaja, W.M. - Sovjet Union → EU3EW

SM7MF - Ullmann, Marianne - Sweden
Licensed 37 or, rather, 38. Her husband SM7MU was licensed at the same time. She operates on 20m phone and cw with a pair of T-40s in the final. A WAC on both 14Mc phone and cw are two of her accomplishments. A two-element rotary atop a 100-foot lattice mast gives her signals an initial boost on their way.“
(Source: Radio YB 40, incl. photo)

SNW - Powell, (Nelllie?) Cecil – USA → 1WX

SP1YL ← SP3PYL ← SP3YL - Burchardowa, Janina = Burchard, Jane Burchard - Poland
Zunächst, 1928, hatte sie für kurze Zeit das Rufzeichen SP3PYL, wobei der Buchstabe P auf Poznan (Posen) hinwies. Dies wurde zunächst in SP3YL geändert, ab 1929/30 schließlich in SP1YL. Sie war die erste YL in Polen und erreichte auch Anfang der dreißiger Jahre als erste YL das WAC - für die damalige Zeit eine außerordentliche Leistung. Jane präsentierte immer wieder bei Ausstellungen ihre Geräte und QSLs. Ihre erste Anlage bestand aus einem selbsterregenden Mesny-Sender. Danach baute ihr Mann SP3PB (später SP1AK*) für sie einen zweistufigen, quarzgesteuerten Sender, der mit 50 W auf 7 und 14 MHz betrieben werden konnte. Während der deutschen Okkupation wurde Janina aus Posen nach Krasnik ausgesiedelt, wo sie nach Kriegsende als Beamtin arbeitete.
(Source: Zbigniew SP8HR, in: Biuletyn PZK 3/1986)
"Janina Burchardowa SP3YL aus Poznan (Posen) hat sich an einem internationalen Wettbewerb beteiligt und als beste europäische YL abgeschnitten. Sie hat mit kleiner Leistung nacheinander ZL1AR, VK5WR und VK5JA gearbeitet. Zu ihrem DX zählen außerdem USA, Chile, Argentinien, Brasilien, Neufundland, Kuba, Kanada, Indien, Ägypten, Algerien, Mesapothamien, Sibirien, Turkestan und Armenien."
(Source: Krótkofalowiec Polski, 2/1930)
"In Polen war Jane Burchard SP3YL in Poznan (Posen) die erste YL. Im Callbook von 1938 ist sie unter dem Namen Janina Burchardowa mit dem Rufzeichen SP1YL aufgeführt. Seitdem haben wir keine Nachrichten."
(Source: Old Timer News, Nr 105)
„Jeanett Burchard - Die Station SP3YL – die erste polnische YL-Station – ist seit Februar 1929 in Betrieb mit einem Hartley-Sender mit 2W Leistung (nur 12xPhilips B-406). Mit dieser bescheidenen Ausrüstung habe ich auf 40m alle europäischen Länder gearbeitet. Später wurde die Leistung auf 10W erhöht, und der Sender wurde mit zwei Röhren TB 04/10 aufgerüstet. Heute arbeite ich mit 20W, habe zwei T-Antennen zur Verfügung und verwendet als Empfänger einen Hartley 0-V-1. Damit habe ich an DX gearbeitet: E, W(1, 2, 3, 4, 8), VE, VO, FM, CE, LU, PY, FK, AU, YI und gehört: ZL (R=5, QSA=5).“
(Source: EAR, 5. Jg., Nr. 55, November 1929, p 6/7. Original: Spanisch, via EA4DO)
(Foto in: Zygodnik RADIO 15/1929)
Jane Burchard war die Ehefrau von Kapitän Pilot Marian Burchard SP3PB/ SP1AK (seinen Geschwader hat am Flughafen in Posen Lawica stationiert). - Sie hat die folgende Rufzeichen benutzt: SP3PYL (1929), dann SP3YL (Call übernommen von → Helena Malinowska), SP1YL (seit 1930). Sie hat auf dem Geräte von Marian Burhard gearbeitet (Sender und Empfänger). Sie hat als weltweit erste Frau und erste Amateurfunkerin in Polen im November 1931 das WAC erworben. Sie war Mitgliedn und Rechnungsführerin im Amateur Radio Club in Posen (1930)
(Source: Tomasz Ciepielowski SP5CCC, E-Mail)

SP2YL - Brodziak, Ludwika – Poland

SP3HR - Bogda, Maria = Kopaczek → Brodisz, Janina - Poland
Lizensiert 1928 oder 1929. Ihre erste Station richtete sie in Lwow im Dezember 1929 ein: ein modifizierter Hartley mit zwei Röhren B403, 150V, Gleichrichter von Philips - eine Standardausrichtung für die damalige Zeit. Maria sendete vor allem in Fonie, war aber seit Anfang 1930 auch in CW betriebsbereit mit einer TA08/10, 1200V, Einweggleichrichtung, mit Drossel und Kondensator geglättet - ergab 80 Watt input. Bei QRP wurde ein quarzgesteuerter Oszillator benutzt. Als Antenne ziente eine 20,5m lange Zepp mit 27m Ableitung; sie konnte im Bereich 83-42m abgestimmt werden. Seit Ende Januar 1930 experimentierte Marja auch mit UKW. Als Empfänger diente ein System Reinartz 0-V-2 und gleichzeitig ein 1-V-2 mit abgestimter Anode oder einer anderen Röhre. Maria fühlte sich nach eigenen Worten "überall zwischen 5 und 2.000 Meter" wohl.
(Source: Krótkofalowiec Polski 1/1930 & Photo)
Maria Bogda war der Künstlername der Filmschauspielerin Janina Kopaczek. Sie war die Schwester des bekannten Funkamateurs Tadeusz Kopaczek SP1LA (ex SP3LA und SP1FJ). Ihre ersten Versuche mit Fonie befriedigten sie nicht; erst als sie mit Tastfunk Irak und Ägypten als erstes DX erreichte, wurde das Hobby für sie wirklich interessant. Nach 1931 übersiedelte sie nach Warschau, wo sie viele Filme drehte und so allmählich immer weniger, zuletzt gar keine Zeit für das Funken fand, obwohl sie sich immer mit Freude und Wehmut an diese schöne Zeit erinnerte. In den dreißiger Jahren spielte sie viele Hauptrollen in polnischen Filmen und wurde zum Star. Sie starb im September 1981 in Kalifornien.
(Source: Zbigniew SP8HR, in: Biuletyn PZK 3/1986)
Sie heiratete den Filmschauspieler Adam Brodcziscz. Ihr Bruder Tadeusz Kopaczek SP1LA war am Nachbau der Verschlüsselungsmaschine ENIGMA und am Dechiffrieren deren Codes beteiligt - eine verwandtschaftliche Beziehung, die die deutschen Besatzer zum Glück nie erkannten. Während des Aufstandes im Warschauer Ghetto war sie in der Hauptstadt. Vieles deutet auf ihre Beteiligung am Aufstand hin. Es wird vermutet, daß sie die Sanitäterin "Ma_gorzatka" gewesen sein könnte.
(Source: Biuletyn PZK 1/1982)
LEBENSLAUF
Ich wurde geboren in Lwów am 25.11.1909. Ich bin poinische Staatsbürgerin, Religionsbekenntnis römisch katholisch.
Mein Vater, Ludwik Kopaczek, Ingenieur Architekt, arbeitete in der Wojwode von Lwów. Ich habe bei meinen Eltern bis zum Abschluß des Gymnasiums im Jahre 1927 gewohnt. Danach bin ich nach Warschau gefahren und habe das Schauspiel-Seminar besucht, nach dessen Absolvierung ich beim Film gearbeitet habe.
Am 22.Juni 1930 habe ich geheiratet. Mein Mann ist Adam Brodzicz, von Beruf Schauspieler. Am 15.03.1931 bin ich dem Verein Polnischer Bühnenschauspieler beigetreten. Ich habe beim Film gearbeitet bis zum Beginn des Krieges, d.h. bis 01.09.1939. Ich habe mit meinem Mann in der Konditorei “Napoleonka” in der Nowy Swiat-Straße gearbeitet vom 01.12.1940 bis 01.11.1941. Die Arbeit in der Konditorei mußte ich wegen einer Operation aufgeben.
Während der Besetzung (= des Krieges) habe ich an keinerlei künstlerischen Veranstaltungen teilgenommen. Während der gesamten Kriegszeit und des Warschauer Aufstandes war ich mit meinem Mann in Warschau. Während des Aufstandes haben wir unser Hab und Gut und die Wohnung verloren.
Nach der Kapitulation Warschaus war ich Zwischenlager “Ursus”. Der gesamte Transport wurde in Kielce ausgeladen, wo uns RGO übernommen hat. Aus Kielce bin ich zu meiner Tante nach Krakau gefahren, gemeinsam mit meinem Mann, danach sind wir nach Zakopane gefahren.
Nach Kriegsende haben wir ein Stück für ein Wandertheater vorbereitet, und mit Unterbrechungen habe ich bis 22.05.1950 im Wandertheater gearbeitet. Seit dem 01.09.1950 habe ich ein fixes Engagement beim Ponischen Staatstheater in Bielsk.
Ich habe keiner politischen Verbindung (Bewegung, etc.) angehört, und das von unserem Verband ausgestellte Zeugnis ist ohne jeden Tadel.
(Source: Archive file)
Maria Bogda, 25.11.1909 in Lwów - September 1981 in Kalifornien, verheiratete Brodisz, Schauspielerin, einer der beliebtesten Filmstars Polens, in den Zwischenkriegsjahren. Ihr Debut gab sie 1928. 1931 lernte sie bei Dreharbeiten ihren späteren Partner und Ehemann, Adam Brodzisz, kennen. Nach dem Krieg hat sie mit Brodzisz Kammerspiele in verschiedenen Teilen des Landes präsentiert, in den Jahren 1950 - 1955 hat sie in den Theatern in Bielsk und Cieszyn gespielt. Einige Male ist sie mit Brodzisz zu Gastspielen in die USA gefahren, später haben sie sich dort niedergelassen.
(Source: Archive file)
„Unter den YLs ist eines der in Europa am besten bekannten Rufzeichen SP3HR aus Lwow, Polen, aktiviert von Marja Borja (sic). Sie arbeitet mit einer Zeppelin-Antenne auf 20,5 und 42 m mit einem Hartley (zwei B-403, 150V) und einem Röhrenverstärker (TA 1/40, 1.500V). Als Empfänger dient ihr ein Reinartz, der 5-2.000m überstreicht.“
(Source: EAR, 5.Jg., Nr. 66, Oktober 1930. Original Spanisch)

SP3ER - Kuck, Agnes- Poland
Aus inoffiziellen Quellen ist bekannt, dass sie Schauspielerin am Theater war. Ihre - offenbar nicht sehr bedeutsame - Funktätigkeit beschränkte sich vorwiegend auf Fonie. Sie gestaltete Ausstellungen für ihren Heimatklub und trug so zur Popularisierung des Hobbys bei.

SP3KYL → SP3RAI ← CV5KYL - Malinowska → Bratescu, Helena - Poland, Romania
Geboren in Poznnan (Posen). Sie bevorzugte CW und hat, obwohl noch ganz jung, 1929/30 viele Leistungen als Funkerin erzielt. Der Suffix KYL ist darauf zurückzuführen, daß die Klubs zunächst den ersten Buchstaben nach Regionen vergaben, und für Posen standen K, P und S. Ihren QSL-Karten legte sie oft Fotos bei. In der Ausgabe 1/1930 der "Krótkofalowiec Polski" berichtet ein Leser, er habe ein QSO Helenas mit SM6UA mitgehört, in der dieser eine Nachricht des schwedischen SWL SM-010 telegraphierte: "Sie haben wunderschöne Augen! 73 und 88, und ich liebe Sie!"
Die wahre Liebe kam jedoch von anderer Seite. Helena hatte häufig QSOs mit einem jungen Rumänen, Cezar Bratescu, CV5AF. Dies hatte zur Folge, daß Helena Anfang der dreißiger Jahre nach Rumänien fuhr und Cezar heiratete. (1931 ist sie als CV5KYL gemeldet.) Später wanderten beide in die USA aus, kamen zuletzt aber gemeinsam nach Polen zurück.
Mitte 1980(?) gestaltete ein Moderator im Radio eine Sendung über Amateurfunk und lud die Hörer ein, im Studio anzurufen. Es meldete sich Helena, die erst wenige Stunden zuvor in ihrer alten Heimat angekommen war, um für immer hier zu bleiben.
(Source: Zbigniew, SP8HR, in: Biuletyn PZK 3/1986)
In Rumänien gab es damals nur wenige Funkamateure. Cezar lebte in der Kleinstadt Alba Julia. Die rumänischen Funker hatten die polnischen Kollegen gebeten, bei der Organisierung ihres Verbandes zu helfen.
(Source: Biuletyn PZK, 3/1984)
Geboren am 24. Februar 1905 in den USA in einer Familie polnischer Emigranten. 1920 reiste sie erstmals nach Polen, kehrte aber 1923 in die USA zurück und unternahm 1927 gemeinsam mit ihren Brüdern einen zweiten Versuch, sich in der alten Heimat anzusiedeln. Ihre Brüder erhielten die Rufzeichen SP3KW und SP3KW, ließen Helena aber nicht an die Geräte heran und halfen ihr auch nicht beim Lernen. Erst als sie ihr eigenes Rufzeichen hatte, durfte sie an deren Station arbeiten, die sie aus den USA mitgebracht hatten. Im November 1930 übersiedelte Helena nach Bukarest und heiratete Cesar Bratescu. Die Pläne des Paares, in die USA auszuwandern, wurden 1935 durch den tragischen Tod ihres Mannes vereitelt. Helena reiste allein (1935?) zu ihrer Familie zurück. Endgültige Rückkehr nach Polen (Anfang?) 1980. Jetzt wollte sie wieder im Amateurfunk aktiv werden und erhielt, mit Unterstützung der Kollegen in Posen, zunächst am 12. April 1980 das Hörerrufzeichen SP-1153-PO, schließlich am 7. Mai 1986 das Rufzeichen SP3RAI. Wurde Ehrenmitglied des Funkvereins Posen.
(Source: Tomek SP5CCC in: Krótkofalowiec Polski 2/95, zum 90. Geb. Dort auch Altersfoto)

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