Anton Habsburg-Lothringen – OE1AH, OE3AH, OE5AH, YR5AH

25.08.11

Anton Habsburg-Lothringen (* 20. März 1901 in Wien; † 22. Oktober 1987 in Salzburg; geboren als Anton Maria Franz Leopold Blanka Karl Joseph Ignatius Raphael Michael Margareta Nicetas, Erzherzog von Österreich) war ein Mitglied des Hauses Habsburg-Lothringen. Anton war der dritte Sohn von zwölf Kindern des Erzherzogs Leopold Salvator von Österreich-Toskana (1863–1931) und seiner Ehefrau der spanischen Infantin Blanca de Castilla de Borbón (1868–1949), älteste Tochter des Infanten Carlos María de los Dolores de Borbón, Herzog von Madrid (1848–1909), als „Carlos VII.“ Prätendent auf den spanischen Thron, und seiner Frau Prinzessin Margarita von Bourbon-Parma. Seine Großeltern väterlicherseits waren Erzherzog Karl Salvator und Prinzessin Maria Immaculata von Neapel-Sizilien. Nach Auflösung der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn am Ende des Ersten Weltkrieges im Jahr 1918 wohnte Erzherzog Anton von Österreich-Toskana mit seinen Eltern – vor der Ausreise der Familie des abgesetzten Kaiser Karl I. angesichts der drohenden Landesverweisung seines Vaters – in Frohsdorf in Niederösterreich. Später lebte er mit seinen Eltern im Exil in der Schweiz, später in Deutschland und in Frankreich.
Am 26. Juli 1931 heiratete Anton Habsburg-Lothringen (Anton von Österreich-Toskana) auf Schloss Peleș in Sinaia (Prinzessin) Ileana Hohenzollern-Sigmaringen (1909–1991), jüngste Tochter des rumänischen Königs Ferdinand I. und seiner Ehefrau Prinzessin Marie von Sachsen-Coburg und Gotha. Nach der Heirat wurde Ileana von ihrem Bruder, König Karl II., aus politischer Rücksicht auferlegt, außerhalb von Rumänien zu leben, da er meinte, dass das rumänische Volk eine Heirat mit einem Mitglied aus dem Haus Habsburg-Lothringen nicht akzeptieren würde. Das Ehepaar hielt sich daher zunächst in München und in Mödling bei Wien und später auf deren Schloss Sonnberg[ in Österreich auf. Aus der gemeinsamen Verbindung gingen sechs Kinder hervor.
Während des Zweiten Weltkriegs diente Anton Habsburg-Lothringen bis Ende 1944 in der deutschen Wehrmacht als Flieger. Nach seiner Entlassung zog er nach Törzburg, wo seine Familie auf Schloss Bran lebte. Nach dem Putsch und der Auflösung des Bündnisses Rumäniens mit Deutschland, am 23. August 1944, war das Paar, deren Kinder und ihre Hausangestellten als Staatsbürger des Deutschen Reichs in Gefahr, interniert oder des Landes verwiesen zu werden. Erst als König Michael I. am 30. Dezember 1947 abdanken und das Land verlassen musste, wurde auch Habsburgs-Lothringens Familie des Landes verwiesen. Die Familie hielt sich zunächst in der Schweiz und in Argentinien auf, in den frühen 1950er Jahren lebten sie in den Vereinigten Staaten. Im Jahr 1954 ließ sich das Ehepaar scheiden und Anton Habsburg-Lothringen ging zurück nach Österreich, wo er bis zu seinem Tod in Emmerberg (Niederösterreich) und in St. Lorenz am Mondsee (Oberösterreich) in der Villa Minola (nach seinem Tod vom neuen Eigentümer in Villa Mizzi umgetauft) lebte. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof von Mondsee.
Am 26. Mai 2006 wurde in Bran in Anwesenheit von Dominic von Österreich-Toskana und des rumänischen Kulturministers Adrian Iorgulescu die Rückgabeurkunde für das Schloss Bran unterzeichnet.
(Quelle: Wikipedia)



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