SOS von der 'Titanic' - Chronologie einer Tragödie


Der Untergang der Titanic



Link: 100 Amateurfunk-QSL-Karten zur Titanic



Prolog

The Convergence of the Twain (Lines on the Loss of the Titanic)
By Thomas Hardy (1912)

I In a solitude of the sea / Deep from human vanity, / And the Pride of Life that planned her, stilly couches she.
II Steel chambers, late the pyres / Of her salamandrine fires, / Cold currents thrid, and turn to rhythmic tidal lyres.
III Over the mirrors meant / To glass the opulent / The sea-worm crawls — grotesque, slimed, dumb, indifferent.
IV Jewels in joy designed / To ravish the sensuous mind / Lie lightless, all their sparkles bleared and black and blind.
V Dim moon-eyed fishes near / Gaze at the gilded gear / And query: "What does this vaingloriousness down here?" ...
VI Well: while was fashioning / This creature of cleaving wing, / The Immanent Will that stirs and urges everything
VII Prepared a sinister mate / For her — so gaily great — / A Shape of Ice, for the time far and dissociate.
VIII And as the smart ship grew / In stature, grace, and hue, / In shadowy silent distance grew the Iceberg too.
IX Alien they seemed to be; / No mortal eye could see / The intimate welding of their later history,
X Or sign that they were bent / By paths coincident / On being anon twin halves of one august event,
XI Till the Spinner of the Years / Said "Now!" And each one hears, / And consummation comes, and jars two hemispheres.
[01]






B Wettkampf um die Macht zur See

Kurz nach der Jahrhundertwende liefern die großen Reedereien einander einen erbitterten Konkurrenzkampf um die Vormacht auf der lukrativen Transatlantik-Route von Europa in die USA. Jedes neu in Dienst gestellte Schiff ist jeweils das weltgrößte, schnellste und luxuriöseste. Der Norddeutsche Lloyd trumpft bereits 1903 mit der "Kaiserklasse" auf, der Kaiser Wilhelm, der Kronprinz Wilhelm und der Kronprinzessin Cecilie. - Von der Cunard Line kommen 1907 die RMS Lusitania und die RMS Mauretania. - Die Hapag tritt als letzte in den Wettstreit der Passagier- und Postdampfer ein mit der Imperator und ihren Schwesterschiffen Vaterland und der nicht mehr fertig gestellten Bismarck - An dieser Konkurrenz beteiligt sich ab 1907 die White Star Line mit ihren drei Schiffen, der RMS Olympic, der HMHS Brittanic und der Titanic. - Der Weltkrieg bereitet der Entwicklung ein jähes Ende.




B Die 'RMS Titanic'

Kurzbeschreibung

B Die 'RMS Titanic'zoomDie RMS Titanic, ein Passagierschiff der britischen Reederei White Star Line, wurde in Belfast auf der Werft von Harland & Wolff gebaut und war bei der Indienststellung am 2. April 1912 das größte Schiff der Welt. Der zweite von drei Dampfern der Olympic-Klasse war wie seine Schwesterschiffe für den Liniendienst auf der Route Southampton–Cherbourg–Queenstown–New York, New York–Plymouth–Cherbourg–Southampton vorgesehen und sollte neue Maßstäbe im Reisekomfort setzen. Die Titanic war 269,04 Meter lang, 28,19 Meter breit, 53,33 Meter hoch (Unterkante Kiel bis Oberkante Schornstein), hatte 10,54 Meter Tiefgang, 46.329 Bruttoregistertonnen Rauminhalt, 39.380 Tonnen Leermasse und 13.767 Tonnen Tragfähigkeit. Die Titanic besaß drei Schiffsschrauben (Propeller) und konnte 23 bis 24 Knoten Höchstgeschwindigkeit und 21 Knoten Reisegeschwindigkeit erreichen. Die äußeren Propeller wurden von Vierzylinder-Kolbendampfmaschinen mit Dreifachexpansion und einer Indizierten Leistung von jeweils 15.000 PS (11 MW) angetrieben. Der Abdampf dieser Maschinen wurde in eine Niederdruck-Parsons-Turbine geleitet, die den mittleren Propeller antrieb; diese sollte 16.000 PS leisten. Tatsächlich erwiesen sich die Maschinen in den Tests stärker als geplant, so dass die Titanic mit einer Maschinenleistung von insgesamt 51.000 PS registriert wurde. Die maximal erreichbare Antriebsleistung lag bei ungefähr 60.000 PS. Die Titanic verbrauchte auf See 620 bis 640 Tonnen Kohle pro Tag, welche in 29 Kesseln mit insgesamt 159 Feuerungen verbrannt werden konnte. Es waren allerdings nie alle Kessel gleichzeitig in Betrieb. Die Bunker fassten 6.700 Tonnen Kohle. Die vier Schornsteine der Titanic waren ungefähr 19 Meter hoch. Der vierte Schornstein war allerdings kein Rauchabzug, sondern diente der Ästhetik. Einerseits waren Schiffe mit vier Schornsteinen bei Schiffsarchitekten, den damaligen Medien und den Schiffsreisenden sehr beliebt; andererseits wurde er zur Entlüftung der Kessel- und Maschinenräume sowie der Küchenräume mit den Kohleherden benutzt. Die Titanic besaß eines der größten elektrischen Netze aller Schiffe der damaligen Zeit. Vier dampfbetriebene 400-Kilowatt-Generatoren lieferten zusammen maximal 16.000 Ampere bei 100 Volt. Besonderes Interesse galt der Sicherheitsausstattung der beiden Schwesterschiffe. Sie galten als Wunder der Technik und wurden aufgrund der vollautomatischen Wasserschutztüren zwischen den 16 wasserdicht abschottbaren Abteilungen im Juni 1911 in der Zeitschrift The Shipbuilder als „praktisch unsinkbar“ bezeichnet. Als Abstellplatz für die Rettungsboote war das oberste Deck vorgesehen, welches in Bereiche für die erste und zweite Klasse unterteilt war. Es wurden 16 Paare der damals neuartigen Welin Quadrant Davits installiert, welche zum Fieren von 48 Rettungsbooten ausgerüstet waren. Optional hätte sich die Kapazität der Davits noch auf 64 Boote erweitern lassen, jedoch wurde die Anzahl auf 20 reduziert (14 reguläre Rettungsboote, 2 Notfall-Kutter, 4 Faltboote). Diese geringe Anzahl von war gesetzeskonform: Das entsprechende Gesetz aus dem Jahre 1896 legte nicht die mögliche Passagieranzahl, sondern die Tonnage des Schiffes zugrunde. Die Titanic hätte nur Rettungsboote für 756 Personen mitführen müssen und die gesetzlichen Anforderungen mit 422 zusätzlichen Plätzen deutlich übererfüllt.

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C Der Konstrukteur, der Reeder, der Kapitän

Der Konstrukteur: Thomas Andrews
Thomas Andrews wird am 7. Februar 1873 in Comber bei Belfast, Nordirland, geboren. Er wächst in einer prominenten Familie auf: Sein Bruder John wird später Premierminister von Nordirland, und sein Onkel William James Pirrie wird Haupteigner der Belfaster Werfrt Harland & Wolff. Von 1889 bis 1894 arbeitet Andrews als Lehrling in der Firma. Sehr beliebt und fleißig, steigt er schnell auf, leitet in den späten 1890er Jahren die Reparaturabteilung und ist anschließend am Bau zahlreicher Schiffe beteiligt, darunter der Balticund der Oceanic. Für seine innovativen Designs bekannt, ernennt man ihn zum Leiter der Designabteilung. 1907 wird er zudem Geschäftsführer von Harland & Wolff. Als die White Star Line 1907 beschließt, eine Klasse von Luxuslinern zu schaffen, und i>Harland & Wolff beauftragt, wird Andrews Hauptdesigner sowohl der Olympic wie der Titanic. Die wichtigste Innovation sind 16 wasserdichte Abteile mit Toren, die von der Brücke aus geschlossen werden können. Selbst wenn vier Abteile überflutet werden sollten, könne auf diese Weise das Schiff immer noch über Wasser bleiben. Es sei daher praktisch unsinkbar. Im April 1912 ist auch er Passagier, der Titanic bei ihrer ersten Reise. Er ist es, der nach der Kollision mit dem Eisberg das Schiff am 14. April einen Eisberg getroffen hatte, bewertete Andrews den Schaden den Schaden bewertet und und feststellt, dass das Schiff sinken werde. Er geht mit dem Schiff unter. Sein Leichnam wird nie geborgen.

Der Reeder: Joseph Bruce Ismay
Joseph Bruce Ismay wird 1862 in der Nähe von Liverpool als Sohn von Thomas Henry Ismay und Margaret Bruce geboren. Sein Vater ist Seniorpartner in der Firma Ismay, Imrie & Company und Gründer der White Star Line. Ismay wird in Harrow ausgebildet und dann ein Jahr lang in Frankreich unterrichtet, bevor er vier Jahre lang in Thomas Ismays Büro eintritt. Er bereist einige Zeit die Welt und wird nach seiner Rückkehr nach New York versetzt, wo er im Büro der White Star Line arbeitet. Nach einem Jahr ernennt man ihn zum Firmenvertreter für New York. 1888 heiratet er Julia Schieffelin. Gemeinsam haben sie vier Kinder. Die Familie kehrt 1891 nach England zurück, wo er Partner bei Ismay, Imrie & Company wird. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1899 übernimmt Joseph die Gechäftsführung.
1907 trifft Ismay Lord Pirrie von der Werft Harland & Wolff, um die Reaktion von White Star auf die Lusitania und die Mauretania zu erörtern, die kürzlich präsentierten Flaggschiffe der konkurrierenden Cunard Line. Ismays neuer Schiffstyp soll nicht nur schneller seinl, sondern auch luxuriöser und über eine enorme Reichweite verfügen. Drei Schiffe werden geplant und gebaut, das zweite ist die RMS Titanic
Den infamen Nachruhm verdankt Ismay dem Umstand, dass er sich am 10. April 1912 - "feige und rücksichtslos", so der Vorwurf - mit seinem Kammerdiener Richard Fry und seinem Sekretär William Henry Harrison in einem Rettungsboot aus der Titanic rettet. Joseph Bruce Ismay stirbt am 17. Oktober 1937.

Der Kapitän: Edward John Smith
Edward John Smith wird am 27. Januar 1850 in Hanley, Staffordshire geboren. Ertritt m Alter von 13 Jahren als Lehrling der Handelsmarine bei. 1871 erhält er sein Zertifikat als Zweiter Offizier und steigt die Karriereleiter hoch. Im März 1880 tritt Smith als Vierter Offizier bei der White Star Line ein. Sein weiterer Aufstieg bringt ihm 1887 das Kommando über die Republic. 1888 tritt er der Royal Navy Reserve (RNR) bei und ist 1899 Kapitän der Majestic die Truppen für den Burenkrieg transportiert. 1904 übernimmt Smith für ihre Jungfernfahrt das Kommando der Baltic, damals das größte Schiff der Welt und bleibt ihr Kapitän, bis er 1907 das Kommando über die Adriatic übernimmt und nach deren Jungfernfahrt bis 1911 behält, ehe er 1911 das Kommando über das größte jemals gebaute Schiff übernimmt, die RMS Olympic. Am 20. September 1911, nur 13 Wochen nach ihrer Jungfernfahrt, kollidiert die Olympic mit dem britischen Kriegsschiff HMS Hawke. Beide Schiffe werden schwer beschädigt, und die Marine beschuldigt Smith. Dennoch ernennt die White Star Line Smith nach Fertigstellung der Titanic erneut zum Kapitän In der Nacht des 14. April geht Smith mit dem Schiff unter. Sein Leichnam wird nie geborgen.




Die Funkstation und die Bordfunker

Die Funkstation und die BordfunkerzoomDienstag, 2. April 1912. Heute erst wird die Marconi-Funkstation angeliefert, noch am selben Tag aufgebaut und zeigt sich bei den ersten Tests mit den Küstenfunkstellen in Teneriffa und Port Said – Distanz: 2.000 bzw. 3.000 Meilen – voll funktionstüchtig. Es ist die leistungsstärkste Anlage ihrer Zeit.

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Post- und Telegrammaufgabe auf der "Titanic"

Post- und Telegrammaufgabe auf der 'Titanic'zoomDas Schff trägt die offizielle Bezeichnung "RMS Titanic" Die drei Buchstaben stehen für Royal Mail Steamer Alle einlangenden und ausgehenden Telegramme für Passagiere der „Titanic“ und von diesen wurden mit dem Codewort ADVISELUM versehen. Alle mit MSG eingeleiteten Telegramme waren für den Kapitän bestimmt, der die Übernahme persönlich bestätigen musste.
Passagiere gaben ihre Telegramme auf der Steuerbordseite des vorderen Zugangs zur Ersten Klasse beim Informationsschalter auf., indem sie vorbereitete Formulare ausfüllten. Die Gebühr war beträchtlich, sie betrug 12 Shilling und Sixpence für die ersten zehn Worte (etwa 250€) und 9 Pence für jedes weitere Wort, sofort bar zu begleichen. Die Aufträge wurden per Rohrpost zum Funkraum geschickt. Am Ende jedes Tages verglich der Zahlmeister die Anzahl der gesendeten und vergebührten Worte mit den Marconisten. – Einlangende Telegramme nahm einer der beiden Marconisten von Hand auf, der andere übertrug sie mit Schreibmaschine auf ein Telegrammformular und sandte sie per Rohrpost zum Informationsschalter. In den viereinhalb Tagen zwischen dem Auslaufen aus Southampton und der Kollision mit dem Eisberg schickten und empfingen die beiden Funker insgesamt 250 Passagier-Telegramme. - Die Navigation betreffende Telegramme wurden vom Marconisten entweder auf der Brücke oder in der Kabine des Kapitäns abgeliefert. (Marconigramm: Ulster Folk & Transport Museum)

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Aufbruch zur Jungfernfahrt - 5.-13.April 2012

Kurzfassung (ausführlich: die Links am Ende des Beitrags)

Aufbruch zur Jungfernfahrt - 5.-13.April 2012zoomFreitag, 5. April 1912. Es ist Karfreitag, die "Titanic" trifft in vollem Flaggenschmuck im Hafen von Southampton ein und legt am Pier 44 an. Hier soll ihre Jungfernfahrt beginnen und nach New York führen.
Samstag, 6. April. Die "Titanic" nimmt 560 Tonnen Proviant und Ladung an Bord, vor allem aber 5.800 Tonnen Kohle. Ein schwieriges Unterfangen, denn erst heute wurde ein Streik der Kohlenarbeiter beendet, und die Schiffseigner müssen die Bunker von sechs ihrer Schiffe leeren, darunter der "Olympic", einem Schwesterschiff der "Titanic". – In der Stadt drängen sich einstweilen Hunderte vor dem Büro der "White Star Line". Der Kohlenstreik hat viele Seeleute arbeitslos gemacht, jetzt werden Hunderte angeheuert. "A British crew for a British ship" lautet die Losung.
Dienstag, 9. April. Um 2330 melden sich die beiden Marconisten Phillips und Bride an Bord.

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Sonntag, 14. April 1912: 'Eis voraus!'

Sonntag, 14. April 1912: 'Eis voraus!'zoomDie "Titanic" empfängt insgesamt sechs Eiswarnungen; Von der "Caronia", der "Nordaam", am Nachmittag eine dringende Warnung von der "Baltic": 250 Meilen voraus lägen große Eisfelder.Eine weitere Meldung kommt von der "Caronia". Diese Meldung wird an die Brücke weitergereicht. Die nachfolgende Eiswarnung von der "Amerika" bleibt im Funkraum liegen. Um 21 Uhr 40 sendet die "Mesaba" einen Funkspruch, in dem vor Eisbergen gewarnt wird. Philips und Bride, beide mittlerweile sehr übermüdet, setzen noch immer die Marconigramme der Passagiere ab und überhören diese Meldung.

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23 Uhr 40: Die Kollision

Aber die 'Titanic' gilt als unsinkbar

23 Uhr 40: Die Kollisionzoom23 Uhr 40: Die "Titanic" läuft weiterhin mit voller Kraft, 22 Knoten. Im Krähennest halten die Matrosen Fredrick Fleet und Reginald Lee Ausguck – mit schlechten Gläsern; die guten Ferngläser waren irrtümlich in Southampton zurückgeblieben. Die See ist ungewöhnlich still, das erschwert die Beobachtung, denn nur bei Wellengang zeichnen sich Eisschollen und die gefährlichen bereits fast abgeschmolzenen kleinen Eisberge durch eine Lichtkante ab. Plötzlich entdeckt Fleet 500m voraus einen großen Eisberg und alarmiert die Brücke: "Iceberg right ahead!" - Kapitän Smith hatte sich zur Ruhe begeben und das Kommando dem 2. Offizier übertragen, Charles Herbert Lightoller. Am Ruder ist William Murdoch, der 1. Offizier Er gibt zwar sofort das Kommando: "Maschinen halt, volle Kraft zurück!" und versucht abzudrehen. Bei 21 Knoten Fahrt bleiben aber nur knapp 45 Sekunden Zeit, zu wenig, um den Zusammenstoß abzuwenden. Das Schiff stößt mit der vorderen Steuerbordseite mehrmals gegen den etwa 300 000 Tonnen schweren Eisberg. Dabei werden auf einer Länge von 90m die Stahlplatten entlang ihrer Nietverbindungen aufgedrückt. In den vorderen sechs wasserdichten Abteilungen entstehen sechs kleine Lecks - insgesamt nur 1,2 m2 groß, doch strömen von nun an 400 Tonnen Wasser pro Minute ein, und nur die Flutung in der sechsten Abteilung kann durch die Lenüpumpen verlangsamt werden.

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Montag, 15. April 1912: 'CQD/SOS' von der 'Titanic' - Rettung durch die 'Carpathia'

Montag, 15. April 1912: 'CQD/SOS' von der 'Titanic' - Rettung durch die...zoomHarold Brides Bericht: "Ein paar Minuten später kam der Käptn wieder. Er kam nicht mal richtig rein, sondern sagte bloß: 'Setzt den Hilferuf ab!' – 'Was soll ich senden?' fragte Phillips. – 'Den internationalen Hilferuf, CQD.' Wir senden also fünf Minuten lang CQD ohne uns große Sorgen zu machen. Das Schiff war ja unsinkbar. Wir spaßten sogar. Ich sagte zu Phillips: 'Gib SOS. Angeblich ist das ist der neue Hilferuf, und vielleicht ist heute deine letzte Chance für ein SOS.' (CQD war nicht der internationale Hilferuf, sondern wurde seit 1904 von Marconi-Stationen benutzt. CQ=seek you ist der internationale Anruf, ergänzt drch D=Distress. Die Italiener sendeten SSSDDD, die Deutschen SOE, bis bei einer internationalen Konferenz in Berlin im Jahr 1906 SOS festgelegt wurde.) Phillips lachte und gab von nun an SOS. Wir hätten gedacht, den Operator der "Californian" zu erreichen – aber der hatte ein paar Minuten vorher die Bude dicht gemacht."

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Die Nachricht geht um die Welt

Und Guglielmo Marconi weiß das zu verwerten

Die Nachricht geht um die WeltzoomDie während der Fahrt von der "Carpathia" nach New York aufgegebenen Telegramme werden vermittelt von deren Marconisten Harold Thomas Cottam und dem zur Verstärkung angeforderten Bride und übernommen vom Funker David Sarnoff in der Landestation New York über dem Kaufhaus Wannamaker’s. Sarnoff macht übrigens Karriere: er wird später Präsident der RCA, der Radio Corporation of America.

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Dokumentation, Hörspiel, Link-Empfehlungen

26.04.12

Dokumentation, Hörspiel, Link-EmpfehlungenzoomDer Beitrag Eisberg hart voraus! von Bernd Loibl in der Ausgabe November 2001 der Zeitschrift Sterne und Weltraum linkext. Link ist profund recherchiert und besonders lesenswert: „Durch die Nervenstärke eines Offiziers enthielt der kurz nach Mitternacht abgesetzte Hilferuf der Titanic die genaue Position des sinkenden Ozeanriesen. Der Kollisionsort wurde aus den abendlichen Gestirnsbeobachtungen berechnet und bildete die Voraussetzung für die schon wenige Stunden später erfolgte Bergung der Schiffbrüchigen. Eine Sichtung der Vernehmungsprotokolle beider anschließender Untersuchungen und der auf dem Tauchgang von 1996 basierende Bericht des Marine Forensic Panel wirft ein neues Licht auf eine bisher unbekannte Seite dieses immer noch bewegenden Ereignisses." - Wir danken der Redaktion für die Genehmigung der Wiedergabe.

Norman Fehlings "Titanic"-Website: linkext. Link
Offizielle Homepage des Titanic Informations Center Deutschland e.V.: linkext. Link
Besonders detailreich: Encyclopedia-Titanica (English): linkext. Link
Vollständiges Transkript der Anhörungen durch den US-Senat und das British Board of Trade Inquiry. Enthält auch die Zeugenaussagen von G. Marconi und des Funkers Harold Bride linkext. Link
Die Sammlung von Titanic-Telegrammen der Museumsstiftung Post und Telekommunikation linkext. Link

Die Radio Officers’ Association (ROA) wurde 1995 gegründet, um Zeugnisse zur Geschichte des maritimen Funks zu sammeln und zu pflegen und ehemals in der Handelsmarine, den Küstenfunkstellen und im zivilen Luftverkehr Tätigen Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch zu geben. Die Radio Officers’ Amateur Radio Society (ROARS), ein autonomes Subkomitee der ROA, publiziert das Journal QRZ, dessen Ausgabe vom März 2012 wir mit freundlicher Genehmigung des Autors und der ROARS den folgenden Beitrag übernehmen. Wireless communications and the Titanic disaster – by © David Barlow linkext. Link

Die vier Videos der Wochenschauen aus dem Jahr 1912 stammen von der Collection of the National Museum Northern Ireland linkext. Link



Download [1.0 MB]'Eisberg hart voraus!' von Bernd Loibl - C Sterne und Weltraum 11/2001 [PDF , 1.0 MB]
Download [3.9 MB]Hörspiel 'SOS von der Titanic' (Radio Österreich International) [22:00] [MP3 , 3.9 MB]
Download [90.1 KB]Der gesamte Funkverkehr der 'Titanic' [DOC , 90.1 KB]
Download [4.6 MB]"Die letzen Tage der Titanic" - Beitrag in der CQDL 02/1999 [PDF , 4.6 MB]
Download [60.4 KB]'RMS Titanic: 1912 – 2012', by David Barlow [DOC , 60.4 KB]
Download [55.8 KB]'Die Rolle der Funkkommunikation beim Untergang der Titanic', von David Barlow [DOC , 55.8 KB]
Download [44.5 KB]Cape Race History (Englisch) [DOC , 44.5 KB]
Download [3.6 MB]Video: Die Titanic in Belfast (03.02.1912) [WMV , 3.6 MB]
Download [4.2 MB]Video: Menschenmengen warten in New York auf Neuigkeiten über die Katastrophe [WMV , 4.2 MB]
Download [2.5 MB]Video: Das Schiff Carpathia erreicht New York. An Bord: Überlebende der Titanic [WMV , 2.5 MB]
Download [1.5 MB]Video: Überlebende der Titanic-Mannschaft [WMV , 1.5 MB]

PS: Souvenirs, Souvenirs...

PS: Souvenirs, Souvenirs...zoomAn der Tragödie lässt sich gut verdienen. Ausstellungen an allen Orten, die irgendwie mit der "Titanic" in Zusammenhang zu bringn sind, und Mitbringsel von der WC-Brille üb er T-Shirts bis zu aus dem Wrack geborgenen "Originalgegenständen". - Wie das Plakat einer Seifenfitrma zeigt, warb man bereits 1912 mit der "Titanic" - Wir beschränken uns auf einen kleinen Ausschnitt, auf einige Beispiele zur "Titanic"-Philatelie.

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PS: Die "Titanic"-Tragödie im Musical und Film

PS: Die 'Titanic'-Tragödie im Musical und FilmzoomDie erste Verfilmung erfolgte bereits 1912. Dorothy Gibson, eine Überlebende, trat "im Originalkostüm ihrer Rettung" in dem Zehn-Minuiten-Streifen auf. -Ein deutscher Propagandafilm, ein Machwerk der Nazis von 1943, schaffte es mit wenigen Ausnahmen nicht mehr in die Kinos. Die wohl bekannteste Verfilmung ist "Titanic" von 1997, 2012 neu aufgelegt in 3D.

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PS: Die Überreste der Funkstation sollen geborgen werden

Link: Das berühmteste Funkgerät der Welt darf geborgen werden
Link: Explore the Titanic's Wireless Room






01 - Die Funkstation. Das einzige überlieferte Originalfoto
02/03 - Die Funkstation. Rekonstruktion
04 - Die Funkstation der RMS Olympic, 1913. Mirt Funker Brent. Ausstattung wie jene der Titanic
05 - Löschfunkensender. Schema
06 - Der Generator
07 - Schaltschema
08 - Magnetdetektor. Empfänger, wie er auf der Titanic verwendet wurde
09 - Magnetdetektor. Ein durch ein Uhrwerk bewegtes Seil aus voneinander isolierten dünnen Eisendrähten läuft vorbei an zwei mit gleichnamigen Polen nebeneinanderliegenden Permanentmagneten und weiter durch die Primärwicklung eines kleinen Transformators, dessen Sekundärwicklung an einen niedrigohmigen Hörer angeschlossen ist. Der Magnetdetektor spricht auf den Höchstwert des Stromes an. Hierbei erfährt die magnetische Induktion des Seiles eine sprungweise Änderung, was sich im Hörer als knackendes Geräusch oder bei gleichmäßiger Funkenfolge als Ton äußert.
10/11 - Jack George Phillips
12/13 - Harold Sydney Bride
14 - Phillips undf Bride
15 - Lageplan B-Deck. Rechts der Schornstein 1, Steuer- und Backbord die Offiziersquartiere
16 - Lageplan B-Deck. Links die große Halle und die Treppe der 1. Klasse
17 - Lageplan B-Deck. Stiegenhaus bis Brücke
18 - Lageplan
19 - Die Funkstation, Charging switchboard im Funkraum, nicht im silent room. Gegenwärtiger Zustand in der beigelegten Schaltung rechts oben. Es dient dazu, die Batterien zu laden- zählt also zur Stromversorgung der Funkstation. Es ist von der Hinterseite zu sehen, weil es aus der Vertikalen ca. 120 Grad nach vorne gekippt ist, Es hängt an der Verdrahtung.- die Holzwand, an der es befestigt war, hat sich schon lang aufgelöst. Signifikant sind die (ca. = 10 ) vertikalen Ladewiderstände, die man durch einen darunterliegenden Schalter einschalten konnte. Zählt man die Anschlußleitungen, so paßt auch das zusammen – vier in der Mitte, fünf unten – wir sehen ja auf die Hinterseite und somit Verdrahtungsseite des Switchboards. Die switchboards sind wohl aus dickerem, ordentlichen Holz, das noch nach über 100 Jahren hält - die dünnen Holzwände zwischen den Räumen sind alle schon weggefault. (Helmut Klein, OE1TKW)
20/21 - Generator - gegenwärtiger Zustand
22/23 - Funkraum - gegenwärtiger Zustand
24 - Zugang Dachluke (mt Stern) gegenwärtiger Zustand
25 - Lageplan Zugang - heutiger Zustand
26 - Titanic-Entdecker Robert Ballard vor einer Großaufnahme des Oberdecks der „Titanic“
27 - Battery Park Memorial, New York
28 - Antennenanlage in Cape Race



Fußnoten

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