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oe1_dl_2023
ORF Ö1 - Digital Leben
Jeden Montag bis Donnerstag informiert Digital Leben in Ö1 über Chancen, Risiken und (un)erwünschte Nebenwirkungen von Internet, Digitalkamera und Computerviren
Archivnummern: AP/m_mm1/oe1_dl_2023_(Sendedatum)
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| 09.01 | Kritik an Microsoft 365 in Schulen Datenschützer sehen Microsoft als Risiko Schreiben in Word, kommunizieren über Teams oder arbeiten in Excel und PowerPoint - nicht nur im Büroalltag dominieren die Programme von Microsoft, auch Schüler:innen und Lehrerende in Österreich arbeiten häufig damit. Für Datenschützer wie Daniel Lohninger vom Verein epicenter.works ist der Einsatz von Microsoft 365 im Schulalltag ein Problem. Lohninger kritisiert, die Daten, die der US-Konzern in der Cloud speichert, seien nicht vor dem Zugriff von US-Behörden geschützt. Julia Gindl hat bei Microsoft und beim Bildungsministerium nachgefragt. | 04:48 |
| 10.01 | Autos, die ihre Farbe wechseln Die CES in Las Vegas Am Sonntag ging in Las Vegas die Consumer Electronics Show zu Ende. Die Messe gilt als einer der wichtigsten Branchentreffs für Unterhaltungs- und Digitalelektronik. Seit einigen Jahren ist auch die Autoindustrie stark vertreten bei der CES - schließlich werden Automobile immer mehr zu fahrenden Computern. Über 3.000 Firmen haben sich auf der viertägigen Messe präsentiert. Aus Las Vegas: Nils Dampz mit einer Zusammenfassung. 10 Milliarden für ChatGPT Mit voraussichtlich 10 Milliarden Dollar will Microsoft sich am Konversationsprogramm ChatGPT beteiligen. Das berichtet die Webseite Semafor unter Berufung auf Insider. ChatGPT ist seit November online und gehört OpenAI - eine Firma, die unter anderem von Peter Thiel und Elon Musk gegründet wurde. ChatGPT kann zum Beispiel Texte zusammenfassen, eine Unterhaltung führen oder auch kleine Computerprogramme schreiben. Zuletzt hat ChatGPT für Aufsehen gesorgt, weil Schüler:innen in den USA es zum Schummeln benutzten und sich die Lösung von Aufgaben von der Künstlichen Intelligenz einsagen ließen. Manchmal gibt das Programm auch nur Antworten, die plausibel klingen, aber falsch sind. Schließlich lernt ChatGPT über das Feedback seiner Benutzer:innen ständig dazu. Der Wert von ChatGPT wird momentan mit 20 Milliarden Dollar angegeben. Microsoft könnte das Programm nutzen, um es in seine Suchmaschine Bing einzubinden. | 04:52 |
| 11.01 | Ö: Whistleblower-Richtlinie nicht umgesetzt Noch immer keine verpflichtenden Meldesysteme für Missstände Bis Dezember 2021 sollten die EU-Mitgliedsstaaten die sogenannte Whistleblower-Richtlinie umsetzen. Sie will es unter anderem Mitarbeiter:innen in Unternehmen ermöglichen, Mobbing, Diskriminierung, die Fälschung von Finanzdokumenten oder auch private Blumen-Bouquets auf Firmenrechnung anonym über ein Hinweisgeber-System zu melden. Selbst mehr als ein Jahr danach hat Österreich die Richtlinie noch immer nicht umgesetzt, obwohl sie auch Firmen viele Vorteile brächte. Details von Sarah Kriesche. Service Whistleblowing-Monitor Markus Dörfler Whistleblower-Richtlinie | 04:52 |
| 12.01 | Aus für personalisierte Werbung auf Facebook Datenschutzbehörde verhängt 390 Millionen Euro-Strafe gegen Meta-Konzern Es könnte das Aus für das Werbemodell von Facebook und Instagram bedeuten: Der US-Technologiekonzern Meta darf in der Europäischen Union künftig keine personenbezogenen Daten mehr für Werbung nutzen und muss darüber hinaus 390 Millionen Euro Strafe zahlen. Das hat die irische Datenschutzbehörde nach einer Beschwerde der Datenschutzorganisation NOYB jetzt entschieden. Facebook, WhatsApp und Instagram gehören zum Meta-Konzern von Mark Zuckerberg. Welche Konsequenzen das Urteil für den US-Tech-Riesen und für Nutzer:innen in der EU hat, fasst Julia Gindl zusammen. Besserer Jugendschutz vor Online-Werbung Von sich aus einschränken möchte Meta zumindest die personalisierte Werbung für Jugendliche, wie der Konzern gestern bekannt gab. Ab Februar teilen Facebook und Instagram ihren Werbekunden nur mehr Standortdaten sowie das Alter von Minderjährigen mit. Damit verhindern sie sowohl geschlechtsspezifische Werbung, als auch Werbung, die auf die Interessen und Vorlieben der Jugendlichen zugeschnitten ist. Internationaler Datenverkehr um ein Viertel gestiegen Der internationale Datenverkehr ist im Vorjahr um 25% gestiegen. Das zeigt die Analyse der großen Internetknoten in Frankfurt, Mumbai oder New York. Bei den zentralen Verteilerpunkten wuchs der Datenverkehr im Jahresabstand von 38 auf 48 Exabyte - das entspricht der Kapazität von 370 Millionen Smartphones mit jeweils 128GB Speicher. Am stärksten glühten die Internetknoten übrigens im Dezember, am Tag des Fußball-Halbfinales zwischen Marokko und Frankreich. | 04:52 |
| 16.01 | Schattenprofile Warum Facebook auch Daten von Nicht-Nutzern speichert und wie man sie löschen kann Facebook ist ein begnadeter Datensammler. Selbst wenn man Facebook selbst NICHT nutzt, kann es sein, dass man vom Meta-Konzern bereits erfasst wurde. Diese Speicherung persönlicher Informationen wurde schon vor Jahren als "Schattenprofile" bezeichnet. Seit Mai 2022 gibt es jetzt sehr versteckt auf einer Hilfeseite von Facebook ein Programm, mit dem Nicht-Nutzer:innen überprüfen können, ob Facebook oder das ebenfalls zum Meta-Konzern gehörende Instagram die eigene Emailadresse oder Telefonnummer verarbeiten. Was es mit den Schattenprofilen auf sich hat und wozu dieses sonderbare Tool da ist, das hat Irmi Wutscher mit dem Datenschutzjuristen Marco Blocher besprochen. Service Welche Informationen Facebook über Nicht-Nutzer:innen erhebt Hier kann man etwaige Schattenprofile überprüfen/ löschen | 04:52 |
| 17.01 | Brasilien: Plattformen unternahmen nichts gegen Angriffe auf die Demokratie Meta und Google haben an den rechtsradikalen Attacken in Brasilia sogar Geld verdient, kritisiert ein Bericht Nach dem Sturm auf den brasilianischen Kongress vor mehr als einer Woche erhebt jetzt die internationale Kampagnen-Plattform SumOfUs schwere Vorwürfe gegen die Internet-Konzerne Meta und Google. Erneut hätten die Plattformen viel zu spät auf die Gewalt durch rechtsradikale Bolsonaro-Anhänger reagiert. Die Angreifer:innen konnten auf Facebook, YouTube und anderen Kanälen ungehindert zur Attacke auf Kongress, Präsidentenpalast und Obersten Gerichtshof aufrufen, und sie haben ihre Vandalenakte stundenlang live übertragen. Ulla Ebner hat mit Flora Rebello von SumOfUs gesprochen. | 04:52 |
| 18.01 | ChatGPT: das "wunderbare" Chatprogramm Was der Chabot kann und woran er scheitert. Wenn Sie mit einer Maschine reden wollen: ChatGPT ist dafür möglicherweise die erste Wahl. Das Chatprogramm beantwortet Fragen, es schreibt Gedichte und kann sogar Computerprogramme verfassen. Das hat zu einer gewissen Verklärung von ChatGPT geführt, das seit November online ist. Der Euphorie stehen aber auch Sorgen gegenüber. Die öffentlichen Schulen von New York haben ChatGPT verbannt, weil die KI zum Schummeln verwendet wurde. Höchste Zeit also, einzuordnen was dieses auf Künstlicher Intelligenz basierende System wirklich kann. Ein Beitrag von Sarah Kriesche und Franz Zeller. | 04:52 |
| 19.01 | Was macht die Digitalisierung mit der Demokratie? Desinformation als gesellschaftliche Bedrohung "Sollen die Leute doch Kuchen essen, wenn sie kein Brot haben!" Fast jeder kennt dieses berühmte Zitat von Marie Antoinette anlässlich der Hungerrevolten im Frankreich des 18. Jahrhunderts. Doch in Wahrheit hat Marie Antoinette das nie gesagt. Politische Lügen und Fake News gibt es quer durch die Geschichte, nicht nur im Zeitalter von Social Media. Was also ist neu an den heutigen Desinformationskampagnen, die im Internet kursieren? Einiges, sagt die Daten-Ethikerin Sandra Wachter von der Universität Oxford. Bei einer Diskussionsveranstaltung der Universität Wien hat sie diese Woche analysiert, welche Gefahren die Digitalisierung für unsere Demokratie bringt. Mehr dazu von Ulla Ebner. ChatGPT in der Schule nutzen Auch abseits vom Schummeln lässt sich der vielwissende Chatbot in der Schule einsetzen. Saferinternat.at gibt Tipps, wie Lehrende und Schüler:innen ihn gleichermaßen verwenden können. Service ChatGPT in der Schule - Tipps von Saferinternet.at | 04:52 |
| 23.01 | Wie Trollfabriken die öffentliche Meinung beeinflussen Bezahlte Poster schreiben massenhaft Kommentare im Auftrag von Regierungen oder anderen Interessensgruppen Wenn viele Menschen eine bestimmte Meinung vertreten, dann wird ja wohl etwas dran sein, oder? Nach dieser Logik arbeiten sogenannte "Trollfabriken": Sie manipulieren im großen Stil den öffentlichen Diskurs im Internet. Bezahlte Trolle posten auf Social Media massenhaft Kommentare mit manipulativen Botschaften. Insbesondere die russische Regierung ist bekannt dafür, auf diese Weise Desinformation in Umlauf zu bringen. Diese Praktiken erforscht die Kommunikationswissenschafterin Yulia Belinskaya. Sie hat vergangene Woche darüber auf einer Diskussionsveranstaltung des Internationalen Instituts für Medien (IIM) gesprochen. Mehr dazu von Ulla Ebner. | 04:52 |
| 24.01 | "Null Island": Jeder war dort, keiner weiß es Die Insel, auf der die Daten wohnen Sie waren bestimmt schon einmal auf der Insel "Null Island", auch wenn Sie es nicht wissen. Der Punkt mit den Koordinaten 0°N 0°E ist jener Ort, an den Daten ausgelagert werden, die keiner geographischen Position zugeordnet werden können. Wenn Sie zum Beispiel einer Fitnessapp verbieten, Ihre Ortsdaten zu verwenden, wird Ihre Lauf- oder Radfahrroute an diesen Ort versetzt - und Sie würden sich auf einer digitalen Landkarte im Golf von Guinea über das Wasser laufen sehen. Der Punkt, an dem sich Äquator und Nullmeridian schneiden, wirkt so, als würden sich dort jede Menge Menschen tummeln. Sarah Kriesche über das Kuriosum "Null Island". | 04:53 |
| 25.01 | Gestürzt? Welche Konsequenzen automatische Notrufe von Handy oder Smartwatch haben Ungewollte Notrufe von der Piste oder aus der Achterbahn: mit diesen Schlagzeilen machte Apple in den vergangenen Wochen auf sich aufmerksam. Das neue iOS Betriebssystem auf Handy oder Smartwatch kann Sturz- und Unfälle erkennen und wählt automatisch den Notruf. Die Überempfindlichkeit der Sensoren hat das Unternehmen nach einem Update großteils wieder im Griff. Für uns blieb allerdings die Frage, welche Konsequenzen ein von Handy oder Smartwatch getätigter Notruf in Österreich hat. Anna Masoner hat nachgefragt, welche Informationen die Rettungskräfte bekommen und ob sie auf automatische Notrufe überhaupt vorbereitet sind. | 04:55 |
| 26.01 | Zieht das Museum ins Metaversum? Neue digitale Erlebnismöglichkeiten von Kunst Präsenzausstellungen im Museum reichen längst nicht mehr aus. Aber wo soll die Reise hingehen? Ins Metaversum vielleicht? Das Linzer Museum Francisco Carolinum hat zum Beispiel schon 2021 einen virtuellen Standort auf der Metaverse-Plattform Voxels eingerichtet. Wie sich das Museum digitalisieren könnte, dazu hat vergangene Woche auch das Belvedere Research Center in Wien die mittlerweile fünfte Tagung abgehalten. Andreas Maurer mit einigen Denkansätzen zur Zukunft der Museen. | 04:53 |
| 30.01 | Digitale Rupie startet Indien testet "E-Rupee" für den Alltag Wer schon mal in Indien war, weiß, dass man immer ein paar Rupien in der Tasche haben sollte. Viele tägliche Interaktionen laufen über Bargeld ab, egal ob man ein Samosa vom Straßenhändler kaufen oder das Busticket zahlen will oder eine Opfergabe für den Tempeleintritt braucht. Das könnte sich ändern, denn Anfang Dezember hat Indien ein Pilotprojekt für eine digitale Währung gestartet. Die digitale Rupie, "E-Rupee" genannt, ist ein Projekt der Reserve Bank of India, das ist die Indischen Nationalbank. Sie ist ein Token, der auf der Blockchain gespeichert und eins zu eins an die reale Rupie gekoppelt ist. Wenn es funktioniert wie geplant, kann man in Zukunft vielleicht die Rikschafahrt von Smartphone zu Smartphone bezahlen. Wie das Pilotprojekt läuft, hat Irmi Wutscher Sauradeep Bag vom indischen Think Tank "Observer Research Foundation" gefragt. | 04:54 |
| 31.01 | Prekäre Putzhilfen-Vermittlung Reinigungskräfte via Plattformen buchen "Versicherte Putzhilfen einfach online buchen" - das preist die Plattform Helpling.de an. Internet-Plattformen wie Helpling - sie ist Deutschlands größte für derartige Dienstleistungen - werden oft dafür kritisiert, prekäre Arbeitsverhältnisse zu fördern, denn sie sehen sich nur als Vermittler und nicht verantwortlich für die Dienstleister:innen. Wie die Arbeitsbedingungen für Haushalts- und Putzhilfen tatsächlich sind, wenn sie über das Internet vermittelt werden, das hat jetzt eine Studie der Hans Böckler Stiftung für Deutschland untersucht. Details von Julia Gindl. EU-Test: manipulative Online-Shops Die EU hat europaweit 399 Online-Shops auf manipulative Praktiken untersucht - von Mode- bis hin zu Elektronikanbietern. Dabei zeigte sich, dass 40% von ihnen die Kund:innen manipulieren, etwa indem sie falsche Countdown-Zähler einsetzen, Lieferkosten nicht korrekt angeben oder mit sogenannten Dark Patterns die potentielle Kundschaft zu erwünschten Klicks drängen. | 04:52 |
| 01.02 | Die Schlacht um Stalingrad auf TikTok Filmemacher veröffentlicht die Feldpost seines Großvaters als Kurzvideos Vor 80 Jahren, am 2. Februar 1943, endete die Kesselschlacht um Stalingrad. Rund 700.000 Soldaten der Roten Armee und der Wehrmacht kamen dabei ums Leben, darunter der Großvater des Filmemachers Ascan Breuer. Breuer hat jetzt die Feldpostbriefe seines Großvaters bearbeitet, die dieser aus Russland an seine Frau, die Großmutter des Filmemachers, geschrieben hat. Daraus hat Breuer eine Serie von hochformatigen Kurzvideos gemacht, die unter dem Titel "Starless in Stalingrad" in verschiedenen Social Media Kanälen veröffentlicht werden. Ulla Ebner hat mit ihm über diese Art der Geschichtsaufarbeitung gesprochen. Service Starless in Stalingrad Starlessinstalingrad auf TikTok Starlessinstalingrad auf Instagram Starlessinstalingrad auf Facebook | 04:54 |
| 02.02 | Geld verdienen mit Schwurbelei Wie Verschwörungsideolog:innen Kryptowährungen nutzen Kryptowährungen sind für viele das Versprechen hoher Gewinne oder einer krisensicheren Geldanlage. Für andere sind sie auch ein willkommenes Mittel, um das zentralisierte staatliche Geldsystem zu umgehen. Bei der Finanzierung von Terrorismus spielen Kryptowährungen genauso eine Rolle wie bei Lösegelderpressungen oder im Drogenhandel. Das Institute for Strategic Dialogue ist ein Think Tank, der zu Extremismus, Hass und Desinformation forscht; nun hat das Institut untersucht, welche Rolle Kryptowährungen bei der Monetarisierung verschwörungsideologischer Bewegungen spielen. Es hat dafür eine Plattform namens "Odysee" unter die Lupe genommen - das ist eine Art YouTube mit Blockchain-Technologie. Irmi Wutscher hat mit Dominik Hammer vom Institute for Strategic Dialogue darüber gesprochen. Service ISD-Studie | 04:54 |
| 06.02 | Wiener Technologie für Darknet-Ermittlungen Bayrische Behörde sucht Täter mit Software aus Österreich Das Darknet ist nicht nur ein Zufluchtsort für Dissidenten, die dort ihre Meinung frei äußern können. Es ist die finstere Ecke des Netzes und somit auch ein Biotop für Kriminelle. Erst Anfang Februar hat die Zentralstelle Cybercrime Bayern drei Darknet-Plattformen mit Bildern von Kindesmissbrauch zerschlagen. Die bayrische Behörde ermittelt seit vielen Jahren erfolgreich. Denn sie setzt nicht nur auf traditionelle Strafverfolgungsmethoden, sondern geht es mit neuer Technologie an: unter anderem auch mit Technologie aus Österreich. Die hilft knapp einem Jahr dabei, Tätern auf die Schliche zu kommen, die sich in der Anonymität des Darknets verstecken. Die Zentralstelle Cybercrime könnte man auch als eine Art Startup der Bayrischen Justiz bezeichnen - das hat meiner Kollegin Sarah Kriesche der stellvertretende Leiter der Zentralstelle Thomas Goger erzählt. | 04:53 |
| 07.02 | Debatte um TikTok-Verbot in den USA Chinesische App als Konkurrenz für US-Tech-Firmen Letzte Woche hat ein mutmaßlicher Spionage-Ballon für diplomatische Verstimmung zwischen den USA und China gesorgt: der chinesische Ballon war von China kommend über strategisch wichtige Orte in den USA geflogen und wurde am Sonntag vom US-Militär abgeschossen. Aber nicht nur in der Luft, auch im Internet befürchten die USA Spionage von der chinesischen Regierung - genauer gesagt über die Social Media App TikTok, die der chinesischen Firma ByteDance gehört. TikTok hat mit seinen Musikvideoclips sehr schnell an Relevanz vor allem bei den Jungen gewonnen. In den USA ist TikTok das meist genutzte Soziale Medium bei den unter 30 Jährigen. Je beliebter TikTok wird, desto lauter wird auch die Kritik bzw. die Sorge um Bespitzelung durch die chinesische Regierung geäußert. Irmi Wutscher hat darüber mit Markus Beckedahl von Netzpolitik.org. gesprochen Service NPR über die Vorladung des Tiktok CEOs vor den US Kongress Markus Beckedahls Kolumne auf Netzpolitik.org | 04:55 |
| 08.02 | Kann KI die Welt nachhaltiger machen? Das Potential von künstlicher Intelligenz bei Armutsbekämpfung und Klimaschutz Künstliche Intelligenz kann vieles besser als der Mensch. So kann eine KI zum Beispiel Prognosen über künftige Wetterereignisse, Ernteausfälle oder Armutsgefährdungen berechnen. Können KI-basierte Anwendungen also dabei helfen, unsere Welt ökologischer und sozialer zu machen? Diese Frage hat sich ein schwedisches Forschungsteam in Stockholm gestellt. es hat sich die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen hergenommen - das sind Ziele wie kein Hunger auf der Welt, Sauberes Wasser oder leistbare Energie für alle. Die Forschenden haben untersucht, was selbstlernende Systeme zum Erreichen dieser Ziele beitragen können. In 79 Prozent der Fälle wurden positive Auswirkungen festgestellt. Ulla Ebner hat im Rahmen einer Veranstaltung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften mit einem der Studienautoren gesprochen. Service Die Sustainability Goals der Vereinten Nationen | 04:50 |
| 09.02 | Kommt die Datenmaut? Telekomfirmen wollen Big Tech für den Netzausbau zahlen lassen Große Technologie-Firmen wie Google, Amazon und Netflix sollen künftig für den Internetausbau in der EU zahlen - das fordern zumindest aktuell europäische Telekomkonzerne. Dieser Vorschlag für eine Datenmaut ist bei der der EU-Kommission auf offene Ohren gestoßen, gleichzeitig hat er aber für Kritik von vielen Seiten gesorgt. Mehr von Julia Gindl. | 04:53 |
| 13.02 | Lesen durch TikTok Das Phänomen #BookTok hilft der Buchbranche Der Buchhandel bekommt zurzeit Unterstützung von ungewöhnlicher Seite - von der Social-Media-Plattform "TikTok". Unter dem Hashtag #BookTok teilen Nutzerinnen und Nutzer kurze Videoclips rund ums Lesen. Das, was auf TikTok trendet, hat nicht nur im englischsprachigen Raum längst Einfluss auf Buchhandel, Verlage und die Leserschaft. Im vergangenen Jahr war TikTok sogar Partner der Frankfurter Buchmesse. Hannah Balber hat mit BookTokerin Carina Berger und Autorin Gabriella Santos de Lima über das Phänomen #BookTok gesprochen. Broschüre: Fakt oder Fake Eine neue Broschüre der Internet Service Providers Austria ISPA klärt auf, an welchen Anzeichen man Falschinformationen im Netz erkennen bzw. wie man etwa Bilder durch Rückwärtssuche auf ihre Echtheit überprüfen kann. Service Fakt oder Fake | 04:51 |
| 14.02 | Warum Single Sign-On keine gute Idee ist Fast überall im Internet muss man sich mittlerweile anmelden, bei Nachrichtenseiten ebenso wie bei Apps zur Foto-Bearbeitung. Das führt dazu, dass viele den Überblick verlieren über ihre zahlreichen Nutzerkonten und Passwörter. Da erscheint es doch praktisch, sich einfach mit einem vorhandenen Benutzerkonto - etwa von Facebook oder Google - anzumelden. Single Sign-On heißt dieses Verfahren. Man kann damit Social Media-Konten als eine Art Generalschlüssel im Netz benutzen. Irmi Wutscher hat nachgefagt, ob das eine gute Idee ist. Digital Detox wider Willen Was ist, wenn man sich aus dem Netz zurückzieht - oder auf Druck der Eltern zurückziehen muss? Das hat uns die 13jährige Iris Holczik bei ihren berufspraktischen Tagen in der Digital.Leben-Redaktion erzählt. Und eine Kolumne darüber geschrieben. | 04:52 |
| 15.02 | EU-Drohnenstrategie für Europa Bis ins Jahr 2030 sollen Drohnen in Europa fixer Teil unseres Alltags sein. Die europäische Kommission erarbeitet dafür derzeit eine eigene Drohnenstrategie. Zum zukünftigen Himmel über Europa gehören für die EU auch Flugtaxis. Was von dieser Vision zu halten ist, hat Julia Gindl Valerie Hackl von der Austro Control gefragt. | 04:52 |
| 16.02 | Datenschützer warnen vor Missbrauch sensibler Bürger:innen-Daten Die EU plant die Einführung einer einheitlichen digitalen Identität für alle EU-Bürger:innen. Damit kann man dann Online-Behördengänge und viele andere Dinge in der gesamten EU erledigen: etwa bequem von der Couch aus ein Unternehmen in Irland gründen, ein Bankkonto in Belgien eröffnen oder sich vor Ort mit dem Handy bei der Verkehrskontrolle in Spanien ausweisen. Datenschützer haben allerdings Bedenken gegen die Pläne der EU. Sie kritisieren, dass diese sensiblen Identitäts- und Finanzdaten viel zu wenig geschützt werden und private Internetkonzerne damit noch mehr persönliche Daten über uns in die Hände bekommen. Ulla Ebner hat darüber mit Thomas Lohninger von der NGO epicenter.works gesprochen. | 04:53 |
| 20.02 | Wie die Musikwirtschaft in Österreich Geld verdient Jahrelang war das Internet für die Musikwirtschaft das personifizierte Böse - hat es doch ab den Nuller Jahren mit der Tauschbörse Napster und dem Illegalen Tauschen von Musikdateien den rasanten Verfall der CD und andererTonträger eingeläutet. Und damit der Musikwirtschaft einen gehörigen Einkommensdämpfer verpasst. Mittlerweile wird der Musikmarkt durch Streaming-Apps dominiert - und die Aussichten mit Musik Geld zu verdienen sind damit wieder besser als noch vor zehn Jahren. Letzte Woche hat der Verband der Österreichischen Musikwirtschaft IFPI wieder einmal Bilanz gezogen - Irmi Wutscher weiß mehr zu den Daten und Fakten des österreichischen Musikmarktes. | 04:52 |
| 21.02 | Wie eine KI Chats mit Toten möglich machen will Man braucht nicht unbedingt ein Medium, um mit Verstorbenen zu chatten: Auch ein Startup aus San Francisco will genau das möglich machen. Es hat eine App entwickelt, die durch künstliche Intelligenz einen "Austausch" mit Toten simuliert. Hereafter AI heißt die Firma - und das bedeutet so viel wie "Jenseits mit KI". Nils Dampz hat den Startup-Gründer getroffen und die App ausprobiert. Jede zehnte Online-Bestellung geht retour Jeder zehnte Online-Einkauf in Deutschland wird nach einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom zurückgeschickt. Häufigste Gründe dafür: Die Ware gefällt nicht oder das Produkt ist fehlerhaft. Viele Kundinnen und Kunden kalkulieren die Retouren von Anfang an mit ein, fasst Bitkom das Ergebnis der Umfrage unter 1.024 Online-Käuferinnen und -Käufern zusammen. Immerhin 37 Prozent der Menschen, die bereits online bestellte Waren zurückgehen ließen, gaben demnach an, schon einmal absichtlich mehr bestellt zu haben als eigentlich benötigt - zum Beispiel Kleidung in verschiedenen Größen. "Im Sinne der Nachhaltigkeit müssen wir Retouren so weit wie möglich vermeiden", so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Digitale Lösungen wie virtuelle Anproben, datenbasierte Größenberatung und Rundum-Ansichten der Produkte könnten dazu beitragen. "Das bedeutet nicht nur eine höhere Kundenzufriedenheit und geringere Kosten auf Seiten der Händler, sondern auch weniger Ressourcenverbrauch in der Logistik." Der Umfrage zufolge senden Frauen mit durchschnittlich 12 Prozent einen größeren Anteil ihrer Online-Bestellungen zurück als Männer (8 Prozent). Auch die 16- bis 29-Jährigen retournieren mit 13 Prozent überdurchschnittlich viele ihrer Online-Käufe. Die Gruppe der über 60-Jährigen schickt dagegen mit 7 Prozent am wenigsten Waren zurück zum Versender. Ein Viertel der Online-Shopper (26 Prozent) hat nach eigenen Angaben noch nie etwas zurückgeschickt. | 04:54 |
| 22.02 | Kostenlose Coding-Schule "42 Vienna" in Wien Keine fixen Unterrichtszeiten, keine Lehrbücher und keine Professor:innen. Wer an der Coding-Akademie "42 Vienna" programmieren lernt, lernt anders als in der Schule oder an der Universität üblich: nämlich über Projekte und mit und von den anderen Studierenden. "42 Vienna" ist kostenlos und ein Ableger der Pariser Programmierschule "École 42". Julia Gindl hat die Programmierschule in der Wiener Muthgasse besucht. | 04:51 |
| 23.02 | "PCs für alle" möbelt Laptops auf und gibt sie an Bedürftige Vor knapp drei Jahren hieß es für österreichische Schülerinnen und Schüler von heute auf morgen: Homeschooling. Und fast genauso lange gibt es die Wiener Initiative PCs für Alle. Der Verein sammelt und repariert alte Laptops, PCs und Zubehör und gibt sie an Kinder und ihre Eltern weiter, die sich neue Rechner nicht leisten können. Im letzten Jahr haben sie vor allem ukrainische Flüchlingskinder versorgt. An die 15.000 Geräte konnte die Initiative in den vergangenen Jahren fit machen und verteilen. Der Bedarf ist noch lange nicht gedeckt, berichtet Anna Masoner. Ein Jahr Ukraine-Krieg mit Internetausfällen Vor einem Jahr, in der Nacht zum 24. Februar, hat der russische Angriff auf die Ukraine begonnen. Vor allem Infrastruktur wie Brücken, Kraftwerke oder Telekommunikation steht praktisch unter Dauerbeschuss. Für die Zivilbevölkerung bedeutet das Stromausfälle und oft stundenlang keine Möglichkeit, Freund:innen und Verwandte zu erreichen. Der Ukrainische Software-Entwickler Dimko Zhlutenko versorgt mit Hilfe von Spenden Truppen und Zivilbevölkerung mit Internet aus dem Weltall. | 04:48 |
| 27.02 | Wie können wir unseren Nachwuchs besser auf die Welt von morgen vorbereiten? In der Welt von morgen werden wir - noch stärker als heute schon - von künstlichen Intelligenzen (KIs) umgeben sein: Sie treffen vermutlich Entscheidungen über unsere Karrieren, beraten uns in Finanz- und Beziehungsfragen, gestalten unser Eigenheim, schreiben Unternehmenskonzepte und politische Parteiprogramme. In dieser Welt sind andere Fähig- und Fertigkeiten gefragt als heute. Doch unser Bildungssystem bereite Kinder und Jugendliche noch viel zu wenig auf die Herausforderungen der digitalisierten Welt vor, kritisiert der Pädagoge und Psychologe Hans Schachl in seinem Buch "Kinder & Künstliche Intelligenz". Ulla Ebner hat mit ihm darüber gesprochen. | 04:46 |
| 28.02 | Das israelische Startup ASAT Keine Fremdwörter, kurze Sätze, kein Passiv oder Genitiv: Das sind nur einige der Regeln für "leichte Sprache". Sie zählt auf einfache Verständlichkeit und soll es Menschen mit Leseschwierigkeiten, aber auch Sprachanfängern leichter machen, Texte zu verstehen. Immer mehr Behörden oder Nachrichtenseiten wie orf.at bieten Informationen in einfacher Sprache an - manche davon werden bereits automatisch erstellt. Ein Start-Up aus Israel will noch weitergehen und Filme und TV Inhalte automatisch in leichte Sprache übersetzen - und damit nicht nur die klassische Zielgruppe erreichen. Mehr von Anna Masoner. Makerfaire Vienna 2023 Im Juni gibt es die fünfte Ausgabe der Makerfaire Vienna in der Wiener Metastadt. Mit dem Motto "Makers for Future" suchen die Organisator:innen zukunftsträchtige Projekte aus allen Lebensbereichen. Wer sich auf einer der größten Makerfaires Europas präsentieren möchte, egal ob als Aussteller, in Workshops oder als Vortragende, kann sich [https://makerfairevienna.com|hier] noch diese Woche bewerben. Netzneutralität steht in Frage Mehr als die Hälfte des täglichen Datenverkehrs wird von nur fünf großen Onlinediensten verursacht. Deswegen, so meinen Mobilfunkanbieter jetzt auch wieder am Rande des Mobile World Congress, sollen große Tech-Firmen wie Netflix, Meta und Co. für den Ausbau von schnellen Internetverbindungen zahlen. Das wäre eine Art Maut für die Datenautobahn, auf der sie den meisten Verkehr verursachen. Netzaktivist:innen wie Thomas Lohninger sind gegen diese Idee. Das Ende der Netzneutralität könnte dazu führen, dass große Anbieter sozusagen Vorrang auf der Daten-Autobahn bekommen, während die kleineren warten müssen. | 04:53 |
| 01.03 | Auf dem Weg in die digitale Umkleidekabine Im Oktober 2021 hat Facebook-Gründer Mark Zuckerberg uns die Zukunft im Metaversum prophezeit. Unser Alltag werde sich in die digitale Kopie der Welt verlagern, von Treffen mit Freunden bis hin zum Einkaufen. Wo wir auf unserem angeblichen Weg ins Metaversum stehen, erforscht Ming C Lin von der University of Maryland. Wie sie Sarah Kriesche erzählt hat, sind wir schon längst im Metaversum. Und Ming C Lin hat auch eine genaue Vorstellung davon, was sie dort angenehmer findet als in der Wirklichkeit: Kleider kaufen nämlich. | 04:50 |
| 02.03 | Amtswege und Arbeitszimmer in der virtuellen Welt Südkoreas Das kleine Südkorea gehört bei der digitalen Entwicklung weltweit zu den fortschrittlichsten und experimentierfreudigsten Ländern. Das konnte man deutlich bei den Präsidentschaftswahlen im vergangenen Jahr sehen, als sich der Kandidat der jetzigen Opposition auch als Avatar zeigte. Nun geht die Hauptstadt Seoul noch eine Stufe weiter und präsentiert sich seit kurzem im Metaversum - also in einem virtuellen Raum, in dem man alle möglichen Dinge erledigen und miteinander kommunizieren kann. ARD-Korrespondentin Kathrin Erdmann hat sich vom Digitalteam Seouls die neue Wirklichkeit erklären lassen. Gefälschte FinanzOnline-Mails und –SMS Derzeit sind wieder gefälschte Emails und SMS mit dem Absender FinanzOnline im Umlauf. Das Email fordert Sie zum Beispiel zu einer "wichtigen Sicherheitsaktualisierung" auf, wie [https://www.watchlist-internet.at|Watchlist Internet] warnt. Der Link führt auf eine gefälschte Finanzonline-Seite - also: gar nicht darauf klicken. In den SMS wiederum wird eine offene Geldforderung eingemahnt, wie ORF Vorarlberg berichtet. Auch hier führt der Link auf eine Seite, die nur dazu da ist, sich Bankdaten zu erschleichen. Wegwerf-Geschichte Müll aus allen Zeiten: den präsentiert momentan eine interessante Online-Ausstellung namens [http://www.throwaway-history.eu/|throwaway-history.eu]. Das Nahurhistorische Museum Wien beteiligt sich an der Aktion des Europäischen Hauses der Geschichte mit einer Dokumentation weggeworfener Waffen aus der Bronzezeit, die im niederösterreichischen Wöllersdorf gefunden wurden. | 04:52 |
| 06.03 | Wie das KI-Sprachmodell Schwung ins Bildungssystem bringen könnte Das Chatprogramm ChatGPT sorgt aktuell für viele Schlagzeilen. Die Maschine beantwortet Fragen, fasst Texte zusammen, schreibt Gedichte und - das befürchten zumindest viele - auch Hausübungen, Seminararbeiten oder Prüfungen. Einige Schulen und Unis haben ChatGPT daher bereits verboten. Dabei könnte das KI-System Schwung in eine längst überfällige Debatte über unser verstaubtes Bildungssystem bringen, findet Julia Gindl. | 04:49 |
| 07.03 | Gaming für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung Computerspiele fairer gestalten Digitalisierung fair und chancengerecht gestalten: wie das gehen könnte, darüber hat Johanna Pirker vergangene Woche beim Netzpolitischen Abend des Elevate Festivals in Graz gesprochen. Die in München und an der TU Graz lehrende Informatikerin ist auf Spiele und virtuelle Realitäten spezialisiert. Wie Sylvia Andrews erfahren hat, sieht Pirker auch im Gaming-Bereich große Chancen für eine integrative Gestaltung der Digitalisierung. | 04:49 |
| 08.03 | Mit Ironie gegen Afrika-Vorurteile Die nigerianische TikTokerin Charity Ekezie Wohnt ihr wirklich alle in Hütten? Solche Fragen zu Afrika beantwortet Charity Ekezie auf ihrem TikTok-Kanal. Die Nigerianerin mit mehr als einer Million Followern reagiert meist mit humorvollen TikToks auf oft vorurteilsbehaftete und rassistische Fragen. Damit räumt sie sehr erfolgreich mit dem zum Teil prähistorischen Blick mancher Menschen auf Afrika auf, wie Johan Gallwitz vom ARD-Studio Nordwest-Afrika schildert. Österreich: Angst vor Digitalisierung sinkt Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung in Österreich in Schwung gebracht und auch gezeigt, dass es vielen Menschen an digitalen Fähigkeiten fehlt. Trotzdem stehen Österreicher:innen der Digitalisierung positiv gegenüber, wie eine IFES-Befragung im Auftrag der Arbeiterkammer zeigt. Julia Gindl berichtet. | 04:49 |
| 09.03 | Climate-Jets Die CO2-Emissionen der Superreichen Erinnern Sie sich noch an den jungen Mann, der auf Twitter die Privatjet-Flüge von Elon Musk, Jeff Bezos und russischen Oligarchen trackte und veröffentlichte? Er wurde von Twitter gesperrt, und Elon Musk drohte sogar, ihn zu verklagen. Jetzt hat ein anderer Teenager aus Seattle die Idee weiterentwickelt: der 17-jährige Akash Shendure benutzt ähnliche, öffentlich verfügbare Daten wie der Privatjet-Tracker und rechnet den CO2-Fußabdruck der Superreichen aus. Die Ergebnisse veröffentlicht er dann auf der Seite climatejets.org. Irmi Wutscher hat den jungen Mann aus Seattle zu seinen Motiven gefragt. | 04:49 |
| 13.03 | AI Act-Lobbying Wie die Tech-Riesen die EU-Gesetzgebung zur Künstlichen Intelligenz beeinflussen Welche Regeln künftig für Künstliche Intelligenz-Systeme gelten sollen, etwa für ChatGPT oder für automatisierte Programme, die über Bewerbungsgespräche entscheiden, darüber diskutiert aktuell die Europäische Union in einer Verordnung zur Künstlichen Intelligenz. Sie soll Richtlinien für den Einsatz von KI und deren Anbieter vorgeben. Große US-Tech-Konzerne wie Google und Microsoft wünschen sich eher milde Vorschriften, wie ein aktueller Bericht von "Corporate Europe Observatory" zeigt. Die NGO überwacht die Lobbying-Aktivitäten in der EU. Julia Gindl berichtet über das Lobbying der Tech-Riesen. | 04:49 |
| 14.03 | Hasskommentare ändern Wahrnehmung von Fakten Schwierige Wissenschaftsdebatte auf Twitter Der Umgangston in Sozialen Medien ist nicht immer sehr zivilisiert. Diese Erfahrung hat auch der Molekularbiologe Martin Moder gemacht - und jetzt kürzlich ein paartausend Leute auf Twitter blockiert, durchaus mit einer sehr guten Begründung, wie Sie in einem Beitrag von Franz Zeller hören. Service Studie "Nasty Effect" | 04:47 |
| 15.03 | Ausbeutung bei Amazon Eine Investigativ-Recherche belegt unwürdige Arbeitsbedingungen beim Online-Händler Es geht wohl einfach zu bequem: Mit ein paar Klicks kann man beim Onlinehändler Amazon ganz schnell eigentlich alles bestellen: von Büchern, Spielzeug, über Kleidung, bis hin zu speziellen Schrauben oder Batterien. Wenige Tage später liegt das Paket vor der Haustür. Dass viele Mitarbeiter:innen allerdings unter sehr unwürdigen und prekären Arbeitsbedingungen dafür sorgen, dass die Bestellungen so schnell bei uns landen können, das zeigt ein Bericht der deutschen Investigativjournalist:innen von Correctiv.lokal. Julia Gindl hat nachgefragt. Service CORRECTIV: Die Maschine Amazon | 04:46 |
| 16.03 | Volksschüler mit Smartwatches Wenn die Uhr zur Totalüberwachung von Kindern verwendet wird Smartwatches sind längst nicht mehr nur ein Thema von Erwachsenen. Die Träger der smarten Uhren samt Telefonierfunktion werden immer jünger. Auch für Kinder im Volksschulalter gehören sie zunehmend zum Alltag. Das schafft mitunter auch Probleme, wie Andrea Buhl weiß. Sie berät als "Smartphonecoach" Eltern, Elternvereine oder Klassen in Sachen Digitalisierung. Franz Zeller hat mit ihr über das zwiespältige Thema "Smartwatches für Kinder" gesprochen. | 04:46 |
| 20.03 | "ChatGPT produziert viel Blödsinn" KI-Experte über Schwachstellen des Sprachmodells Das Thema KI sorgt für viel Aufregung, Neugier und Skepsis. Und obwohl die Algorithmen unglaubliche Fähigkeiten haben, produzieren sie auch so manchen Blödsinn. Über die Schwächen und den Humbug, den ChatGPT teilweise produziert, hat der KI-Experte Gary Marcus bei einer Vorlesungsreihe der TU Wien gesprochen. Julia Gindl berichtet. | 04:50 |
| 21.03 | Generation Z mit Hang zu alten Digitalkameras Retrotrend Smartphones sind seit langem vollwertige Kameras. Zumindest in Sachen Auflösung und Lichtstärke machen sie Fotos auf Profi-Niveau möglich. Und man hat die Handys im Gegensatz zu Fotoapparaten aus der Vergangenheit immer dabei. Besser geht's eigentlich nicht. Aber die Generation Z sieht das anders. Immer mehr junge Menschen fotografieren lieber mit der alten, relativ wuchtigen Digitalkamera ihrer Eltern. Warum? Das hat sich Rafael Gindl genauer angeschaut. | 04:50 |
| 22.03 | #freethenipple ist zurück Werden als weiblich eingestufte Brüste auf Facebook und Co. bald erlaubt sein? Viele Social Media haben ein "Busen-Problem". Vor allem Meta ist dafür bekannt, auf Plattformen wie Facebook Brüste von Frauen beziehungsweise als weiblich eingestuften Personen zu zensurieren - während Männerbrüste kein Problem sind. Schon Mitte der Zehner Jahre haben Prominente wie Miley Cyrus und Rihanna dagegen protestiert, Mütter haben einen Stillprotest vor dem Facebook Headquarter abgehalten. #freethenipple nennt sich die Bewegung hinter dem Protest.Nun scheint wieder Bewegung in die Sache zu kommen: Der Fall einer Transgender- und einer nicht-binären Person könnte die einseitigen Brustzensur-Regeln des Meta-Konzerns zu Fall bringen. Irmi Wutscher weiß mehr dazu. | 04:49 |
| 23.03 | Klima-Desinformation Studie: Klimaleugner-Blasen bei der Klimakonferenz in Scharm-El-Scheich Viel hat sie ja nicht bewirkt, die letzte Klimakonferenz im ägyptischen Scharm El-Scheich. Abgesehen von der Senkung der Treibhausgas-Emissionen wurde dort auch ein globales Abkommen über Klima- und Reparationszahlungen zwischen Industriestaaten und ärmeren Ländern diskutiert. Rund um die Klimakonferenz brummte es auch in den Sozialen Medien massiv: Klima-Aktivist:innen waren dort ebenso aktiv wie Klimaleugner:innen. Die Aktivitäten jener, die den menschengemachten Klimawandel trotz Einigkeit der Wissenschaft bezweifeln, hat eine Koalition namens "Climate Action Against Disinformation" untersucht und einen Bericht geschrieben. Irmi Wutscher hat mit Lukasz Janulewicz, einem der Autoren, gesprochen. Service Studie "LEUGNEN, TÄUSCHEN, VERZÖGERN - Teil 2" | 04:45 |
| 27.03 | Schule gegen Internet-Betrug Die BBS Rohrbach unterrichten Cybercrime Der Internetbetrug ist Alltag geworden: Da kommen dubiose Geldforderungen per SMS - angeblich vom Finanzamt oder von Paketdiensten, wir erhalten gefälschte Emails mit Viren oder Schadsoftware und landen in Fake-Shops. An die 400.000 neue schädliche Dateien pro Tag waren im Jahr 2022 laut dem Softwareunternehmen Kaspersky im Umlauf. Eine spezielle Initiative für mehr Cybersicherheit haben jetzt die Berufsbildenden Schulen in Rohrbach in Oberösterreich gestartet. Julia Gindl weiß mehr. | 05:00 |
| 28.03 | Europa braucht eigene KI-Modelle Aufbau einer europäischen Infrastruktur für Künstliche Intelligenz ist Überlebensfrage Die meisten von uns nutzen Künstliche Intelligenz spielerisch für den privaten Bereich: Wir lassen unsere Porträts verschönern oder beauftragen ChatGPT mit Recherchen und einem Mail. Wie wichtig KI in Zukunft für die Wirtschaft werden wird, das ist noch den wenigsten bewusst. Andererseits kommen die meisten KI-Anwendungen von anderen Kontinenten, was für Europa bald zu einem riesigen Problem werden könnte. Darauf weist der deutsche KI Bundesverband in einem Grundsatzpapier hin. Es sei wirtschaftlich überlebenswichtig, dass Deutschland und Europa eine eigene Infrastruktur für große KI-Modelle aufbauen. So einfach bringt es die Machbarkeitsstudie des KI-Bundesverbands auf den Punkt, wie Franz Zeller berichtet. | 04:59 |
| 29.03 | YouTubes Dislike-Button mit wenig Effekt Studie: YouTubes Empfehlungs-Algorithmus reagiert kaum auf Nutzer:innen Wer sich auf YouTube Videos von Kängurus ansieht, bekommt am Ende des Videos automatisch ein weiteres vorgeschlagen - in diesem Fall höchstwahrscheinlich ein weiteres Mal hüpfende Beuteltiere. Möglich sind aber auch Videos aus anderen Bereichen, die auf der Plattform gerade viel angsehen und geteilt werden. Oft bekommen Nutzer:innen da Inhalte oder Bilder eingespielt, die sie eigentlich nicht sehen wollen. Um das zu verhindern, gibt es auf YouTube mehrere Feedback-Möglichkeiten: etwa einen „Mag ich nicht“ bzw „Dislike“-Button. Wie stark sich das Feedback tatsächlich auf die vorgeschlagenen Videos auswirkt, das hat die Mozilla-Foundation in einer großangelegten Studie untersucht. Irmi Wutscher hat sie sich angesehen und mit Becca Ricks, einer der Autorinnen über unerwünschte Youtube-Videos gesprochen. Service Die Studie der Mozilla Foundation Youtube über sein Vorschlagssystem | 04:59 |
| 30.03 | Take It Down Tool hilft Minderjährigen dabei, explizite Bilder aus dem Netz zu löschen Manche Menschen, darunter auch Teenager, verschicken leichtfertig Fotos von sich, wo sie leicht- oder gar nicht bekleidet sind. Und manchmal landen solche Bilder dann ungewollt auf Internetplattform, wo viele Leute sie sehen können. Die Bilder von dort entfernen zu lassen, ist höchst kompliziert. Wenn man überhaupt weiß, wo sie überall gelandet sind. Zum Glück werden zunehmend Services entwickelt, die dabei helfen Bilder oder Videos anonym und gleich bei mehreren Plattformen zu entfernen. Seit Anfang März gibt es ein solches Tool speziell für Minderjährige, es heißt "Take It Down" und wird vom US-amerikanischen National Center for Missing & Exploited Children betrieben. Wie das funktioniert, erklärt wie Irmi Wutscher. Offener Brief für KI-Moratorium Zahlreiche Vertreter der Tech-Branche, darunter Elon Musk und Apple-Gründer Steve Wozniak, fordern jetzt in einem offenen Brief eine Pause bei der Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz. Der Technologie-Wettlauf sei außer Kontrolle geraten und nicht einmal die Schöpfer selbst könnten die KIs verstehen oder kontrollieren, so die Unterzeichner. Service Take It Down - Tool für Minderjährige Stop NCII - Tool für Erwachsene Pause Giant AI Experiments: An Open Letter | 04:59 |
| 03.04 | Pariser Ideenschmiede "Station F" Weltgrößter Startup-Campus mit 1.000 Gründer:innen Der weltgrößte Startup-Campus liegt im Herzen von Paris. Rund 1.000 Jungfirmen beherbergt die "Station F", verteilt über drei lange Hallen, die einst zum größten Güterbahnhof von Paris gehörten. Gegründet wurde die "Station F" vom Internet-Milliardär Xavier Niel, seit 2017 ist sie in Betrieb. Franz Zeller hat die Pariser Hallen mit ihren jungen Gründer:innen besucht. | 04:58 |
| 04.04 | KI-Pause löst Probleme nicht Kritik an offenem Brief aus US-Tech-Branche KI-Systeme, die Bilder erstellen, Text verfassen und unsere Fragen beantworten - seit ein paar Monaten herrscht ein Hype um Künstliche Intelligenz. Jetzt haben einige Vertreter der US-Technologie-Branche und viele Wissenschaftler einen Entwicklungsstopp von besonders mächtigen KI-Systemen gefordert. Ebenso laut ist aber auch die Kritik an dem offenen Brief. Julia Gindl hat den KI-Forscher Günter Klambauer vom Institut für Machine Learning an der Johannes Kepler Universität Linz gefragt, warum er die Forderung nach einer Pause für KI nicht unterschrieben hat. | 04:58 |
| 05.04 | Digitale Repression Wie autoritäre Staaten im Netz aufrüsten Twitter macht in letzter Zeit vor allem wegen Chaos von sich reden. Dabei wurde der Kurznachrichtendienst bekannt als das seriöseste und vielleicht gesellschaftsveränderndste Soziale Medium. 2009 während der Grünen Revolution im Iran, 2010 im arabischen Frühling oder 2013 während der Taksim Proteste in der Türkei galt Twitter als Bürgermedium durch das Menschen in repressiven Staaten Revolutionen organisieren und frei berichten konnten. Doch längst haben repressive Regierungen auf der ganzen Welt digital aufgerüstet und zurückgeschlagen. Diese Entwicklung beschreibt Steven Feldstein vom Washingtoner Think Tank Carnegie Endowment for International Peace in seinem Buch "The Rise of Digital Repression". Anna Masoner hat mit ihm gesprochen. Service Steven Feldstein, "The Rise of Digital Repression: How Technology Is Reshaping Power, Politics, and Resistance", Oxford University Press | 04:58 |
| 06.04 | Einblicke in Russlands Cyber-Operationen "Vulkan Files" zeigen enge Verzahnung von Geheimdiensten, Forschung und IT-Industrie Die Vulkan-Files geben aktuell Einblicke, wie Russland seinen Cyberkrieg plant. Vor knapp einem Jahr hat ein Whistleblower Emails und Dokumente der Süddeutschen Zeitung zugespielt. Die Dokumente zeigen, wie die russische Software-Firma Vulkan als eine Art Zuliefere für die russischen Geheimdienste agiert und zum Beispiel Cyberoperationen durchführt und Desinformationskampagnen entwickelt. Ein Konsortium von 50 Investigativ-Journalist:innen hat die internen Dokumente jetzt mehrere Monate analysiert, darunter Paper Trail Media, der Guardian, die Washington Post und die österreichische Tageszeitung Der Standard. Über die wichtigsten Erkenntnisse aus den geheimen Dokumenten hat Sarah Kriesche mit dem Standard-Webredakteur Andreas Proschofsky gesprochen. | 04:58 |
| 11.04 | Eine Wochenstunde "Digitale Grundbildung" an Österreichs Schulen Im Jahr 2023 spielt für Schülerinnen und Schüler neben dem Satz des Pythagoras und der deutschen Rechtschreibung vor allem eines eine wichtige Rolle: Die digitale Welt. Mit dem Schuljahr 2022/23 wurde die "Digitale Grundbildung" als neues Schulfach in der 5.-7. Schulstufe in Österreich eingeführt. Bildungsminister Martin Polaschek hat die Umwandlung in ein Pflichtfach einen "historischen Moment in den österreichischen Schulen" genannt. Das Fach sei "die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben mit der Digitalisierung im privaten und beruflichen Bereich." Wie das neue Fach angekommen ist, hat Nora Schäffler Schüler:innen und Lehrer gefragt und das erste halbe Jahr Revue passieren lassen. | 04:58 |
| 12.04 | Artenschutz mit Hi-Tech Mit dem hoffentlich bald zurückkehrenden Frühling sind auch die ersten Bienen unterwegs. Nicht alle überstehen den Winter. Rund 20 Prozent der Bienenvölker weltweit sterben in den Wintermonaten - einfach, weil ihnen zu kalt ist. Eine von Grazer und Schweizer Wissenschaftler:innen entwickelte High-Tech-Wabe soll diese Gefahr künftig minimieren helfen - durch eine von außen steuerbare Heizmöglichkeit. Die smarte Bienen-Heizung ist eine von vielen digitalen Artenschutz-Maßnahmen aus dem Artificial Life Lab der Universität Graz, wo der Honigbiene seit Jahren schon viel Forschungsinteresse gewidmet wird, berichtet Sylvia Andrews. | 04:57 |
| 13.04 | Wie Künstliche Intelligenz Erblindungen vermeiden kann Netzhauterkrankungen wie die Makula-Degeneration nehmen in den letzten Jahren zu, vor allem, weil unsere Gesellschaft immer älter wird. Sie führen auch häufiger zur Erblindung. Im Hintergrund steht oft eine unerkannte Diabetes oder die Krankheit wird zu spät diagnostiziert. Künstliche Intelligenz hilft Augenärzt:innen mittlerweile, Netzhautprobleme frühzeitig zu erkennen. Wie die moderne Augenmedizin sich von KI helfen lässt, hat Sarah Kriesche kürzlich bei einer Veranstaltung des Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds erfahren. | 04:57 |
| 17.04 | Die Plattform als Trendsetter TikTok ist schnell, laut, bunt und es polarisiert. Bereits zweieinhalb Milliarden Mal wurde die Social Media-App heruntergeladen. Die chinesische Plattform steht mittlerweile für weitaus mehr als tanzende Kids im Netz. Hier informiert sich die Generation Z über Rezepte, Musik, Sport, Bastelanleitungen, Beziehungstipps und vieles mehr. Eine TikTok-Expedition von Nora Schäffler. | 04:57 |
| 18.04 | Wie die Reparatur zur Regel werden soll Weniger Elektrogeräte wegwerfen, mehr reparieren und mit weniger Elektro-Abfall auch die Umwelt schonen - das wünscht sich die EU-Kommission, die im März ihre Pläne für ein "Recht auf Reparatur" als Teil des europäischen Grünen Deals vorgestellt hat. Julia Gindl hat mit Sepp Eisenriegler über den Gesetzesentwurf der EU-Kommission gesprochen. Er hat Ende der 1990er Jahre das Reparatur- und Servicezentrums RUSZ in Wien Penzing gegründet, heute ist es das größte Reparaturzentrum Österreichs. | 04:56 |
| 19.04 | Naturwissenschaften und Technik als Spiel Für so manche sind Fächer wie Mathematik, Physik oder Chemie in der Schulzeit eine schwer zu knackende Nuss. Dabei können die sogenannten MINT-Fächer - von Mathematik bis Technik - für junge Leute durchaus sehr spannend sein, wenn ihnen nämlich ein spielerischer Zugang ermöglicht wird. Das Team des Super-Science-Space-Labors der TU Graz geht genau diesen anschaulichen Weg: mit praktischen Übungen will es 4- bis 18-Jährige für die Welt der Technik und der Naturwissenschaften begeistern. Sylvia Andrews hat dem MINKT-Labor - das zusätzliche K steht für Kunst in Form von Architektur - einen Besuch abgestattet. | 04:56 |
| 20.04 | Staatliche Investitionen so niedrig wie in Uganda Österreich fehlt eine Strategie für Künstliche Intelligenz: Das kritisiert der renommierte KI-Forscher Günter Klambauer von der Linzer Johannes Kepler Universität. Vor allem sei kein Geld in die Hand genommen worden, um die Grundlagenforschung in diesem zukunftsweisenden Thema zu fördern. Oder um es anders auszudrücken: Österreich investiert genauso viel in die Forschung an Künstlicher Intelligenz wie Uganda - ein Entwicklungsland. Mehr über die KI-Kritik von Julia Gindl. | 05:00 |
| 24.04 | Warum die Generation Z das Homeoffice liebt Die Generation Z sitzt nicht gern im Büro. Menschen, die zwischen 1995 und 2010 geboren wurden, sehen zu 95 Prozent erhebliche Vorteile beim Arbeiten von daheim aus. Das dokumentiert auch der Remote Workforce Report 2023. Wie so ein Homeoffice-Tag in der jungen Generation ausschaut und ob sie überhaupt noch ins Büro geht, das hat Rafael Gindl aufgezeichnet - selber Teil der Gen Z. Geschichte der Amateurfilme online Die Geschichte des Amateurfilms präsentiert derzeit das europäische Online-Museum Europeana. Es zeigt Gerätschaften aus den Anfangszeiten des Films ebenso wie erste Aufnahmen vom Alltagsleben, etwa von einer Londoner Brücke sowie Familienfilme des 20. Jahrhunderts, als das Filmmaterial breit erschwinglich wurde. | 04:55 |
| 25.04 | KI-Pionier Hochreiter fehlt Fördergeld, um österreichisches ChatGPT zu testen Erst letzte Woche hat ein prominenter KI-Forscher darauf hingewiesen, dass Österreich so gut wie kein Geld in die Zukunftstechnologie "Künstliche Intelligenz" steckt. Ein noch schlimmeres Bild zeichnet nun der bekannteste Forscher aus diesem Bereich, Sepp Hochreiter. Er hat mit der Erfindung des "Long Short Term Memory" in den 90er Jahren maschinelles Lernen erst möglich gemacht. Nun hat er mit seinem Team ein Modell entwickelt, das ChatGPT und auch seinen Nachfolger voraussichtlich in den Schatten stellt. Aber: er hat kein Geld, es zu testen. Franz Zeller hat mit Sepp Hochreiter gesprochen. | 04:55 |
| 26.04 | Moderne Fernsehgeräte sind verräterisch wie Webseiten Fernseh-Apparate sind längst „smart“, sprich: sie sind mit dem Internet verbunden. Wer ein HbbTV-taugliches Gerät hat, der kann auch interaktive Zusatzdienste abrufen. Das „Hybrid Broadcast Broadband TV“ - Protokoll schickt nämlich nicht nur - wie in alten Zeiten - Signale von TV-Stationen an die Zuseher, sondern auch in die andere Richtung, so wie im Internet, wenn wir Webseiten besuchen. Und das birgt ein gewisses Risiko. Denn Sender und Drittfirmen bekommen Daten über unser Fernsehverhalten. Eine Forscherin an der TU Wien hat sich jetzt die Sicherheits- und Datenschutzmaßnahmen verschiedener Sender angeschaut und findet die Ergebnisse bedenklich, wie sie Ulla Ebner erzählt hat. | 04:55 |
| 27.04 | Wie Sprachmodelle Google & Co verändern Sprachmodelle wie ChatGPT sind nicht nur dazu da, um sich Hausaufgaben schreiben oder Texte zusammenfassen zu lassen. Sie werden auch die Art und Weise ändern, wie wir im Internet suchen. Denn bisher kommunizierten wir mit Suchmaschinen ja in Stichworten. Nun sind Fragen möglich, wie wir sie aus dem Alltag kennen. Microsoft hat GPT4 ja schon in seine Suchmaschine Bing integriert, und auch Google und Meta haben entsprechende Programme vorgestellt - abgesehen davon funktioniert auch ChatGPT selbst wie eine Suchmaschine, halt ohne aktuelle Ergebnisse, da sie ja nur mit Daten bis ins Jahr 2021 trainiert wurde. Wie sich das Suchmaschinen-Business verändert, dazu hat eine Runde von Expert:innen auf Einladung des deutschen Science Media Centers diskutiert. Irmi Wutscher fasst zusammen. | 04:55 |
| 02.05 | "European Young Innovators Festival" in Graz Je nach Blickwinkel leben wir in einer Zeit der Krisen oder auch einer der Chancen. Denn vieles, was uns momentan Probleme macht - von der Erderhitzung bis zur Teuerung - lässt sich lösen. Und genau dieses Ziel, Herausforderungen mit digitalen Lösungen entgegenzutreten, das haben sich auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des internationalen Kreativwettbewerbs "European Young Innovators" gesetzt. Beim Abschlusstreffen in Graz haben die Gewinnerteams Ende der Vorwoche ihre Preisträgerideen präsentiert. Mehr von Sylvia Andrews. | 04:54 |
| 03.05 | Die Synthetische Partei Dänemarks wird von einer künstlichen Intelligenz geleitet In vielen Fällen können künstliche Intelligenzen bessere Entscheidungen treffen als Menschen, weil sie in einer Riesenmenge an Daten Muster erkennen. Aber können sie auch bessere politische Entscheidungen treffen? Das wollte die Synthetische Partei Dänemarks gerne ausprobieren. Ihr Parteivorsitzender heißt "Leader Lars" und ist eine KI, genauer gesagt, ein Chatbot. Ulla Ebner hat sich mit Leader Lars, sowie mit dem Parteigründer, Asker Staunaes unterhalten. Der wiederum ist ein Mensch aus Fleisch und Blut. | 04:54 |
| 04.05 | 10 Jahre Unterricht in iPad-Klassen Statt nur mit Lehrbüchern und Arbeitszetteln arbeiten Schüler:innen der Wiener Mittelschule Kenyongasse seit mittlerweile 10 Jahren im Unterreicht auch mit iPads. Pro Jahrgang gibt es eine iPad-Klasse, in der Lehrer:innen und Schüler:innen ausprobieren, wie Apps und digitale Programme den Unterricht unterstützen können. Nora Schäffler war bei der Jubiläumsfeier der Kenyongasse dabei und hat sich bei Schüler:innen und Lehrer:innen umgehört, wie eine Schulstunde mit Tablet aussehen kann. | 04:54 |
| 08.05 | Turing-Test für maschinelle Texte KI auf dem Prüfstand Wenn nicht mehr unterscheidbar ist, ob ein Mensch oder eine Maschine einen Text geschrieben hat, dann kann sie wie ein Mensch denken. Das meinte zumindest Alan Turing vor rund 70 Jahren. Mittlerweile wissen wir, dass Denkvermögen mehr bedeutet. Aber als Leistungsbeweis für maschinelle Texte taugt der Turing-Test allemal. Und so wollte auch die Stanford-Universität wissen, ob Sprachmodelle auf Basis von Künstlicher Intelligenz wie ChatGPT so gut formulieren können, dass man den Unterschied zu menschlichen AutorInnen nicht mehr merkt. Über das Ergebnis berichtet Sarah Kriesche. | 04:54 |
| 09.05 | EU: Spielregeln für virtuelle Welten Metaverse mit europäischen Werten Ein Teil unseres Alltags soll sich künftig in der virtuellen Welt, im sogenannten Metaverse abspielen - vom Einkaufen bis zum Treffen mit Freunden. Welche Herausforderung das für unser Leben ist, damit hat sich kürzlich eine Bürgerkonferenz auf EU-Ebene beschäftigt. Denn die Kommission versucht ähnlich wie für Künstliche Intelligenz auch für virtuelle Welten Spielregeln aufzustellen. Fragen dazu gibt es viele, wie aus Brüssel Lea Hillebrand und Raffaela Schaidreiter berichten. Österreich: Platz 56 bei Internet-Geschwindigkeit Virtuelle Welten brauchen ein schnelles Netz. Aber geschwind ist das stationäre Internet hierzulande nicht. Laut einer Auswertung des US-Internetkonzerns Ookla liegt Österreich dabei nur auf Platz 56 weltweit. Die Stichproben wurden anhand von Daten aus den jeweils zwei größten Städten des Landes erhoben. Demnach liegt die mittlere Geschwindigkeit für stationäres Internet bei 78 Megabit pro Sekunde, der Spitzenreiter Singapur bringt es auf 234 Megabit. | 04:53 |
| 10.05 | 3 x mehr Cybercrime Wie sich der Internetbetrug im letzten Jahr entwickelt hat Erst jüngst geisterten gefälschte Mails mit dem vermeintlichen Absender BAWAG durch das Netz. Der beigefügte Link diente nur dazu, sich bei den Adressaten den Kontozugang zu erschleichen. Phishing-Attacken wie diese sind kein Einzelfall. Laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG mit über 900 teilnehmenden Unternehmen hat sich die Anzahl derartiger Cyber-Betrugsversuche im letzten Jahr verdreifacht. Details zu dieser Entwicklung gibt es von Rafael Gindl. Google I/O Heute startet die jährliche Entwicklerkonferenz "Google I/O" im kalifornischen Mountainview. Google will einige Neuigkeiten vorstellen, im Mittelpunkt steht natürlich das Thema Künstliche Intelligenz. Aus Kalifornien: Nils Dampz. | 04:53 |
| 11.05 | Kritik an EU-Chatkontrolle Mit Massenüberwachung gegen Kinderpornographie? Die EU-Kommission will mit einem neuen Gesetz strenger gegen Kindesmissbrauch im Internet vorgehen. Teil des Entwurfs ist eine sogenannte „Chat-Kontrolle“. Dafür sollen künftig sämtliche Anbieter von Online-Kommunikationsdiensten verpflichtet werden, Nachrichten auf kinderpornographisches Material zu durchsuchen. Datenschützer oder Juristen, aber zum Teil auch Kinderschutzverbände üben scharfe Kritik: mit Massenüberwachung lasse sich kein Kindesmissbrauch bekämpfen. Am Montag wurde nun auch ein internes Rechtsgutachten des EU-Ministerrats geleakt. Es äußerte Zweifel daran, ob der Gesetzesentwurf mit EU-Grundrechten kompatibel sei. Im Wiener Complexity Science Hub hat vorgestern eine Diskussion zur Problematik von Kindesmissbrauch im Internet stattgefunden - mehr von Daphne Hruby. | 05:00 |
| 15.05 | 12.000 Liter Wasser für ein iPhone Warum wiederaufbereitete Elektronik ökologischer ist als ein Neukauf Wer Altes länger verwendet, schont die Umwelt. Das gilt für Mode genauso wie für Elektronik. Kauft man wiederaufbereitete Smartphones, Laptops oder Tablets, spart man Ressourcen. Das bestätigt jetzt auch eine Studie zur Ökobilanz von Elektronikprodukten. Die Forschungsgesellschaft Fraunhofer Austria hat sie im Auftrag des Online-Marktplatzes refurbed erstellt. Reparierte Geräte sind auch deswegen deutlich nachhaltiger als Neuanschaffungen, weil ein Großteil der Emissionen in der Produktion entsteht, berichtet Julia Gindl. | 05:00 |
| 16.05 | Google Suche unter Druck KI-Wettrennen der Suchmaschinen "Ich google das schnell einmal..." Die Suchmaschine Google hatte in den letzten 20 Jahren wenig Konkurrenz. Durch Künstliche Intelligenz ändert sich das aktuell. Microsoft hat "KI" in seine Suchmaschine und andere Programme eingebaut und das hat Google ziemlich unter Druck gesetzt. Wie der Suchmaschinen-Riese darauf reagiert, das war die große Frage auf der "Google I/O" - der großen Entwickler-Konferenz in Mountain View in Kalifornien. Nils Dampz berichtet. | 04:59 |
| 17.05 | Reisen mit VR-Brille Virtuelle Besuche für die Urlaubsplanung Bald steht die Urlaubs Saison vor der Tür. Und statt in Reiseführern zu schmöckern oder Fotos auf Sozialen Medien anzusehen, könnten wir die möglichen Urlaubsziele künftig vorab in einer virtuellen Realität besuchen. Das hat zumindest die Österreich Werbung gemeinsam mit dem Austrian Institute of Technology bei einer Tourismusmesse in Wien getestet. Dort konnte man am Messestand via VR-Brille an drei Orte in Österreich reisen. Irmi Wutscher hat die Brille für uns ausprobiert. | 04:52 |
| 22.05 | Daten für Energie und Mobilität Räume für Daten-Austausch in Österreich Daten im Netz sind längst das neue Gold. Laut einer Bitkom-Studie möchte jedes siebte deutsche Unternehmen demnächst sein Kerngeschäft auf Daten aufbauen. Allerdings kommen drei Viertel der Firmen mit der Entwicklung datengetriebener Geschäftsmodelle nicht nach. In Österreich sieht sich der Verein "Data Intelligence Offensive" als Schnittstelle zwischen Unternehmen und Entwicklung, wie Johanna Hirzberger berichtet. KI-Behörde für Österreich Österreich wird eine KI -Behörde schaffen, um Bürgerinnen und Bürgern einen sicheren Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu garantieren. So soll etwa transparent gemacht werden, wenn wir es in Zukunft mit KI-System zu tun haben, wie Florian Tursky am Mittwoch beim 4Gamechangers-Festival von Puls4 und ORF sagte. | 05:01 |
| 23.05 | 16 Mio. Rubel Strafe für freie Information Wie Putin gegen die russischsprachige Wikipedia kämpft Die russische Wikipedia wurde 2011 nur vier Monate nach der englischen Version gegründet. Sie gehört heute zu den Top 20 Webseiten in Russland. Freie Information ist der russischen Medienbehörde allerdings ein Dorn im Auge. Entsprechend häufen sich die Konflikte zwischen der russischsprachigen Wikipedia und Putins Zensurbehörde. Details aus Moskau von Frank Aischmann. Citizen Science Preis verliehen Gestern wurde im Linzer Ars Electronica Center der erste European Union Prize for Citizen Science verliehen. Einer der drei mit insgesamt 100.000 Euro dotierten Hauptpreise ging an das englische therestartproject. Elektroschrott ist der am schnellsten wachsende Müll weltweit. Und er trägt erheblich zum Ausstoß von Treibhausgasen bei. Therestartproject setzt sich deshalb international für das Recht auf Reparatur ein. Es hat zum Beispiel anhand zigtausender Datensätze aus einem großen Team von Freiwilligen dokumentiert, an welchen Defekten Staubsauger oder Drucker am häufigsten kaputtgehen. Die EU wird in den nächsten Jahren 2 Millionen Euro in Citizen Science investieren, vor allem auch für Initiativen im Umfeld des Green Deal. | 04:52 |
| 24.05 | Kracht das Silicon Valley? Warum die Big Tech-Riesen Mitarbeitende entlassen Lange Zeit sah es so aus, als würden die Tech-Branche und ihre Einkünfte immer weiter wachsen. Bis vor kurzem galt ein Job im Silicon Valley als beruflicher Jackpot, schon alleine wegen der Gehälter. Ende 2022 kam so etwas wie ein Wendepunkt: Zum ersten Mal haben die großen Tech-Firmen viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen. Mark Zuckerberg zum Beispiel kündigte 2023 als das "Jahr der Effizienz" an und dass er 10.000 Meta-Angestellte abbauen wolle - ähnlich läuft es bei Amazon, Google und Microsoft. 50.000 Menschen sollen allein seit Jahresbeginn ihren Tech-Job verloren haben. Ist also 2023 das Jahr, in dem das Geschäftsmodell der Big Tech-Firmen bröckelt? Irmi Wutscher hat dazu mit der Silicon Valley-Insiderin und Präsidentin des Messengerdienstes Signal, Meredith Whittaker, gesprochen. Sie war bis 2018 bei Google angestellt und kennt die Abläufe dieser Firmen von innen. | 04:50 |
| 25.05 | Europas zahnloser Datenschutz Was 5 Jahre DSGVO gebracht haben Fünf Jahre ist die europäische Datenschutzgrundverordnung jetzt alt. In der Praxis bedeutet die DSGVO für Viele von uns das Wegklicken von lästigen Cookie-Bannern, die unsere Zustimmung zur Datenverarbeitung einfordern. Denn das große Versprechen der DSGVO lautete: mehr Mitbestimmung für Nutzerinnen im Netz und eine einfachere Durchsetzung von Datenschutzrechten. Erst Anfang dieser Woche hat eine Entscheidung der irischen Datenschutzbehörde für Schlagzeilen gesorgt: Der Facebook-Konzern Meta muss eine Rekordstrafe von 1,2 Milliarden Euro zahlen. Diese Strafe hat für den Datenschützer Max Schrems jedoch wenig Bedeutung, für ihn funktioniert die DSGVO-Durchsetzung nicht, wie er Julia Gindl erzählt hat. Service NOYB-Länderstatistik zum Datenschutz | 04:52 |
| 30.05 | Enabled Play Barrierefrei spielen durch innovative Games Controller Anfang des Jahres stellte Sony das Project "Leonardo" vor, und damit einen neuen Playstation-Controller für Spielerinnen und Spieler mit Behinderung. Bereits drei Jahre vorher hatte Microsoft mit dem "X-Box adaptive Controller" diese Lücke zu füllen versucht. Ein Zeichen, dass das Thema Barrierefreiheit auch im Mainstream angekommen ist. Große Firmen bauen mit ihren Produkten oft auf der Pionierarbeit von unabhängigen Tech-Entwicklern auf oder werden von ihnen angetrieben. Ein Beispiel ist die junge US-amerikanische Firma "Enabled Play". Gegründet wurde sie von einem KI-Spezialisten, der seinen behinderten Bruder dabei unterstützen wollte, Videospiele zu spielen. Anna Masoner stellt das Projekt vor. | 04:52 |
| 31.05 | Die Maschine als Künstler:in Wie kreativ ist Künstliche Intelligenz? Künstliche Intelligenz kann Bilder erzeugen, die von tatsächlich aufgenommenen Fotos nicht mit freiem Auge zu unterscheiden sind. Sie kann Stimmen imitieren und Songs produzieren. Das hat sie kürzlich bewiesen, als ein Song von Drake und The Weeknd viral ging. Nur, die beiden haben diesen Song nie aufgenommen. Wie kreativ ist künstliche Intelligenz? Rafael Gindl hat dazu Florian Bühler von der FH Vorarlberg gefragt. Wissenschafts-Comics Wissenschaft in Form von Comics für junge Menschen von 7 bis 14 findet man auf der Webseite der österreichischen Akademie der Wissenschaften. In drei neuen Comics entdeckt man dort unter anderem Geschichten zum Klimawandel, zur Biodiversität und zum Phänomen der Filterblasen und Datenkraken. Die Bildgeschichten und Schulmaterialien lassen sich gratis herunterladen, werden in gedruckter Form aber auch in der Sekundarstufe verteilt. | 04:53 |
| 01.06 | Warum Papageien gerne videochatten Forschungsteam beobachtet die sozialen Tieren beim Telefonieren In den Lockdowns haben wir gelernt: Wenn man Freundinnen oder Verwandte nicht persönlich treffen kann, dann sind Videochats ein brauchbarer Ersatz für den fehlenden sozialen Kontakt. Ähnliches sehen das offenbar auch Papageien, die als Haustiere gehalten werden. Ein Forschungsteam aus den USA und Schottland hat den Vögeln ein Videochatsystem gebaut und sie dabei beobachtet, wie sie es benutzen. Nämlich mit Vergnügen. Irmi Wutscher hat sich den Videozusammenschnitt der telefonierenden Papageien angesehen. Makerfaire Vienna Ein soziales Ereignis ist auch die Makerfaire Vienna. Sie findet Samstag und Sonntag in der Wiener Metastadt im 22. Bezirk statt. Bei diesem Do it Yourself-Festival kann man nicht nur viele spannende Maker-Projekte besichtigen, es gibt auch Workshops, in denen man weben, löten oder Stop-Motion-Videos produzieren lernen kann. Automatische Crêpes-Maschinen sind ebenso ausgestellt wie Projekte für eine grünere Zukunft. Service Abstract der Studie "Birds of a Feather" inclusive Videos der telefonierenden Papageien makerfairevienna.com | 04:52 |
| 05.06 | Ein Festival der Ideen Die Makerfaire Vienna 2023 Weniger abhängig sein von der industriellen Produktion und die Technologiegestaltung demokratisieren: das sind nur zwei von vielen Zielen der Maker-Bewegung. Maker nehmen die Dinge gerne selber in die Hand - sie backen Brot oder schweißen Roboter zusammen, sie drucken 3D-Objekte oder verwenden Lastwagenplanen, um daraus Taschen zu nähen. Am Wochenende haben viele von ihnen auf der Makerfaire Vienna in der Wiener Metastadt ausgestellt, einem Festival der Kreativität, das tausende Menschen jeden Alters angezogen hat. Für uns waren Nora Schäffler und Rafael Gindl dort. | 04:51 |
| 06.06 | "Teufelszeug" Künstliche Intelligenz Warum Panik vor KI unnötig ist. Ein Kommentar Beinahe wöchentlich gibt es derzeit Warnungen vor Künstlicher Intelligenz. Erst im März forderten mehrere tausend Wissenschaftlerinnen und Tech-Entwickler in einem offenen Brief ein sechsmonatiges Moratorium für Künstliche Intelligenz. Zu den prominenten Unterzeichnern zählte auch der israelische Historiker Yuval Noah Harari, der immer wieder mit seinen Aussagen zu KI auffällt. Ein Kommentar von Julia Gindl, warum Panik-Schlagzeilen zu KI problematisch sind. KI-Untergangsphantasien sind "Ablenkungsmanöver" Den Untergangspropheten widersprach gestern auch Meredith Whittaker bei der Re:publica. Die Forscherin und Präsidentin des Messengerdienstes "Signal" eröffnete mit ihrer Rede Europas größtes Digitalfestival in Berlin. Es gebe keine Beweise, dass sich Künstliche Intelligenz in eine bösartige Superintelligenz verwandeln könnte, auch nicht in der Zukunft, sagt Meredith Whittaker. Diese Horrorgeschichten aus der Zukunft würden nur dazu dienen, uns davon abzulenken, dass wir uns jetzt mit der Gestaltung von KI beschäftigen müssen, nicht erst später - etwa wie wir Arbeitende schützen, die eventuell von Künstlicher Intelligenz ersetzt werden. | 04:52 |
| 07.06 | Roboter sorgen in Altenheimen für Abwechslung, servieren in japanischen Cafés oder entschärfen Bomben. In Italien ziehen sie nun auch in die religiöse Sphäre ein. Ein gläubiger italienischer Erfinder und Hochschulprofessor für Robotik hat einen "Roboterheiligen" erfunden. Er soll nicht nur die zunehmenden Personalprobleme in der katholischen Kirche überbrücken, sondern religiösen Menschen ganz allgemein zur Seite stehen, berichtet aus Rom Thomas Migge. | 04:53 |
| 12.06 | Zugverspätungen galten früher einmal als "typisch italienisch". Mittlerweile haben viele Länder nachgezogen, laut zehn Jahre alten Daten ist Litauen das unpünktlichste Bahnland, während Finnland mit besonderer Pünktlichkeit glänzt. Für ein italienisches Paar war der Leidensdruck durch Zugverspätungen dann aber doch groß genug, dass es die Idee hatte, Verspätungen in Bonuspunkte umzuwandeln - wie genau, erfahren Sie von Thomas Migge. Wie KI regulieren Asiens großes Digitalisierungstreffen ATX-Summit in Singapur Eines der wichtigsten Digitalisierungstreffen Asiens ist der ATX-Summit in Singapur. Er hat sich letzte Woche vor allem mit der Regulierung von Künstlicher Intelligenz beschäftigt. Mit dabei waren heuer auch Digitalisierungsstaatssekretär Florian Tursky und der Leiter "Public Policy" von Stability AI, Ben Brooks - das Unternehmen steht hinter Stable Diffusion, das Bilder mit Künstlicher Intelligenz generiert. Brooks plädiert etwa dafür, die Zustimmung von Betroffenen schon einzuholen, bevor KI-Modelle mit ihren Daten trainiert werden. Außerdem, so Brooks, müssten die Leute wissen, wann sie es mit Inhalten tu tun haben, die von einer künstlichen Intelligenz generiert wurden, egal ob das den Dialog mit einem Chatbot betrifft oder ein Bild. Für eine derartige Transparenz setzt sich auch Digitalisierungsstaatsekretär Florian Tursky auf dem ATX-Summit ein, warnt aber vor Überregulierung. Ein Beitrag von Kenny Lang und Franz Zeller. | 04:53 |
| 13.06 | Wie Nutzerdaten die Marktmacht von Unternehmen ausbauen Uns Nutzerinnen im Internet quer über alle Webseiten zu verfolgen, gehört quasi zum guten Ton der Internet-Wirtschaft. Wie man die Tracking-Tools einsetzt, bestimmen ein paar wenige große Tech-Unternehmen. Mit dieser Datenmacht befasst sich Stine Lomborg, Kommunikationswissenschaftlerin an der Universität Kopenhagen. Sie war vergangene Woche bei der Konferenz "Infrastrukturen der Zukunft" des Instituts für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien zu Gast. Till Köppel berichtet. Prix Ars Electronica 2023 Auszeichnungen für Projekte rund um Gig-Economy und Zensur Gestern hat die Ars Electronica die Gewinnerinnen des Prix Ars Electronica 2023 präsentiert. Eine Goldene Nica geht in der neuen Kategorie "New Animation Art" erstmals an eine Künstlerin aus Südkorea, die sich mit den problematischen Arbeitsbedingungen von Zustellern beschäftigt, die pro Fahrt bezahlt werden. In der Kategorie "Artificial Intelligence & Life Art" gewinnt eine Arbeit aus Hongkong, die Zensur auf einer chinesischen Social Media Plattform aufspürt. | 04:52 |
| 14.06 | Studie: Digitale Übergriffe von Ex-Partnern werden oft unterschätzt Gewalt gegen Frauen kann viele Formen annehmen, eine davon ist die "Cybergewalt": Partner oder Ex-Partner verwenden hier zum Beispiel das Smartphone, um die Frauen unter Druck zu setzen. Cybergewalt wird oft auch sexualisiert ausgeübt, sagt Magdalena Habringer. Sie ist Projektleiterin der Studie zur Cybergewalt, die die FH Campus Wien und das Zentrum für Sozialforschung & Wissenschaftsdidaktik ZSW erstellt haben. Die Studie zeigt: Cybergewalt wird oft nur schwer als solche erkannt, wie Daniela Derntl berichtet. | 04:47 |
| 15.06 | KI schafft neue Berufe Unsere Arbeitswelt wird sich mit Künstlicher Intelligenz verändern. KI-Systeme werden Arbeitsplätze ersetzen und dafür werden neue Berufe entstehen. So einfach ist die Rechnung dann allerdings doch nicht. Denn: die Arbeit, die neu hinzukommt, unterscheidet sich stark von jener, die automatisiert wird, sagt Fabian Stephany. Er ist Datenwissenschaftler und Forscher am Oxford Internet Institute der Universität Oxford und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft. Julia Gindl berichtet. ORF-TvThek und ORF-Sound erstmals in Car-Entertainment integriert Die beiden ORF-Apps "Sound" und "TvThek" sind nun erstmals im Entertainment-System eines Autos integriert, und zwar im Polestar 2. Polestar nutzt dafür das Google-Betriebssystem Android. Damit sind mehr als 200 TV-Sendungen des ORF sowie Livestreams und Podcasts aller ORF-Radios inklusive Ö1 ohne Umweg über das Smartphone direkt im Auto abrufbar. | 04:53 |
| 19.06 | Erneute Kritik an zu wenig Geld für KI-Grundlagenforschung Kein Geld für Rechenleistung, Studienprogramme und Professuren: Bereits vor sechs Wochen haben KI-Forscher hier in Ö1 kritisiert, dass Österreich zu wenig in die KI-Grundlagenforschung investiert. Bei einer Veranstaltung der Austrian Society for Artificial Intelligence vergangene Woche artikuliert Sepp Hochreiter, KI-Pionier und Forscher an der Johannes Kepler Universität Linz, noch etwas schärfer: Österreichische Forscherinnen und Forscher könnten mit ihrem Wissen in der Champions League spielen, bei der Forschungs-Finanzierung sei man in Österreich aber in der Unterliga unterwegs. Julia Gindl berichtet. | 04:51 |
| 20.06 | Wie man aus Gaming einen Beruf machen kann Diablo ist ein legendäres Action-Rollenspiel. Erstmals erschien es 1996, eben kam Version 4 heraus. Auch deshalb ist Diablo auf der Live-Streaming-Plattform Twitch ein Renner. Anfang des Monats sahen sich zeitgleich 900.000 Menschen den Start des Spiels dort an. Twitch ist eine Plattform, auf der man Spielern beim Gaming über die Schulter schauen kann. Das hat dazu geführt, dass manche aus ihrem Hobby einen Beruf gemacht haben und vom Spielen auf Twitch leben. Zum Beispiel Jessirocks. Der junge Kärntner gehört zu den "Super-Twitchern" in unserem Land. Sylvia Andrews hat ihn in seinem Grazer Homeoffice besucht. | 04:55 |
| 21.06 | Digital News Report 2023 Der ORF ist nach wie vor die wichtigste Informationsquelle für Menschen in Österreich, das bestätigt der aktuelle Digital News Report 2023. Das Reuters Institute for the Study of Journalism an der Universität Oxford führt jährlich mit knapp 94.000 Befragten in 46 Ländern die weltweit größte Studie zum Mediennutzungsverhalten durch.Die Studie zeigt: obwohl Österreich ein sehr traditionelles Land ist, wenn es um die Mediennutzung geht, wird auch bei uns das Internet langsam bedeutsamer, berichtet Julia Gindl. | 04:53 |
| 22.06 | Wie NVIDIA zum wertvollsten Chiphersteller der Welt wurde | 04:54 |
| 26.06 | Wenn Forschende Ziel von Hass und Drohungen werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich öffentlich äußern, sind immer wieder Bedrohungen und Beleidigungen ausgesetzt. Wenn Fakten unangenehme Wahrheiten offenbaren oder politische Entscheidungen infrage stellen, folgt oft ein Shitstorm in den sozialen Medien. Im "Digitalen Salon" des Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft haben Expertinnen und Experten zum Thema Wissenschaftsfeindlichkeit diskutiert. Hannah Balber hat im Rahmen der Veranstaltung mit Julia Wandt, Vorsitzende des Bundesverbands Hochschulkommunikation, und mit der Wissenschaftlerin Nataliia Sokolovska gesprochen. | 04:54 |
| 27.06 | Gleichzeitigkeit auf Sozialen Medien Wer regelmäßig Soziale Medien nutzt, kennt das ambivalente Gefühl: man sieht Bilder vom Ukraine-Krieg, beunruhigende Klimawandel-Statistiken und bekommt daneben niedliche Katzenbilder und lustige Memes angezeigt. Wie man es schafft, mit dieser Gleichzeitigkeit von guten und schlechten Nachrichten auf Instagram oder Facebook umzugehen, darüber hat Irmi Wutscher mit der Journalistin Eva Horn auf der Netzkonferenz re:publica Anfang Juni gesprochen. | 04:54 |
| 28.06 | Bezahlen mit Kryptowährung als Experiment Im Juni 2021 verkündete der Präsident von El Salvador Nayib Bukele, er wolle den Bitcoin zur Staatswährung in dem kleinen Mittelamerikanischen Land machen. Die Freude unter den Kryptowährungsfans war groß: sie hofften auf den Bitcoin und die dahinterstehende Technologie als gute Alternative zum staatlichen Geldsystem und zum privaten Bankensystem. Heute verwendet kaum jemand der Bevölkerung in El Salvador den Bitcoin als Zahlungsmittel. Und der Absturz der Kurse der Kryptowährungen im letzten Jahr hat dem Staat wahrscheinlich herbe Verluste an Steuergeldern eingebracht. Das berichtet der Journalist Nelson Rauda auf der re:publica Anfang Juni in Berlin. Irmi Wutscher hat ihn auf der Netzkonferenz interviewt. | 04:53 |
| 29.06 | Cass Sunstein über unberechenbares Verlieben | 04:53 |
| 03.07 | Der Ideenwettbewerb "Crowd in Motion" Ressourcen teilen, sich gegenseitig helfen und respektvoll miteinander umgehen - das sind Tugenden, die einer Gesellschaft nicht nur in schwierigen Zeiten helfen. Es gibt auch digitale Wege, sich füreinander zu engagieren. Das soll der Ideenwettbewerb "Crowd in Motion" zeigen: von gelebter Nachbarschaftshilfe bis zur Förderung der regionalen Wirtschaft können die Teilnehmenden Ideen und Projekte einreichen, die unsere Welt besser und lebenswerter machen sollen. Mit dem Initiator des Ideen-Wettbewerbs, dem Grazer Innovationsmanager Reinhard Willfort, hat Sylvia Andrews gesprochen. Lesebeschränkungen auf Twitter Elon Musk sorgt mit Twitter-Schlagzeilen erneut für Aufsehen. In einem ersten Schritt wollte er die Zahl der lesbaren Nachrichten pro Tag auf 600 für unverifizierte Twitter-Nutzer und bei anderen auf 300 Tweets pro Tag beschränken. Wenige Stunden später hob Musk die Grenzwerte auf 1.000 beziehungsweise 500 an. Die ohnehin schwindenden Werbekunden der Kurzplattform reagierten einmal mehr "nicht erfreut". Digitale Kompetenz: mangelhaft Mehr als die Hälfte der österreichischen Lehrkräfte fühlt sich der Aufgabe, digitale Grundbildung zu vermitteln, nicht ausreichend gewachsen. Das zeigt eine Umfrage der Johannes Kepler Universität Linz. 55,8 Prozent der Befragten schätzten ihr eigenes Wissen rund um Algorithmen und Programmierung als "Befriedigend" bis "Nicht genügend" ein. Seit 2022 gibt es "Digitale Grundbildung" auch als eigenes Unterrichtsfach. | 04:54 |
| 04.07 | Wie Europa den Umgang mit Künstlicher Intelligenz regeln will Viele Menschen wollen wissen, ob sie es am Telefon oder in einem Kundendienst-Chat mit einem Menschen oder einer Maschine zu tun haben. Genau diese Art von Transparenz sieht auch der AI-Act vor. Das geplante EU-Gesetz zu Künstlicher Intelligenz soll regeln, wie KI-Systeme in unserem Alltag eingesetzt werden können. Job-Bewerber müssen dann zumindest erfahren, ob sie von einem Menschen oder einem Programm abgelehnt wurden. Sehr riskante Anwendungen von Künstlicher Intelligenz wie Live-Gesichtserkennung etwa auf öffentlichen Plätzen sollen in Europa hingegen verboten werden. Mitte Juni hat sich das EU-Parlament auf seine Position geeinigt. Jetzt starten die Trilog-Verhandlungen mit EU-Rat und EU-Kommission. Mehr von Julia Gindl. | 04:54 |
| 05.07 | Hype um koreanische Popkultur auch in Österreich K-Pop, kurz für koreanische Popmusik, ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden und beeinflusst längt die globale Musikindustrie. Gruppen wie EXO, Blackpink, Stray Kids oder TWICE vereinen schließlich eine treu ergebene und leidenschaftliche Fan-Gemeinde hinter sich. Auch in Österreich ist der Hype angekommen, etwa beim diesjährigen Donauinselfest beim K-Pop World Festival Austria. Hannah Balber berichtet über das Internet-Phänomen K-Pop. | 04:49 |
| 06.07 | Das Geschäft mit der ewigen Jugend im Silicon Valley Der Traum von der ewigen Jugend ist so alt wie die Menschheit selbst. Heute ist daraus ein riesiges Geschäft geworden, in das vor allem die Superreichen im Silicon Valley investieren: Tech-Mogule wie Jeff Bezos, Peter Thiel und Chat GPT-Erfinder Sam Altman stecken Millionen in Anti-Aging-Forschung und in Start-ups. Einer der Tech-Milliardäre hat sich jetzt selbst zum Versuchskaninchen gemacht: Der 45-jährige Bryan Johnson. Er will NICHT NUR nicht mehr altern. Er will seine biologische Uhr gleich auf die eines 18-jährigen zurückdrehen. Und wie es sich für einen Tech-Mogul mit ausgeprägtem Geltungsdrang gehört, kann man ihn bei seiner gnadenlosen Selbstoptimierung im Netz beobachten. Daniela Derntl hat für uns zugesehen. | 04:54 |
| 10.07 | KI erstellt gerechteren Dienstplan für Ärztinnen Viele Berichte drehen sich aktuell um Gefahren und Schwächen von Künstlicher Intelligenz. Was KI-Systeme schon können und wie man KI-Systeme fair entwickeln könnte, unter anderem damit hat sich Mitte Mai das IT-Kolloquium des Österreichischen Verbands für Elektrotechnik OVE befasst. Ein KI-System kann etwa fairer und auch schneller einen Dienstplan für Turnus-Ärztinnen und Ärzte erstellen, da die KI die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt, nennt Gertraud Leimüller vom Startup "Leiwand AI" ein Beispiel. Die Veranstaltung hat des OVE hat in Kooperation mit dem AIT Austrian Institute of Technology und der Technischen Universität Wien stattgefunden. Julia Gindl berichtet. | 04:47 |
| 11.07 | Sprachenlernen via Duolingo, Babbel und Rosetta Stone Karteikarten, Wörterbücher und Vokabelhefte waren gestern. Heute lernen viele Menschen mit Apps wie Duolingo, Babbel oder Rosetta Stone eine neue Sprache. Allein Duolingo verzeichnete während der Lockdowns im Jahr 2020 insgesamt 500 Millionen Downloads. Wie digitale Tools auch im Schulalltag eingesetzt werden und den Fremdsprachenerwerb verändern, hat Hannah Balber nachgefragt. | 04:53 |
| 12.07 | Forschung für vollautonomen Zugverkehr Immer wieder ärgern wir uns über beim Bahnfahren über Zugverspätungen und auf der Strecke stehende Züge. Um in Zukunft effizienter unterwegs sein zu können, werden derzeit selbstfahrende Züge entwickelt, deren Betrieb künftig vollautomatisch laufen soll. Ein Bereich, in dem aktuell getestet wird, ist der Güterverkehr. Über aktuelle Forschungsprojekte und etwa Hürden beim fahrerlosen Güterzug, berichtet Sabine Nikolay. | 04:51 |
| 13.07 | Wenn Maschinen versuchen menschliche Emotionen abzuleiten Die EU verhandelt derzeit den AI Act und damit wichtige Regeln für den zukünftigen Einsatz Künstlicher Intelligenz. Ein Technologie, die besonders kritisch gesehen wird, ist die Emotionserkennung. Software versucht hier aus Mimik, Augenbewegungen oder Pulsrate abzuleiten, ob man etwa glücklich, gelangweilt oder genervt ist. Maschinelle Emotionserkennung gilt als gewaltiger Zukunftsmarkt, aber auch als unzuverlässig und invasiv. Über Probleme der Technologie und mögliche Einsatzgebiete hat Anna Masoner mit der deutschen Ingenieurin Kenza Ait Si Abbou gesprochen. | 04:53 |
| 17.07 | Die Geschichte eines milliardenschweren Cyberbetrugs Sie investieren versuchsweise 250 Euro auf einer Online-Plattform. Und können dabei zusehen, wie Ihr Kapital wächst. Bald schießen Sie mehr nach, und immer mehr. Und wähnen sich schon als Millionär, denn die Kurven der Aktien und Kryptowährungen gehen steil nach oben. Das Ganze hat nur einen Haken: Sie sehen Ihr Geld nie wieder, weil Sie einer der größten Betrugsmaschen des Internets aufgesessen sind: dem Cybertrading. Franziska Tschinderle und Ilir Tsouko dokumentieren in einem fünfteiligen True-Crime-Podcast, wie ein Mann mehr als eine Million dabei verlor, und sie haben sich auf die Fersen der Täter geheftet. "Call me Günther", so der Titel, ist nicht nur seit Freitag in Matrix zu hören, sondern auch auf sound.orf.at. Details von Franz Zeller. | 04:54 |
| 18.07 | Leseforschung zum digitalen Lesen Rund um das Lesen am Bildschirm gibt es viele kulturpessimistische Befürchtungen: etwa, dass wir bald nur mehr oberflächlich Lesen können, also texte auf Inhalte scannen, während wir zunehmend verlernen uns in Texte zu vertiefen. Aber ist das nur ein Gefühl oder wird das auch durch die Forschung unterstützt? Antworten findet man im Buch "Digital Lesen - was sonst?". Andreas Gold ist Professor für pädagogische Psychologie und hat hier die Vor- und Nachteile des digitalen Lesens auf Grundlage der aktuellen Lese- und Lernforschung zusammengefasst, Irmi Wutscher hat mit ihm gesprochen. Problem Kinderfotos im Netz Missbrauch, Deep Fakes und gestohlene Identitäten Mit dem Video "Nachricht von Ella" macht aktuell die Deutsche Telekom auf das Problem Kinderfotos im Netz aufmerksam, denn immer mehr Mütter und Väter teilen online Fotos und Videos von ihren Kindern, ohne an die Folgen zu denken: Fotos geben nicht nur enorm viele Daten preis, sondern können auch auf Missbrauchs-Plattformen landen. Was Eltern im Internet von ihren Kindern veröffentlichen, kann die ein ganzes Leben lang verfolgen, appelliert die deutsche Telekom. | 04:52 |
| 19.07 | Video-Simulationen für Rom-Besucherinnen Wer durch Rom spaziert, kommt aus dem Staunen oft nicht mehr heraus. Um den Touristinnen und Besuchern noch einen besseren Eindruck von der ewigen Stadt vermitteln zu können, arbeitet die römische Antikenbehörde mit Digital-Experten zusammen: die können zum Beispiel in Video-Simulationen aus Ruinen wieder komplette Paläste machen. Wichtiger Ansprechpartner ist hier das bei Rom angesiedelte Unternehmen Katatexilux, wie Thomas Migge berichtet. | 04:50 |
| 20.07 | Bruce Schneier über KI-Systeme, die nicht in Schubladen denken | 04:52 |
| 28.08 | Das neue Retro Gaming Museum in Wien Spiele wie Super Mario, Pokemon oder FIFA begleiten uns seit mehr als 2 Jahrzehnten. Videospiele gibt es aber schon viel länger. 1958 etwa entwickelte ein Amerikaner "Tennis for Two", ein Spiel auf einem Oszilloskop. Und selbst dieses Game war nicht das erste, wohl aber angeblich das erste mit Unterhaltungswert. Videospiele sind also jahrzehntealtes Kulturgut. Grund genug für Markus Krainer, ein Retro Gaming-Museum zu eröffnen. Rafael Gindl hat mit ihm eine Runde durch die Ausstellungsräume in Wien Mariahilf gedreht, eine Reise von der Atari Gamekonsole zur Playstation 5. | 04:53 |
| 29.08 | Ein digitaler Zwilling für das Ökosystem Während bei uns die Wassermassen daherkommen, brennt im Nordwesten Siziliens wieder der Wald. Schon im Juli wüteten auch in Sardinien Waldbrände. Besonders verheerend waren die Feuer in Griechenland. Dort wurden im Sommer bis jetzt 128.000 Hektar Land verbrannt. Die Brandkatastrophen sind zum Teil verheerend für den Menschen und die Ökosysteme. Um die Gesundheit des Waldes im Mittelmeerraum besser einschätzen zu können, hat ein EU-Projekt nun einen "digitalen Zwilling", also eine digitale Kopie der Mittelmeerwälder geschaffen. Details dazu von Thomas Migge aus Rom. KI-Kartenspiel Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft will Kindern und Jugendlichen das Thema "Künstliche Intelligenz" mit einem KI-Kompass näherbringen: Das ist ein Kartenspiel, in dem es darum geht, Probleme mit Hilfe von KI zu lösen. Ida Onzek, selbst Teenager, hat das Spiel für uns getestet. | 04:54 |
| 30.08 | Wie die Open Search Foundation das Such-Monopol aufbrechen will Der freie Zugang zu Wissen ist zumindest in den westlichen Ländern der Welt selbstverständlich. Aber was wir über Suchmaschinen finden, wird von ein paar wenigen Firmen weltweit bestimmt. Selbst alternative Suchmaschinen nutzen oft die Indizes von Google. Eine europaweite Initiative namens Open Search Foundation möchte diese Quasimonopolstellung im Suchmaschinenmarkt aufbrechen und eine offene Infrastruktur für die Websuche entwickeln, auf die alle Interessierten zugreifen können. Sylvia Andrews berichtet von einem Arbeitstreffen der Suchmaschinenrebellen an der TU Graz. | 04:54 |
| 31.08 | EU finanziert Hi-Tech-Simulation für Einsatzkräfte | 04:51 |
| 04.09 | Der Suchmaschinen-Riese, der keine Firma sein wollte Google ist 25. Die Firma hinter der Suchmaschine wurde am 4. September 1998 in Kalifornien aus einer Garage heraus gegründet. Und sie hat unseren Umgang mit Informationen im Internet völlig verändert. Dabei wollten die Gründer, Larry Page und Sergey Brin, ihr Katalogsystem für das Internet eigentlich sehr schnell wieder verkaufen. Weil das nicht gelang und sich keiner für ihre gewichteten Suchergebnisse interessierte, gründeten sie eine Firma. Der Rest ist Geschichte. Ein Rück- und Ausblick von Nils Dampz aus dem Silicon Valley. | 04:55 |
| 05.09 | Studie: Soziale Medien verstärken Leseschwäche Soziale Medien werden ja gerne für vieles verantwortlich gemacht. Oft auch für Leseschwächen bei Jugendlichen, wie jetzt eine weltweite Studie von GL Education behauptet. Die 350 befragten Lehrerinnen und Lehrer meinen: Soziale Medien wirken sich negativ auf die Lesegewohnheiten von Kindern und Jugendlichen aus, sie würden sich zu sehr vom Netz ablenken lassen. Ida Onzek, selbst noch Schülerin, hat für uns zum Schulbeginn im Osten Österreichs nachgefragt, welche negativen Folgen Soziale Medien für das Lesen haben können. | 04:52 |
| 06.09 | Zwischen Kontrolle und technischer Innovation An wenigen anderen Orten der Welt ist der Alltag so durchdigitalisiert, wie in China, und wird gleichzeitig das Internet so stark zensiert. Das digitale China erscheint aus europäischer Sicht mitunter rätselhaft, irgendwo zwischen Überwachungsdiktatur und technologischer Avantgarde. Die Sinologin Kristin Shi-Kupfer hat vor kurzem ein Buch zu "Digital China" geschrieben. Sie rät zu einem differenzierten Blick auf die Tech-Supermacht, berichtet Anna Masoner. | 04:52 |
| 07.09 | Die Ars Electronica 2023 Gestern hat in Linz die Ars Electronica begonnen und das Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft zeigt sich dieses Jahr auch humorvoll. Die Ars fragt in einem Ausstellungsprojekt nämlich: Was wäre, wenn Eva, Gott und die Schlange sich per WhatsApp über den Apfel ausgetauscht hätten? Studierende der Kunstuniversität Lausanne führen uns vor Augen, wie sehr das Smartphone unser Leben entstellt. Die Projekt-Serie "Unerasable Characters" der in Hongkong geborenen Künstlerin und Forscherin Winnie Soon macht auf die tagtägliche Zensur auf der größten chinesischen Social Media Plattform Weibo aufmerksam. Aus Linz berichten Franz Zeller und Julia Gindl. | 04:47 |
| 11.09 | Mit Virtual Reality halluzinieren Die zentrale Frage der heurigen Ars Electronica, " Wem gehört die Wahrheit", stellt sich auch in psychischen Ausnahmesituationen, etwa während einer Psychose. Was ist "wahr", wenn Stimmen einem seltsame Dinge einflüstern, Farben plötzlich intensiver sind oder Wasser giftig schmeckt? Mit einer Psychose-Simulation namens "Labyrinth Psychotica" versuchte die niederländische Künstlerin Jennifer Kanary bei der Ars für mehr Verständnis für derlei Zustände zu sorgen. Ausgerüstet mit VR-Brille konnte man in den Kopf einer Ärztin namens Dr. Green schlüpfen, die nach einem katastrophalen 24-Stunden-Dienst psychotisch wird. Anna Masoner hat das Experiment mitgemacht. | 04:55 |
| 12.09 | Post-Betrug nimmt Menschen ins Visier, die auf Pakete warten Seit Monaten gibt es in Österreich eine Betrugswelle mit gefälschten Post-SMS. Vielleicht haben auch Sie schon ein SMS oder Email bekommen, in dem sie informiert werden, dass Ihr Paket nicht zugestellt werden konnte und Sie doch ihre Adresse noch einmal eingeben sollen. Das ist fast immer ein Betrugsversuch, um an Ihre Daten zu kommen, etwa Ihre Kreditkartennummer. Irmi Wutscher hat mit einer Betroffenen gesprochen. | 04:55 |
| 13.09 | Die Arbeitswelt der Generation Z 10 Stunden pro Tag im Büro sitzen, viel abnicken und dann ausgelaugt zuhause ankommen? Das ist für die Generation Z ein Albtraumszenario. Die zwischen 1997 und 2012 Geborenen stellen sich ihr Leben ganz anders vor, nicht zuletzt mit Hilfe digitaler Werkzeuge. Wie die Generation Z arbeiten will und welche Ansprüche sie an den Arbeitsmarkt hat, hat sich Rafael Gindl, selbst Teil der GenZ, angeschaut. Richtungsweisender Prozess gegen Google Google muss sich in den USA seit gestern einem Kartellverfahren stellen. Google habe über Jahre ein Monopol aufrechterhalten, indem es große Player wie Apple oder Mobilfunker wie AT&T dafür bezahlt habe, als Standardsuchmaschine aufzuscheinen, so die Anwälte des US-Justizministeriums. Dadurch sei es Konkurrenten von Google schwer gemacht worden, Fuß zu fassen. Das Kartellverfahren gilt als richtungsweisend für andere Tech-Riesen und könnte in einer Zerschlagung von Google enden. | 04:53 |
| 14.09 | Wie Künstliche Intelligenz die Cyberkriminalität verändert Es sind nicht nur die Guten, die Systeme wie ChatGPT nutzen. Künstliche Intelligenz ist auch ein willkommenes Werkzeug für Kriminelle. Wie KI die Cyberkriminalität verändert, darüber hat vorige Woche die Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung ADV in Wien diskutiert. KI-Systeme können zum Beispiel Videos quasi erfinden und Stimmen klonen, also nachbilden. Oft reichen ein paar Sekunden Originalstimme als Ausgangsmaterial. Und so hört dann die Buchhalterin in einem Familienbetrieb die vermeintlich vertraute Stimme ihres Geschäftsführers am Telefon - und überweist auf dem kurzen Weg einen zweistelligen Millionenbetrag, wie Franz Zeller berichtet. | 04:54 |
| 18.09 | Wie ein neues Kino mehr über die Zuschauenden verraten soll Wenn wir einer Serienheldin zuschauen, wie sie durch ein dunkles Gebäude tappt und wir genau wissen, dass hinter der nächsten Ecke ein Monster lauert, dann ändert sich unser Herzschlag - und vielleicht bekommen wir sogar eine Gänsehaut. Das ist zumindest das Kalkül der Filmschaffenden. Wenn sie aber wissen wollen, ob ihre Strategie aufgeht, müssen sie ihr Testpublikum befragen. Bisher passierte das nach der Filmvorführung. In einem neuen Kinosaal in Bristol lässt sich der Grusel nun in Echtzeit messen, also genau dann, wenn es uns die Haare aufstellt. Das Kino wird gerade auf dem Campus der dortigen Universität gebaut. Irmi Wutscher hat mit dem Neuropsychologen Iain Gilchrist gesprochen, der mit diesem Kinosaal die Publikumsforschung voranbringen möchte. Tödlicher Tesla-Unfall vor Gericht In Kalifornien wird seit Freitag ein Tesla-Unfall verhandelt. Vor vier Jahren war ein Mann mit 100 km/h in der Nähe von Los Angeles von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Dabei wurde er tödlich verletzt. Der Vorwurf: der Autopilot von Tesla habe nicht funktioniert. Zugelassen sind in Kalifornien mit Ausnahme der Robotaxis in San Francisco derzeit nur Fahrassistenzsysteme der Stufe zwei, bei dehnen man die Hand am Lenkrad haben muss, auch wenn die Autos die Spur selber wechseln. Vollautonomes Fahren wäre Stufe fünf. Nach Meinung von Expertinnen und Experten ist es frühestens 2030 so weit. | 04:55 |
| 19.09 | Die (allzu perfekte) Mutterschaft auf Instagram Frauen, die auf Instagram Bilder und Videos von ihrem perfekt inszenierten Alltag mit Babys und Kindern teilen, nennt das Netz "Momfluencerinnen". Während viele über ihren Social Media-Auftritt nebenbei noch für Federwiegen, Haushalts- oder Kosmetikprodukte werben, zelebrieren sie ein sehr traditionelles Mutter-Ideal im Stil der 1950er Jahre. Julia Gindl über die irritierende Hochglanz-Welt der Mama-Influencerinnen. | 04:54 |
| 20.09 | Die Lobbying-Ausgaben der Digitalkonzerne in Brüssel haben einen neuen Rekordwert erreicht Die EU hat in den vergangenen Jahren ernst gemacht mit großen Gesetzespaketen, die die großen Internet-Konzerne in die Schranken weisen sollen. Dementsprechend haben diese Konzerne eine Armee von Lobbyisten nach Brüssel geschickt, die die EU-Entscheidungsträger in ihrem Sinne umstimmen sollten. Laut einem NGO-Bericht sind die Lobbying-Ausgaben der Tech-Industrie in den vergangenen zwei Jahren um rund ein Sechstel angestiegen: von 97 auf 113 Millionen Euro pro Jahr. Ulla Ebner hat mit Verena Leyendecker von der NGO LobbyControl gesprochen. Googles Bard mit Faktencheck Obwohl Google bahnbrechende Technologien für Künstliche Intelligenz entwickelt hat, liegt es mit seinem Generativen Sprachmodell Bard zumindest in Sachen Popularität weit hinter ChatGPT. Im August erhielt ChatGPT im Vergleich zu Bard sieben Mal mehr Anfragen. Nun will Google seine KI u.a mit einem Faktencheck anreichern, der Bards Antworten mit den Google-Suchergebnissen vergleicht. So will es dem Problem entgegenwirken, dass KI-Sprachmodelle manchmal halluzinieren, also Antworten erfinden. | 04:54 |
| 21.09 | KI-Systeme sollen auch Chinesisch, Japanisch und Suaheli lernen Chatbots wie ChatGPT funktionieren mittlerweile erstaunlich gut. Von den 7.000 Sprachen, die auf der Welt gesprochen werden, beherrschen sie allerdings nur einen Bruchteil. Chat-GPT spricht aktuell 57 Sprachen, wobei der Chatbot je nach Sprache mehr oder weniger sattelfest ist. Wie gut ein KI-System eine Sprache lernt, ist vor allem eine Frage der verfügbaren Daten - und nicht zuletzt der Finanzierung. Englisch schneidet mit Abstand am besten ab - doch auch andere Sprachen ziehen nach. Denn weltweit gibt es immer mehr Initiativen, Chatbots in verschiedenen Sprachen zugänglich zu machen, wie Isabella Fresner und Lukas Wieselberg berichten. | 04:52 |
| 25.09 | US-Magazin berichtet von Problemen bei Tierversuchen mit dem Neuralink-Hirnimplantant Vergangene Wochen hat die Firma Neuralink - das Neurotechnologieunternehmen von Elon Musk - von den US-Behörden grünes Licht bekommen, um sein Hirnimplantat auch an Menschen zu testen. Bisher gab es nur Versuche an Menschenaffen. Da sei alles bestens verlaufen mit den Affen, betont Elon Musk. Das Tech-Magazin Wired hat allerdings ganz etwas anderes heraufgefunden: Demnach mussten mehrere Versuchsaffen nach Komplikationen mit dem Implantat eingeschläfert werden. Ein US-Ärztekomitee für verantwortungsvolle Medizin hat jetzt Beschwerde über Musk bei der US-Börsenaufsicht eingelegt. Durch seine vorsätzlichen Falschaussagen täusche Elon Musk seine Investoren, so der Vorwurf. Ulla Ebner berichtet | 04:53 |
| 26.09 | Mexikanische Kartelle und ihre wirtschaftliche MachtSie heißen Sinaloa Kartell, Tijuana Kartell oder Los Zetas - und sie sind trotz ihrer malerischen Namen ob ihrer Brutalität berüchtigt. Mit 170.000 Beschäftigten gelten die mexikanischen Mega-Banden auch als der fünftgrößte Arbeitgeber des Landes. Das haben Wissenschaftler des Complexity Science Hub Vienna jetzt erstmals errechnet. Mit der Hilfe mathematischer Modelle und künstlicher Intelligenz wollte das Team auch herausfinden, wie man die Gewalt in Mexiko effektiv eindämmen könnte. Über Mathematik contra Verbrechen berichtet Sarah Kriesche. ChatGPT lernt reden und sehen ChatGPT macht einen weiteren Sprung: Es soll künftig auch sprechen und sehen können und damit Funktionen wie Siri oder Alexa erhalten. Die ChatGPT-Firma OpenAI nennt Beispiele, wie die Nutzerinnen und Nutzer davon profitieren können: Man lädt ein Reisebild hoch und kann sich mit dem Sprachmodell dann über Besonderheiten der Region unterhalten. Zu Fotos des Kühlschrankinhalts könnte ChatGPT Rezeptvorschläge liefern - wenn denn etwas drin ist. Die neuen Features von ChatGPT werden vorerst nur in der kostenpflichtigen Version verfügbar sein. | 04:54 |
| 27.09 | Neue Regeln für Daten von öffentlichen Stellen Öffentliche Stellen wie Krankenhäuser sitzen auf jeder Menge wertvoller Daten, die bislang nicht verwendet werden durften. Neue Regeln der Europäischen Union sehen nun vor, dass diese Schätze etwa für die Forschung zugänglich sein sollen. So steht es sinngemäß im "Data Governance Act". Der hätte in den EU-Staaten bereits bis zum vergangenen Wochenende umgesetzt werden sollen. In Österreich war bis Juli allerdings nicht klar, welches Ministerium zuständig ist, berichtet Julia Gindl. | 04:51 |
| 28.09 | Aktuelle Telefonbetrugs-Masche "Spoofing" Vielleicht ist Ihnen das auch schon einmal passiert: Sie haben einen verpassten Anruf von einer unbekannten Nummer auf dem Smartphone. Doch beim Rückruf heißt es: Diese Nummer ist nicht vergeben. Oder wenn jemand abhebt, dann hat das Gegenüber angeblich nie angerufen. Wer schon einmal in dieser Situation war, war vermutlich Ziel von Betrügern. Die manipulieren Telefonnummern, um anonym zu bleiben. Dieses Verschleiern der Anrufer-Identität nennt sich "Spoofing" und ist eine neue Masche des Telefonbetrugs. Was man als Betroffene tun kann, hat Daniel Kruppa nachgefragt. | 04:53 |
| 02.10 | Warum es die europäische Digitalwährung braucht Der Startschuss für den digitalen Euro ist gefallen. Im Juni haben die EU-Kommission und die Europäische Zentralbank (EZB) einen ersten Vorschlag für das Projekt vorgelegt. Im Gegensatz etwa zum privaten Bitcoin oder zu den Geldsystemen von Paypal oder Kreditkartenfirmen ist der digitale Euro öffentliches Geld. Warum es ihn überhaupt braucht und worin sich das geplante europäische Digitalgeld von bestehenden Online-Zahlungsdiensten unterscheidet, hat Daniel Kruppa eine Expertin der Österreichischen Nationalbank gefragt. Anti-Spoofing-Verordnung Mit einer Verordnung will die Regierung nun gegen sogenannte Spoofing-Anrufe vorgehen, momentan ein Riesenproblem. Dabei kapern Kriminelle die Rufnummern von ahnungslosen Handybesitzern und verwenden sie für betrügerische Anrufe - wir haben erst am Donnerstag darüber berichtet. Laut Entwurf sollen die Mobilfunkbetreiber bei Anrufen aus dem Ausland mit österreichischen Rufnummern eine Verifizierung der Rufnummer vornehmen. Wird die Nummer missbräuchlich verwendet, darf der Anruf nicht weitergeleitet werden. Die Verordnung soll in der ersten Jahreshälfte 2024 in Kraft treten. | 04:54 |
| 03.10 | Es braucht mehr Vielfalt in der IT-Branche Neue Technologien und Algorithmen gestalten unsere Welt. Von Schlüsseltechnologien wie der Künstlichen Intelligenz bis hin zur Art und Weise, wie wir kommunizieren, leben und arbeiten - all das wird von aktuellen technischen Entwicklungen beeinflusst. Dabei sind es überwiegend weiße Männer, die die Systeme entwickeln, programmieren und in der IT und Computerbranche arbeiten. Welche Auswirkungen das auf die Systeme, Apps und auch auf unsere Gesellschaft haben kann, das hat sich Hannah Balber angesehen. | 04:47 |
| 04.10 | Treffen der Wikipedia-Community in Linz Die Wikipedia ist eine riesige Wissens-Schatzkiste: Tagtäglich schreiben zehntausende ehrenamtliche Autorinnen und Autoren, kontrollieren, aktualisieren und korrigieren das freie Online-Lexikon. Ein Teil der deutschsprachigen Wikipedia-Community hat sich vergangenes Wochenende bei der WikiCon 2023 in Linz getroffen, um über die Zukunft der Online-Enzyklopädie zu sprechen. Diskutiert wurde, welche Veränderungen anstehen, ob Autorinnen und Autoren für bestimmte Arbeiten möglicherweise bezahlt werden sollen, aber auch darüber, wie es neuen Autoren mit Hierarchien und Feedback geht. Till Köppel war im Linzer Wissensturm dabei. | 04:47 |
| 05.10 | Das Third-Thumb-Project Menschen nützen vielerlei Prothesen: Sie tragen sie als Brillen auf der Nase, wenn sie schlecht sehen, sie ersetzen damit kaputte Kniegelenke oder sogar ein ganzes Bein. Was aber, wenn wir nicht Körperteile ersetzen, sondern unseren Körper mit zusätzlichen Körperteilen erweitern? Ob unser Gehirn da überhaupt mitkommt, untersucht das "Third-Thumb-Project" . Bei diesem Experiment an der Universität Cambridge bekommen Menschen einen mechanischen dritten Daumen an eine Hand geschnallt. Irmi Wutscher hat sich das Projekt angesehen und mit der Designerin des dritten Daumens, Dani Clode, gesprochen. | 04:51 |
| 09.10 | UnGANable verhindert die Manipulation von Gesichtern durch KIs Das Internet kennt eine Reihe von Fallstricken. Zu den großen Bedrohungen gehören momentan Deepfakes. Das bedeutet: Jemand kann ein Porträt von uns aus dem Netz hernehmen, und eine Deepfake-Software erstellt eine realistisch aussehende Kopie von uns. Die kann uns dann beispielsweise in kompromittierenden Situationen darstellen, die, obwohl nie passiert, echt wirken. Politikerreden lassen sich damit ebenso fälschen wie Prominente plötzlich in Pornos zeigen. Forscher des Helmholtz Center for Information Security CISPA in Deutschland haben jetzt eine technische Lösung entwickelt, wie man Gesichter im Netz vor dieser Art der Manipulation schützen kann. Mehr von Ulla Ebner. Wahlkabine.at stellt Betrieb ein War man sich bei Wahlen in den letzten Jahren unsicher, zu welcher Partei die eigene Meinung am besten passt, konnte man wahlkabine.at nutzen. Die war eine Art Politik-Tinder für Unentschlossene. Nachdem die Wahlkabine seit 2002 rund 30 Wahlgänge auf Bundes- und Landesebene begleitet hat, muss das Portal nun seinen Betrieb einstellen. Wie die Organisatoren Felix Stalder und Konrad Becker mitteilen, fehlt schlicht und einfach das Geld. Im Nationalrats-Wahljahr 2019 hatte fast eine Million Menschen wahlkabine.at genutzt. | 04:54 |
| 10.10 | Verbotene Glücksspielmechanik in FIFA 23 Vor wenigen Tagen ist das Computerspiel EA Football Club 24 erschienen. Die Vorgängerversion der Fußballsimulation, Fifa 23, wurde in Europa über 10 Millionen Mal verkauft. In diesem Spiel geht es aber nicht nur um Geschicklichkeit. Es enthält auch Glücksspielmechaniken. Und die sind illegal, wie ein österreichisches Gericht mittlerweile in zweiter Instanz erkannt hat. Was unter anderem zu Schadenersatzzahlungen der Hersteller führt. Rafael Gindl mit den Hintergründen. Google Fonts-Abmahnschreiben unrechtmäßig Vor rund einem Jahr hat ein Wiener Anwalt 30.000 Abmahnschreiben versandt, in denen er für eine Mandantin Schadenersatz wegen der Verwendung von Google Schriften auf Webseiten einforderte. Seiner Meinung nach hätten die Webseitenbetreiber das Datenschutzgesetzt verletzt. Wie das Bezirksgericht Favoriten entschied, waren die Abmahnungen unrechtmäßig. Ein Vorarlberger Unternehmer hatte dagegen geklagt. Die Mandantin des Anwalts hatte ein Programm genutzt, um tausende Webseiten auf die Verwendung der sogenannten Google Fonts abzusuchen. Kartellamt warnt vor KI-Konzentration Das deutsche Bundeskartellamt warnt jetzt, dass Künstliche Intelligenz die Dominanz der großen Tech-Konzerne noch verstärken könnte. KI braucht riesige Daten- und Servermengen. Über beide verfügen die großen Player in der KI-Szene wie Google, Meta, Alibaba oder Microsoft. | 04:53 |
| 11.10 | EU schreibt USB C als Standard vor Die zahlreichen unterschiedlichen Ladekabel für Handys und anderes Gerät sind eine Pein. Ab dem nächsten Jahr könnte es mit dem Kabelsalat besser werden. Denn dann werden aufgrund einer EU-Entscheidung Smartphones und Handys nur mehr mit einem USB C-Kabel ausgeliefert - das ist das Kabel mit der elliptischen Anschlussbuchse. Profitieren werden von dieser Vereinheitlichung die Umwelt sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Was USB C auszeichnet, berichten Daniel Kruppa und Ulla Ebner. USA: Jede Menge TikTok-Klagen TikTok ist derzeit von vielen Seiten in Bedrängnis: Gestern hat der US-Bundesstaat Utah die Plattform verklagt, weil TikTok Kinder absichtlich so lange in der App halte, dass sie gesundheitliche Schäden davontrügen. Indiana hat bereits im Dezember eine ähnliche Anklage erhoben, und in Montana wird morgen verhandelt, ob der Bundesstaat TikTok ganz verbieten darf. | 04:53 |
| 12.10 | Zu viel Bildschirmzeit bei Kindern kann Entwicklung schaden Kinder unter drei Jahren gehören nicht vor einen Bildschirm. Kinder zwischen drei und sechs sollten maximal 30 Minuten mit dem Smartphone oder Tablet verbringen und Sechs- bis Neunjährige höchstens eine dreiviertel Stunde pro Tag. Das empfiehlt zumindest die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin in einem neuen Ratgeber, in dem sie Forschungsergebnisse zusammengefasst hat. Wie lange Kinder vor den Bildschirm dürfen, ist wohl bei allen Familien Thema, berichtet Julia Gindl. | 04:51 |
| 16.10 | Zahlreiche Nutzer verlassen Elon Musks Plattform X "X-Odus" ist ein Wortspiel, das derzeit die Social Media-Plattform X - vormals Twitter - begleitet. Denn immer mehr Nutzer und Nutzerinnen verlassen die Plattform. Seit Elon Musk Twitter gekauft hat, entwickelt es sich zunehmend zur Desinformationsschleuder und zum "Schmuddeleck" für Hassreden. Als Alternative ist seit kurzem "Bluesky" im Gespräch. Das ist die neue Plattform von Twitter-Gründer Jack Dorsey. Noch braucht man dort eine Einladung, um einen Account zu eröffnen. Sarah Kriesche hat sich bereits auf Bluesky umgesehen. | 04:54 |
| 17.10 | Propagandavideos und Falschinfos über Israel auf Musks Ex-Twitter Angriffe wie jener auf Israel führen auch in Sozialen Netzwerken zu Ausnahmesituationen. Jahrelang waren solche Geschehen quasi in Echtzeit bei Twitter verfolgbar. Seit Tagen werden auf X - ehemals Twitter - viele Propagandavideos und Falschinformationen geteilt. Seit der Übernahme von Elon Musk werden die Fake Infos immer noch mehr, berichtet aus San Francisco Nils Dampz. Fakeschleuder X Auch andere Plattformen kämpfen mit Falschinfos Generell haben Falschinformationen seit Ausbruch der Kämpfe auch auf TikTok und den Meta-Diensten Facebook und Instagram stark zugenommen, wie Forscher berichten. Meta hat nach eigenen Angaben einen Krisenstab eingerichtet, der rund um die Uhr Beiträge auf der Plattform überwacht. Allein zwischen dem 7. und dem 10. Oktober sollen mehr als 795.000 Beiträge durch Meta gelöscht worden sein. Das digitale Amt boomt in Österreich Digitale Amtswege sind bei den Österreicherinnen und Österreichern sehr beliebt. Das zeigt der eGovernment-Monitor. Demnach nutzen 70% der Befragten das Portal oesterreich.gv.at, die erste Anlaufstelle, wenn man zum Beispiel den Hauptwohnsitz ummelden möchte. Zum Vergleich: In der Schweiz waren es im Vorjahr 60 Prozent und in Deutschland 56 Prozent, die derartige Angebote in Anspruch nehmen. | 04:53 |
| 18.10 | Drei deutsche Radiosender setzen auf KI und computergenerierte Stimmen Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt - auch unsere, im Radio. Letzte Woche wurde bekannt, das Künstliche Intelligenz in Zukunft auch im ORF Radionachrichten und Social-Media-Postings erstellen soll. Momentan befindet sich das Ganze noch in einer ORF-internen Test- und Pilotphase. Um einiges weiter sind da schon drei deutsche Radiosender, die bereits komplett auf KI und ChatGPT umgestellt haben. Im März ist mit "The Rock - Radio Helgoland" der erste KI-generierte Radiosender der Welt gestartet. Im Juli folgte "Absolut Radio AI" der Antenne Deutschland und wenige Wochen darauf veröffentlichte der deutsche Privatradiosender BigFM den Kanal "BigGPT" - der von synthetischen Stimmen moderiert wird. Daniela Derntl hat für uns reingehört. | 04:53 |
| 19.10 | Im Zeitalter der schlechten Internet-Entschuldigungen Kein Tag vergeht auf Social Media, ohne dass sich irgendjemand für irgendetwas entschuldigen muss. Und viele dieser Entschuldigungen schauen da ähnlich aus: "Leute, ich muss jetzt mal was ansprechen…", sagt da eine Youtuberin mit tränenerstickter Stimme in die Kamera. Oder wir lesen Statements von Politikern, denen es leid tut, dass sie falsch verstanden wurden oder sich jemand wegen ihrer Aussagen verletzt fühle. Tatsächlich Reue nimmt man dabei aber weder dem Politiker, noch der YouTuberin ab. Die typischen Genres solcher öffentlichen Entschuldigungen und wie entschuldigen besser gelingen könnte, das dokumentiert die Webseite "Sorrywatch". Irmi Wutscher hat mit einer der Betreiberinnen gesprochen. | 04:53 |
| 23.10 | Die neue digitale Identität passt sich EU-Standards an Jetzt ist es offiziell fix: Die bisherige Handysignatur wird abgeschafft. Abgelöst wird das System ab 5. Dezember von der ID Austria. Dies sei notwendig, um die österreichische digitale Identität an neue europäische Sicherheitsstandards anzupassen, sagt Digitalisierungs-Staatssekretär Florian Tursky (ÖVP) und er verspricht, dass der Umstieg von Handysignatur zur ID-Austria möglichst einfach und niederschwellig funktionieren soll. Die neue ID-Austria wird auch mehr können als die bisherige Handysignatur, was genau, das berichtet Rafael Gindl. *Betrugsmasche "Spenden für Israel"* Die Informationsplattform "Watchlist Internet" warnt derzeit vor betrügerischen Spendenseiten, die vorgeben, Geld für Israel zu sammeln. Bereits wenige Tage nach dem Anschlag der Hamas in Israel tauchten solche Fake-Seiten auf. Sie werden vor allem über Social Media und E-Mail beworben. "Watchlist Internet" rät dazu, besser nur an Organisationen zu spenden, die man bereits gut kennt. | 04:54 |
| 24.10 | Europas größte Makerfaire in Rom Die Maker-Szene, also die Gemeinschaft von Bastlern und Do-it-Yourself-Enthusiasten, hat sich in den letzten Jahren sehr gewandelt. Das zeigt auch die Makerfaire Rom, Europas größtes Festival für die Community. Dominierten vor einem Jahrzehnt noch 3D-Drucker und Mikrocomputer wie Arduino die Szene, zeigen sich jetzt zunehmend junge Entrepreneure, Start-Ups mit Nachhaltigkeitsideen oder beeindruckend kreative Schüler:innen auf der Makerfaire. Franz Zeller präsentiert 3 Projekte, die in Rom am Wochenende ausgestellt wurden: ein Früherkennungssystem für Parkinson und eine Datenbrille für Sehbehinderte, jeweils von Teenagern entwickelt, sowie Kaffeesatz als nachhaltiger Brennstoff. | 04:54 |
| 25.10 | Warum das US-Justizministerium dem Tech-Riesen den Prozess macht Seit Mitte September steht Google in den USA vor Gericht. Google bzw. seinem Mutterunternehmen Alphabet wird vorgeworfen, ein Monopol in Sachen Internetsuche errichtet und damit gegen das US-Kartellrecht verstoßen zu haben. Irmi Wutscher hat sich eingelesen in diesen fast schon historischen Prozess - es ist nämlich das erste Mal seit über 20 Jahren, dass die USA das Kartellrecht wieder gegen eine Tech-Firma aus der Lade ziehen. Deshalb bezeichnen manche dieses Verfahren schon als "Klage des Jahrzehnts", da es über die Zukunft des Internet entscheiden könnte. | 04:53 |
| 30.10 | Partizipatives Design schafft bessere Geräte und anwenderfreundlichere Software Wer hat sich noch nie über die Funktionsweise seines Smartphones, über Videokonferenz-Tools oder sonstige Computerprogramme geärgert? Wir alle wissen aus leidvoller Erfahrung, dass Technologie nicht immer intuitiv und benutzerfreundlich gestaltet ist. Das liege daran, dass Nutzer und Nutzerinnen bei der Entwicklung technischer Tools kaum eingebunden werden, sagt die dänische Computerwissenschaftlerin Susanne Bodker. Sie beschäftigt sich seit rund vier Jahrzehnten mit partizipativem Technologiedesign und war vor kurzem auf Einladung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien. Wie notwendig es ist, Technologien zusammen mit ihren Benutzerinnen zu gestalten, darüber hat Ulla Ebner mit Susanne Bodker gesprochen. AI-Regulierung auch in USA Die USA wollen KI-Firmen in Zukunft zu Tests ihrer Programme verpflichten und sich nicht mehr auf die freiwillige Selbstkontrolle von Unternehmen wie Open AI verlassen. Das soll insbesondere der Fall sein, wenn die Programme Risiken für die nationale Sicherheit sowie die öffentliche Gesundheit und Sicherheit darstellen. | 04:54 |
| 31.10 | Wenn Maschinen spuken Heute ist Halloween - und weil dieser Tag auch hierzulande vor allem unter Kindern und Jugendlichen immer beliebter wird, könnte es sein, dass uns abends ein Gespenst oder ein Skelett begegnet. Denn laut Volksglauben ist heute Nacht die Grenze zwischen dem Diesseits und dem Jenseits besonders dünn, was auch Geister zum Grenzübertritt nutzen. Auch rund um die technischen Geräte, mit denen wir täglich zu tun haben, gibt es alle möglichen Spukgeschichten und eine Menge Aberglauben. Irmi Wutscher aus der Digital-Leben-Redaktion hat dazu mit der Künstlerin Dasha Ilina gesprochen. Gratis-Webinar: digitaler Nachlass, digitale Identität Wie sollen wir mit unserem digitalen Nachlass umgehen? Diese und andere Fragen beantwortet heute Abend (31.10.2023) ein [https://www.watchlist-internet.at/news/webinar-meine-digitale-identitaet-von-der-handysignatur-bis-zum-digitalen-nachlass/|kostenloses Webinar von Watchlist Internet.] Es informiert die Teilnehmenden auch über die Handysignatur bzw. ID-Austria und unsere digitale Identität. Das Webinar beginnt um 18.30 Uhr, ist wie erwähnt gratis, und dauert bis 20.00 Uhr. |
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| 02.11 | Über Machtgefälle und sexuelle Belästigung Mit ein paar wenigen Klicks kann man über Plattformen wie betreut.at oder haushaltshilfe24.at Putzkräfte für die eigene Wohnung buchen. Klingt praktisch, ist es für die Kundinnen und Kunden auch: Via Plattform kann man sich die billigste Reinigungskraft oder jene mit den besten Bewertungen aussuchen. Der Nachteil solcher Plattformen: Sie führen oft zu einem Machtgefälle zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern, also den Putzkräften, und das wiederum zu teilweise problematischen Arbeitsbedingungen. Eine Frau, die seit vielen Jahren als Reinigungskraft tätig ist, hat Julia Gindl von ihren Erfahrungen erzählt. | 04:54 |
| 06.11 | Wie Tablets und Co bei Lernbesonderheiten unterstützen Manche verdrehen Buchstaben, andere vertauschen Zahlen: Jedes zehnte Schulkind in Österreich hat mit Lernbesonderheiten wie einer Lese-, Rechen- oder Schreibschwäche zu kämpfen. Das ist auch für den Schulalltag eine große Herausforderung, wenn eine einzelne Lehrkraft 25 Schülerinnen und Schüler unterrichten muss. Digitale Hilfsmittel bieten neue, kreative Möglichkeiten, um betroffene Kinder in der Regelschule zu unterstützen. Wie das praktisch aussieht, hat Nora Scheffler erfragt. TikTok und Russland: Desinformation Mehr Einsatz im Kampf gegen Falschnachrichten und Hetze: Das fordert die EU-Kommission von der Kurzvideo-Plattform TikTok. Derzeit prüft die Kommission, ob TikTok überhaupt die Anforderungen des neuen Digital Services Act erfüllt. Unter anderem soll der Eigentümer Bytedance einen Fragenkatalog beantworten und Auskunft geben, welche Vorkehrungen TikTok zum Schutz von Minderjährigen unternimmt. Eine Menge von Falschinformationen aus Russland befürchtet die Kommission auch im Vorfeld der EU-Wahlen im Juni 2024. Moskau nutze sein Netz an Spionen, seine Staatsmedien und Onlinenetzwerke, um sich in Wahlen in zahlreichen Ländern einzumischen, hieß es auch in einem Mitte Oktober veröffentlichten Bericht der US-Geheimdienste. Vor allem gehe es Russland darum, das Vertrauen in die Demokratie und die Rechtmäßigkeit von Wahlen zu schwächen. | 04:52 |
| 07.11 | Wie eine KI einem renommierten Oxford-Professor beinahe den Urlaub vermasselt hätte Künstliche Intelligenz ist nicht unfehlbar, betont der renommierte KI-Forscher Georg Gottlob von der Universität Oxford. Das hat er sogar schon am eigenen Leib erfahren, denn eine KI hatte ihn - zu seiner großen Verwunderung - als nicht kreditwürdig eingestuft. Um zu verstehen, warum selbstlernende Systeme immer wieder Fehler machen, müsse man sich mehr damit auseinandersetzen, wie sie eigentlich ticken. Auf Einladung der Österreichischen Computer Gesellschaft (OCG) hielt Gottlob kürzlich einen Vortrag im Rahmen der "Zemanek Lectures" zum Thema "Künstliche Ignoranz". Ulla Ebner hat mit ihm darüber gesprochen. | 04:53 |
| 08.11 | Über die Schwierigkeit, aktuelle Karten für Krisenregionen zu erstellen Ländergrenzen sind ebenso wenig dauerhaft wie der Verlauf von Flüssen oder der Ort von Flüchtlingslagern. Deshalb sind vor allem die Landkarten entlegener Weltgegenden oft nicht aktuell. Leslie Jessen von "Ärzte ohne Grenzen" hält mit ihrer Arbeit dagegen. Sie nutzt Satellitenbilder aus den unterschiedlichsten Quellen, um Karten zu aktualisieren und damit wieder Strategien zu entwickeln, um in Krisengebieten zu helfen. Mehr über ihre Arbeit hat sie Rafael Gindl erzählt. Missing Maps Ein Projekt, in dem jeder zum humanitären Kartografen werden kann. Unter [https://www.missingmaps.org/|www.missingmaps.org] können Freiwillige Satellitenbilder auswerten und Siedlungen, Flüsse oder Verkehrswege in Karten eintragen. Neben Ärzte ohne Grenzen sind auch Open Street Map oder das amerikanische und britische Rote Kreuz daran beteiligt. Missing Maps möchte gefährdete Gebiete schon kartieren, bevor ein Unglück passiert oder die Region in eine Krise schlittert, denn die gefährdetsten Gebiete sind gleichzeitig auch oft die ärmsten, so ein Sprecher von Missing Maps. | 04:53 |
| 09.11 | Wie Italien Schnellfahrern zu Leibe rückt In Tempo 30 Zonen sind 70% der Autofahrer schneller unterwegs als vorgeschrieben. Das hat erst diese Woche das Kuratorium für Verkehrssicherheit dokumentiert. Rasen gilt in Österreich wie auch in Italien für viele noch als Kavaliersdelikt. Ein neues Radargerät namens "Trucam" rückt Schnellfahrern jetzt mit besonderen Mitteln auf den Leib: Sie kann nämlich extrem weit sehen und blitzen, berichtet aus Italien Thomas Migge. Makerfaire Salzburg Ausprobieren und Selbermachen: Das ist das Konzept der sogenannten Makerfaires. Am Samstag wird so eine Makerfaire auch in[https://www.makerdays.at/maker-faire-2023/| Salzburg in der TriBühne Lehen] stattfinden. Die Koordinatorin Julia Eder freut sich besonders, dass sich traditionelles Handwerk und neue Technologien mischen werden. Auch Upcycling, also aus gebrauchtem Material nützliche Dinge zu bauen, ist ein Thema auf der Makerfaire Salzburg. Insgesamt präsentiert die Veranstaltung 120 Projekte und kreative Köpfe samt jeder Menge Mitmach-Möglichkeiten. | 04:54 |
| 13.11 | Wie Serverfarmen nachhaltiger werden könnten Die digitale Welt braucht nicht nur viel Hirnschmalz, sie braucht auch viel Strom: ChatGPT, Netflix und Google Drive funktionieren nur, weil in einem Rechenzentrum irgendwo in den USA, China oder Österreich die Server heiß laufen - und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Vor allem die Kühlanlagen in den Serverfarmen benötigen viel Energie. Alle Rechenzentren in der EU zusammen genommen, verbrauchen mehr Strom als ganz Österreich, sagt unser Umweltbundesamt. Und der Trend geht weiter nach oben. Wie man den Ressourcenhunger der Rechenzentren ändern könnte, darüber hat Siri Malmborg mit Ralph Hintemann vom Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit in Berlin gesprochen. Umweltsatellit überwacht CO2-Emissionen einzelner Firmen Ein hochinteressanter Umweltsatellit wurde am 11. November von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien in den Orbit geschossen. "Vanguard", so sein Name, kann den CO2-Ausstoß einzelner Unternehmen überwachen. Er gehört der privaten Firma GHGSat. Schon seit 2016 überwacht sie den Methanausstoß, der weitaus höher ist, als in den meisten Modellen angenommen. Ähnlich höher dürften auch die Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid liegen. GHGSat verkauft seine Daten an Unternehmen, die ihre Emissionen reduzieren wollen. | 04:54 |
| 14.11 | Wie Künstliche Intelligenz Musik in Spielen personalisiert Systeme mit künstlicher Intelligenz können nicht nur Texte erstellen, sie können auch komponieren. Zahlreiche Unternehmen generieren mit Hilfe von KI Soundtracks für Filme, Serien oder aber Videospiele. Besonders die Spielebranche hat sich als Experimentierfeld für KI-Musik etabliert. Denn immerhin 3,2 Milliarden Menschen spielen regelmäßig Computergames. Die Musik spielt dabei eine wesentliche Rolle. Sie untermalt nicht nur die Geschichte, sie versucht auch die emotionale Bindung an das Game zu verstärken. Wie KI den Umgang mit Musik in Computerspielen umkrempeln könnte, berichtet Sarah Kriesche. | 04:54 |
| 15.11 | Rehabilitation mit Roboterhilfe Wer nach einem Unfall oder einem Schlaganfall auf den Rollstuhl angewiesen ist, sollte trotzdem weiter versuchen, seine Muskeln zu beanspruchen oder die gelähmten Körperteile zu bewegen. Bisher passiert das ganz klassisch in einer Reha und danach mittels Physiotherapie. Mittlerweile gibt es neue Therapieformen, die sich auf Robotik und Künstliche Intelligenz stützen. In Wien wurde gerade ein Therapiezentrum eröffnet, in dem Rollstuhlfahrende mit Geräten wie etwa einem Exoskelett - einer robotischen Stütze - stehen und gehen können. Irmi Wutscher hat sich die neue Therapie angesehen. | 04:53 |
| 16.11 | Wie die Kommission Kinder im Netz vor Übergriffen schützen möchte Cybergrooming ist ein wachsendes Online-Problem. Das bedeutet, dass Kinder und Jugendliche im Netz von unbekannten Erwachsenen überredet werden, Nacktbilder oder Ähnliches von sich zu schicken. Die EU-Kommission hat gegen Cybergrooming und sexualisierte Darstellungen von Kindern und Jugendlichen im Netz überhaupt einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der allerdings einige grundrechtlich bedenkliche Maßnahmen vorsieht. Irmi Wutscher hat darüber mit Sebastian Meineck von Netzpolitik.org gesprochen. | 04:53 |
| 20.11 | Das Phänomen "Videoconference Fatigue" Ob für berufliche Meetings oder universitäre Vorlesungen, Bildschirme wurden insbesondere während der Corona-Pandemie unsere Hauptfenster zur Welt. Videokonferenzen sind zwar recht praktisch, aber auch sehr anstrengend. Dieses Phänomen, wenn Online-Meetings ermüden, nennt man "Zoom Fatigue" oder "Videoconference Fatigue". Ein Forschungsteam der FH Oberösterreich und der TU Graz konnte nun anhand von Gehirn- und Herz-Daten belegen, dass Videokonferenzen zu stärkerer Erschöpfung führen als Präsenzveranstaltungen, wie Hannah Balber berichtet. | 04:53 |
| 21.11 | Viel Nachfrage nach Online-Rat zur Gesundheit Gesundheitstipps bei Erkältungen, Wissen über Kinderkrankheiten oder Aufklärung über Endometriose - auf Sozialen Medien findet man immer mehr medizinisches Wissen. Immer mehr Ärztinnen, Medizinstudenten und Pflegekräfte, klären als Medfluencer - als Medizin-Influencer - auf YouTube, TikTok und Instagram auf. Die Medizinerinnen erreichen damit ein Millionenpublikum und das macht sie auch für Werbe-Kooperationen interessant. Hannah Balber hat mit zwei Medfluencerinnen aus Wien gesprochen. | 04:49 |
| 22.11 | Nicht nur Datenschützer kritisieren Spionageprogramm fürs Handy Seit 2016 wird in Österreich über den Staatstrojaner diskutiert. Das ist ein Programm, das aus der Ferne auf dem Handy eines Verdächtigen installiert wird und seine Kommunikation überwachen soll. In letzter Zeit kocht die Diskussion über das Spionageprogramm wieder hoch. Am Montag haben sich bei einer Pressekonferenz von epicenter.works Menschen aus unterschiedlichen Berufsgruppen dagegen ausgesprochen. Franz Zeller berichtet. Baustelle Data Governance Act Experten fordern Regierung zu rascher Umsetzung auf Österreich muss den Data Governance Act rasch umsetzen, mahnen jetzt Experten: Laut EU-Verordnung sollen öffentlichen Stellen künftig etwa Daten mit der Forschung teilen können. "Es müssen jetzt rasch Strukturen geschaffen werden, damit Daten aus unterschiedlichen Bereichen für evidenzbasierte Entscheidungen zugänglich sind - und das DSGVO-konform," appelliert Anton Grafschopf vom Rat für Forschung, Wissenschaft, Innovation und Technologieentwicklung. | 04:52 |
| 23.11 | Digital.Leben / Zeller | 04:52 |
| 27.11 | Wiki Loves Broadcast Öffentlich-rechtliche Inhalte in der Wikipedia Die deutschsprachige Wikipedia versucht sich immer wieder ein wenig neu zu erfinden. Eines ihrer jüngsten Projekte nennt sich "Wiki Loves Broadcast". Unter diesem Titel sucht die Wikipedia die Zusammenarbeit mit öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Die Idee ist, dass die Sendeanstalten der Online-Enzyklopädie Bild- und Videocontent lizenzfrei zur Verfügung stellen, was nicht in jedem Fall ganz einfach ist. Till Koeppel hat darüber mit einem der Projektentwickler gesprochen. Gratis-Webinar: Schutz im Internet Wie man Betrugsfallen im Internet erkennt, das ist eines der Themen beim kostenlosen [https://www.saferinternet.at/news-detail/sicher-im-netz-nutzen-sie-unsere-kostenlose-webinar-reihe|Webinar "Schutz im Internet"] von Saferinternet.at und Arbeiterkammer Oberösterreich. Die Vortragenden informieren auch über die sichere Nutzung von Tablet, Handy und Co. sowie über Möglichkeiten, sich vor Identitätsdiebstahl zu schützen. Für Eltern gibt es Tipps, wie sie ihre Kinder bei den ersten Schritten in der digitalen Welt unterstützen können. Das Gratis-Webinar findet jeweils Montagabend von 18.30 - 20.00 Uhr online und interaktiv via Zoom statt. | 04:54 |
| 28.11 | Wie TikTok Depressionen verstärkt Amnesty International zeigt, dass die Plattform psychische Probleme verschlimmert Die Social Media Plattform TikTok kann bei jungen Userinnen und Usern psychische Probleme fördern und sogar verschlimmern. Das hat Amnesty International herausgefunden. Die Menschenrechtsorganisation kritisiert das Geschäftsmodell von Tiktok, das vor allem Jugendliche schnell süchtig machen soll. Unter Hashtags wie #sadtok oder #paintok werden hochsensible Themen wie Selbstverletzung und Suizid romantisiert. Nora Schäffler hat die Amnesty-International-Österreich-Geschäftsführerin Shoura Zehetner-Hashemi und Betroffene gefragt, was die beliebte Social Media App so gefährlich macht. | 04:53 |
| 29.11 | Über die Gefährdung der Demokratie durch Technologie Online-Symposium des JKU-Kulturinstituts "Demokratie, das unbekannte Wesen": So lautet der Titel eines digitalen Symposiums des Kulturinstituts der Johannes Kepler Universität in Linz. Das Team um seinen Vorsitzenden Gerhard Fröhlich will damit unter anderem zeigen, dass Demokratie nicht so selbstverständlich ist, wie wir das gerne glauben, und dass Künstliche Intelligenz oder Social Media eine Herausforderung sind für unser demokratisches Zusammenleben. Die einzelnen Vorträge kann man sich [http://www.kulturinstitut.jku.at/symposion2023.html|dauerhaft im Netz] anhören. Ulla Ebner hat genau das getan und das Thema Desinformation herausgegriffen. Buch: "Die Praxis des digitalen Humanismus" Beim Entwickeln von neuen Technologien müssen wir Menschen im Mittelpunkt stehen und die Technologien so gestalten, dass sie unsere Werte und Bedürfnisse und die Demokratie unterstützen. Das ist die Kernidee hinter dem Schlagwort Digitaler Humanismus. Schon 2019 haben Wissenschaftler mit der TU Wien das "Wiener Manifest für digitalen Humanismus" formuliert. Mit dem Buch "Die Praxis des digitalen Humanismus", das Montagabend im ORF-Zentrum präsentiert wurde, wollen Forscherinnen und Vertreter der Wirtschaft den digitalen Humanismus in Österreich stärker verankern. Julia Gindl berichtet. | 04:53 |
| 30.11 | Österreichs Wissen über Cyber-Sicherheit hat sich verbessert Das "Digital Skills Barometer 2023" und wie sehr die GenZ ihre digitale Kompetenz überschätzt Wie gut kennen sich die Österreicherinnen und Österreicher im Digitalbereich eigentlich aus? Das erforscht die Plattform fit4internet. Vor einem Jahr präsentierte sie das erste österreichische "Digital Skills Barometer", jetzt wurde die Studie erneut durchgeführt. Und siehe da: Innerhalb nur eines Jahres hat sich tatsächlich einiges getan, wie Ulla Ebner berichtet. | 04:53 |
| 04.12 | Die Algorithmen hinter der Plattformarbeit Zumindest auf den Straßen Wiens sieht man sie täglich: die Radler und Mopedfahrer, die bei jedem Wetter mit ihren riesigen rosa oder orangen Rucksäcken Essen ausliefern. Sie bringen Sushi, Indische Currys, Burger oder Pizza - alles, was wir über Online-Plattformen nachhause bestellen. Ihre Aufträge bekommen die Zusteller über die Apps der jeweiligen Plattform - und das birgt einige Probleme, weil sie die Radler automatisch bewerten, wie Julia Gindl berichtet. | 04:51 |
| 05.12 | Grazer Informatiker erforscht die Intelligenz dieser Meerestiere Oktopusse sind unglaublich geschickt. Sie können etwa Marmeladegläser aufschrauben. Auch ihr raffiniertes Nervensystem deutet - abgesehen von ihrem Verhalten - darauf hin, dass sie sehr intelligent sind. Der Grazer Informatikprofessor Wolfgang Slany will diese Hypothese mit Fakten unterlegen - auch, um das Verständnis für Oktopusse zu erhöhen und ihnen mehr Schutz zukommen zu lassen. In einem Meeresforschungsprojekt in Kroatien dürfen die Kraken unter anderem Video spielen. Sylvia Andrews hat den Grazer Informatiker zu Hause besucht und dabei auch dessen Oktopusmädchen Heidi kennengelernt. | 04:52 |
| 06.12 | Die US-Cyborg-Anthropologin Amber Case analysiert, wie uns Technologie verändert Prothesen, die mit Gedanken gesteuert werden, oder Computerchips in unserem Gehirn: Ab wann wird der Mensch eigentlich zu einem "Cyborg", einem Mischwesen aus Mensch und Maschine? Das seien wir doch schon längst alle, betont die US-amerikanische Cyborg-Anthropologin Amber Case. Denn wir verlassen uns auf unsere externen Smartphone-Gehirne, haben eine zweite digitale Identität und haben durch die Nutzung von Technologie ganz neue Fähigkeiten erlernt. Amber Case sprach kürzlich auf einer Cyborg-Konferenz in Wien, die von der österreichischen Akademie der Wissenschaften (OEAW) und dem Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) veranstaltet wurde. Ulla Ebner hat mit ihr gesprochen. Ruppiger Umstieg auf ID Austria Mit gestern, dem 5. Dezember, hat die ID Austria die Handysignatur ersetzt. Die Umstellung verläuft allerdings nicht ganz glatt, weil die Systeme überlastet waren, wie es aus dem Bundesrechenzentrum BRZ heißt. Auch bei der [https://www.oesterreich.gv.at/id-austria/haeufige-fragen/hilfe-und-kontakt.html|ID-Austria-Service-Hotline] kommt es laut Kommentaren in sozialen Medien und bestätigt vom Bundesrechenzentrum derzeit zu längeren Wartezeiten, obwohl die Kapazitäten ausgebaut wurden. Dafür wurden die [https://www.oesterreich.gv.at/id-austria/haeufige-fragen.html|Hilfetexte auf oesterreich.gv.at] ausgebaut. | 04:52 |
| 07.12 | Was hinter den Gerüchten einer openAI-Super-Intelligenz steckt Ende November ist ChatGPT ein Jahr alt geworden. Und während in Brüssel gerade noch am Abschluss des AI Act gebastelt wird, einer Regulierung für Künstliche Intelligenz, hat das Sprachmodell die Bildung und viele andere Bereiche ordentlich durcheinander gerüttelt. Auch in der Firma hinter ChatGPT, openAI, ist es in den letzten Wochen rundgegangen. Zuerst wurde der CEO Sam Altman überraschend gefeuert und wenige Tage später wieder eingestellt. Kurz zuvor tauchten Gerüchte über eine neue Anwendung namens Q* auf, die angeblich Richtung Superintelligenz gehen soll. Irmi Wutscher hat sich angesehen, was hinter den Berichten über die Super-KI steckt. | 04:51 |
| 11.12 | Wenn Mensch und Automat sich die Verantwortung teilen Wie können Maschinen menschliches Handeln verstehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Londoner Start-Up Humanising Autonomy. Wenn man etwa Software für autonome Autos entwirft, muss man auch klären, wie Mensch und Maschine sich die Verantwortung für den Fahrbetrieb aufteilen. Till Köppel hat mit Maya Pindeus von Humanising Autonomy darüber gesprochen, wieviel Kontrolle wir an Automaten, besonders Roboterautos, abgeben sollen. | 04:52 |
| 12.12 | Studie zeigt, woran es bei virtuellen Meetings hapertVideokonferenzen sind praktisch, aber nicht ganz so einfach, wie man sich das vielleicht vorstellt. Oft fällt es schwer, aufmerksam und produktiv zu bleiben, wenn man das Team nur am Bildschirm sieht und jede Menge Chancen auf Ablenkung hat. Ein Forschungsprojekt der Uni Wien mit Unterstützung der Arbeiterkammer hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, herauszufinden, woran die virtuelle Zusammenarbeit scheitert. Daniel Kruppa hat eine der Studienleiterinnen gefragt, an welchen Schrauben man drehen kann, damit zum Beispiel alle aufmerksam bleiben. Europäische KI Wenn man von Künstlicher Intelligenz spricht, denken die meisten sofort an ChatGPT, die Entwicklung der amerikanischen Firma OpenAI. Es gibt aber auch europäische Modelle. Eines der erfolgreichsten derzeit ist das französische Mistral. In der jüngsten Finanzierungsrunde hat Mistral 385 Millionen Euro eingesammelt. Seine KI soll im Jahr 2024 auf den Markt kommen und Sprachmodellen wie ChatGPT und Googles "Bard" Konkurrenz machen. | 04:53 |
| 13.12 | Aus Materialien wie Algen und Bienenwachs Elektronik besteht meist aus Materialien, die wir extra entsorgen müssen und die dann aufwändig recycelt werden. Es geht aber auch anders. Einige wenige Forschungsgruppen arbeiten an "essbarer" Elektronik: Sie ist zwar nicht vorrangig zum Essen gedacht, wird aber aus Lebensmitteln hergestellt. Franz Zeller hat bei der Makerfaire in Rom eine Forscherin getroffen, die an einem essbaren Akku mitgearbeitet hat. Googles Playstore laut Jury "illegales Monopol" Soeben hat eine US-Jury in einem Kartellverfahren entschieden, dass Googles Playstore ein illegales Monopol darstellt. Denn Google schneidet bei allen Transaktionen in diesem Playstore mit - und zwar bis zu 30 Prozent. Außerdem muss der Abrechnungsdienst von Google benutzt werden. Geklagt hatte der Games Hersteller Epic, der unter anderem das Spiel Fortnite vertreibt. Was das Urteil bedeutet, also welche Gegenmaßnahmen es geben wird, darüber wird das Gericht nächstes Jahr entscheiden. Das Urteil könnte die gesamte Appstore Wirtschaft auf den Kopf stellen, die derzeit von Google und Apple dominiert wird. Google hat angekündigt, gegen das Urteil Berufung einlegen zu wollen. Apple hatte noch vor zwei Jahren gegen Epic Games in einem ähnlichen Gerichtsprozess gewonnen. | 04:45 |
| 14.12 | In Wien startet die 25. Ausgabe der Robotexotica Heute Abend sprudeln in Wien die Cocktailroboter. Um 19.00 Uhr startet in der Kunsttankstelle Ottakring nämlich die 25. Ausgabe der [http://roboexotica.at/|Roboexotica]. Auch wenn der Trink-Genuss durchaus ein Teil des Festivals für Cocktailrobotik ist, geht es dort nicht nur um robotische Bartender oder phantasievolle Ausschenkmaschinen. Das hat Franz Zeller im Gespräch mit dem Miterfinder Johannes Grenzfurthner von der Künstlergruppe monochrom und zwei Cocktail-Robotikern erfahren. | 04:53 |
| 15.12 | Über Googles Dominanz auf unseren Handys Wer kein iPhone hat, kommt um Google auf dem Smartphone kaum herum. Die meisten Android-Handys werden nämlich mit vorinstallierter Software von Google ausgeliefert, etwa mit Google Maps, der Google Suche, dem Google Kalender oder Google News. Doch diese Apps sammeln permanent Daten. Welche Alternativen es gibt und ob es einfach ist, sein Smartphone ohne Google einzurichten, das hat Benjamin Breitegger ausprobiert. Afrika im Aufbruch: Fintech bringt Fortschritt In Afrika lösen Apps mehr und mehr den Handel mit Bargeld ab. Bezahlen per Smartphone-App gehört hier für viele zum Alltag. Auch andere Finanzgeschäfte werden digital geregelt. Dadurch sind sogar Menschen, die kein Bankkonto haben, nicht länger vom internationalen Wirtschaftssystem ausgeschlossen. Die Technologie schafft Finanzdienstleistungen, die an die Lebensrealität in Afrika angepasst sind. Außerdem vernetzt sie die Menschen auf dem Kontinent über Grenzen hinweg. Einige der afrikanischen Fintech-Entwicklungen werden inzwischen weltweit genutzt. Und diese Erfolgsgeschichten sind noch nicht auserzählt. Denn Experten sagen der Branche in Afrika weiter einen Boom voraus, wie Antje Diekhans berichtet. | K.A was das ist |
| 18.12 | Wie Sumerisch oder Etruskisch klang Immer öfter nutzen Archäologen Algorithmen, um antike Gebäude und manchmal ganze Städte zu rekonstruieren. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz können wir so in die antike Welt geradezu eintauchen. Mit KI lassen sich aber auch die Sprachen antiker Völker nachempfinden, wie Thomas Migge aus Rom berichtet. Neue ORF-Digitalangebote Mit Jänner ändert sich auch im digitalen Auftritt des ORF einiges. Wesentlichste Änderung: Der ORF darf per Gesetz Inhalte online endlich länger als 7 Tage anbieten. Damit sind Sendungen via sound.orf.at im Schnitt 30 Tage lang abrufbar, fallweise auch länger. Dazu kann die Plattform auch Playlists, etwa Ö3-Rock oder Ö1-Jazz anbieten. Weiterhin zentral im Informationsangebot des ORF bleiben die blaue ORF-News- und die gelbe ORF-Sport-Seite, sie werden allerdings mehr Video- und Audioinhalte bieten. Dazu entsteht unter dem Titel ORF-ON eine riesige Mediathek für TV-Langformate. Einige Inhalte wie eigenproduzierte Serien oder Willkommen Österreich werden schon vor dem Ausstrahlungstermin dort angeboten werden. Darüber hinaus gibt es ab Jänner einen eigenen Online-Kinderkanal namens ORF-Kids. | 04:53 |
| 19.12 | Wie es ist, wenn man Facebook, Instagram und Co fern bleibt 73 Minuten: So viel Zeit verbrachten Menschen aus Österreich heuer pro Tag im Schnitt auf Social Media. Soziale Medien gehören bei den meisten einfach zum Alltag. Aber was ist mit jenen, die Facebook, Instagram und Co. bewusst schwänzen? Was bekommen sie ohne Social Media von der Außenwelt mit? Nora Schäffler hat sich das auch gefragt und mit zwei Social Media-Fernbleibern gesprochen. Chinas KI-Modelle In China gibt es derzeit rund 130 große Sprachmodelle im Stil von ChatGPT, wie Technology Review berichtet. Das Land hat damit einen Weltmarktanteil von rund 15%. Sein bekanntestes Sprachmodell, Ernie, dürfte in etwa auf der Stufe von ChatGPT stehen und damit im Vergleich zu GPT4 etwa ein Jahr zurück liegen. Der Chatbot Kimi des Start-ups Moonshot AI könnte sogar etwas fortschrittlicher sein, er versteht bis zu 200.000 chinesische Sprachzeichen. Probleme mache dem Ausbau der chinesischen Sprachmodelle die relativ strenge Regulierung durch den Staat, so Technology Review. | 04:54 |
| 20.12 | Der Verein "Responsible Annotation" schafft IT Jobs für Menschen mit Beeinträchtigung Künstliche Intelligenzen lernen nicht alles von selbst. Sie müssen zunächst von Menschen trainiert werden. Diese beschlagworten beispielsweise Bilder, damit der Algorithmus lernt, wie eine Katze ausschaut oder was ein grantiger Gesichtsausdruck ist. Diese Tätigkeit nennt sich Annotation und wird meist von prekär beschäftigten Menschen in Billiglohnländern, wie Kenia oder China, erledigt. Der österreichische Verein "Responsible Annotation" möchte dem etwas entgegensetzen. Er bildet hierzulande Menschen zu Annotierern aus, die es sonst sehr schwer haben am Arbeitsmarkt: nämlich Menschen mit Behinderungen. Dazu hat der Verein auch ein eigenes Web Tool entwickelt. Diese digitale Training Station wird vom Digifond der Arbeiterkammer Wien gefördert. Ulla Ebner hat sich das Projekt angesehen. | 04:52 |
| 21.12 | Hashtag #WitchTok und Online-Magie So wie vieles andere hat sich auch das Ausleben von Spiritualität zum Teil in den Online-Raum verlagert. Weil etablierte Religionen im Westen immer weniger Einfluss haben, blüht hier alles Mögliche an Alternativ-Glaubenssystemen, von Geisterbeschwörung bis zu modernem Hexentum. Vor allem die GenZ und Millenials scheinen irgendwie besessen von solchen Themen zu sein. Oft bezeichnen sie sich selbst als Hexen oder zeigen sich in Sozialen Medien, wie sie Magie betreiben. Besonders groß ist der Trend zum Hexen auf TikTok - der Plattform für Kurzvideos, die besonders unter den Jungen beliebt ist. Irmi Wutscher hat sich angeschaut, was da unter dem Hashtag #WitchTok zu finden ist. | 04:53 |
