<-- Amateurfunk: QSL-Marken

EA5AF (1935)zoomDiese Form der "Bezahlung" der gegenseitigen Vermittlung von QSL-Karten seitens eines nationalen QSL-Büros als Nachweis einer getätigten Funkverbindung ist nur noch in wenigen Ländern üblich.
Sammlung von Anton Haddeman, PA3DBJ: linkext. Link
Sammlung von Michael McNamara EI2CL: linkext. Link
Sammlung von Max C. de Henseler, HB9KS (PDF-Datei): linkext. Link



◄ Rundfunk: Verification Stamps

Verification StampszoomDie EKKO Company in Chicago, Illinois, entwickelte das Konzept als Fördermaßnahme für die Radiostationen, um das neue Medium bekannt zu machen. EKKO ließ die Marken von der American Bank Note Company konzipieren. Angeblich wurde ein Motiv verwendet, das ursprünglich als Briefmarke dienen sollte, doch ließ EKKO das Design umgestalten. In Format (Bildgröße 35x22mm, Markengröße 40x25mm), Gummierung und Druckqualität entsprach das Produkt den regulären Briefmarken. Der Druckvorgang erfolgte in drei Schritten: zuerst das Markenbild in neun Hauptfarben und 16 Tönungen, dann der "VRS"-Schriftzug in vier passenden Kontrastfarben und schließlich das Rufzeichen der Station.
Die Marken wurden bogenweise an die Rundfunkstationen verkauft, und diese bestätigten damit korrekte Empfangsberichte, sofern ihnen eine 10 Cent-Münze (ein "Dime") beigelegt war.
Die Idee schlug unerwartet gut ein. EKKO produzierte, um die Sammelwut weiter anzuheizen, 1924 ein Markenalbum und legte 1926 und 1927 insgesamt 18 Broschüren auf, die jeweils von einer Station in Auftrag gegeben wurden.
Angeblich auf dringendes Bitten der Sammler - weil es unmöglich war, von einem Standort alle Stationen zu hören und somit die Sammlung zu komplettieren - begann EKKO 1925 die Marken direkt zu verkaufen, was bei den Radiostationen auf wenig Gegenliebe stieß.
Das Album von 1924 enthält 592 Einträge, wenig später wurden 650 Stationen regelmäßig beliefert. Insgesamt sind zwischen 1921 und 1929 ca. 850 Stationen nachgewiesen.
Um der wachsenden Nachfrage Herr zu werden, produzierte EKKO ein zweites Motiv, den Biber, für Kanada; Stationen in der Karibik und in Mexiko wurden weiterhin mit der Adler-Marke beliefert.
Als die Depression einsetzte, waren die 10 Cent pro Marke nicht mehr kostendeckend, und EKKO löste sich auf. Die American Bank Note Company verkauften die verbliebenden Markenbögen direkt an einige Stationen. Diese "Zweite Auflage" erkennt man an dem mit Handstempel eingetragenen Rufzeichen und dem Fehlen des "VRS"-Schriftzugs.
Irgendwie verirrten sich Markenbögen auf den freien Markt, und dank der Nostalgiewelle gab es bis in die fünfziger Jahre Falsifikate, also nicht autorisierte Nachdrucke.
Ab den achtziger Jahren begann man in den USA die "Verification Stamps" sytematisch zu sammeln, was die Preise in die Höhe trieb. Heute kosten seltene Stücke - laut der von L&B Publishers produzierten Preisliste - 100 Dollar und mehr.

Eine Idee findet Nachahmer

1925 trat die PM Bryant Company (untergebracht im Wrigley Building in Chicago) als offener Konkurrent zu EKKO auf. Die Marken waren etwas kleiner und wurden in nur zwei Druckgängen hergestellt, wobei man jede Auflage für ganze Rufzeichenreihen produzierte. Das senkte die Kosten. Allerdings waren der Vorsprung und das Quasi-Monopol von EKKO so groß, dass Bryant vor allem auf den Direktverkauf setze. EKKO musste diesem Beispiel wohl oder übel folgen.
Bryant lieferte ca. 650 Motive aus und produzierte zwei Alben. Noch vor EKKO musste die Firma kapitulieren und gab 1927 das Projekt auf. Getürkte Nachdrucke sind nur in geringer Anzahl bekannt.



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◄ Sonderform - Der Poststempel / Sowjetunion: QSL portofrei

KW-Tagung 1953Wenn es zu einem funkbezogenen Anlass schon keine Sondermarke gibt, dann doch wenigstens ein Sonderpostamt mit Sonderstempel.
In der UdSSR konnten QSLs im Briefumschlag portofrei versendet werden. Paraguay bot eine Zeitlang einen vergleichbaren Dienst an.



◄ Amateurfunk - Ein Vorläufer

QSL-Stempel

◄ Amateurfunk - Ein VorläuferRolf Formis, DE100, K-Y4, der in Deutschland die QSL-Karten einführte, organisierte auch das erste Vermittlungsbüro und versah jede weitergeleitete Karte mit einem QSL-Stempel




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