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dt64

Audiopool - DDR Jugendradio DT64

26.07.

dt64zoomDT64 wurde zum Deutschlandtreffen der Jugend 1964 (DeutschlandTreffen 1964) in Ost-Berlin als „Sonderstudio Deutschlandtreffen 1964“ ins Leben gerufen. Dieses strahlte im Mai 1964 99 Stunden ohne Unterbrechung für die Teilnehmer des Treffens ein Programm mit internationaler Musik und mit hohem Live-Anteil aus. Später übernahm der Berliner Rundfunk für die ganze DDR auf Mittelwelle und UKW das „Jugendstudio DT64“. Es war das erste Radioprogramm der DDR, das sich gezielt an „die Jugend“ richtete. Ab September 1981 startete zusammen mit dem Jugendfunk der Stimme der DDR ein regelmäßiges Abendprogramm zwischen 19 und 24 Uhr. Zu Beginn war das Programm nur in Berlin, später auch in der gesamten DDR zu hören. Nach der Einrichtung einer eigenen DDR-weiten UKW-Senderkette wurde DT64 am 7. März 1986 ein eigenständiger Sender, der von 13 bis 24 Uhr, ab Dezember 1987 täglich zwanzig Stunden zu empfangen war. Während der angespannten politischen Lage vor der Wende und friedlichen Revolution berichtete DT64 über die Montagsdemonstrationen. Ab dem 1. April 1990 war DT64 rund um die Uhr auf Sendung – unter dem Motto „Power from the East Side“. Am 7. September 1990 wurden die Frequenzen außerhalb von Berlin unangekündigt an den RIAS abgegeben. Nach massiven Protesten von Hörern wurden am nächsten Tag alle Frequenzen wieder an DT64 zurückgegeben. Nach der Vereinigung beider deutscher Staaten wurde das Jugendradio DT64 als Programm gemäß dem Artikel 36 des Einigungsvertrages (Rundfunküberleitungsgesetz) weitergeführt. Im Bundestag wurde am 12. Dezember 1991 ein Entschließungsantrag für den Erhalt von DT64 beraten, aber abgelehnt. Am Abend erklärte in Magdeburg die MDR-Hörfunkdirektorin Carola Sommerey die Bereitschaft des MDR, den Sender ein halbes Jahr auf den bisherigen Frequenzen auszustrahlen. Am 31. Dezember 1991 endete für Mecklenburg-Vorpommern die Ausstrahlung des Senders, da der NDR zu einer Ausstrahlung nicht bereit war. Im Bereich des ORB wurde das Programm von DT64 ab 1. Januar 1992 zwischen 15 und 18 Uhr für das neue ORB-Jugendradio Rockradio B unterbrochen. Am 30. November 1992 beschloss der Rundfunkrat des MDR den Sender ab 1993 weiter auf Mittelwelle zu senden, die Produktion nach Halle zu verlegen und ab 1. März unter neuem Namen auf Satellit ASTRA 1B auszustrahlen. Am 18. Januar 1993 beschloss der Rundfunkrat, die Produktion des Senders nach Halle zu verlegen. Ab dem 1. März 1993 begann, zunächst testweise, die Ausstrahlung des Senders über Astra 1B. Am 1. Mai 1993 endete die Zeit von DT64 mit der Umbenennung in Sputnik. (Quelle: secure linkext. Link, Abgriff 20.08.2017)

Archivnummern: AP/a_ad/dt64_(Dateiname)
© Urheber


Datei wav Datum Sendungstitel u. Inhalt Dauer
lock 10.09.1990 Lockruf - Abschaltung der DT64 zugunsten des Rias. Chronologie der Ereignisse und Hörerreaktionen 55:28
test_01 13.09.1991 Das ist ein Test, wir proben den Ernstfall – DT64 übt das aus 1:25:22
test_02 13.09.1991 Das ist ein Test, wir proben den Ernstfall – DT64 übt das aus 1:37:18
test_03 13.09.1991 Das ist ein Test, wir proben den Ernstfall – DT64 übt das aus 1:36:33
test_04 13.09.1991 Das ist ein Test, wir proben den Ernstfall – DT64 übt das aus 1:26:18
modrow 22.11.1989 Gaststube - Zu Gast: Hans Modrow 57:21
zukunft 11.04.1991 Gespräch – Lutz Bertram und Rudolf Mühlfenzl über die Zukunft der elektronische Medien in den neuen Bundesländern 38:15
lila 24.06.1990 Lila Stunde – Wer ist die Schönste? Miss-Wahlen in der DDR 56:35
honecker.mp3 17.12.1964 Erich Honecker zu Beatmusik bei DFT64 01:00
depeche.mp3 07.03.1988 Panne beim Depeche-Mode-Konzert in Ostberlin 01:00
rock.mp3 24.02.1992 Rockradio B/Barocktikum – Ende der letzten Sendung 02:40
dt64sputnik.mp3 30.04./01.05.1994 Tanz in den SPUTNIK. Das Ende von DT 64. O-T. u.a.: MDR-Hörfunkdirektorin Carola Somemrey. Zusammenschnitt 21:40

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