oe1_dl_2015

ORF Ö1 - Digital Leben

22.03.

oe1_dl_2015Jeden Montag bis Donnerstag informiert Digital Leben in Ö1 über Chancen, Risiken und (un)erwünschte Nebenwirkungen von Internet, Digitalkamera und Computerviren
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05.01 Kryptografie - Welche Verschlüsselung ist noch sicher? 2014 war definitiv kein gutes Jahr für die Kryptografie. Das zeigt sich schon allein an den blumigen Namen, mit denen Sicherheitslücken in den vergangenen Monaten bedacht wurden: etwa "goto fail", "heartbleed" oder auch "poodle". Kaum verwunderlich also, dass sich auch der 31. Chaos Communication Congress, dem Thema Verschlüsselung widmete. Ende Dezember lockte die Jahresversammlung des deutschen Hackervereins Chaos Computer Club mehr als 10.000 Interessierte nach Hamburg 04:45
07.01 Trend zur Heim-Automatisierung. Die Consumer Electronics Show CES in Las Vegas Die Consumer Electronics Show in Las Vegas präsentiert seit Sonntag die neueste Technik für Heim und Haushalt und Mobilität. Neue Fernseher gehören ebenso dazu wie Roboter für zuhause. Ein großes Thema der Messe ist auch "Home Automation" - also die Vernetzung von Haus oder Wohnung. Vorläufig gibt es viele Insellösungen für die Heim-Automatisierung, aber noch kein Gesamtkonzept 04:51
08.01 Henry, der Pflegeroboter Als Staubsauger und Rasenmäher haben sich Roboter längst bewährt - und sind mittlerweile auch erschwinglich. Wo es aber darum geht, dass Mensch und autonome Maschine Hand in Hand arbeiten, dort gab es bis vor kurzem noch große Zurückhaltung, zumindest in Europa. Langsam erobert die Roboterindustrie nun aber auch den Pflegebereich 04:49
12.01 Automatische Kennzeichenerfassung Autokennzeichen automatisch auszulesen, das ist heute eine Kleinigkeit. Dafür gibt es sogar Gratisprogramme, alles, was man noch dazu braucht, sind eine Webcam und ein Computer. Bayern zum Beispiel setzt die automatische Kennzeichenerfassung millionenfach ein, und zunehmend nutzen auch Private die Technologie, um etwa Parkplätze zu überwachen 04:50
13.01 Zivilcourage per Handy Armenien ist ein Land mit vielen Problemen - eines davon sind die hohen Abwanderungszahlen. Vor allem junge Leute sehnen sich nach einem besseren Leben, zu dem auch eine funktionierende Infrastruktur in Sachen Gesundheitswesen, Umweltschutz oder öffentliche Verwaltung gehört. Eine schwierige Situation, mit der sich eine Gruppe junger Armenierinnen und Armenier nicht länger abfinden will. Unter dem Motto "Make our city a better place to live" versuchen die Absolventen verschiedener Studienrichtungen die Infrastruktur in den armenischen Städten zu verbessern. Dafür haben sie vor rund zwei Jahren eine Online-Plattform ins Leben gerufen, mit deren Hilfe die Bürgerinnen und Bürger die Behörden auf Mängel aller Art aufmerksam machen und in der Folge auch deren Behebung kontrollieren können. City-Bugs nennt sich das Non-Profit-Projekt, das den Armeniern ein besseres Leben, aber auch ein Mehr an Zivilcourage bringen soll 04:50
14.01 Primitive Reflexe oder intelligentes Kalkül. Der erneute Ruf nach der Vorratsdatenspeicherung Nach den Mordanschlägen vergangene Woche in Paris wurden wieder Rufe nach der umstrittenen Vorratsdatenspeicherung laut. Auch in der heutigen Sondersitzung des Nationalrates zu den Terroranschlägen bezeichnete zum Beispiel Reinhold Lopatka (ÖVP) die Vorratsdatenspeicherung als "Antwort auf den Terror". Schon Anfang des Jahres hat Innenministerin Johanna Mikl-Leitner eine Neuauflage der Vorratsdatenspeicherung gefordert. Und das, obwohl das anlasslose Speichern aller Verbindungsdaten aller Bürger und Bürgerinnen vergangenes Jahr von sogar zwei Höchstgerichten - dem Europäischen Gerichtshof und dem österreichischen Verfassungsgerichtshof - für grundrechtswidrig und nicht verhältnismäßig erklärt wurde 04:48
15.01 1) Wikipedia-Autor/in werden 2) 150 autonome Google-Autos auf Kaliforniens Straßen 3) Cybercrime als Geschäftsmodell A: Franz Zeller 04:51
19.01 Die Internet-Feuerwehr übt Was tun, wenn jemand unser Online-Banking belauschen könnte, weil die Verschlüsselungssoftware einen Fehler hat - und sich damit vielleicht unser Geld erschleicht? Szenarien wie dieses werden mittlerweile auch auf staatlicher Ebene geübt. SCUDO nennt sich ein Trainingsprogramm, das solche Notfälle durchspielt. Nach 11 kleineren Proben im letzten Jahr fand an der Landesverteidigungsakademie des Bundesheeres letzten Donnerstag eine Cyber-Großübung statt 04:50
20.01 1) Simon Davis Simon Davies ist ein Datenschützer der ersten Stunde. Im Jahr 1990 hat der Brite die Menschenrechtsorganisation Privacy International in London gegründet und ein paar Jahre später die Big Brother Awards ins Leben gerufen. 22 Jahre lang hat Davies als Direktor von Privacy International für die Privatsphäre von Bürgern gekämpft und unter anderem an der Londoner School of Economics Datenschutzrecht gelehrt. Auf seinem Blog Privacy Surgeon, also Privatsphäre-Chirurg, versucht er, wie er schreibt, gegen den Tumor der institutionellen Täuschung zu kämpfen, also Bewusstsein zum Thema Privatsphäre und Überwachung zu schaffen 2) Nur für junge Leute. Internet der Dinge-Ideen gesucht Bis Ende des Jahrzehnts sind laut CISCO 50 Milliarden Geräte weltweit miteinander vernetzt. Dieses Internet der Dinge braucht auch neue Anwendungen, von der Heimautomatisierung bis zu intelligenter Verkehrsplanung. Um auch junge Leute in die Gestaltung der Zukunft einzubinden, hat die Wiener "Internet of Things Group" den IoT Junior Cup gestartet. In diesem Projektbewerb können SchülerInnen und StudentInnen ihre Ideen einreichen. Sie werden dafür von Conrad Österreich und LineMetrics mit kostenfreier Hard- und Software versorgt. 04:52
21.01 1) Leitfaden für das neue Arbeiten im Netz Die Zahl der Berufe, die keine Medien- und Technikkompetenz verlangen, sinkt ständig. Dennoch ist für viele Menschen die digitale Welt ein Buch mit sieben Siegeln. Der umfangreiche Gratis-Leitfaden "Das Neue Arbeiten im Netz" soll ihnen Mut machen, sich mit den vielfältigen Möglichkeiten, aber auch Fallstricken der Digitalisierung auseinanderzusetzen. 2) Google investiert in Raumfahrtfirma SpaceX Google verhandelt über einen Einstieg bei der privaten kalifornischen Raumfahrtfirma SpaceX. Das berichten verschiedene US-Medien, ohne dass Google dies bisher offiziell bestätigt hat. Bis zu 1 Milliarde Dollar (860 Millionen Euro) will Google demnach investieren. Das Ziel: Die Zahl der Internet- und damit Google-Nutzer zu erhöhen 04:52
22.01 1) It´s NOT the start-ups, stupid! Wie der Staat, und nicht Private, Innovationen treiben Was ist eigentlich dran an dem ganzen Hype um Start-Ups und ihre risikoverliebten Investoren? Sind sie ein Garant für Innovation, für Wachstum und Wohlstand? Ein Gegenpol zum verschlafenen Staat, der in Bürokratie und Untätigkeit versinkt? Mariana Mazzucato, eine US-amerikanische Volkswirtin und Professorin an der Universität Sussex hält das für einen wirtschaftsliberalen Mythos. In ihrem Bestseller "Das Kapital des Staates", der in acht Sprachen erschienen ist, räumt sie damit auf. Nicht Unternehmer sorgten für die großen Innovationen, sondern die öffentlich Hand. 2) Windows 10 kommt Gestern hat Microsoft in Redmond sein neues Betriebssystem Windows 10 vorgestellt. Es soll unter anderem einen neuen Browser und eine Sprachsteuerung für den PC enthalten und plattformübergreifend nutzbar sein, sodass der Umstieg zwischen Tablet, Smartphone und Desktop kaum mehr zu merken ist. Ausgeliefert wird es im Lauf des Jahres. 04:51
26.01 Spiele-Eldorado. Die Central European Games Conference Österreich ist nicht unbedingt der Hotspot in Sachen-Games Kultur. Dennoch ist in den vergangenen Jahren eine kleine, aber feine Szene von unabhängigen Spieleentwicklern entstanden, die auch international Erfolge feiert. Vergangene Woche wurde Wien daher zum Treffpunkt für Gamesentwickler aus ganz Zentraleuropa. Auf der ersten Central European Games Conference konnte man sich in der Fachhochschule Technikum in Wien über die Trends der Videospielbranche informieren. Und wem danach nicht der Kopf rauchte, der schüttelte am Wochenende beim Austria Game Jam innerhalb von 2 Tagen noch ein Spiel aus dem Ärmel. 04:47
27.01 EU-Datenschutztag Ministerrat weicht Datenschutznovelle auf Morgen ist europäischer Datenschutztag. Und seit einigen Jahren hoffen Datenschützer, endlich eine fertige EU-Datenschutznovelle feiern zu können, aber auch dieses Jahr ist der Datenschutztag eher ein Tag der Spannung, in welche Richtung sich der europäische Datenschutz zukünftig entwickeln wird. Nachdem das EU-Parlament bereits im März 2014 ein Entwurfspapier verabschiedet hat, arbeiten die 28 Mitgliedsstaaten jetzt im EU-Ministerrat an einer gemeinsamen Position zum Datenschutzentwurf des EU-Parlaments. Die Mitgliedsstaaten zerpflücken das Parlamentspapier, das vor allem die Rechte der Nutzer stärken soll, so der Vorwurf. 04:51
28.01 Achtung, hier twittert die Polizei! @LPDWien - seit November ist die Wiener Polizei unter diesem Handle auf Twitter zu finden. Sie will dort genauso wie ihre Kollegen in Berlin, New York oder Madrid mit der Bevölkerung in Kontakt treten. Derzeit weist sie hauptsächlich auf Pressemeldungen hin. Doch gerade bei Großeinsätzen und Demos soll die neue Blitzkommunikation helfen, mit Passanten und Demonstranten ins Gespräch zu kommen. Bei der kommenden WKR-Demo gegen den Wiener Akademikerball werden sechs Mitarbeiter Computer und Smartphone bedienen. 04:51
29.01 Lebensform: Steampunk Steampunk - das ist die Kombination von dampfbetriebenen Maschinen, dem Lebensstil des 19. Jahrhunderts und einer Prise Fantasy, es ist Stilrichtung und Lebenshaltung mit einer eigenen Community. Steampunk hat bereits Künstler aller Sparten, bis hin zum Film beeinflusst. In den letzten 30 Jahren hat sich die ursprüngliche Subkultur zu einem weit verbreiteten Trend entwickelt. Conny Lee ist in die österreichische Steampunkszene eingetaucht und hat nachgefragt, woher diese Faszination für das viktorianische Zeitalter rührt. 04:50
02.02 Google Maps fürs Gesicht Der Schweizer Fotograf Daniel Boschung fertigt extrem hochaufgelöste Portraitfotos an. Genauer gesagt knippst ein von ihm programmierter Roboter. Denn der zittert nicht und fühlt sich auch nicht verlegen, wenn er zwanzig Minuten im Abstand von nur wenigen Zentimetern Portraitbild um Portraitbild schießt. Das Ergebnis hat Tiefgang - und fasziniert. 04:52
03.02 Verräterischer Standby: Wie man Handy-Nutzer ausspähen kann Wurden auf Heimcomputern bisher bevorzugt die Logindaten zum Onlinebanking ergaunert, ging es bei Firmenservern meist um Industriespionage. Mittlerweile sind aber auch Mobiltelefone im Fokus von Angreifern. Auch hier ist Ausspähung ein mögliches Ziel. Doch während gerade Server mit immer der gleichen IP-Adresse im Netz und so einfach erreichbar sind, können Mobiltelefone nur schwer direkt angegriffen werden. Glaubte man zumindest bis jetzt. Wie es doch gehen kann, zeigten Forscher aus Italien. Sie setzen die Mobiltelefone quasi auf Schlafentzug. 04:52
04.02 Warum das Internet gescheitert ist - und wie wir es retten können Das Internet vernichtet Arbeitsplätze, unterbindet den Wettbewerb und befördert Intoleranz und Voyeurismus. Es ist kein Ort der Freiheit, sondern ein Überwachungsapparat, dem wir kosten- und bedenkenlos zuarbeiten. Kurzum: Das Internet ist ein wirtschaftliches, kulturelles und gesellschaftliches Debakel. Der britisch-amerikanische Autor, der selbst 1995 ein erfolgreiches Internetunternehmen im Silicon Valley gegründet hat, publiziert sin seinem Weblog, was sich ändern muss, um ein endgültiges Scheitern des Internets zu verhindern. 04:51
05.02 E-Mails verschlüsseln mit "Startmail" Briefe steckt man in Kuverts, warum sollte man elektronische Nachrichten unverschlüsselt verschicken? Nur damit die Geheimdienste keine Mühe haben beim Mitlesen? Verschlüsselung ist seit den Enthüllungen von Edward Snowden ein großes Thema. Doch meist ist es recht kompliziert, die Sache mit dem Verschlüsseln. Der Dienst "Startmail" will Abhilfe schaffen mit einem ganz einfachen System. Was taugt es und welche Alternativen gibt es? 04:47
09.02 Das Schlimmste verhüten beim Sexting Bei der Kombination aus den Wörtern Sex und Texting handelt es sich um erotische Bilder, die Menschen an ihre Partner oder den Schwarm via SMS oder Diensten wie Snapchat verschicken. Später einmal verteilt so manch einer oder eine diese intimen Bilder im Netz. Aus den unterschiedlichsten Motiven wie Rache, Eifersucht, Angeberei oder auch Erpressung. Soll man also auf die Jugendlichen einwirken, diesen Unsinn bleiben zu lassen? Sexting ist Schwerpunktthema am morgigen "Safer Internet Day", einer Initiative der Europäischen Kommission. 04:47
10.02 Heute vor 70 Jahren: Geschichte in 140 Twitter-Zeichen "In Berlin wird auf den Straßen diskutiert, wann die Rote Armee kommt. Die Schätzungen schwanken zwischen drei und 14 Tagen": Zehn bis zwanzig Kurznachrichten aus der Vergangenheit schickt der Twitter-Account @digitalpast seit dem 17. Jänner, seit dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Es sind Ausschnitte aus Tagebüchern, Briefen und Zeitungsmeldungen, die die letzten Tage bis zum Kriegsende neu erfahrbar machen. Das fünfköpfige Team rund um den Historiker Moritz Hoffmann hat zudem ein Buch mit dem Kontext zu den Meldungen herausgegeben. 04:51
11.02 Blowback- ein Game für die Ohren Noch realistischer, noch schneller: Videospiele werben meist damit, die allerbeste Grafik zu bieten. Nicht so Audiogames, also Spiele, die fast gänzlich ohne Bildebene auskommen. Stattdessen bewegt man sich nur anhand von Klängen durch das Spiel. Was herauskommt, wenn man Hörspielspezialisten und Spieleprogrammierer zusammenbringt, zeigt das Crossmedia-Projekt "Blowback" von Deutschlandradio Kultur. "Blowback" ist ein düsterer Science Fiction-Krimi und sowohl Hörspiel als auch Game fürs Smartphone. 04:50
12.02 Ambient Assisted Living: Über Vorteile und Vorbehalte Noch sind Ambient Assisted Living-Systeme in der Testphase. Gemeint sind damit Technologien, die vor allem ältere Menschen im Alltag unterstützen sollen. Dass Menschen, die Probleme beim Bedienen ihres Smartphones haben, nicht gerade vor Freude aufschreien, wenn sie ihren Haushalt verkabeln und mit Sensoren ausrüsten sollen, ist nachvollziehbar. Doch es gibt auch Ältere, die Ambient Assisted Living aufgeschlossen gegenüber stehen. Ein Hausbesuch. 04:48
16.02 Laborbesuch: Künstliche Herzklappen aus dem 3D-Drucker Künstliche Organe aus dem Drucker, so stellen sich manche Forscher die Zukunft vor. Anstatt auf ein Spenderorgan zu warten, könnte eine künstliche Lunge oder Niere im Labor heranwachsen. In Berlin arbeitet ein Team aus Medizinern und 3D-Druck-Experten an Herzklappen aus dem Drucker. Genauer gesagt an einer Art Stützgerüst, auf dem aus menschlichen Zellen Herzklappen gezüchtet werden können. Im Interview: Hartmut Schwandt, Leiter des 3D-Labors an der Technischen Universität Berlin. 04:51
17.02 Internet-Detektive "Ich hätte nur noch eine letzte Frage…" Das war einer der prägenden Sätze des schrulligen Fernseh-Inspektors Columbo. Über 30 Jahre hat der unkonventionelle Polizist im zerknitterten Trenchcoat ermittelt. Die Technik hat in wenigen Fällen von Columbo eine Rolle gespielt - wenn waren es zum Beispiel Überwachungskameras. Das Internet war für den Fernseh-Detektiv noch kein Tatort. Nicht so für den Cyber-Detektiv Alexander Herget, er ist "Brand Protection Manager" beim Sicherheitsunternehmen Ingenium. Alexander Hergets Job ist es, organisierter Kriminalität im Bereich der Betriebsspionage auf die Schliche zu kommen. 04:51
18.02 Nutzer vs. Google. Das Recht auf Vergessen Tippt man heute den Namen Mario Costeja Gonzalez ins Suchfeld von Google ein, erscheinen viele Zeitungsberichte über den Spanier und seinen Kampf gegen den US-Suchmaschinenriesen. Vor einigen Jahren war das noch anders: Da wurde der Schriftexperte bei der Google-Suche auf einen Artikel einer spanischen Tageszeitung aus dem Jahr 1998 verlinkt: ein Bericht über die Zwangsversteigerung seines Hauses wegen Schulden bei der Sozialversicherung. 2010 hat Gonzales gemeinsam mit der spanischen Datenschutzagentur Google geklagt, denn die Angelegenheit habe sich erledigt und die Links hätten ihm beruflich geschadet, so der Spanier. "Die Schulden waren längst bezahlt, doch für Google bin ich erstens Schuldner und zweitens verheiratet, obwohl ich längst geschieden bin", so Gonzales. 2014 hat dann auch der Europäische Gerichtshof dem Spanier Recht gegeben und somit das "Recht auf Vergessen" im Internet gestärkt. Seit etwa einem halben Jahr können Internetnutzer und Nutzerinnen jetzt einen Antrag auf das Entfernen von Suchergebnissen stellen. 04:46
19.02 Spürbare Überwachung. "Anonymous P." im Wiener Brut "Bitte seien Sie sich bewusst, dass wenn Sie persönliche oder sensible Informationen sagen, diese zu den Inhalten zählen, die durch die Spracherkennung aufgezeichnet und an dritte Parteien weitergeleitet werden." Ein Satz aus der Bedienungsanleitung von Smart-TV-Geräten von Samsung, der Anfang Februar in sozialen Netzwerken für Aufruhr gesorgt hat. Wird alles, was wir vor unserem Fernseher reden aufgezeichnet und weitergeleitet? Samsung dementierte, der Sprachbefehl müsse dafür erst aktiviert werden. Also nicht nur unser Fernseher, besonders unsere Smartphones können viel über uns Preis geben. Mehr, als uns oft bewusst ist. Diese unsichtbare Überwachung spürbar machen, das versucht jetzt auch ein Team von Kunstschaffenden im Wiener Brut: bei der Produktion "Anonymous P.", einem Mix aus Installation und Performance, soll das Publikum spüren, wie gläsern wir Bürger und Bürgerinnen mittlerweile sind. 04:51
23.02 Bürgerkarte & Handy-Signatur. Amtswege übers Internet Seit etwa zehn Jahren soll uns die Bürgerkarte das Leben beziehungsweise unsere Amtswege erleichtern, indem wir diese von daheim aus erledigen können. Ins Pensionskonto einsehen, Studienbeihilfe beantragen oder ein Gewerbe anmelden, all das kann über das Internet abgewickelt werden. Seit 2010 gibt es die Bürgerkarte auch auf dem Mobiltelefon: die Handy-Signatur, die als persönliche Unterschrift im Netz gilt. Bis dato wurden an die 155.000 Bürgerkarten und über 534.000 Handy-Signaturen aktiviert, seit Anfang Februar können Bürger und Bürgerinnen ihre elektronischen Dokumente auch online speichern 04:51
24.02 Abgehört? Angriff auf SIM-Karten In der Nacht von Sonntag auf Montag wurden in Los Angeles die Oscars verliehen. Als bester Dokumentarfilm wurde Laura Poitras Film über den Whistleblower Edward Snowden "Citizenfour" ausgezeichnet. "Das alles ist nicht Science-Fiction, sondern Realität" lautet ein Kernsatz des Films. Die Realität zeigen auch die jüngsten NSA- Enthüllungen des 31-Jährigen Whistleblowers Edward Snowden. Laut der britischen Enthüllungswebseite "The Intercept" sollen der amerikanische Geheimdienst NSA und der britischem Geheimdienst GCHQ das Computernetzwerk des größten Herstellers für Sim-Karten gehackt und die Verschlüsselungscodes für SIM-Karten vom niederländischen Hersteller Gemalto gestohlen haben. 04:51
25.02 Schadsoftware auf Festplatten Der Februar 2015 ist sicherlich nicht der beste Monat für die IT-Sicherheitsindustrie. Gestern haben wir über den Angriff des amerikanischen Geheimdienstes NSA auf den Sim-Karten Hersteller Gemalto berichtet. Heute geht es wieder um die NSA - diesmal aber um die Tiefen unserer Computer, um unsere Festplatten. Denn Experten des russischen Virenschutz-Entwicklers Kaspersky haben eine Spionage- und Schadsoftware aufgespürt, die sich auf Festplatten einnistet. Diese Schadsoftware stammt vermutlich von der NSA. Grayfish, Doublefantasy, oder auch Triplefantasy - das sind nur einige Namen dieser gefährlichen Trojaner, die weltweit Computer infiziert haben sollen 04:52
26.02 Patenttrolle. Streit um Softwarepatente Firmen, die nichts produzieren, entwickeln oder verkaufen, sondern ausschließlich damit Geld verdienen, andere Firmen zu verklagen - wegen vermeintlicher Patentverletzungen - die nennt man Patenttrolle. Besonders oft geht es hier um Softwarepatente. In den USA sind Patenttrolle besonders aktiv, man schätzt, dass sie Kosten von bis zu 80 Milliarden Dollar im Jahr verursachen. Der Versuch Patenttrollen das Handwerk zu legen, scheitert häufig am politischen Willen. Das ändert sich aber gerade 04:46
02.03 Laptop Verbot in Vorlesungen Studenten und Studentinnen, die auf ihren Laptops in Vorlesungen oder Seminaren auf der Universität mitschreiben, das ist längst nichts Außergewöhnliches mehr. Die Mitschrift ist leserlicher, man kann schnell einen Namen oder ein Konzept googeln oder auch die ganze Vorlesung mitschneiden. Manche Vortragenden laden auch während des Seminars Dokumente hoch, die die Studenten noch während der Vorlesung bearbeiten müssen. Der Computer ist also oft integrierter Bestandteil des Unterrichts. "Bildschirme stören wie Passivrauchen" meint hingegen der amerikanische Internettheoretiker Clay Shirky, der an der New York University zwar "Theorie und Praxis der sozialen Medien" unterrichtet, in seinem Seminarraum Laptops aber verbietet. Auch an der Wirtschaftsuniversität in Kopenhagen hat ein Professor Laptops, Tablets und Smartphones aus seinen Vorlesungen verbannt 04:52
03.03 Mobile World Congress 2015 Neue Smartphones, neue Computer-Uhren und neues elektronische Fitness-Zubehör: Das alles wird derzeit auf dem Mobile World Congress in Barcelona gezeigt. Da gibt es etwa GPS-Uhren zur mehr oder weniger eleganten Überwachung von Kindern oder wasserdichte Tablets. Samsung wiederum stellte ein neues Modell seiner Galaxy-Reihe vor, das sich in zehn Minuten kabellos aufladen lassen soll, LG eine verspielte Smartwatch. 04:51
04.03 Sicherheit durch Kunst? "Dieser Professor lehrt Studenten, wie man einen Bankraub begeht" - so reißerisch titelte vor ein paar Jahren ein österreichisches Gratis-Blatt über Armin Blasbichler und sein ungewöhnliches Seminar an der Fakultät für Architektur der Universität Innsbruck. Jeder seiner 21 Studenten, auch genannt "Blasbichlers TwentyOne", hat auf sein Geheiß eine Bankfiliale in Innsbruck analysiert und ihre Schwachstellen und Sicherheitslücken identifiziert, also Banküberfälle geplant und dadurch Notfallpläne aufgestellt - ein gleichermaßen ungewöhnlicher wie origineller Zugang zum Thema Sicherheit. Vergangene Woche war Armin Blasbichler beim Privacy Day der österreichischen Gesellschaft für Datenschutz Arge Daten zu Gast 04:50
05.03 Röntgenpass Eins zu zehn Millionen - oder innerhalb eines Monats vom Blitz erschlagen zu werden: so schätzen Experten das Risiko ein, durch eine einmalige Röntgenuntersuchung von Hand oder Zahn an einer strahleninduzierten Krebserkrankung zu sterben. Auf eins zu eine Million - oder innerhalb eines Jahres vom Blitz getroffen zu werden - erhöht sich das Risiko bei einer Röntgenuntersuchung von Ellenbogen oder Knie. Diese Wahrscheinlichkeiten sind für manche ein Grund, mehr über ihre persönliche Strahlenbelastung bei radiologischen Untersuchungen erfahren zu wollen. Ein Grazer Forscherteam hat das Thema im Rahmen eines EU-Projekts aufgegriffen und patientenfreundlich umgesetzt: mit einem elektronischen Röntgenpass, der seit Oktober des Vorjahres steirischen Nutzern per Mausklick Auskunft über ihre ganz persönliche Strahlendosis bei radiologischen Untersuchungen gibt 04:50
09.03 1) Das Smartphone als Geldbörse Endlich mit dem Handy bezahlen - wie lange wird das noch dauern? In den USA sind Paymentlösungen über das Smartphone keine Seltenheit mehr, und auch in Mitteleuropa sollen unkomplizierte Einkäufe mit Hilfe der Handy-Geldbörse bald möglich sein. 2) Burgenland-Breitband-Pakt Unter diesem Titel sollen alle Burgenländer bis 2019 schnelles Internet bekommen, und zwar mindestens 30Mbit pro Sekunde, die Hälfte sogar eine ultraschnelle Breitbandversorgung mit 100Mbit. Die Kosten für den Burgenland-Breitband-Pakt: bis zu 31 Millionen Euro. 3) "Ich habe doch nichts zu verbergen!" Warum diese Phrase kein Argument gegen starken Datenschutz und für Überwachung ist, belegt der Technikphilosoph Evgeny Morozov in einem jüngst erschienenen Essay. Demnach brauchen wir Privatsphäre, um uns weiterzuentwickeln, zu experimentieren und uns Räume für die Zukunft offenzuhalten. Das wahre Ziel von Datenschutz bestehe darin, "eine alternative Zukunft zu leben", während Unternehmen und Geheimdienste, die unsere Datenspuren auf Basis der Gegenwart quantifizieren, diese Möglichkeit stark einschränken würden. 04:51
10.03 1) Viele Bremser, wenige Kämpfer. Geheimpapiere zur EU-Datenschutzreform geleakt Deutschland, Großbritannien und Irland sind die größten Feinde einer guten europäischen Datenschutzreform, Österreich hingegen gehört zu den drei größten Befürwortern des Datenschutzes. Das zeigt die Auswertung von 11.000 geleakten Geheim-Dokumenten auf der Seite lobbyplag.eu. Heute gingen diese Dokumente online. Statt die Rechte der EU-Bürgerinnen zu stärken, gehen manche Vorschläge sogar hinter das Gesetz von 1995 zurück, wie die Analysen belegen. 2) Parteispenden.at In Österreich ist heute eine neue Transparenz-Plattform gestartet. Parteispenden.at möchte alle verfügbaren Informationen über Zuwendungen an Parteien bürgernah aufbereiten. Das Team besteht aus Aktivisten des Forums Informationsfreiheit, finanzieren will sich parteispenden.at unter anderem über eine Crowdfunding-Initiative auf Indiegogo. 04:44
11.03 1) Big Data in der Sozialwissenschaft Vom Geschäft mit Kundendaten bis zur Überwachung durch Geheimdienste - Big Data, das Sammeln und Auswerten von komplexen Datensätzen, hat in den vergangenen Jahren fast ausschließlich für negative Schlagzeilen gesorgt. Dass "Big Data" nicht nur ein Buzzword ist und in jedem Fall besser als sein Ruf, möchte der Physiker César Hidalgo vom Massachusetts Institute of Technology MIT zeigen. Am Media Lab des MIT arbeitet er an Visualisierungen riesiger Datenmengen. Anhand der Metadaten von Email-Accounts schlüsselt er beispielsweise Kommunikationsnetzwerke auf oder demonstriert, was die Sozialwissenschaften mit Hilfe von Google Street View lernen können. 2) Dijsselbloem gegen Varoufakis Kompromisslose Austeritätspolitik gegen mehr Gemeinwohl einmal anders: Jeroen Dijsselbloem, der Hüter des Euro, und der griechische Finanzminister Giannis Varoufakis treten rappend gegeneinander an. 04:53
12.03 EU-Roboter 700 Millionen Euro investiert die EU-Kommission bis zum Ende des Jahrzehnts in die Entwicklung europäischer Roboter. Mit dieser kräftigen Finanzspritze soll Europa der stärkste Player am weltweiten Robotermarkt bleiben. Dieser Markt wird für 2020 auf 60 Milliarden Euro geschätzt. Eindrücke, wie unser Leben mit Robotern aussehen könnte, erhält man derzeit beim 6. EU-Robotics-Forum in Wien, einer Art Leistungsschau der europäischen Robotik. Auch Österreich hat in diesem Feld einiges zu bieten 04:49
16.03 1) Der Pessimist. Evgeny Morozov in Wien Während die Bürger immer gläserner werden, agieren Unternehmen und Regierungen immer intransparenter. Diesem Widerspruch widmete sich gestern Vormittag die Veranstaltungsreihe "Europa im Diskurs" im Wiener Burgtheater. Prominentester Gast war Evgeny Morozov, unter anderem Autor des Buches "Smarte neue Welt. Digitale Technik und die Freiheit des Menschen." Morozov gilt als einer der schärfsten Kritiker des Handels mit unseren Daten. 2) Cebit eröffnet Rund 5.000 Aussteller präsentieren seit gestern auf der weltgrößten Computermesse in Hannover ihre Innovationen. Der Schwerpunkt der Cebit liegt diesmal auf dem Internet der Dinge, also der Vernetzung des Alltags, und der Industrie 4.0. 04:51
17.03 1) CeBIT-Schwerpunkt: Internet der Dinge Auf der weltgrößten Computermesse, der CeBIT, steht diesmal das Internet der Dinge im Zentrum. Rund 3.300 Unternehmen präsentieren in Hannover seit Sonntag ihre Vorstellungen davon, wie sich alles mit allem vernetzen lässt und dazu noch einen Mehrwert für die Konsumenten bringen soll. Neben vielen verzichtbaren Spielereien ist auch manch Hilfreiches dabei, etwa ein System, um leichter einen Parkplatz zu finden. 2) Dauerthema: Überwachung Die Wikimedia Foundation, die Stiftung hinter dem Onlinelexikon Wikipedia, verklagt den US-Geheimdienst NSA 04:51
18.03 1) Industrie 4.0 Die Rückkehr zum Unikat: das ist eines der Versprechen der Industrie 4.0. Hinter diesem Schlagwort verbirgt sich eine neue Art der Produktion: Wurden in der dritten industriellen Revolution die Maschinen vernetzt, sollen sie im nächsten Schritt vollautomatisiert arbeiten und zum Beispiel den Nachschub selbst steuern oder die Logistik. 2) Alle Macht für den Geheimdienst? Heute hat die britische Bürgerrechtsorganisation Privacy International ein Papier veröffentlicht, wonach die britische Regierung weitreichende Befugnisse für den Geheimdienst GCHQ fordert. Demnach soll der Dienst unabhängig von Verdachtsmomenten in jeden Computer auf der Welt einbrechen dürfen. Privacy International bezeichnet den Vorschlag als "massiven Eingriff in die Privatsphäre". 04:46
19.03 1) Bio-Elektronik Silizium gehört zu den wichtigsten Baustoffen der Elektronikbranche. Alle Mikrochips, die Herzstücke unserer elektronischen Gadgets, bestehen aus dem Halbmetall. Die Vorteile des aus Sand gewonnen Silizium liegen auf der Hand: es ist sehr beständig und höchst leistungsfähig. Doch nicht immer ist die Langlebigkeit erwünscht. Forscherteams arbeiten daher seit ein paar Jahren an biologisch abbaubarer Elektronik. Auch in Österreich, wo an der Kepler Universität Linz an den Grundlagen elektronischer Bauteile geforscht wird, die auch im menschlichen Körper eingesetzt werden könnte 2) #varoufake Die vielleicht spannendste Story des heutigen Tages verbirgt sich hinter dem Twitter-Hashtag #varoufake. Am Sonntag präsentierte Günther Jauch im deutschen Fernsehen ein Video, in dem der griechische Finanzminister Varoufakis den Deutschen den Stinkefinger zeigt. Nun sagt der deutsche Satiriker Jan Böhmermann, das Video sei gefälscht und der Finger hinein montiert - von ihm nämlich. Digitale Technologie würde eine derartige Fälschung tatsächlich möglich machen. Und nun weiß keiner, was wahr ist - ein lehrreiches Medienspiel 04:49
23.03 1) Codeweek 2015 An die 900.000 Fachkräfte im IKT-Bereich - also in der Informations- und Kommunikationstechnik - werden in den kommenden fünf Jahren in der EU fehlen, befürchtet die Europäische Union. Denn während die Zahl der Arbeitsplätze im Bereich Technik steigt, stagniert die Zahl jener, die ein Studium im IKT-Bereich abschließen. Dass Programmieren keine Geheimwissenschaft ist und auch der Umgang mit digitalen Medien nicht kompliziert ist, das soll die Initiative "EU Code Week" jährlich zeigen 2) Google Streetart Projekt Die Stadt als Leinwand: das ist das Konzept von Straßenkunst, die über die allgegenwärtigen inhaltsleeren Kritzeleien hinausgeht. Aber Streetart ist vergänglich - das zeigte sich zum Beispiel letzten Sommer, als 5pointz, einer der Streetart-Pilgerorte in New York, abgerissen wurde.Google hat die städtischen Wandmalereien im Vorjahr in sein Google Art Projekt aufgenommen und die Straßenkunst-Sammlung nun auf 10.000 Stück verdoppelt, mit Stücken von Delhi bis Buenos Aires. Google präsentiert seine Streetart-Sammlung aus 34 Ländern in HD-Panorama-Bildern. Damit sind die bunten Open Air-Gallerien aus allen Weltecken bequem vom Schreibtisch aus zu durchwandern. 04:52
24.03 Auto durchquert autonom die USA Am Sonntag ist ein selbstfahrendes Auto in San Francisco zu einer historischen Fahrt aufgebrochen. Es soll die USA komplett autonom durchqueren. Mitte nächster Woche wird das Fahrzeug in New York ankommen. Zur Sicherheit sitzt auch immer ein Fahrer am Lenkrad, um notfalls eingreifen zu können 04:51
25.03 Bike-Citizens. App-Unterstützung für Radler "Je mehr Radfahrer unterwegs sind, desto weniger Unfälle mit Radfahrern passieren". Zu diesem erstaunlichen Ergebnis kommt eine OECD-Studie. Fazit: Die Leute sollen mehr Rad fahren! Damit das passiert, braucht es vielerorts noch einiges an Infrastruktur, etwa ein besseres Radwege-Netz, oder technische Unterstützung, die Radfahrern bei der Routenplanung hilft.Um etwa besonders gefährliche Straßen auszuweisen, hat ein Grazer Startup-Unternehmen einen digitalen Assistenten entwickelt: eine Navigations- und Routenplanungs-App, die den Nutzern auf Basis von Open-Street-Map-Daten die jeweils beste Strecke von A nach B anzeigt. 104 Städte in 13 Ländern haben die Grazer mit ihrer mehrfach preisgekrönten "Bike-Citizens"-App schon erobert, derzeit expandieren sie nach Polen 04:50
26.03 1) Weltverbesserung spielen "Haben Sie kurz Zeit für eine Umfrage?" Bei vielen ist diese Frage nicht sonderlich beliebt, verspricht sie doch primär unbezahlte Arbeit für eine Marktforschungsfirma. Das Forschungsprojekt "Crossing Borders" sucht nach einem anderen Weg. Es will herausfinden, wie man Menschen spielerisch dazu anregen kann, auch mal auf das Auto zu verzichten.Der Fragebogen für das Projekt ist als Onlinegame getarnt, alleine und in Teams sollen die SpielerInnen möglichst viele Punkte sammeln 2) Climate Challenge Auch an einem weiteren neuen Serious Game haben österreichische ForscherInnen mitgearbeitet: Es nennt sich Climate Challenge und soll Bewusstsein für die Klimaänderung und die dahinterliegenden Untersuchen schaffen. Das Spiel ist eine Art Online-Trivial Pursuit, mitgestaltet wurde es von der Wiener Modul University und dem Decarbonet-Team rund um Arno Scharl in Kooperation mit der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) der USA. 04:49
30.03 Trauer im Netz Zur Osterzeit brennen nicht nur Kerzen aus Wachs, sondern auch viele virtuelle. So auch zum Absturz des Germanwings-Fluges 9525.Kaum war die Nachricht vom Crash des Flugzeuges bestätigt, posteten Nutzer "Rest in Peace" - Ruhe in Frieden - Botschaften auf verschiedenen Internetseiten. Auf Twitter und Facebook erschienen eigenen Trauerportale. Madeleine Amberger über die Frage, wie sich der Umgang mit Tod und Sterben in Zeiten des Netzes verändert hat. 04:47
31.03 1) Googles Mastermind Der US-amerikanische Technologiekonzern Google gilt als eines der mächtigsten Internetunternehmen der Welt. "Googeln" steht mittlerweile (nicht nur im Duden) als Synonym für recherchieren und "im Internet suchen". 3,5 Milliarden Suchanfragen stellen Nutzer und Nutzerinnen weltweit täglich an die Suchmaschine. Der Emaildienst Gmail, der Online-Atlas Google Maps und der virtuelle Globus Google Earth, die Videoplattform Youtube oder das Betriebssystem Chrome sind nur einige Dienste, die Google anbietet, Herzstück ist und bleibt aber die Suchmaschine. Der Technologiekonzern hat mehr als 52.000 Mitarbeiter, die Hälfte davon sind Forscher und Techniker, die unter anderem daran arbeiten, die Suchmaschine zu optimieren. Vergangene Woche war der Direktor der Forschungsabteilung, der Computerwissenschaftler Peter Norvig, in Wien. 2) Googles sträfliche Neugier In England ist Google jetzt in der höchsten Instanz verurteilt worden, weil es gegen den Willen von Usern persönliche Daten gesammelt hat. Das berichtet das Datenschutzportal unwatched.org In den Jahren 2011 und 2012 hat Google Sicherheitseinstellungen im Safari-Browser umgangen und mit Hilfe eines Cookies etwa Informationen über Surfgewohnheiten, religiöse oder politische Überzeugungen erhalten. Durch den Gerichtsentscheid können Millionen von Briten Google nun klagen, weil der Konzern ihre Privatsphäre verletzt hat. 04:48
01.04 1) "Unreife Technik". Nick Roy über autonome Drohnen. Vor kurzem gab die US amerikanische Flugbehörde FAA dem Internetgroßhändler Amazon grünes Licht, Drohnen zu testen. Der Konzern hat Ende 2013 bekannt gegeben, dass er an der Paketzustellung per unbemanntem Fluggerät arbeitet. Die handlichen fliegenden Transporter sollen nicht von einem Piloten gesteuert werden, sondern autonom per GPS ihren Weg finden. Der US-amerikanische Versandhändler ist nicht der einzige, der mit solchen autonomen Drohnen viel vor hat. Zivile Drohnen könnten auch Bauern und Menschen in entlegenen Gegenden das Leben vereinfachen. Doch trotz der derzeitigen Euphorie stehen die autonomen Drohnen noch vor großen technischen Hürden. Das hat Anna Masoner von Nick Roy, Professor am Massachusetts Institute of Technology erfahren. 2) Euro-Kampfdrohne Bei den militärischen Drohnen haben bisher Israel und die USA die Nase vorn. Seit Jahren versuchen die Europäer nachzuziehen. Anfang der Woche hat die deutsche Bundeskanzlerin Merkel bekannt gegeben, dass Deutschland zusammen mit Italien und Frankreich an einer europäischen Kampfdrohne arbeiten wird. Die Eurodrohne soll spätestens 2025 fliegen. 04:52
02.04 Musikstreaming neu? Songbörse Tidal geht online it großen Worten wurde Montagnacht der neue Streaming-Dienst Tidal präsentiert: "Unsere Mission geht über Kommerz und Technologie hinaus", sagte zum Beispiel die Sängerin Alicia Keys bei der Präsentation in New York. Hinter dem neuen Streamingportal stehen viele US-Stars wie Madonna, Kanye West, Coldplay und Beyoncé, gekauft hat den Dienst der Rapper Jay-Z. Auch die Sängerin Taylor Swift, die ihre Alben von der Konkurrenzplattform Spotify wegen schlechter Bezahlung entfernen ließ, ist bei Tidal dabei. Tidal wirbt mit hoher Klangqualität, 25 Millionen Songs und 75.000 Musikvideos, der Dienst ist für 9,99 oder 19,99 Euro auch in Österreich verfügbar. Bei Streamingdiensten wie Spotify, Beats oder Deezer können Nutzer legal und gegen eine monatliche Gebühr Musik konsumieren. Welche Konkurrenten hat der neue Dienst auf dem Online-Markt? 04:48
07.04 40 Jahre Microsoft Nicht in einer Garage im Silicon Valley, sondern in einem schäbigen Mietbüro in New Mexiko gründeten am 4. April 1975 die Schulfreunde Bill Gates und Paul Allen die Firma Microsoft. Dank Großkunden wie dem US-amerikanische IT-Unternehmen IBM wird Microsoft über die Jahre zu einem der wichtigsten Unternehmen der boomenden Computerindustrie und dominiert die Branche. Denn vermutlich jeder, der zu Hause oder im Büro an einem Computer arbeitet, hat schon einmal eines der Produkte von Microsoft verwendet: das Betriebssystem Windows, die Programme Word oder Excel oder den Internet-Browser Internet Explorer. Eine Zeit lang galt Microsoft als mächtigstes Unternehmen der Welt, seine tonangebende Position hat der Softwarekonzern mittlerweile aber verloren, berichtet Wolfgang Stuflesser aus Los Angeles. 04:51
08.04 1) 1.000 Schrauben Sisyphusarbeit Handyreparatur Viele Smartphone-Besitzer kennen das Problem: Das Handy ist zwar erst ein oder zwei Jahre alt, trotzdem versagt der Einschalt-Knopf schon seinen Dienst oder der Akku schwächelt.Smartphones werden als Wegwerfartikel gebaut, kritisiert etwa die Deutsche Umwelthilfe. Dabei lassen sich einzelne Bauteile tauschen - oft allerdings nur theoretisch. Denn wer traut sich schon, sein Smartphone selbst zu zerlegen und wer hat auch das passende Werkzeug daheim? Julia Gindl hat sich das Innenleben ihres Smartphones vom Wiener Startup Fixmyphone zeigen - und auch gleich reparieren lassen. 2) Roboter nach dem Vorbild Verstorbener Roboter mit Persönlichkeit: Diese Science-Fiction Vision hat sich Google kürzlich patentieren lassen, wie das amerikanische Portal zdnet berichtet. Der Patentantrag mit Bewilligung vom 31. März sichert sich auch die Rechte, Robotern Züge und Eigenschaften von Verstorbenen zu geben - gespeist aus den Daten, die die Maschine etwa in Mobilgeräten und anderen digitalen Speichern findet. 3) Massenüberwachung seit den 1990er Jahren Die USA haben schon ein Jahrzehnt vor 911 damit begonnen, milliardenfach Telefongespräche aufzuzeichnen. Das schreibt die Zeitung USA Today. Betroffen waren vor allem Auslandstelefonate in insgesamt 116 Länder, die die Behörden mit Drogenschmuggel in Verbindung brachten. Dieses Programm diente der NSA später als Vorbild für seine eigene verdachtsunabhängige Massenüberwachung, so USA Today. 04:49
09.04 1) Technik kinderleicht "Technik kinderleicht" - unter diesem Schlagwort sollen KindergartenpädagogInnen lernen, wie sie den Kleinsten Technik und Naturwissenschaften schmackhaft machen können. Heute Vormittag wurde das Projekt des Technischen Museums Wien und der Jungen Industrie präsentiert.Vor allem sind kleine Kinder noch sehr neugierig - eine Neugier, die ihnen später oft ausgetrieben wird. Statt als Bildungschance wird der Kindergarten in Österreich noch immer als Betreuungseinrichtung gesehen, was überhaupt nicht mehr dem internationalen Standard entspricht. "Technik kinderleicht" soll dies beispielhaft ändern. Dafür werden heuer insgesamt 50 Pädagoginnen - und natürlich auch die wenigen Kindergartenpädagogen - die Chance bekommen, den gleichnamigen Lehrgang zu durchlaufen. Das Ziel ist es, ihnen das Werkzeug für spielerische Technikvermittlung an die Hand zu geben. Bewerben für den Lehrgang kann man sich auf der Webseite des Technischen Museums Wien 2) Sammelklage gegen Facebook Erster. Verhandlungstag in Wien Ist das Gericht in Wien überhaupt zuständig für Max Schrems' Sammelklage gegen Facebook? In dieser Frage gab es heute beim ersten Verhandlungstag in Wien keine Entscheidung. Schrems vertritt in seiner Klage 25.000 Facebook-Nutzer, die dem sozialen Netzwerk unter anderem vorwerfen, unrechtmäßig Daten zu sammeln und weiterzugeben. Die Facebook-Anwälte bestreiten eine Zuständigkeit des Gerichts in Wien. Egal wie die Entscheidung ausfällt: zu erwarten ist, dass beide Parteien bis zum Höchstgericht gehen. 04:45
13.04 1) Kampf der Automaten Robotchallenge in Wien Am Wochenende kämpften in Wien wieder die Maschinen - bei der 12. Robotchallenge. 640 Roboter aus 40 Ländern traten etwa beim Sumo-Ringen gegeneinander an. Im Air Race hingegen sollten sie einen Parcour so schnell wie möglich absolvieren. Und auch die Besucher mussten nicht nur zusehen: sie konnten mit Lasercuttern und 3D-Druckern experimentieren, während die Robotik-Teams angesichts ihrer Gegner schwitzten. 2) Verbietet die UNO Killerroboter? Mit Robotern von der furchteinflößenden Sorte beschäftigt sich ab heute in Genf die UNO. Sie berät dort über ein Verbot von autonomen Kriegsrobotern. Eines der großen Probleme mit derlei Kriegsmaschinen - wer ist verantwortlich, wenn sie Kriegsverbrechen begehen? Wie ein am Donnerstag publizierter Bericht von Human Rights Watch und Harvard Law School zeigt, gibt es unter den derzeit geltenden Gesetzen niemanden, den man (wie es das Kriegsrecht fordert) für ein Massaker durch Kriegsroboter zur Verantwortung ziehen könnte - weder die Softwarehersteller, noch die Programmierer oder die Kommandeure. Ein Beitrag von Franz Zeller. 04:49
14.04 1) Biohacking Seit 20 Jahren versteht sich die Waag Society mit seinem offenen Medienlabor als spannender Schnittpunkt für Künstler, Wissenschaftler und interessiertes Publikum. Eines ihrer Anliegen: die Open Source Idee zu propagieren, egal ob in Design, Kunst oder Elektronik. Mit der Initiative Fairphone, die ein einigermaßen fair produziertes Smartphone auf den Markt gebracht hat, ist aus der Waag Society sogar eine kleine Firma hervorgegangen. 2) Historische Wienpläne online Historische Karten und Pläne von Wien sind seit kurzem über das "Wien Geschichte Wiki" abrufbar. Die älteste bekannte planartige Darstellung, der "Albertinische Plan" aus dem Jahr 1421 ist ebenso dabei wie Ansichten von Wien aus der Ersten Türkenbelagerung. Die derzeit 116 Karten stammen aus den Beständen des Wiener Stadt- und Landesarchivs. Die Ansichten stehen zum Teil auch als hochauflösende Scans zum Download zur Verfügung. 04:50
15.04 1) Höchstspeicherfrist statt Vorratsdatenspeicherung Die Vorratsdatenspeicherung kommt wieder, unter neuem Namen - zumindest in Deutschland. Sie heißt dort jetzt "Höchstspeicherfrist". Innenminister De Maiziere hat seine Pläne für die erneute Speicherung aller Telekommunikationsdaten aller Bürger heute Mittag präsentiert. Auch in Österreich wünscht sich etwa Justizminister Wolfgang Brandstetter einen Ersatz für die vom Europäischen Gerichtshof vor genau einem Jahr gekippte Vorratsdatenspeicherung. Bürgerrechtsgruppen wie der AKVorrat warnen vor der anlasslosen Totalüberwachung der Bürger. Vor allem habe sie im Kampf gegen den Terror so gut wie nichts gebracht. 2) EU-Wettbewerbsverfahren gegen Google Google bevorzuge in seinen Suchergebnissen seine eigenen Dienste und missbrauche damit seine Marktmacht. Das sagte die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager heute Mittag. Deshalb leitet die EU-Kommission ein Verfahren gegen Google ein. In einem ersten Schritt hat der Internetkonzern zehn Wochen Zeit, auf einen Mahnbrief zu antworten. Im Extremfall könnte eine Strafe bis zu einer Höhe von 10% des Jahresumsatzes drohen (Jahresumsatz: rd. 66 Mrd. Dollar). Im Visier der Kommission steht Google auch wegen seines Handybetriebssystems Android, das den Smartphone-Markt dominiert 04:52
16.04 Bitcoins: die rätselhafte Währung In mehr und mehr Lokalen und Geschäften weltweit können Kunden ihre Rechnungen mit Bitcoins bezahlen - einer dezentralen, rein digitalen Währung, für die es keine Notenbank gibt. Im Onlinehandel floriert die digitale Kunstwährung seit geraumer Zeit - seit nämlich vor rund sieben Jahren ein geheimnisumwobenes Rechengenie den komplizierten Algorithmus hinter der Krypto-Währung entwickelt hat. Nun hat in Österreich die unabhängige Aufsichtsbehörde für den Finanzmarkt zwar kürzlich klargestellt, dass keine Banklizenz für den Vertrieb von Bitcoins nötig ist, viele Fragen sind aber nach wie vor offen. Fragen nach Kursschwankungen etwa, nach möglichen Sicherheitslücken oder auch nach gesetzlichen Regelungen. Das Interesse der Nutzerschaft dieses Open-Source-Projekts ist dennoch groß, ebenso groß wie das Engagement eines jungen Grazer Start-Up-Unternehmens, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Bitcoin-Community zu erweitern und zu stärken - unter anderem mit einem Bitcoin-Bankomat 04:46
20.04 1) Wie schauen wir fern? Astra-Fernsehstudie 2,29 Millionen Österreich sehen bereits HD-TV, hochaufgelöstes Fernsehen. Das zeigt der TV-Monitor von GfK Austria im Auftrag von ASTRA. Letzte Woche wurden die neuesten Zahlen präsentiert. Der beliebteste Empfangsweg für Fernsehen ist der via Satellit, zweieinhalb Millionen Haushalte nutzen die TV-Schüssel 2) Moore's Law und kein Ende in Sicht Höher schneller weiter - noch immer geht es mit der Prozessorleistung in Handys, Tablets und PCs aufwärts. Einer, der diese Entwicklung vorausgesehen hat, ist Gordon Moore. Er hat sie sogar in ein eigenes Gesetz gebannt das als Moore's Law bekannt wurde. Gestern jährte sich die Veröffentlichung von Moores Aufsatz zum 50ten Mal. Jan Rähm über Moore's Law. 04:51
21.04 1) Faire Elektronik Ungefähr 60 verschiedene Stoffe braucht es für die Produktion eines einzigen Smartphones, darunter allein 30 verschiedene Metalle wie Kupfer, Gold oder Palladium. Zum Teil bestehen unsere elektronischen Gerätschaften aus Konfliktmineralien, also aus Rohstoffen, die oft unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in Entwicklungs- oder Schwellenländern gewonnen werden. Zwei Initiativen in Europa versuchen seit einiger Zeit fair produzierte IT-Geräte herzustellen. 2) Google bevorzugt ab heute Mobile Mit dem heutigen Tag ändert Google seinen Suchalgorithmus und bevorzugt Webseiten, die für die mobile Abfrage optimiert sind. Damit reagiert der Konzern auf geänderte Surfgewohnheiten. Immer mehr Menschen nutzen das Netz unterwegs, vom Handy aus. Vor allem kleinere Firmen, die ihre Seiten nicht responsiv gestaltet haben, werden damit in den Suchergebnissen nach unten rutschen. 3) Kochen 2025 Wie sieht die Küche der Zukunft aus? Sie enthält auf jeden Fall einen Tisch, der Rezeptvorschläge macht - je nachdem, welche Zutaten man darauf legt. So sieht das zumindest Ikea. Es hat von Studenten eine Küche für das Jahr 2025 entwerfen lassen. Einen Großteil der Küche nimmt ein eigener Recyclingteil ein. Kühlschrank gibt es keinen mehr, gekühlt wird in transparenten Behältern mit Hilfe von Induktion. 04:52
22.04 1) Immer auf Sendung Mit einem Periskop kann man gefahrlos aus seiner Deckung spähen, ohne gesehen zu werden - etwa aus einem U-Boot heraus. Just diesen Titel hat auch ein von Twitter entwickeltes Werkzeug bekommen, das als das nächste große Ding gilt: Wer sich die App "Periscope" herunter lädt, kann von seinem Handy aus live Videos senden bzw. im Netzjargon: streamen. Einzelpersonen wie auch Nachrichtenhäuser experimentieren bereits mit Periscope. Einer von ihnen ist der deutsche Journalist und Blogger Richard Gutjahr, der vor kurzem bei den Österreichischen Journalismustagen zu Gast war 2) Der Vietnamkrieg in Bildern Rund zwanzig Jahre lang dauert der Krieg zwischen dem kommunistische Nordvietnam und dem von den USA unterstützten Südvietnam. Bilder von der Kriegsrealität präsentiert heute der englische Guardian im Netz. Es sind verstörende und atemberaubende Aufnahmen von Associated Press-Fotografen samt erklärender Texte. 04:50
23.04 BadUSB: Harmloses Äußeres, gefährliches Inneres Einen USB-Port hat jeder Computer. An ihn stecken wir Tastatur, Mobiltelefon oder natürlich auch einen USB-Stick an, auf dem wir etwa die Fotos vom letzten Strandurlaub gespeichert haben. Ein USB-Stick kann aber auch den kompletten Rechner samt angeschlossenen Geräten mit Schadsoftware infizieren. Das Perfide daran: Es geschieht auf eine Art, die man weder entdecken noch rückgängig machen kann. 04:48
27.04 1) Intelligentes Wohnen Ein Kühlschrank bestellt Essen via Internet. Der Badezimmerspiegel blendet Nachrichten und Termine ein, und der Wecker versteht mittels Sensoren in der Matratze unseren Schlaf und holt uns je nach Verkehrslage sanft und rechtzeitig in den Tag: Seit Anfang der Nullerjahre wird das Konzept von vollautomatisierten Hightech-Wohnungen mit Visionen wie diesen beworben - Visionen, die bislang nicht eingelöst wurden. Aktuelle Wohnkonzepte für die Zukunft versprechen alle "Intelligentes Wohnen" - intelligent im Sinne von smart und vernetzt oder auch nachhaltig und energieautark. 2) Drohnen in Europas Luftraum Drohnen sollen in Europa nahtlos in den Luftraum integriert werden. Das hat die EU-Transportkommissarin Violeta Bulc vor kurzem in der Riga Declaration bestätigt. U.a. könnte es zu einer Einteilung in drei Risikoklassen kommen, von kleinen Spielzeugdrohnen über kommerzielle Drohnen für Filmaufnahmen oder Industrieinspektionen bis zu aus der Ferne pilotierten Transportdrohnen. Ein Vorschlag sieht vor, dass alle Drohnen eine Art Kennzeichen bekommen, um die Verantwortung bei Unfällen schnell klären zu können. Kommerzielle Drohnenflüge sollen ab 2016 in ganz Europa möglich werden. 04:48
28.04 1) Strafgesetz wird internettauglich Wenn ein Einbrecher ein Auto im Wert von 3000 Euro knackt, macht es für das Gesetz einen großen Unterschied, wie er das tut. Hat er den Schlüssel nachgemacht, drohen ihm viereinhalb Jahre Haft, knackt er das Funksignal der Tür, kommt er mit weitaus weniger Strafe davon. Letzteres gilt nur als einfacher Diebstahl. Künftig wird sich dies ändern. Die geplante Novelle des Strafgesetzes passt sich an die Entwicklungen in der Telekommunikation und der Internetkriminalität an. 2) Auto-Notruf kommt 2.500 Verkehrstote weniger auf Europas Straßen: Das ist das Ziel von eCall - eines Systems, das nach einem Autounfall automatisch die Rettungsdienste ruft. Heute Mittag wurde eCall im europäischen Parlament beschlossen. Der automatische Notruf soll die Zeit bis zum Eintreffen der Rettung halbieren. Ausgelöst wird eCall entweder beim Öffnen des Airbags oder manuell über eine Taste. In Betrieb gehen wird eCall im März 2018 - ab diesem Datum müssen alle Neuwagen mit dem automatischen Notruf ausgestattet sein. 04:51
29.04 1) Ist Datensammeln un-europäisch? Vor allem amerikanische IT-Giganten haben das Sammeln von Daten zum Geschäftsmodell gemacht. Google etwa wertet täglich 3,5 Milliarden Suchanfragen aus. Die persönlichen Daten der Nutzer verarbeitet der Technologiekonzern dann weiter, um passende Suchergebnisse zu liefern und gezielt Werbung schalten zu können. Damit bringt es Google in fast allen europäischen Ländern - mit Ausnahme Tschechiens - bei den Suchmaschinen auf einen Marktanteil von 90 Prozent. Zum Teil schlägt sich die Datensammelwut von Google, Facebook und anderen aber sehr mit europäischen Werten oder Gesetzen. Europa muss daher endlich die EU-Datenschutzreform abschließen, fordert eine Expertin aus der Technikfolgenabschätzung. 2) Google als Presse-Mäzen Gestern hat Google bekannt gegeben, in den nächsten drei Jahren 150 Millionen in den europäischen Journalismus zu investieren. Die "Digital News Initiative" hat laut Google das Ziel, "qualitativ hochwertigen Journalismus in Europa durch Technologie und Innovation" zu fördern. Bereits an Bord sind acht große Zeitungshäuser, darunter der Guardian, die Zeit oder El País. Es können sich aber auch IT-Startups für Geld aus dem Fonds bewerben. Was auf den erste Blick wie großes Mäzenatentum klingt, hat auf den zweiten Blick möglicherweise strategische Gründe: Es wirkt wie ein Versuch Googles, seine jüngsten Probleme in Europa etwas in den Griff zu bekommen und für gute Stimmung zu sorgen. So greifen vor allem deutsche Zeitungsverlage Google an, weil die Suchmaschine ihre Inhalte im Netz verteilt, die Werbegelder aber selbst einsteckt. Und vor zwei Wochen hat die EU eine offizielle Untersuchung eingeleitet, die Google nicht sehr willkommen ist: Der Grund ist Googles markbeherrschende Stellung im Suchmaschinenmarkt und beim Handybetriebssystem Android. 04:51
30.04 Intelligent Parkplatz suchen Immer mehr Geräte und Alltagsgegenstände werden heute mit kleinen Computern ausgestattet, die online gehen oder per App gesteuert werden können. In diesem "Internet der Dinge" wird viel kommuniziert: da berichtet der Kühlschrank, dass es Zeit wird, Milch zu kaufen, oder ein Parkplatz, dass er gerade verfügbar ist. Wirklich alltagstauglich sind diese intelligenten Produkte und Projekte meist noch nicht, Probleme bereiten hier oft noch Funkstörungen oder nicht planbare Einflüsse aus der Umwelt. Mit Hürden und Herausforderungen beim "Internet der Dinge" haben sich jetzt Grazer Wissenschaftler beschäftigt: sie haben eine neue Software getestet, die unter anderem ein Parkplatzsuchsystem in Barcelona zuverlässiger machen soll 04:51
04.05 Strafen für Ablenkung durch Smartphone Der Mensch ist einfach kein Multitasker. Wir haben nur ein beschränktes Maß an Aufmerksamkeit zur Verfügung. Teilen wir es auf zwei, drei Dinge auf, bleibt für die einzelnen Aufgaben kaum mehr was übrig. Zum Beispiel können wir uns, laut dem Neurobiologen Martin Korte, kaum etwas nachhaltig merken, wenn wir uns nur unter anderem damit beschäftigen. So sind wir auch gefährlich unaufmerksam, wenn wir durch den ständigen Blick aufs Smartphone abgelenkt sind. Einige amerikanische Städte verhängen deshalb schon Strafen, etwa für "abgelenktes Laufen". 04:52
05.05 Beruf: Digital-Therapeutin "Facebook macht blöd, blind und erfolglos" oder - "Email macht dumm, krank und arm". Das sind Buchtitel der Autorin Anitra Eggler, die sich selbst als "Digital-Therapeutin" bezeichnet. 15 Jahre lang hat sie in diversen Jobs das World Wide Web und seine Nutzer kennengelernt. Die Marktlücke, die Anitra Eggler dabei für sich fand: Anleitungen, wie man Technik nutzen kann, ohne sich von ihr versklaven zu lassen. 04:51
06.05 1) Vorreiter Afrika: Bezahlen mit dem Handy "Mobile Payment" ist zumindest als Gesprächsthema populär. Schon bald soll es üblich sein, im Geschäft mit dem Smartphone zu bezahlen. Doch während viele Europäer dem Bezahlen mit dem Handy noch skeptisch gegenüberstehen, ist es für viele Afrikaner längst Alltag. Die großen Telekomanbieter setzen in Afrika mehr denn je auf Mobile Payment. Und auch eine Reihe afrikanischer Startups arbeitet an innovativen Bezahllösungen, berichtet Marc Dugge aus Afrika. 2) NSA nutzt automatische Spracherkennung Bereits seit einem Jahrzehnt setzt die NSA Spracherkennungssoftware ein, um Telefongespräche automatisch zu belauschen. Das berichtet The Intercept auf Basis von Snowden-Dokumenten. Demnach kann der amerikanische Geheimdienst Gespräche zumindest grob verschriftlichen und dann nach Stichwörtern durchsuchen. Die Agenten nennen ihr System "Google für Stimme". Intensiv eingesetzt wurde es in Kriegsgebieten wie Irak und Afghanistan, aber auch in Lateinamerika. Wie weit es auch zur Analyse der Abermilliarden von Telefongesprächen eingesetzt wurde, die die NSA in westlichen Ländern abgehört hat und abhört, ist unklar. 04:47
07.05 1) EU-Kommission präsentiert Digitalstrategie Gestern Nachmittag hat die europäische Kommission in Brüssel ihre neue Digitalstrategie präsentiert. Europa soll mit dem Internetzeitalter endlich Schritt halten, die EU-Kommission strebt daher in fast allen IT-Bereichen Änderungen an, berichtet Julia Gindl. 2) Die re:publica und das Murmeltier Einst war die re:publica in Berlin das Jahrestreffen der Blogger, dann wurde sie zu einem Treffpunkt der Netzgemeinde. Nun, 9 Jahre nach ihrem Beginn, ist sie eine Gesellschaftskonferenz - einfach, weil ihre Themen mitten in der Gesellschaft angekommen sind, wie der Mitbegründer und Netzaktivist Markus Beckedahl meint. Manchmal fühle er sich außerdem wie die Hauptfigur in "Ewig grüßt das Murmeltier". Die brennenden Themen in den letzten Jahren seien dieselben geblieben von der anlasslosen Massenüberwachung bis hin zum Kampf für die Netzneutralität. 04:49
11.05 1) Anti-Spionage-Tool Was tun, wenn das Handy abgehört werden könnte? Man baut einfach ein Abhör-Abhörgerät. Dieses Projekt hat ein Forscherteam letzte Woche bei den Linuxtagen in Wien präsentiert. Imsi-Catcher-Catcher nennt SBA Research seine Entwicklung und betrachtet es als Gerät zur digitalen Selbstverteidigung 2) Stalin-Opfer online Rund 780 Kurzbiografien von österreichischen Stalin-Opfern sind ab sofort online. Nachzulesen sind sie auf den Seiten des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands. In den 30er Jahren lebten tausende Österreicherinnen in der Sowjetunion, darunter auch 750 Schutzbündler. Vor allem nach dem deutschen Angriff im Juni 1941 wurden viele von ihnen verhaftet und hingerichtet, meist mit dem Vorwurf der Agententätigkeit. In keinem einzigen Fall konnte diese Spionagetätigkeit belegt werden. 04:52
12.05 "Völlig außer Kontrolle" Geheimdienstarbeit unter Leitung der USA 1,3 Milliarden Datensätze liefert der deutsche Bundesnachrichtendienst pro Monat an die NSA. Das berichtet Die Zeit online heute. Ob das rechtens ist, weiß keiner. Aber mit dem Recht nehmen es Geheimdienste im Regelfall sowieso nicht so genau. Seit Edward Snowden wissen wir, dass wir totalüberwacht werden. ORF-Kollege Erich Möchel hat erst vor ein paar Tagen eine Abhöranlage am Dach der britischen Botschaft im dritten Wiener Bezirk aufgedeckt. Auch für den ehemaligen Leiter des österreichischen Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung Gert Polli haben die Snowden-Enthüllungen die Perspektive verändert, wie er sagt. Nun berät Polli Firmen in Sicherheitsfragen. Julia Gindl hat mit ihm über die vieldiskutierte Vorratsdatenspeicherung und Nachrichtendienste gesprochen. 04:52
13.05 "Punkt hiv". Die Aids-Spenden-Domäne Der Life-Ball ist Europas größte Benefizveranstaltung im Kampf gegen Aids. Am kommenden Samstag wird er im Wiener Rathaus zum 23. Mal mit viel Gold gefeiert - mit so prominenten Gästen wie Placido Domingo oder Charlize Theron. Das Ziel: Aufmerksamkeit und natürlich auch Spenden für HIV und Aids-Kranke zu bekommen und die Krankheit zu enttabuisieren. Ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin hat sich der digitalen Aufmerksamkeit verschrieben: Neben Internet-Adress-Endungen wie .com vermittelt er die Endung .hiv - quasi ein digitales "red ribbon" , ein rotes Band, das Solidarität mit HIV-Infizierten ausdrückt. 04:51
18.05 3D-Scans am Fließband In Museen ist meist nur ein Bruchteil jener Kulturgüter zu sehen, die sie besitzen. Vieles muss platzbedingt in Dach- und Kellerräumlichkeiten gelagert werden, verborgen vor den Augen der Besucher. Zweidimensionale Objekte wie Gemälde, Fotografien oder Schriften lassen sich seit geraumer Zeit einfach digitalisieren und damit auch via Netz zugänglich machen. Nicht ganz so gut steht es um die Aufbereitung dreidimensionaler Objekte. Ihre Digitalisierung ist zeitaufwändig und teuer. Ein neues Verfahren aus Graz macht die 3-D-Digitalisierung massentauglich und günstiger - mittels Fließband-Scan. 04:51
19.05 1) Überwachungsstaat? Neues Staatsschutzgesetz in Österreich Mehr Überwachungswerkzeuge für österreichische Behörden: das soll das neue Staatsschutzgesetz bringen, wenn es nach dem Entwurf von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner geht. Dass der österreichische Verfassungsschutz mehr Befugnisse zur Terrorismusbekämpfung bekommen soll - zum Beispiel einfacheren Zugriff auf Daten, längere Speicherfristen und weniger Transparenz - sorgt für viel Kritik. Die neuen Überwachungswerkzeuge würden zu einem unkontrollierbaren Überwachungsstaat führen, kritisiert etwa die Menschenrechtsorganisation Amnesty International Österreich. Der Richtervereinigung fehlt es an Rechtsschutz für die Bürger, und auch der Internetprovider-Verband ISPA äußert scharfe Kritik am Gesetzesentwurf. 2) Hackertalente gesucht Verboten gut: unter diesem Titel sucht der Verein Cyber Security Austria ab sofort wieder junge IT-Talente. Leute zwischen 14 und 30 dürfen sich in der Cyber Security Challenge als Sicherheitsexperten und Hacker bewähren. Die zehn Erfolgreichsten ziehen im September in das nationale Finale ein. Ziel von Verboten gut ist es, Talente für den Computersicherheitsbereich zu rekrutieren. 04:51
20.05 1) Überlebenstraining im Geiste von Tick, Trick und Track Die erste Wochenhälfte arbeitet Elisabeth in Wien als Buchhalterin. Dann steigt sie ins Auto und fährt in eine andere Welt. Eine Welt, von der ihr Chef und die meisten ihrer Arbeitskollegen nichts wissen. Wenn Elisabeth in ihrem Waldstück in der Südsteiermark ankommt, verwandelt sie sich in "Survival Lilly". Ausgerüstet mit einem Stativ und einer Kamera filmt sie sich beim Überlebenstraining und verdient auf YouTube Geld mit ihren Survival-Videos. Inspiriert dazu haben sie die Pfadfinder-Camps von Tick, Trick und Track. 2) Google Tone Eine einfache Variante, Internetadressen von einem Computer an einen anderen zu übermitteln, präsentiert jetzt Google. Die zwei Computer rufen sich die Adressen in verschlüsselter Form quasi zu, die Adresse ist in ein winziges piepsendes Audiofile verpackt. Der Dienst nennt sich Google Tone, und er muss auf beiden Geräten (es kann auch ein Tablet oder Handy sein) als Erweiterung des Chrome-Browsers installiert sein. 04:48
21.05 1) #Kunstjagd Das deutsche Journalistenteam "Follow the Money" hat sich einen Namen gemacht, indem es Schrottfernseher verwanzte und ihren Weg bis zur Enddeponie in Afrika verfolgte. In einem heute startenden Projekt begibt sich "Follow the Money" auf Kunstjagd. "Unsere Mona Lisa": so nennt die Familie Engelberg aus Oregon ein Gemälde, das eine sitzende Frau mit Buch zeigt. Ihre zweite Familien-Mona Lisa, die zur ersten gehört, ist vor 77 Jahren verschwunden. Die Geschichte beginnt am Morgen nach der Reichskristallnacht in München, am 10. November 1938. Edwards Vater, Jakob Engelberg, wird von der Gestapo verhaftet und im KZ Dachau interniert. Zwei Wochen nach der Verhaftung des Vaters nimmt Edwards Mutter das zweite Gemälde aus dem Rahmen, verlässt das Haus und kehrt mit einem Packen Visa für die Schweiz zurück. Seitdem ist das Bild verschwunden. In einem multimedialen Projekt begibt sich die Kunstjagd auf die Suche nach dem Gemälde. Mit dabei sind der ORF ebenso wie deutsche Sender, Zeitungen wie die Süddeutsche Zeitung und Online-Medien. Verfolgen können die Zuseher die experimentelle journalistische Erzählung via Twitter unter #kunstjagd, aber auch über WhatsApp oder einen wöchentlichen Podcas 2) Belohnung für Handyverzicht Wer im Unterricht sein Handy unangetastet lässt, wird dafür mit Gutscheinen belohnt. Diese Idee haben zwei Studenten aus Kalifornien in eine App namens PocketPoints umgesetzt. Hintergründe von Nicole Markwald aus Los Angeles. 04:52
26.05 1) Im digitalen Babylon Wenn technische Möglichkeiten vorhanden sind, Politik transparenter, bürgernäher und partizipativer zu gestalten - warum werden sie dann nicht genutzt? Das war eine der Fragen, über die vergangene Woche an der Donau-Universität in Krems diskutiert wurde. Das Zentrum für E-Government hatte zur CeDem - Conference for Democracy and Open Government- geladen. Auf dieser jährlich stattfindenden Konferenz machen sich Experten aus aller Welt Gedanken, welche Herausforderungen und Möglichkeiten die digitale Entwicklung für die Politik von morgen bereit hält 04:51
27.05 1) Staatsschutz.at Petition gegen das geplante Staatsschutzgesetz Unbeschränktes und verdachtsunabhängiges Überwachen und ein einfacherer Zugriff auf die Daten der Bürger - der Entwurf für ein neues Staatsschutzgesetz von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner sorgt in den letzten Wochen für viel Kritik. Die neuen Überwachungswerkzeuge würden zu einem unkontrollierbaren Überwachungsstaat führen, meint etwa Amnesty International. Auch Internetprovider, Arbeiterkammer und Richtervereinigung kritisieren den Entwurf. Der AKVorrat hat jetzt eine Petition namens Staatschutz.at gestartet, die das Gesetz zurück an den Start schicken soll 2) Internet per Glühbirne Was wäre, wenn jede Glühbirne auf der Welt in der Lage wäre Daten zu übertragen? Vor ein paar Jahren ließ der deutsch-schottische Physiker Harald Haas mit dieser Idee aufhorchen: Die Datenübertragung per Licht, von ihm LiFi genannt, könnte effizienter, sicherer und weitreichender sein als durch Funkwellen wie beim altbekannten WLAN. Forscher des Fraunhofer Instituts für Optische Mikrosysteme in Dresden arbeiten an einem ähnlichen Projekt 04:52
28.05 Überschallzüge und Lastdrohnen. Das Pioneers-Festival 2015 Menschen mit neuen Ideen - und wohl auch mit der Hoffnung auf große Geschäfte treffen sich derzeit in der Hofburg in Wien. Heute früh begann dort das Pioneers Festival für Start-Ups und Investoren. Pioneers mit seinen 3.000 Teilnehmern ist auch ein Ort, an dem technologische Trends sichtbar werden. Einer davon: Nachhaltigkeit. Auf die setzt auch das Projekt Hyperloop. Hyperloop ist die Vision eines Hochgeschwindigkeitstransportsystems. Die Züge fahren mit Überschallgeschwindigkeit in Röhren. Der Trick: die Röhren sind fast luftleer, deshalb ist der Luftwiderstand sehr klein. Die Energie für den Hyperloop soll aus erneuerbaren Energiequellen kommen, was das Publikum beklatschte. Hinter dem Projekt steht der Milliardär Elon Musk, der auch Tesla Motors und SpaceX gegründet hat. Jetzt soll zuerst mal eine Teststrecke in Texas gebaut werden. Nicht typisch amerikanisches Marketing, sondern etwas Handfestes präsentiert Martin Pansy mit seinem Startup Noki: ein Schloss, das sich mit dem Handy sperren lässt. Noki soll den herkömmlichen Schlüsselbund ersetzen, ohne dass Umbauten an der Tür notwendig sind - ein kleiner würfelförmiger Aufsatz wird einfach über das Schloss gestülpt. Derzeit sammelt Pansy für sein Projekt Geld auf der Plattform Kickstarter. Seit dem Start der Kampagne Anfang Mai hat er bereits 260.000 Euro dort eingenommen. Ab Dezember ist Noki regulär auf dem Markt. Mit Sicherheit hat auch PhoneX zu tun. Es ist eine App, die abhörsichere Kommunikation erlauben soll. Sie ist vor allem für Unternehmen gedacht, die ihre Gespräche verschlüsseln wollen, etwa Banken und Anwaltsbüros. Auch Konstantin Rangelov will hoch hinaus. Er baut mit seiner Firma Dronamics gerade an einer Drohne namens "Black Swan" - ein Ding, das dem amerikanischen Predator sehr ähnlich sieht, allerdings friedlichen Zwecken dienen soll. Sie wird Distanzen bis zu 2.500 Kilometern zurücklegen und dabei 350 Kilogramm befördern können. Die Drohne soll samt Start und Landung völlig autonom fliegen, es gibt aber einen überwachenden Piloten, der bei Bedarf eingreift. Das erste Einsatzgebiet von "Black Swan" mit seinen 16 Metern Spannweite: Afrika - auch deshalb, weil es dort keine Gesetze gibt, die den Einsatz von Drohnen regulieren. 04:48
01.06 Schlaue Foto-App und das Smartphone als Assistent. Googles Entwicklerkonferenz I/O Ein neuer Fotoservice, der das private Fotoalbum automatisch ordnet: das ist nur eine von vielen Neuerungen, die Google letzte Woche auf seiner Entwicklerkonferenz in San Francisco präsentiert hat. Google will seinen Nutzern auch die Datenschutzeinstellungen erleichtern und ein neues mobiles Bezahlsystem einführen, Android Pay. Ebenfalls neu: das Smartphone-Betriebssystem Android "M", das viel schneller erkennen soll, was der Nutzer möchte 04:48
02.06 Zweckehe oder Masochismus? Verleger posten Artikel direkt in Facebook "Instant Articles", so heißt ein neues Feature von Facebook, das derzeit in der Medienbranche für Diskussionen sorgt. Es erlaubt Nutzern, Zeitungsartikel direkt in ihrer Timeline auf Facebook zu lesen. Der bisherige Umweg per Link auf die Webseite des Verlagshauses entfällt dadurch. Davon haben angeblich Facebook und Verleger etwas. Aus wirtschaftlichen Gründen scheint die Zweckehe sinnvoll. Doch es gibt auch Kritiker. Etwa den US- amerikanischen Technikjournalisten Dan Gillmor. 04:48
03.06 Urheberrecht: Österreich und EU reformieren Gestern hat das Justizministerium die seit langem angekündigte Urheberrechtsnovelle vorgelegt - zentrale Punkte: Verleger können von Google Geld verlangen, wenn ihre Seiten in den Suchergebnissen angezeigt werden. Und auch die umstrittene Festplattenabgabe soll kommen. Die Novelle könnte noch im Juni beschlossen werden. Parallel dazu verhandelt auch die EU über ein neues europäisches Urheberrecht. Die derzeit geltende Fassung stammt aus dem Jahr 2001, also aus der Ära vor YouTube, E-Books und Streaming. Schon jetzt gibt es heftige Diskussionen über die vorliegenden Vorschläge 04:49
08.06 ORF Schwerpunkt "Mutter Erde braucht dich!". Ing. Biene 1973 erhielt der Wiener Verhaltensforscher Karl von Frisch zusammen mit Nikolaas Tinbergen und Konrad Lorenz den Nobelpreis. Er hatte den Schwänzeltanz der Bienen erfolgreich entschlüsselt. Zwar gibt es immer noch Geheimnisse rund um die Orientierung und Zusammenarbeit der fleißigen Sammlerinnen, mittlerweile hat das Wissen über die Organisation des Superorganismus Bienenstock aber auch die Robotik beeinflusst. So sollen Miniroboter nicht nur krabbelnd und fliegend die Welt erobern, sondern nach Möglichkeit auch in Gruppen interagieren, ganz nach dem Vorbild der Bienen 04:52
09.06 1) Kritik an Festplattenabgabe Nach langer Diskussion kommt sie also doch - die Speichermedien- vulgo Festplattenabgabe. Sie ist Teil der geplanten Urheberrechtsreform, die das Justizministerium in der Vorwoche präsentiert hat. in Kraft treten soll die Novelle im Oktober. Unmut kommt unter anderem von der Telekomindustrie. Sie mokierte sich heute in einer Pressekonferenz über die geplante Digitalsteuer 2) 40 Jahre Österreichische Computergesellschaft OCG ie Österreichische Computergesellschaft - kurz OCG - feiert ihr 40jähriges Jubiläum. Unter dem Motto "Mensch und Informatik: Digitale Lebenswelten gestalten" bietet die Österreichische Computergesellschaft heute und morgen Workshops, Vorträge und Gesprächsrunden zum breiten Thema digitale Lebenswelten: Es geht um Visual Computing, Datenschutz oder um die Industrie 4.0. Nicht nur während der Jahrestagung, auch unter dem Jahr bietet der gemeinnützige Verein zur Förderung der Informatik und IKT Workshops, Projekte und zum Beispiel ein Zertifikat für den Europäischen Computerführerschein an 04:52
10.06 1) Prämienvorteil bei Überwachung. Das Auto an der elektronischen Versicherungsleine Egal ob jemand schnell oder langsam, viel oder wenig mit dem Auto fährt: hierzulande zahlen alle ungeachtet ihres Unfallrisikos dieselben Prämien für ihre Autoversicherung, Preisunterschiede zwischen einzelnen Versicherern nicht eingerechnet.Ein Feld namens Versicherungstelematik möchte das Risiko jetzt automatisch in die Prämiengestaltung einrechnen und vorsichtige Fahrer belohnen. Konkret heißt das, ein Gerät im Auto zeichnet das Fahrverhalten auf, meldet es an die Versicherung und die errechnet die Prämie aufgrund der Unfallgefahr 2) Neuer Musikstreaming-Dienst von Appley Spotify und Deezer bekommen Konkurrenz: Der US-Technologiekonzern Apple steigt in den Markt der Musikstreaming-Anbieter ein. Apple-Chef Tim Cook hat diese Woche auf der Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco den neuen Musikstreaming-Dienst "Apple Music" präsentiert. Ende Juni soll der Dienst in 100 Ländern starten. 04:52
11.06 1) Europ. Erfinderpreis für Österreicher Der Österreicher Franz Amtmann und sein Kollege Philippe Maugars wurden heute Mittag in Paris mit dem Europäischen Erfinderpreis in der Sparte Industrie ausgezeichnet. Sie haben die Nahfeld-Kommunikation entwickelt, besser bekannt als NFC. Ein winziger Chip, der auch ohne Strom Daten senden und empfangen kann. Die NFC-Technologie ist längst unsichtbar im Alltag verankert. Sie steckt in den Karten, mit denen wir berührungslos die Drehkreuze bei Schiliften öffnen oder in Autoschlüsseln, als Wegfahrsperre. In Museen lösen sie interaktive Anzeigen aus oder sie öffnen Türen. Von wenigen Zentimetern bis zu ein paar Metern geht die Reichweite der kleinen Chips 2) Die Zukunft des Bezahlens und die Hürden Wie sieht die Zukunft des Bezahlens aus? Darüber wurde gestern beim Überall-App-Kongress in Perchtoldsdorf diskutiert. Der nächste Schritt Richtung bargeldloses Bezahlen geht mit Sicherheit über das Handy, unter Umständen ganz brav durch den Austausch von Codes und die Eingabe eines Pins. Die Vision von Roland Toch von Wirecard geht weiter. Das Smartphone wird zum universellen Identifikations- und Bezahlwerkzeug. Was jedoch alle Teilnehmer beunruhigt: die Betriebssysteme für Handys und damit auch für das Bezahlen per Handy sind allesamt in der Hand zweier großer amerikanischer Firmen: Android gehört Google und IoS Apple. Toch und Tauchner verglichen diese Betriebssysteme mit Goldminen, zu denen Apple und Google Schaufeln verkaufen, die sie sich aber in Gold zahlen lassen. 04:51
15.06 1) Chartbeat: Wie Medien die Echtzeitanalyse von Websites nutzen Bei Printmedien gelten Reichweite und Auflagenzahl seit jeher als Kriterien, mit denen Erfolg und Relevanz einer Zeitung oder eines Magazins bemessen werden. Im Netz war es lange Zeit die Anzahl der Klicks, die über den Erfolg entschieden. Das hat sich mittlerweile geändert - denn die Digitalisierung ermöglicht unter anderem, den Erfolg einzelner Artikel bzw. Text-Passagen in Echtzeit zu messen und diese gegebenenfalls zu optimieren. Beim Media Innovation Day des Forum Journalismus und Medien vergangenen Freitag in Wien hat Tanja Malle mit Annie Fox von Chartbeat gesprochen - das Unternehmen zählt zu den führenden Firmen im Bereich der digitalen Echtzeit-Analyse. 2) Endspurt für EU-Datenschutzreform Heute Mittag hat sich der EU-Justizministerrat auf eine gemeinsame Position zur Datenschutznovelle geeinigt und damit für ein einheitliches Datenschutzgesetz für alle 28 Mitgliedsstaaten entschieden. Der Ministerrat gibt somit auch grünes Licht für die letzten Verhandlungen mit EU-Parlament und EU-Kommission 04:51
16.06 Ministerrat beschließt Urheberrechtsnovelle Nicht nur die Steuerreform, auch die Reform des Urheberrechts wurde von der Regierung im heutigen Ministerrat abgesegnet. Noch vor der Sommerpause des Nationalrats soll das Gesetz beschlossen werden, damit es ab Oktober 2015 in Kraft treten kann. Obwohl in Österreich seit Jahren über eine Reform des Urheberrechts und zum Beispiel eine Festplattenabgabe diskutiert wird, ist die Freude über den Gesetzesentwurf bei vielen Beteiligten verhalten. Die Initiative "Kunst hat Recht" fordert beispielsweise eine Nachjustierung bei der Festplattenabgabe, Unmut hingegen äußerten die Telekombetreiber. Ein weiterer sehr umstrittener Punkt, das Leistungsschutzrecht, wurde doch noch aus dem Entwurf gestrichen 04:52
17.06 Ein Haus zum Downloaden Vor der Technischen Universität am Karlsplatz ist in den vergangenen Tagen ein Holzhäuschen emporgewachsen. Das Besondere daran: der dazugehörige Bauplan lässt sich gratis downloaden. Mithilfe einer einfachen 3D-Software kann man ihn an die eigenen Bedürfnisse und Vorstellungen anpassen. Das sogenannte Wiki House ist Teil des Festivals Vienna Open. Seit vier Jahren zeigt Vienna Open, dass der aus der Softwareszene stammende Open Source - Gedanke auch unter Designern und Architektinnen Anhänger hat 04:50
18.06 Fragwürdige Bonitätsberechnungen Wer einen Handy-Vertrag abschließen oder ein Auto auf Raten bezahlen will, dessen Kreditwürdigkeit wird vermutlich davor überprüft. Kreditgeber oder Telekom-Unternehmen informieren sich über die Kaufkraft des Antrag-Stellers zum Beispiel bei Wirtschaftsauskunfteien. Das sind Unternehmen, die die Kreditwürdigkeit von Personen berechnen, unter anderem werden dort offene Zahlungen bei Banken oder Inkassobüros auf sogenannten Negativlisten vermerkt. Während derartige Auskünfte zulässig sind, werden offenbar aber auch rechtlich fragwürdige Listen erstellt: Listen auf Vorrat mit oft fragwürdigen Daten über alle irgendwie dokumentierbaren Personen, aus denen dann die Kreditwürdigkeit berechnet oder wohl eher vermutet wird 04:51
22.06 1) Die Nachbarschaftsmaschine Die Hälfte der in Österreich lebenden Menschen kennt ihre Nachbarn nicht. Das behauptet eine Studie der Universität Wien. Die Onlineplattform fragnebenan.com möchte helfen, dass sich Nachbarn wieder näherkommen und einander helfen 2)Abfall und Architektur Mit Industrieabfall designen und bauen: das ist das Ziel der niederländischen Architektengruppe SuperUse. Vergangene Woche hat eines ihrer Mitglieder, Floris Schiferli, das Konzept beim Open Design-Festival ViennaOpen präsentiert. Industriebetriebe sehen ihren Abfall meist als Belastung, im besten Fall, bei Metall, können sie noch ein bisschen was damit verdienen, sagt Schiferli. "Für uns hat der Abfall einen Wert - wir können ihn in etwas Schönes verwandeln." Und so baut SuperUse zum Beispiel Häuser mit Glas oder Blech, das die Betriebe sonst entsorgen müssten. Um überhaupt an den Industrieabfall zu kommen, hat die Gruppe eine Plattform namens Harvestmap geschaffen, eine Art Abfall-Tauschzentrum. Die Verwendung von Ausschuss verringert u.a. den ökologischen Fußabdruck. Bis September versucht auch eine Gruppe im Umfeld von ViennaOpen eine österreichische Harvestmap aufzubauen und Industriebetriebe und Architekten zusammenzubringen. 04:52
23.06 1) Gekaufte Forschung Von Firmen gesponserte Hörsäle, Stiftungsprofessuren oder Sponsoring Verträge: in Zeiten spärlich fließender öffentlicher Gelder werden Drittmitteleinnahmen für Universitäten immer wichtiger. Die Plattform Hochschulwatch.de will zumindest für die deutsche Unilandschaft Transparenz schaffen und zeigen, wer Forschung mit welchen Summen beeinflusst 2) Kirchenspione Wenn der moderne Priester den Überblick über seine Schäfchen verliert, dann greift er zu ChurchX. Das ist eine ganz profane Gesichtserkennungssoftware für Gotteshäuser 04:50
24.06 1) Cupido - die andere Dating-App Über 30% aller Beziehungen entstehen heute online. Das besagt zumindest eine Studie von singlebörsen-vergleich.de. Vor allem Big Data soll helfen, den perfekten Partner zu finden. Eine minimalistische Dating App aus Österreich will den ausgeklügelten Algorithmen und aufwändigen Hintergrundprozessen für die Suche nach dem perfekten Partner die Stirn bieten. Bei "Cupido", zählt nämlich nur, dass man weiß, in unmittelbarer Umgebung befindet sich ebenfalls ein potentieller Partner für eine Beziehung oder eine Affäre. Kein Chatten, keine Online-Romanze - das Kennenlernen selbst, soll ganz ohne technische Hilfsmittel, quasi traditionell funktionieren: Man sieht sich in die Augen und es funkt - oder eben nicht 2) Trilog zur EU-Datenschutzreform startet In Brüssel hat heute der Trilog zur europäischen Datenschutzreform begonnen. Parlament, Rat und Kommission versuchen ihre Entwürfe abzustimmen. Die drei Vorschläge liegen viel näher beieinander als sich das viele vor ein paar Monaten noch gedacht hätten, sagte der Berichterstatter des Parlaments, Jan Philipp Albrecht, heute Nachmittag bei einer Pressekonferenz. Es gebe schon viele Übereinstimmungen und halt auch ein paar Meinungsunterschiede, speziell wenn es um Konsumentenrechte oder die Pflichten von Firmen mit großen Datenbeständen gehe. Die Verhandlungen zur Datenschutzreform sollen noch heuer abgeschlossen werden. 04:51
25.06 Bürgerbeteiligung: Wozu, wo und wie? Saubere Windenergie ja, aber bitte nicht vor meiner Haustür. Flüchtlingen helfen? Schon, aber nicht in unserer Gemeinde. Sparen ja, aber nicht bei uns. So klingt mitunter die Haltung der Bürger und Bürgerinnen. Wäre die Welt also wirklich eine bessere, wenn Bürger öfter und direkter in politische Entscheidungsprozesse eingebunden wären? Mit Möglichkeiten und Grenzen von Bürgerbeteiligung in der echten sowie in der virtuellen Welt beschäftigt sich heute und morgen ein Kongress in Wien mit dem Titel "Partizipation - DIREKT - demokratisch". 04:51
31.08 Zukunftshotel? Alles mit der App steuern Digital.Leben ist zurück aus der Sommerpause. Heute geht es aber noch ein bisschen ums Urlauben, um ein smartes Hotel, das vor dem Sommer beim neuen Wiener Hauptbahnhof seine Türen geöffnet hat: Zimmer suchen, buchen, und einchecken - das alles können Gäste im Hotel Schani über eine App auf dem Smartphone erledigen. Auch Licht und Türschloss im Hotelzimmer lassen sich über eine Applikation auf dem Handy steuern. Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation wurde das Projekt "Futurehotel" umgesetzt, um Gästen nicht nur die Wiener Gemütlichkeit, wie es heißt, sondern auch technischen Komfort zu bieten 04:49
01.09 1) Sind Algorithmen bald die Weltherrscher? Wir leben in einer Welt der Heinzelmännchen, der elektronischen Heinzelmännchen wohlgemerkt. Sie heißen Algorithmen und arbeiten unablässig für uns. So wie die Kobolde aus den Märchen sieht man auch die Algorithmen nicht - sie sind Rechenmodelle, die beispielsweise auswählen, welche Nachrichten uns auf Facebook, welche Suchergebnisse uns bei Google oder welche Empfehlungen uns auf Amazon angezeigt werden. Dass wir nicht wissen, wie sie genau zu ihren Ergebnissen kommen, sollte uns allerdings zu denken geben 2) Raumschiff Erde Seit heute ist im Linzer Ars Electronica Center die Ausstellung "Raumschiff Erde" zu sehen. Das Center präsentiert einerseits imposante Satellitenbilder von den 50er Jahren bis heute, es thematisiert andererseits auch ihre Bedeutung für die Erforschung von Klima, Atmosphäre oder Notfallmanagement 04:50
02.09 App für faire Mode Kleidung und Schuhe zu Billigstpreisen - was Schnäppchenjäger gern vergessen: sie sparen meist auf Kosten von Menschen, die für ihre Arbeit mit einem Hungerlohn bezahlt werden. Die Ausbeutung von Kindern und Erwachsenen als Billigstarbeitskräfte wollen viele aber nicht mehr unterstützen. Mitarbeiter des Grazer Forschungsinstituts Joanneum Research möchten dieses Bestreben nach fair produzierten Produkten in der Modebranche unterstützen: mit einer "Fair-Fashion-App", die Anbieter und Kunden zusammenbringt 04:50
03.09 1) Vienna Harvest Map Ob Handtaschen aus kaputten Fahrradschläuchen oder Laptophüllen aus alten Segeln: Die Idee des Upcyclings, aus Abfall neue Produkte zu machen, ist sehr beliebt. Dass dieses Prinzip auch für ganze Gebäude taugt, will eine Gruppe von Wiener Architektinnen zeigen. Sie arbeitet an einer digitalen Sammelbörse, auf der Materialien aus Abbruchhäusern angeboten werden können. Bauherren und Architektinnen können so für neue Projekte einfach zu alten Fenstern, Betonteilen oder Waschbecken kommen 2) Post-City Seit heute gehört die Stadt Linz dem Technik- und Kulturfestival ARS-Electronica, offiziell eröffnet wird die ARS am Abend. Unter dem Schlagwort "Post-City" versucht sie über die Städte der Zukunft nachzudenken. Lebten 1910 nur etwa 10% der Menschen in Städten, sind es derzeit bereits knapp mehr als die Hälfte der Menschheit, Tendenz steigend. Entsprechend groß sind die Fragen, die sich der Stadtentwicklung stellen, etwa ob in Zukunft Roboter unsere Arbeit übernehmen oder unsere Autos keine Fahrer mehr brauchen, weil sie selber steuern. 04:50
07.09 Candygram - Wenn das Daten sammeln persönlich wird. Ars Electronica 2015 Dass uns im Internet alle möglichen Unternehmen über die Schulter schauen und Daten über uns sammeln, um Geschäfte damit zu machen, ist mittlerweile den Meisten bekannt. Doch den Wenigsten geht dieses Wissen über die Datensammelei wirklich nahe, wohl weil es abstrakt hinter dem Bildschirm des Computers oder des Smartphones abläuft. Beim Datensammeln in die Karten blicken lässt sich die seltsame Firma Candygram, wie Anna Masoner auf der Linzer Ars Electronica, dem Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft, erfahren hat. 04:47
08.09 1) Der vermessene Schlaf Auf Hypnos, den Gott des Schlafes, ist nicht immer Verlass. Manche Menschen klagen fast täglich, schlecht geschlafen zu haben. Ob sie mit ihrem Eindruck Recht haben, verrät ihnen unter Umständen eine App. Mittlerweile gibt es jede Menge Tracking-Armbänder oder Sensoren, die den Schlaf protokollieren. Gemeinsam mit Daten wie Herzschlag, Schweiß und Hauttemperatur entsteht so ein Schlafprofil 2) Mehr Sicherheit durch autonome Selbst fahrende Autos könnten allein in den USA 30.000 Unfalltote pro Jahr vermeiden. Das behauptet eine Studie von Boston Consulting. Die Reisezeiten würden sich um 40% verkürzen. Nach wie vor ungeklärt sind allerdings Haftungsfragen, wenn die Autos selbst Unfälle verursachen. Außerdem gibt es kaum Karten, die Straßen und Ampeln mit einer Genauigkeit von zehn Zentimetern verzeichnen - auch dies eine Voraussetzung für die Einführung von autonomen Autos. 04:49
09.09 1) Obamas Spieleberaterin Klingt nach einem Traumjob, ist aber Knochenarbeit: Zwei Jahre lang, von 2010 bis 2012, hatte die Amerikanerin Constance Steinkuehler diese Aufgabe. Klarerweise ging es weniger darum, sich mit dem Präsidenten über World of Warcraft auszutauschen oder Ego-Shooter mit ihm zu spielen, sondern die Möglichkeiten von Spielen in Erziehung, Bildung oder Politik auszuloten 2) Lösegeld statt Porno Ransomware: das sind Schadprogramme, die einen Computer oder ein Handy sozusagen in Geiselhaft nehmen. Die Malware verlangt dann Lösegeld vom Benutzer, damit er sein Gerät wieder benutzen kann (ein Versprechen, das aber selten eingelöst wird). Ein besonders originelles Stück Ransomware ist die vermeintliche Porno-App "Adult Player". Sie verspricht gratis Pornos, sperrt dann aber den Bildschirm des Benutzers und schießt auch noch ein Foto von ihm. Als Lösegeld verlangt die App 500 Dollar. Installieren kann man die App allerdings nur über Umwege, nicht über den offiziellen Android-Store von Google. 04:51
10.09 Tablets am Bau Pläne für Häuser und andere große Bauten sind nicht nur intellektuell eine Herausforderung, sondern auch von der Größe her. Die digitale Revolution lässt die unhandlichen Dinger mittlerweile aber alt aussehen - statt Papier kommen am Bau immer öfter Tablets zum Einsatz. Auch eine österreichische Firma bietet Tablets speziell für den harten Arbeitsalltag an - ihre Lösungen wurden unter anderem bei olympischen Bauten in Sotchi eingesetzt 04:51
14.09 Zehn neue Geheimdienste für/ gegen Österreich Bereits im Oktober soll das neue Staatsschutzgesetz im Nationalrat beschlossen werden. Unter anderem können die Ermittler dann sämtliche Informationen aus dem Internet für die Überwachung verwenden und bis zu 6 Jahre lang speichern. Einen richterlichen Beschluss braucht es dafür nicht. Im Zuge der Reform entstehen auch 10 neue Geheimdienste. Bei Bürgerrechtsorganisationen stößt der Gesetzesentwurf auf massive Kritik. Allen voran bemängelt der Verein "AKVorrat" die fehlende Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen und warnt: Der Überwachungsstaat kommt am 13. Oktober, still und leise im Schatten der Wien-Wahl. 04:52
15.09 1) "Hier kocht der Computer!" Selber zu kochen gehört für viele mittlerweile zum Luxus - dann sind sie nämlich weder auf fade Convenience-Produkte, noch immer gleich schmeckendes Fast-Food angewiesen.Nun hat aber auch jemand zum Kochlöffel gegriffen, von dem man sich das so nicht erwartet hätte: IBMs Supercomputer Watson. Aus seiner dreijährigen Zusammenarbeit mit dem Institut für kulinarische Erziehung ist ein Kochbuch namens "Cognitive Computing with Chef Watson" entstanden. 2) Gratis Online-Kurs für kindgerechtes Nicht Kochen, sondern kreatives Arbeiten mit modernen Werkzeugen: das will ein kostenloser Online-Kurs für Pädagoginnen und Pädagogen vermitteln. Er startet unter dem Titel Making - Kreatives Gestalten und Experimentieren mit Kindern im Oktober. Organisiert wird der Kurs von Sandra Schön und Martin Ebner, die sich als Förderer frei zugänglicher Unterrichtsmaterialien, sogenannter Open Educational Resources, einen Namen gemacht haben. Mit dieser Initiative wollen sie die Maker-Kultur, also das technische Basteln und Reparieren, stärker in die Schulen bringen. 04:50
16.09 Das Smartphone im Dienst der Forschung Wenn Sie ein Smartphone besitzen, haben Sie darauf mit größter Wahrscheinlichkeit Apps installiert, die Daten über Ihr Verhalten sammeln. Das kann praktisch sein - wenn etwa die Navigations-App automatisch erkennt, wo man sich befindet, und es kann nerven, wenn Fitness-Apps daran erinnern, dass man sich endlich wieder mal bewegen soll. Noch lästiger ist es allerdings, wenn diese Apps einfach nur Ihr Verhalten ausspionieren und weitermelden. Es gibt aber auch Apps, die im Dienst der Wissenschaft stehen. Lukas Plank hat sich Chancen und Risiken des Smartphones als "Forschungstool" genauer angesehen. 04:48
17.09 Liebestest mit Algorithmen Wäre das Beziehungsleben nicht manchmal einfacher, würden wir unsere Partner nicht aufgrund eines unerklärlichen Kribbelns im Bauch auswählen, sondern im Vorfeld abklären, wie kompatibel unsere Persönlichkeiten, unser Konfliktverhalten und unsere alltäglichen Gewohnheiten sind? Längst gibt es auf Online-Single-Börsen Algorithmen, die behaupten, unsere "Partnerkompatibilität" berechnen zu können. Ulla Ebner hat im gewagten Selbstversuch getestet, ob ihr ein Partnerbörsenalgorithmus jenen Mann vorschlagen würde, mit dem sie seit Jahren zusammenlebt und den sie ganz konventionell kennen gelernt hat. 04:50
21.09 1) Hacking-Talente ausgezeichnet Das Bewusstsein für Sicherheit in der Informationsbranche zu steigern und gleichzeitig junge Computertalente zu rekrutieren: das ist das Ziel der "Cyber Security Challenge", die vom Heeresabwehramt und dem Verein "Cyber Security Austria" veranstaltet wird. 400 Junghackerinnen und -hacker bewarben sich, 20 schafften es ins Finale. Am Wochenende traten die Finalisten in vier Teams gegeneinander an. Die zehn Sieger werden Österreich in knapp einem Monat beim Europäischen Hacking - Wettbewerb vertreten 2) Massive Sicherheitslücke bei Apple Bis zu 350 Apps in Apples App-Store sollen mit Schadprogrammen infiziert sein. Damit handelt es sich um den bisher größten Angriff auf Apple, das sich bisher immer rühmte, besonders sicher zu sein. Die Malware stammt aus China, es sind auch primär chinesische Apps davon betroffen. Die infizierten Programme wurden mittlerweile laut Apple aus dem Store entfernt 04:46
22.09 1) Wenn Computer begreifen Mensch und Maschine sind einander noch lange nicht ebenbürtig. Sonst würden wir uns wohl besser verstehen. Das zeigt sich zum Beispiel, wenn der Sprachassistent auf dem Smartphone einfach nicht begreift, was wir von ihm wollen - obwohl wir nicht genuschelt haben. Auch Suchmaschinen verstehen Zusammenhänge manchmal nicht, die einem Menschen völlig klar sind. Semantische Technologien sollen das ändern und Maschinen mehr Verständnis für unsere Welt beibringen. Zum 11. Mal fand dazu vergangene Woche die "Semantics"-Konferenz statt, diesmal in Wien 2) Big Data-Gefahren Mehr Transparenz bei der Datenverarbeitung: das fordert eine EU-Studie von Firmen. Das Papier wurde vom Justiz-Ausschuss des europäischen Parlaments in Auftrag gegeben, um die Auswirkungen von Big Data auf die Privatsphäre und den Datenschutz zu untersuchen. Mit dem Internet der Dinge, das viele Gegenstände des Alltags miteinander vernetzen wird, kommt eine neue Welle der Datenproduktion auf uns zu. Zudem werden Sensoren immer billiger. Sie werden in Zukunft zum Beispiel überwachen, ob ein Autoparkplatz belegt ist oder nicht. Der Mensch wird dadurch zu einem immer besser berechenbaren Datenpunkt im Big Data Universum der Firmen. Das Papier im Auftrag des Justizausschusses fordert, die Rechte der Bürger in den Mittelpunkt zu stellen, auch um etwa Diskriminierung zu vermeiden. Das könnte zum Beispiel durch die Berechnung von Krankheiten passieren, die sich über Big Data immer besser vorhersagen lassen. 04:45
23.09 1) Das Fernsehen zieht ins Netz Herkömmliches Fernsehen wird von vielen als Auslaufmodell betrachtet. Dessen ungeachtet bringen Fixtermine wie die Zeit im Bild um halb acht und der Tatort sonntags um 20:15 Uhr noch immer hunderttausende Menschen vor den Bildschirm. Daneben bildet sich aber eine neue Szene: Millenials, das sind Menschen, die heute um die 30 sind, konsumieren Bewegtbild ganz anders, meist via Youtube. Und dort findet das neue Fernsehen statt. Die neuen Sender sammeln Inhalte, oft von Usern, und bieten sie in eigenen Spartenkanälen an. Einer der erfolgreichsten neuen Youtube-Sender ist BroadbandTV mit 5,4 Milliarden Abrufen pro Monat. Seine Erfinderin und CEO, Shahrzad Rafati, hat gestern bei den österreichischen Medientagen in Wien eines der Hauptreferate gehalten und eine mögliche TV-Zukunft skizziert. 2) USA kein sicherer DatenhafenDie USA schützte Daten von EU-BürgerInnen nur unzureichend. Dieser Ansicht ist der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), Yves Bot. Damit könnte auch das sogenannte "Safe Harbour"-Abkommen fallen, das es amerikanischen Firmen wie Facebook bisher erlaubt hatte, Daten aus Europa in die USA zu exportieren. Anlass für das Gutachten war die Klage von Max Schrems gegen Facebook, in der er sich gegen die Weitergabe seiner Daten, etwa an die NSA wandte. Nach Meinung von Generalanwalt Bot verstößt die Datenweitergabe, trotz Abkommen, gegen das Recht auf Achtung des Privatlebens und verletze die Grundrechte. Der EuGH folgt meist den Empfehlungen des Generalanwalts. 04:51
24.09 1) Urheberrecht neu Ab 1. Oktober gilt in Österreich ein neues Urheberrechtsgesetz. Und es ist alles andere als unumstritten, obwohl seit vielen Jahren über eine notwendige Reform diskutiert wurde. Vor allem die Festplattenabgabe entweiht die Gemüter. Julia Gindl hat zusammengefasst, was wir ab dem 1. Oktober etwa beim Downloaden im Netz beachten müssen. 2) Washington Post liefert sich Facebook aus Einen gewagten Schritt unternimmt jetzt die Washington Post: Sie wird alle ihre Artikel via Facebook und seinen Dienst Instant Articles veröffentlichen. Damit liefert sich das Traditionsblatt der sozialen Plattform völlig aus und verdient nur an den Werbeeinnahmen mit. Auch andere Verlage publizieren über Instant Articles, allerdings bisher keiner in diesem Ausmaß. Die Washington Post steht mittlerweile im Besitz von Amazon-Gründer Jeff Bezos. 3) "Mobile Learning"-Projekt Bildungs- und Infrastrukturministerien unterstützen 94 österreichische Schulen bei der Integration von E-Learning in den Unterricht. Jeweils zwei Schulen werden von einer erfahreneren Schule unterstützt. Jede Schule erhält leihweise bis zu 20 Tablets, um neue pädagogische Konzepte zu erarbeiten. Das Projekt "Mobile Learning" kostet rund eine Million Euro, die vor allem aus der Breitbandmilliarde stammt. 04:51
28.09 1) Verbrechensvorhersage mit Big Data Im Science-Fiction-Klassiker "Minority Report" aus dem Jahr 2002 können drei Mutanten, so genannte Präkogs, zukünftige Verbrechen vorhersagen. An einen riesigen Computer angestöpselt, finden sie die Täter, noch bevor sie ihre Tat begehen, und lassen sie verhaften. 2) No Sex, please! Kein Sex mit dem Roboter: Das verlangt die Firma Softbank von seinen Kunden, wenn sie den humanoiden Roboter "Pepper" kaufen, wie der Guardian berichtet. Der kleine Kerl wird seit Anfang des Jahres in Japan u.a. zur Kundenbetreuung eingesetzt, vor allem in Banken und als Rezeptionist - und war schon ein paarmal das Ziel von Übergriffen. Jüngst attackierte ein Betrunkener Pepper, weil er mit dem Kundenservice durch seine menschlichen Kollegen unzufrieden war. 04:47
29.09 Negativpreis: Mauer des Schweigens "Mauer des Schweigens" - so nennt das Forum Informationsfreiheit seinen Negativpreis, den es für besondere behördliche Verdienste in Sachen Auskunftsverweigerung verleiht. Gestern, am internationalen "Right to Know Day", war es wieder einmal soweit. 04:51
30.09 1) Fachmann oder Scharlatan? "Expertentum" im Netz Funktioniert Homöopathie? Und wie schädlich ist Kaffee? Typische Fragen, die wir heutzutage nicht mehr einer Enzyklopädie stellen, sondern dem universalen Wissenssammelsurium namens Internet. Schön, wenn wir dort dann "Experten" finden. Aber, im Internet kann sich schnell jemand zum Experten ausrufen, und nicht immer sind die lautesten auch die kompetentesten. 2) Der "Google Übersetzer" soll besser Arabisch lernen Der "Google Übersetzer" ist in diesen Tagen für viele, die mit Flüchtlingen zu tun haben, eine große Hilfe, da etwa viele Syrer kein Englisch sprechen. Die App lässt sich einfach via Smartphone aufrufen und übersetzt auch gesprochene Sprache. Wie Google jüngst mitteilte, gab es heuer via "Google Übersetzer" fünfmal mehr Übersetzungen zwischen Arabisch und Deutsch als im Vorjahr. Aber noch ist der Dienst nicht so gut, wie er sein sollte. Deshalb sucht Google Menschen mit Sprachkenntnissen in Deutsch und Arabisch oder Deutsch und Persisch. Sie sollen das Übersetzungsprogramm über eine eigene Plattform, die Google Translate Community, verbessern. Der "Google Übersetzer" kann in rund 90 Sprachen übersetzen. 04:51
01.10 1) Linked TV Die Zukunft gehört dem mobilen Medienkonsum - darüber sind sich mittlerweile alle Technikbeobachter einig. TV-Produzenten grübeln deshalb, wie sie diesen sogenannten zweiten Bildschirm zusammen mit dem großen ersten mitbespielen können. Denn Status updatende oder chattende Zuseher wandern während dem Werbeblock vielleicht zur Gänze ins Netz ab. Anna Masoner hat sich ein aktuelles Forschungsprojekt zeigen lassen, das TV und Internet besser verknüpfen will - und träumt sich gleich ein paar Jahre in die Zukunft 2) Mehr Verantwortung für Datensicherheit übernehmen Firmen sollten Datensicherheit und Cybersecurity nicht als technisches Problem behandeln, sondern als wirtschaftliches. Das sagt Andrew Wyckoff von der OECD. Er ist dort für Wissenschaft, Technologie und Information zuständig. In einem umfangreichen Papier verlangt die OECD, dass die Leiter in öffentlichen und privaten Schlüsselstellen mehr Verantwortung für das Thema Datensicherheit übernehmen. 04:50
05.10 1) Wien im Spielfieber Spielen bis zum Umfallen: das war von Freitag bis Sonntag bei freiem Eintritt im Wiener Rathaus möglich. Auf über 5000 m² präsentierten Aussteller bei der Game City ihre neuesten Blockbuster. Computerspiele haben aber längst die engen Grenzen der Unterhaltung verlassen. Mittlerweile sind auch Bildung oder Erziehung gamifiziert, wie zeitgleich die Spielekonferenz FROG dokumentierte 04:50
06.10 1) EuGH stoppt Datenabkommen mit USA Heute Vormittag hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) das Safe Harbour-Abkommen für ungültig erklärt. Safe Harbour machte es Unternehmen bisher möglich, Daten europäischer BürgerInnen problemlos in die USA zu transferieren, weil sie dort nach Meinung der Europäischen Kommission sicher waren. Snowdens Enthüllungen über die Massenüberwachungsprogramme der NSA zeigten aber bereits 2013, dass sich US-Geheimdienste an den europäischen Daten bedienten. Der österreichische Jusstudent Max Schrems stellte daher Safe Harbour in Frage - im konkreten Fall bekämpfte er Facebook, das seine Daten in die USA exportierte. Heute Vormittag gab ihm der Europäische Gerichtshof Recht 04:51
07.10 1) Gedruckte Implantate. Schädelknochen auf Knopfdruck Ein Stück Schädelknochen auf Knopfdruck - was noch nach ferner Zukunftsmusik klingt, soll für Grazer Chirurgen bald zum Alltag im OP gehören: Mediziner von der Med Uni Graz haben gemeinsam mit technischen Experten ein 3D-Druckverfahren entwickelt, das die Produktion von Prothesen aus Kunststoff möglich macht und zwar innerhalb kürzester Zeit. Die Anforderungen an Material und Druckmethode sind hoch, denn es gilt Implantate zu schaffen, die nicht nur über eine Passgenauigkeit im Zehntelmillimeterbereich verfügen, sondern auch vom umgebenden Knochen akzeptiert werden und mit diesem schließlich auch verwachsen 04:49
08.10 1) Das Internet ist "für die Katz" Wer im Internet und in sozialen Medien unterwegs ist, merkt sehr schnell: Es führt kein Weg an den Katzen vorbei. Hier ein Katzenvideo, dort ein Katzenfoto, wo man auch hinklickt. Medienwissenschaftler fanden kürzlich in der ersten Studie über Internetkatzen heraus, dass Katzenvideos beruhigend wirken und die Stimmung heben. Nach den ersten akademischen Ehren folgen nun die musealen: In New York ist den Internetkatzen im "Museum of the Moving Image" erstmals eine Ausstellung gewidmet 04:52
12.10 1) Refugee-Hackathon Das Smartphone ist für viele Flüchtlinge der wichtigste technische Begleiter. Über WhatsApp oder Facebook bleiben sie mit ihrer Familie in Kontakt oder informieren sich über weitere Etappen ihrer Reise. Das Telefon als lebenswichtiges Utensil war auch der Anlass für den mehrtägigen "Refugee Hackathon" in Wien. Am vergangenen Wochenende tüftelten an die 30 Programmierer, Designer und Netzaktivisten an digitalen Werkzeugen, die Flüchtlinge aber auch HelferInnen besser unterstützen sollen 04:47
13.10 1) Kleine Läden versus Online-Shopping. Wie kaufen Teenager ein? In Österreich kaufen mehr als die Hälfte aller Konsumenten per Internet ein. Allein 2013 wurden 156 Millionen Pakete zugestellt. Aber wie stehen die Jüngsten zum Online-Shopping und welche Werte sind ihnen dabei wichtig? Das wollte das Institut für Technikfolgenabschätzung herausfinden und lud deshalb am Wochenende ein paar Dutzend Jugendliche zum Erfahrungsaustausch 2) Shoppen via Facebook Facebook wird nun auch zum Online-Shop. Es wird auf seinen Seiten einen KAUFEN-Button einführen. In den USA hat es damit bereits begonnen und ein neues Anzeigenformat entwickelt, das es den Nutzern ermöglicht, Produkte durchzublättern. Auch andere Plattformen wie Twitter experimentieren mit direkten Einkaufsmöglichkeiten. 3) Codeweek 2015 Noch bis zum Wochenende können Kinder, Jugendliche und Lehrer bei der europaweiten Codeweek das Programmieren üben. Workshops, auch für Erwachsene, gibt es in Oberösterreich, Kärnten, Wien und im Burgenland. Morgen etwa können 7-14jährige im zweiten Wiener Bezirk Lego-Figuren mit der Programmiersprache Scratch zum Leben erwecken. Die Codeweek ist eine EU-Initiative, die heuter bereits zum dritten Mal stattfindet. 04:51
14.10 1) Google-Kunst Mit einem Klick zu den Gemälden Cezannes im Pariser Musee d'Orsay oder in die Wiener Albertina. Google macht es möglich. Seit vier Jahren digitalisiert der amerikanische Konzern Kunstwerke von rund 800 Museen weltweit und stellt diese online. Nun hat der Internetriese in Paris in seinem Cultural Institute ein Labor eröffnet, in dem Künstler gemeinsam mit Technikern nach neuen Formen der Kunstvermittlung suchen 2) LIBE-Ausschuss rügt EU-Kommission Die EU-Kommission hat zu wenig getan, um die Bürger nach den Snowden-Enthüllungen vor Massenüberwachung zu schützen. Das meinte der EU-Ausschuss für Bürgerrechte LIBE gestern in einer Resolution. Besonders besorgt zeigt sich der Ausschuss über Überwachungsprogramme innerhalb der EU, etwa in Frankreich und den Niederlanden aber auch über die Spionagetätigkeiten Deutschlands für die NSA 3) Handy-3D-Drucker Einen 3D-Drucker für das Smartphone will die italienische Firma Solido3D anbieten. Er soll rund 90 Euro kosten und kann Gegenstände in der Größe 7 x 5 x 12 Zentimeter drucken. Geduld ist dafür allerdings schon nötig. Für den Druck braucht das Gerät namens OLO um die 8 Stunden. 04:51
15.10 1) Robo Wunderkind Programmieren ist vielleicht nicht das neue Latein. Aber diese Diskussion ist ohnehin unnötig. Tatsache ist, dass sich in unserer Umwelt immer mehr selbständig agierende Maschinen finden. Eine Ahnung zu haben, wie man sie programmiert, kann also nicht schaden, wenn wir technisch nicht ganz fremdbestimmt werden wollen. Das Projekt Robo Wunderkind hat sich vorgenommen, schon den ganz Kleinen Programmierkenntnisse zu vermitteln. 04:50
19.10 1) Was tun bei Datendiebstahl? Aktueller Fall Wiener Linien "Wir sind darauf aufmerksam gemacht worden, dass KundInnendaten aus dem Wiener-Linien-Online-Shop veröffentlicht wurden." So beginnt das Email, das die Wiener Linien vor dem Wochenende, am Donnerstag, an ihre Kunden verschickt haben. Name, Adresse, Email-Adresse, Geburtsdatum und Telefonnummer von angeblich rund 20.000 Kunden wurden gestohlen und im Internet veröffentlicht. Zahlungsdaten und Passwortinformationen seien nicht von dem Diebstahl betroffen, heißt es von den Wiener Linien. Und es seien auch nur jene Kunden betroffen, die vor dem Jahr 2010 Tickets im Online-Shop des Verkehrsbetriebs gekauft haben. Gestohlen wurden die Daten offenbar von einem ehemaligen Mitarbeiter. Welche Konsequenzen der Datendiebstahl für betroffene Kundinnen und Kunden haben könnte 04:51
20.10 1) Der Himmel voller Drohnen? Für knapp 100 Euro kann sich heute schon jeder online eine kleine Drohne mit eingebauter Kamera kaufen. Von Urlaub-Selfies aus der Vogelperspektive bis hin zur Vision der Drohnen-Autobahn für Paketlieferungen - die unbemannten Flugkörper erobern die Zivilgesellschaft. Wie sich unsere Zukunft da gestalten könnte, aber auch, was die Herausforderungen sind, darüber haben gestern Abend Forscher, Juristen und natürlich auch Drohnen-Hersteller in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften diskutiert. Denn gerade im privaten Bereich gehen im Umgang mit Drohnen nicht nur Spaß, sondern auch jede Menge Pflichten einher 04:45
21.10 1) Digitaler Binnenmarkt, Assistenzroboter und Smart Homes. Ein Besuch auf der ICT-Konferenz 2015 Gestern hat in Lissabon die ICT 2015 begonnen, eine der größten IT-Konferenzen der Welt. Die EU-Kommission veranstaltet die Konferenz nicht zuletzt deshalb, um Wirtschaft und Forschung auf ihre digitalen Strategien einzuschwören. Eines der großen Ziele: ein einheitlicher digitaler Markt für Europa. Denn derzeit stellen die Ländergrenzen oft noch Barrieren da, etwa für Filme, die nur in einem bestimmten Land über das Internet verbreitet werden dürfen. Ein weiter Dauerbrenner ist der Datenschutz in Europa. Franz Zeller berichtet für Digital.Leben aus Lissabon, er hat mit Digitalkommissar Günther Oettinger gesprochen und eine Ausstellung auf der ICT 2015 besucht. 04:49
22.10 1) Datenschutz am Arbeitsplatz Dürfen Arbeitnehmer während ihrer Arbeitszeit private Emails lesen, im Netz surfen oder in sozialen Netzwerken kommunizieren? Und in wie weit darf der Arbeitgeber das kontrollieren? Die selbstverständliche Nutzung des Internet im Arbeitsalltag wirft viele Fragen auf - zum Datenschutz, aber auch aus arbeitsrechtlicher Sicht. 04:52
27.10 1) Roboter, übernehmen Sie! Gestaltung Sie könnten unseren Alltag erleichtern und uns eintönige oder gefährliche Tätigkeiten abnehmen. Sind Roboter die hilfsbereiten Kollegen von morgen? Oder werden Roboter uns in Zukunft - ausgestattet mit komplexen Sensoren und Algorithmen - immer häufiger am Arbeitsplatz ersetzen? Welche Aufgaben Roboter in Zukunft in erfüllen können und werden, diese Frage begleitet uns wohl schon lange. Antworten gesucht wurden vergangene Woche auch beim Forum der Technischen Universität Wien unter dem Motto: "Roboter, übernehmen Sie!" 2) Netzneutralität in Europa Heute Mittag hat das Europäische Parlament über das Telekomgesetz abgestimmt und die Netzneutralität stark eingeschränkt. Dabei geht es um das Prinzip, Daten im Internet gleich zu behandeln. 04:51
28.10 1) Virtuelles Wien. Lego-Spiel Minecraft Das virtuelle Lego-Spiel "Minecraft" ist eines der weltweit erfolgreichsten Spiele. Alleine oder vernetzt kann man Konstruktionen aus würfelförmigen Blöcken errichten, abreißen, gegen Monster kämpfen, oder Welten besuchen, die andere Spieler bereits errichtet haben. Zum Beispiel auch Wien. An einem maßstabgetreuen Wien, inklusive Kanalsystem, basteln seit zwei Jahren einige Spieler vom Verein Minecraft Vienna. Mittlerweile kooperieren die virtuellen Architekten mit Wien Kanal 04:50
29.10 1) Europas digitale Strategie "Wir haben bei der Entwicklung des Internets selbst und bei der Entwicklung der Konsumentenanwendungen nicht immer die Nase vorn, um es vorsichtig zu sagen", sagt die deutsche Kanzlerin Angela Merkel diese Woche bei einer deutsch-französischen Digitalkonferenz in Paris. Dass Europa mit dem Internetzeitalter endlich Schritt halten muss, darüber sind sich mittlerweile alle einig. Vor dem Sommer noch hat die Europäische Kommission ihre lang erwartete Digitalstrategie präsentiert, mit dem Ziel einen einheitlichen digitalen Binnenmarkt zu schaffen. Deutschland und Frankreich möchten ihre Zusammenarbeit im Bereich der digitalen Wirtschaft jetzt schon stärken und damit auch Motor für die gesamte Europäische Union sein. Wie europäische Firmen zukünftig Unternehmen aus dem amerikanischen Silicon Valley die Stirn bieten können, das haben Unternehmer bei der Digitalkonferenz mit Angela Merkel und Frankreichs Präsident Hollande in Paris diskutiert. 04:50
02.11 1) Digitaler Nachzügler Österreich ist ein Land der Printzeitungen und der Gratisnews Der Reuters Digital News Report ist die größte Untersuchung zum Medienkonsum in Europa und den USA. Die jährlich durchgeführte Studie liefert fundierte Daten über den digitalen Medienwandel, basierend auf der Befragung von mehr als 20.000 Mediennutzerinnen und Mediennutzern. Am vergangenen Donnerstagabend wurden im Wiener Funkhaus erstmals die Ergebnisse für Österreich vorgestellt und diskutiert. 04:51
03.11 1) Netzneutralität adé? Letzte Woche hat das Europaparlament ein neues Telekomgesetz verabschiedet. Eines blieb dabei möglicherweise auf der Strecke: die Netzneutralität. Sie stellt sicher, dass alle Datenpakete im Netz gleichbehandelt werden. Viele befürchten nun ein Zwei-Klassen Internet, in dem sich nur mehr große Konzerne eine Überholspur kaufen können 2) Neue Stromtarife durch Smart Meters Bis 2015 müssen 95 Prozent der österreichischen Haushalte mit modernen Stromzählern ausgerüstet sein. Nicht einmal jeder Zweite hat bisher von seinem Recht Gebrauch gemacht, den Einbau eines Smart Meters abzulehnen, wie Franz Zeller heute Vormittag bei einer Pressekonferenz von Atos, Telekom und dem Smart Meter-Hersteller Diehl erfuhr 04:52
04.11 1) Abzocke und Identitätsdiebstahl: Internetbetrug Kriminell geht so: Die Buchhaltung erhält von der Geschäftsleitung per Mail den Auftrag, umgehend einige tausend Euro an einen Geschäftspartner zu überweisen und die Transaktion zuvor via Email zu bestätigen. Der Absender ist gefälscht. Und die Methode funktioniert. Deshalb hat das österreichische "Cybercrime Competence Center" Firmen erst kürzlich vor dieser Art Internetbetrug gewarnt. Derlei Szenarien widmet sich gestern und heute auch die IKT-Sicherheitskonferenz des Heeresabwehramtes in St. Pölten. Denn Cyberkriminalität ist längst ein breites Problem 2) Science Communication Hackathon Neue Formen der Wissenschaftskommunikation sucht die Initiative Wisskom. Dazu wird am 21. November an der TU-Wien auch ein Science Communication Hackathon stattfinden. Ein paar der 50 Plätze für originelle Köpfe sind noch frei. Digital.Leben wird über den Hackathon berichten. 04:50
05.11 1) Gesunde Gemüse-App Fastfood & Co sind in vielen Kreisen nicht mehr schick. Selber-Kochen und gesunde Ernährung gelten hingegen als Statussymbol. Wenn man sich nicht gerade über Foodcoops versorgt, bleibt die Engstelle Einkauf - oft unter Zeitdruck. Vor dem Regal wird schnell entschieden, was in den Einkaufskorb kommt. Diese Entscheidung wollen Grazer Forscher den Konsumentinnen und Konsumenten leichter machen: sie entwickeln eine App, die dem Nutzer Auskunft gibt, was zum persönlichen Ernährungsprofil passt und was nicht 04:48
09.11 1) Computerspiele aus Afrika Kakao und Fußball: das sind die populärsten Exportartikel von Ghana. Junge Leute beschreiten im westafrikanischen Land aber längst ganz neue Wege. Als Computer-Unternehmer programmieren sie Videospiele, mit denen sie den afrikanischen Markt - und wenn es geht - den Weltmarkt erobern wollen. Dazu verwenden sie im ersten Schritt Legenden und Helden aus der Geschichte Afrikas 04:51
10.11 1) Risiko Big Data Ein Foto in einem sozialen Netzwerk, die per Kreditkarte gesammelten Flugmeilen oder ein Klick auf ein Produkt in einem Onlineshop: Informationen, die die weltweiten Datenberge Tag für Tag wachsen lassen. Wie ein feines Nervensystem durchzieht Big Data längst alle Bereiche unseres Alltags. So vielversprechend diese Entwicklungen beispielsweise für die Wirtschaft sind - lassen sich nun doch maßgeschneiderte Konsumwelten für Nutzer kreieren - so alarmierend sind die möglichen Risiken rund um die Datenmassen. Eines dieser Risiken betrifft das Auswerten und Interpretieren der Datenberge. Dabei werde zu wenig auf den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität geachtet, klagen Fachleute und meinen damit, dass der Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung in Statistiken und Auswertungen oft vernachlässigt werde. Diese verborgene Big-Data-Gefahr war kürzlich Thema eines Gastvortrags des neuseeländischen Computerwissenschaftlers Cristian Calude an der Technischen Universität in Graz 2) Belgien spricht Facebook schuldig Facebook sammelt auch über Menschen Daten, die nicht einmal bei Facebook sind. Deshalb wurde das soziale Netzwerk in Belgien geklagt und für schuldig befunden. Im Zentrum steht ein Cookie, eine Art Mini-Programm, das Facebook auf den Rechnern seiner Seitenbesucher hinterlässt, um sie zu identifizieren. Personenbezogene Daten dürfen von Internet-Nutzern in Belgien nur nach eindeutiger Zustimmung der Betroffenen aufgezeichnet werden. Facebook will jetzt gegen die Entscheidung berufen 04:52
11.11 1) Das Internet für Kinder Lange Zeit hat medienfreies oder sehr medienreduziertes Aufwachsen als erzieherisches Ideal gegolten. Die Zeiten, in denen Kinder erst in der Volkschule mit Computern oder dem Internet in Berührung kommen, die sind aber vorbei. Der Kontakt mit der digitalen Welt lässt sich kaum mehr vermeiden. Und auch die Digital Natives müssen - entgegen vielen Vorurteilen - digitale Kompetenzen erst erlernen. Tipps dafür, wie Eltern, aber auch Pädagoginnen und Pädagogen die Kinder bei ihren ersten Schritten in der digitalen Medienwelt begleiten und digitale Kompetenz schon früh fördern können, hat jetzt die ISPA in einem Online-Ratgeber zusammengestellt. Darin werden altersgerechte Apps ebenso besprochen wie technische Sicherheitstipps, kindergerechte Webseiten oder Suchmaschinen für Kinder. 04:49
12.11 1) Kundenveräppeln als Online-Comedy Sie kennen das vielleicht: Man beschwert sich auf der Facebook-Seite eines Unternehmens über ein Produkt, das nicht richtig funktioniert. Nach vielen Stunden bekommt man eine unpersönliche Antwort, die hauptsächlich aus Floskeln besteht und einem wenig weiterhilft. Seit ein paar Monaten wird die eine oder andere Kundenanfrage aber sehr schnell und erstaunlich direkt beantwortet. Ein Fake-Account namens "Kundendienst" macht die Facebook-Seiten vieler Unternehmen unsicher. Lukas Plank mit einem Kurzporträt 2) Festplattenabgabe. Wie teuer ist sie wirklich? Seit 1. Oktober 2015 gilt in Österreich ein neues Urheberrechtsgesetz und somit auch die viel diskutierte Speichermedienabgabe vulgo Festplattenabgabe. Wer jetzt ein Gerät mit Datenspeicher kauft - ein Smartphone, eine Festplatte oder einen Laptop - zahlt eine Abgabe mit. Dieser Betrag für mögliche Privatkopien auf den Geräten soll dann über die Verwertungsgesellschaften an die Künstler wandern. Handel und Künstler haben nun gemeinsam die Tarife festgelegt. 04:52
16.11 1) Der Nutzer, das unbekannte Wesen Ein Gerät kann noch so gut sein: wenn es schlecht zu bedienen ist, fällt es bei den Konsumenten sicher durch. Das gilt auch für Browser und andere Arten von Computerprogrammen. Deshalb beschäftigen sich immer mehr Entwickler und Designer mit der "User-Experience", der Nutzererfahrung. und tauschen ihre Erfahrungen an eigenen User-Experience-Tagen aus. Am User-Experience-Day der Technischen Universität Graz hat unter anderem auch der Open-Source-Anbieter Mozilla Einblicke in seine Bemühungen um einen nutzerfreundlichen Browser gegeben. Sein Browser Firefox ist eine der großen Alternativen zum Internet Explorer oder Chrome 2) "In Sicherheit" So nennt Facebook eine seiner Funktionen, die es bislang vor allem bei Naturkatastrophen wie Erdbeben aktiviert hat. Wenn sich Facebook-User in der Nähe eines Unglücks befanden, konnten sie sich als IN SICHERHEIT markieren und damit Familie und Freunden Sorgen und Ungewissheit ersparen. Nach den Attentaten von Paris wurde die Funktion erstmals auch bei einem Terroranschlag freigeschaltet, wie WIRED berichtet. Ab nun, so Facebook-Gründer Zuckerberg, soll die Safety-Check-Funktion auch bei von Menschen verursachten Katastrophen zur Verfügung stehen 04:44
17.11 1) Die Tagespresse "Österreichs seriöseste Onlinezeitung" "Geheime Vatileaks-Dokumente belegen: Jesus war homosexuell" oder "Putin marschiert in Oslo ein, um sich Friedensnobelpreis zu holen" - mit Schlagzeilen wie diesen provoziert und verwirrt die Tagespresse gerne Leserinnen und Leser. Die Tagespresse ist eine Satireseite im Netz, eines der erfolgreichsten jüngeren Medienprodukte Österreichs. Betrieben wird "Österreichs seriöseste Onlinezeitung", wie sich Die Tagespresse nennt, vom 24jährigen Studenten Fritz Jergitsch. Eine Million Besucher zieht die Satirezeitung pro Monat an. Franz Zeller mit einem Kurzporträt. 04:49
18.11 1) Assassin's Creed Syndicate - Sarah Kriesche kämpft sich durch die Assassinenwelt 350 Stunden für Entwürfe, 5.000 Stunden für das Erstellen der Modelle und Texturen - insgesamt über 10.000 Stunden Arbeit stecken in dem Computerspiel "Assassin's Creed Syndicate". Falls Sie nicht zur eingeschworenen Fangemeinde gehören, die Videospielreihe "Assassins Creed" zählt zu den erfolgreichsten Blockbuster-Spielen der letzten Jahre. 04:51
19.11 1) Frische Ideen. Der European Youth Award 2015 Jedes Jahr im November wird Graz zum Treffpunkt für Jungunternehmer und die, die es noch werden wollen. Denn der European Youth Award bietet eine Plattform, auf der jungen Leute aus ganz Europa versuchen mit Kreativität und ihren digitalen Fähigkeiten einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten - oder zumindest ihren Mitmenschen das Leben ein bisschen einfacher zu machen. Mit frischen Ideen aus dem IT-Bereich wollen die Firmengründer Lösungen anbieten: Zum Beispiel eine Online-Plattform, auf der Schülerinnen und Schüler gemeinsam lernen können. Oder E-Books und Apps, die speziell für Kinder mit Autismus entwickelt werden. Oder vertikale Grünflächen für Städte, die Staub und Stickoxide aus der Luft filtern. Die besten Projekte werden seit heute Nachmittag in der Grazer Fachhochschule Joanneum präsentiert. 04:51
23.11 1) Kann man Wissenschaft singen? Science Communication Hackathon an der TU-Wien Sehr verhalten und mäßig attraktiv: so könnte man beschreiben, wie Wissenschaftler meist ihre Forschungsergebnisse präsentieren. Nach dem wissenschaftlichen Paper folgt ein Vortrag vor stereotyp faden Powerpoint-Projektionen oder ein Poster, das so übersichtlich ist wie der Inhalt eines Wanderrucksacks. Es könnte aber auch ganz anders gehen - das wollte zumindest ein Science Communication Hackathon am Wochenende zeigen. Die große Frage: lässt sich Wissenschaft auch tanzen, singen oder trommeln? 04:50
24.11 1) Das neue Auto Ab 2025 werden wohl alle neuen Autos über Mobilfunk mit dem Internet verbunden sein. Das erwartet zumindest der Verband der Mobilfunkanbieter. Und auch die Autohersteller arbeiten an diesem Ziel. Denn so lassen sich zum Beispiel Updates für die Autosoftware verteilen, ohne dass die einzelnen Wagen in die Werkstatt müssen. Bei Premiummarken ist das ohnehin schon üblich. Welche Auswirkungen die automobile Vernetzung hat, da beschäftigt sich momentan auch die LA Auto Show, eine der größten Automessen der Welt. Aus Los Angeles berichtet Wolfgang Stuflesser 2) Teilerfolg für Schrems Neues gibt es im Fall Max Schrems gegen Facebook: Der junge Wiener Jurist hat im Sommer 2014 ja eine Art Sammelklage gegen Facebook beim Handelsgericht in Wien eingebracht. Bei seiner Klage wegen Facebooks unzähligen Datenschutzverletzungen hat Schrems mehr als 20.000 Unterstützerinnen und Unterstützer. Seit dem Einbringen der Klage vor über einem Jahr, fährt Facebook eine Verzögerungsstrategie - so scheint es zumindest. 04:53
25.11 1) Statistiken sind dumm Die Analyse riesiger Datenmengen führt nicht immer zu guten Ergebnissen. Das hat zum Beispiel Google bewiesen, als es aufgrund von Suchanfragen kommende Grippewellen prophezeien wollte, aber letztendlich nur den Winter vorhersagte. Datenanalyse wird gerne mit dem Stichwort Intelligenz geadelt, so auch letzte Woche in Wien bei der "World Media Intelligence" Konferenz. Die Veranstalterin FIBEP wurde von Agenturen gegründet wurde, die dereinst Zeitungsmeldungen mit der Schere ausschnitten, um Nachrichten auszuwerten. Heute bedeutet "news monitoring" vor allem statistische Analyse. Mariann Unterluggauer hat auf der Konferenz aber auch eine interessante Alternative gefunden - bei einer Wiener Firma 2) Spion Auto Vernetzte Autos verraten zu viel über ihre Fahrer. Davor warnt jetzt der ÖAMTC. Die internationale Automobilvereinigung FIA hat gestern eine Untersuchung präsentiert, wonach einige Neuwagen nicht nur die Fahrzeugposition, sondern auch Daten aus dem synchronisierten Mobiltelefon weitergeben. FIA und ÖAMTC fordern eine klare gesetzliche Regelung zur Datenerfassung und -weitergabe aus dem Auto 04:52
26.11 1) Netz-Reparatur nötig? Vergangenen Dienstag hat die "Österreichische Computer Gesellschaft" OCG Hermann Maurer die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Maurer hat die Fakultät für Informatik an der Technischen Universität Graz aufgebaut und gilt als Pionier für Ideen und Technologien, die das heutige World Wide Web wesentlich prägen. Der Informatikprofessor betrachtet das Netz aber auch recht kritisch und findet, dass das Web repariert werden sollte. Und zwar gleich an mehreren Stellen 04:50
30.11 1) StudiVZ - Bist du noch drin? StudiVZ ist 10. Bis heute wirbt es mit dem Slogan "Bist Du schon drin?", obwohl es aktueller wäre nachzufragen, wer überhaupt noch "drin ist". Denn das erste Soziale Netzwerk im deutschsprachigen Raum hat in den letzten Jahren viele Nutzer und Nutzerinnen verloren. Im November 2005 ging das Verzeichnis für Studentinnen und Studenten in Österreich, Deutschland und in der Schweiz online. Damals war auch das mittlerweile größte Soziale Netzwerk Facebook gerade mal ein Jahr alt und nur für Harvard-Studenten zugänglich. Was wurde aus StudiVZ? 2) Neue Amazon-Lieferdrohne Amazon stellt in einem neuen Video die jüngste Version seiner Lieferdrohne vor. Sie ähnelt einem Flugzeug, kann aber senkrecht starten und landen. Die Drohne soll rund 24 Kilometer zurücklegen und kleine Pakete innerhalb von 30 Minuten liefern können. Das Service nennt sich Amazon Prime Air. Allerdings ist nicht klar, ob die präsentierte Drohne nicht einfach nur Teil eines Marketinggags ist. Denn momentan fehlen noch die rechtlichen Voraussetzungen für Lieferdrohnen 3) Gletscherwandel per App Den Klimawandel anschaulich machen: das will die "Glacier App" des World Glacier Monitoring Service. Mit ihrer Hilfe kann man weltweit Gletscher nach Namen, Land oder Region filtern und erfahren, ob sie in den letzten Jahren zu- oder abgenommen haben. Entwickelt wurde die App von Gletscherforschern der Universität Zürich anlässlich der Pariser Klimakonferenz 04:51
01.12 1) Das Smart-TV lauscht mit Ein Handy ist heute eine Kamera, ein Rechner oder ein Wurlitzer. Und auch ein Fernsehgerät ist keine einfache Glotze mehr. Moderne Smart-TVs sind Rechner, die im Internet hängen, manche von ihnen verstehen sogar Sprachbefehle und haben Kameras eingebaut, die ins Wohnzimmer schauen. Genau dieser Eingriff in die Privatsphäre verursacht bei manchen Unbehagen 2) Videospiele machen nicht aggressiv Auch, was man in den eigenen vier Wänden bespricht, scheinen begehrte Daten. Das zeigte sich im Februar dieses Jahres. Da war Samsung selbst in die Schlagzeilen geraten. Im Handbuch zu Fernsehern mit Spracherkennung konnte man nämlich lesen "Bitte beachten Sie, dass Ihre gesprochenen Worte, die persönliche oder andere sensible Informationen beinhalten, unter jenen Daten sein werden, die aufgenommen und an einen Drittanbieter übertragen werden, wenn Sie die Spracherkennung nutzen" 04:48
02.12 1) Besser entscheiden mit Bürgerbeteiligung? Das gov_camp Vienna Citys wollen heutzutage "smart" werden. Manche verstehen unter einer smarten Stadt eine, in der jeder Schritt der Menschen von Sensoren überwacht wird, um vielleicht Energie sparen zu können. Andere verstehen darunter eine "smarte" Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Bürger/innen. Wie so eine "smarte" Zusammenarbeit ausschauen könnte, darüber haben gestern im Wiener Rathaus Expert/innen am 6. Gov_camp Vienna diskutiert. Die Veranstaltung wurde unter anderem vom Institut für E-Governance der Donau-Universität Krems, und dem Partizipationsberatungsbüro Dialog Plus organisiert. 04:52
03.12 1) Die Google News Initiative Noch bis morgen können sich Verlage bei Google um ein Projekt der Digital News Initiative bewerben. 150 Millionen Euro stellt Google Verlagen und Medienunternehmen für Produktentwicklung und Forschung zur Verfügung. Auch kleine Start-Ups und journalistische Initiativen können Vorschläge für innovative Ideen rund um das digitale Publizieren einreichen. Die Produkte, die daraus entwickelt werden, sollen für alle Verlage in Europa, aber auch auf der ganzen Welt einsetzbar sein 04:51
07.12 1) Unternehmer und Super-Held - Elon Musk Elon Musk ist momentan wohl einer der schillerndsten Unternehmer im Silicon Valley-Universum. Geboren in Südafrika, wohnhaft in Los Angeles, wurde er mit dem Online-Bezahldienst PayPal zum Milliardär. Neben seiner Raumfahrtfirma SpaceX gilt sein unternehmerisches Engagement derzeit vor allem dem Elektroautobauer Tesla. Damit hat Musk E-Mobile in gewissem Sinn sexy gemacht, auch wenn das Tesla-Modell S so viel kostet wie ein Luxusauto 04:52
09.12 1) Die Zukunft des Lernens In der deutschen Bundeshauptstadt trafen sich in den vergangenen Tagen IT-Wissenschaftler, Unternehmer und Pädagogen zur OEB, der "Online-Educa Berlin", einer der größten Messen weltweit zum Lernen mit neuen Medien. Auch wenn neue Technologien kein neues Bildungssystem ausmachen, so können sie zumindest zu einer angenehmeren Art des Lehrens und Lernens führen. Stefan Weber war für Digital.Leben in Berlin, um sich nach den neuesten Trends umzuhören 04:51
10.12 1) Autodiebstahl mit Keyless-GO Einfach Tür öffnen und das Auto per Knopfdruck starten: Moderne Funk-Autoschlüssel braucht man gar nicht mehr aus der Tasche nehmen, sie verständigen sich auch so mit dem Auto. Nicht mal ein Knopfdruck ist notwendig. Sicherheit wie von Geisterhand, versprechen die Autohersteller bei diesen Komfortschlüsseln. Doch offenbar bieten die Schlüssel mit ihrem eingebauten Nahfeldfunk auch für Diebe viel Komfort. Sie können Autos ohne jede Gewalt stehlen. Zudem innerhalb von Sekunden 04:52
14.12 1) Der Mann mit den drei Händen 1780 brachte Luigi Galvani tote Froschschenkel zum Zucken, indem er eine kleine Spannung anlegte. Heute versuchen Prothesenhersteller und Forscher Nerven viel zielgerichteter anzusteuern und zu stimulieren, etwa um Schmerzen zu lindern, die Durchblutung zu fördern oder versuchsweise Geräte damit zu verbinden. Inwieweit Mensch und Maschine mittlerweile verschmelzen, darüber wurde vergangene Woche beim TU-Forum an der Technischen Universität Wien diskutiert 2) 3D-Spiele verbessern Gedächtnis 3D-Spiele, die das räumliche Vorstellungsvermögen fordern, fördern offenbar auch die Gedächtnisleistung. Das behaupten Kognitionsforscher. Nachdem Studenten zwei Wochen lang "Super Mario 3D World" spielten, schnitten sie im Gedächtnistest um 12 Prozent besser ab als zuvor. Das entspricht ziemlich genau dem Leistungsverlust zwischen dem Alter von 45 und 70 Jahren. Deshalb hoffen die Forscher, die 3D-Spiele könnten auch Älteren helfen, ihr Gehirn fit zu halten 04:52
15.12 1) Der dritte Mann: Aufdecker Ewen MacAskill Als Edward Snowden im Juni 2013 den Journalisten Glenn Greenwald und die Dokumentarfilmerin Laura Poitras in Hongkong traf und ihnen ein mehrere Tage langes Interview gab, war noch eine dritte Person dabei und eng in die Story involviert: Ewen MacAskill, der Leiter des Washingtoner Büros des Guardian. Über das traditionsreiche britische Blatt machte Snowden die NSA-Files publik. Ewen MacAskill war am vergangenen Donnerstag auf Einladung des Forum Journalismus und Medien und 1 im Wiener Radiokulturcafe zu Gast, um von seinen Recherchen zu erzählen 2) EU-Datenschutznovelle in Finalrunde: Trilog in Straßburg Heute geht es in Straßburg in die Finalrunde für die Datenschutznovelle. In den voraussichtlich letzten Trilog-Verhandlungen müssen sich EU-Kommission, Rat und Parlament auf eine Endfassung einigen. Das neue Gesetz bringt ein einheitliches Datenschutzgesetz für Europa 04:52
16.12 1) Energiefresser: Stromspartipps für das Smartphone Es ist erst später Nachmittag und der Akku Ihres Mobiltelefons zeigt nur noch 24 Prozent an. Dabei haben Sie heute erst zwei kurze Telefonate erledigt, einige Emails gecheckt, zehn Minuten via App Radio gehört und ab und zu einen Blick auf die Uhr am Display geworfen. Doch damit haben Sie einige der großen Stromfresser am Smartphone ordentlich gefüttert. Denn schon wenn Sie das Display einschalten, um auf die Uhr zu schauen, fährt das Smartphone einen Gang hoch und verbraucht viel Strom 04:50
17.12 1) Neues Staatsschutzgesetz. Mehr Überwachung auch in Österreich Durch Europa rollt eine Welle von neuen Überwachungsgesetzen. Erst Ende Oktober hat der deutsche Bundestag eine Neuauflage der umstrittenen Vorratsdatenspeicherung beschlossen, im November verabschiedete Großbritannien ein neues Überwachungsgesetz und auch Frankreich hat bereits Anfang des Jahres nach den Anschlägen auf Charlie Hebdo seinen Geheimdiensten mehr Macht gegeben. Vor knapp zwei Wochen hat auch die österreichische Regierung ihren überarbeiteten Entwurf des zuvor stark kritisierten neuen Staatsschutzgesetzes präsentiert. Durch das Gesetz soll der Verfassungsschutz in Österreich mehr Überwachungsbefugnisse bekommen. Die Kritik von Opposition und Zivilgesellschaft- unter anderem fehle es an Rechtsschutz für die Bürgerinnen und Bürger - wurde nur sehr vereinzelt in das Gesetzespapier 04:51
21.12 1) Das Datenschutz-Gesicht. Max Schrems im Porträt Er ist der, der Facebook nervt. Der David im Kampf gegen Goliath. Das Datenschutzgesicht - die Rede ist von Max Schrems. Mit der einfachen Frage an Facebook "Welche Daten habt ihr über mich gespeichert?" hat der junge österreichische Jurist und Initiator von "europe vs. facebook" schon vor einigen Jahren einen Stein ins Rollen gebracht. Seitdem mischt er die europäische und internationale Netzpolitik ordentlich auf. Immer wieder reicht er Beschwerden ein und zieht vor Gericht, und zeigt so auf, dass es an der Durchsetzung europäischer Datenschutzrechte hakt. Heute widmet sich Digital.Leben dem Datenschützer in einem Porträt. 04:50
22.12 1) Bahrain Online. Ali Abdulemam Das Königreich Bahrain finden vermutlich die wenigsten auf Anhieb auf einer Landkarte. Der Zwergstaat besteht aus 33 Inseln und liegt im Persischen Golf zwischen Qatar und Saudi Arabien. Etwas mehr als eine Million Menschen leben dort. Anders als seine Nachbarn taucht Bahrain nicht so oft in den Nachrichten auf. Dabei ist der Inselstaat einer der dunkelsten Orte, wenn es um die Meinungsfreiheit geht. Nicht selten müssen Menschenrechtsaktivisten mit unangenehmen Konsequenzen rechnen. Oft reichen schon 140 unbequeme Zeichen auf Twitter aus, um im Gefängnis zu landen. Auch der in Bahrain geborene Blogger und Menschenrechtsaktivist Ali Abdulemam hat das am eigenen Leib erfahren 04:51
23.12 1) Smart City? Gemeinschaft statt Technik Wenn sich Menschen über die Zukunft der Stadt Gedanken machen, fällt immer öfter der Begriff Smart City. Doch unter diesem Begriff schwebt vielen etwas anderes vor - digitale Vernetzung, intelligenten Geräten oder grüne nachhaltige Städte. Ideen für die Stadt von morgen sucht auch die indische Architektin und Stadtplanerin Geeta Mehta. Sie setzt weniger auf Technik als auf starke Gemeinschaften. Vor ein paar Jahren hat sie die NGO user generated cities gegründet. Mit ihr betreibt sie Problemlösung von unten und zwar mit Hilfe einer Art virtuellen Alternativwährung. Die gibt es bereits in Indien, Kenia, Costa Rica, den USA oder Ghana 04:51
28.12 1) Drohne unterm Weihnachtsbaum? Regeln für Hobbypiloten Auch dieses Jahr waren Drohnen wohl ein Renner unter dem Weihnachtsbaum. Zumindest wenn man der Suchmaschine Google Glauben schenken möchte, denn dort führen die fliegenden Roboter die Suchanfragen an. Sarah Kriesche könnte für Pilotinnen und Piloten in Spe jetzt allerdings ein bisschen zur Spielverderberin werden. Im folgenden Beitrag erklärt sie nämlich, dass nicht alles, was man mit einer Drohne machen kann, auch erlaubt ist. Denn auch wenn es keinen eigenen Führerschein oder Flugschein für Spielzeugdrohnen und Modellfluggeräte braucht, so gilt es doch einige Regeln zu beachten 04:50
29.12 1) 32C3. "Der Chaos Communication Congress in Hamburg" Seit Sonntag ist Hamburg der Nabel der mitteleuropäischen Netzgemeinde. Über 12.000 Menschen treffen sich dort beim jährlichen Kongress des Chaos Computer Club zum Ideenaustausch, zu Vorträgen und Workshops. Beim bereits 32. Hackerevent dreht sich heuer alles um "geschlossene Gesellschaften". Die Eröffnungsrede hielt die aus Somalia geflüchtete Computernovizin, Fatuma Afrah. Sie plädierte ganz erdig dafür, "den Kopf von der Tastatur zu heben" und sich den aktuellen Weltproblemen zu widmen. Was die vielen Besucher zum 32C3 nach Hamburg zieht 04:50
30.12 1) Werbung mit Tarnkappe. Native Advertising Werbung mit Tarnkappe: so könnte man "Native Advertising" umschreiben. Dabei handelt es sich um Werbetext, der sich graphisch kein bisschen von einem Onlineartikel unterscheidet. Bekannt ist das schon aus Printzeiten. Winzig klein steht meist irgendwo daneben, dass der Inhalt gesponsert wurde, manchmal gibt es auch gar keinen Hinweis, dass der Artikel quasi gekauft ist. Online steht diese Werbeform derzeit hoch im Kurs und heftig in der Kritik. Denn Medien setzen damit ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel 2) "Gutes Geld für mühelose Arbeit". BKA warnt vor Geldwäscher-Mails "Gutes Geld für mühelose Arbeit": Mit diesem Versprechen werben derzeit Jobangebote, die per Mail die Runde machen. Die Arbeit besteht dann allerdings aus Geldwaschen, warnt die Cybercrime-Unit des Bundeskriminalamtes 04:51

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