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oe1_dl_2018

ORF Ö1 - Digital Leben

07.06.

oe1_dl_2018Jeden Montag bis Donnerstag informiert Digital Leben in Ö1 über Chancen, Risiken und (un)erwünschte Nebenwirkungen von Internet, Digitalkamera und Computerviren
Archivnummern: AP/m_mm1/oe1_dl_2018_(Sendedatum)
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Datum Inhalt Dauer
02.01 Mensch-Maschine-Symbiose - Partnerschaft mit Künstlicher Intelligenz Dass Maschinen präziser arbeiten und stärker sind als Menschen, ist ein alter Hut. Dafür wurden sie schließlich gebaut. Dass Maschinen als künstliche Intelligenzen jedoch unsere kognitiven Fähigkeiten übertreffen könnten, schreckt viele Menschen ab. Wieso wir künstliche Intelligenz aber nicht als Konkurrenz betrachten, sondern vielmehr eine kreative Partnerschaft eingehen sollten, beschreibt der Autor Edward Lee in seinem Buch "Plato and the Nerd". Der Professor für Computerwissenschaften an der Universität Berkeley war im Dezember zu Gast an der Technischen Universität Wien, Sarah Kriesche war dabei. 04:50
03.01 34C3: Chaos Communication Congress - Zwischen IT Security, Gesellschaftspolitik und Selbstvergewisserung Er ist ein Fixpunkt im Kalender von Hackern, Netz- und Technikaktivistinnen und IT Experten. Der deutsche Chaos Communication Congress. Seit 1984 lockt er zwischen Weihnachten und Neujahr tausende Besucherinnen und Besucher an. Mit dem heurigen Motto "Tu Wat" dockte er beim aktivistischen Gründungsaufruf des Chaos Computer Clubs an. Vier Tage lang gab es in unzähligen Vorträgen und Treffen einiges zu diskutieren und aufzudecken: Sicherheitslücken im Onlinebanking, bei Stromtankstellen oder Staubsaugerrobotern. Tipps gab es auch für Reisende um persönliche Daten an der Grenze zu schützen. Aus Leipzig berichten Kristin Kielon und Michael Voss. 04:52
04.01 Risiko Computerchip - Die Folgen der Sicherheitslücke Ein Designfehler in Computerchips sorgt derzeit für Aufregung und Unsicherheit. Durch den Hardwarefehler werden weltweit Milliarden an Computer und mobile Geräte angreifbar. Hacker können so zum Beispiel Passwörter stehlen. Das Desaster betrifft Platzhirsch Intel aber auch andere Chiphersteller. Die Tech Industrie arbeitet derzeit an Lösungen in Form von Softwareupdates. Rund um die Sicherheitslücke zirkulieren allerdings jede Menge Gerüchte. Was man bisher weiß, fasst Sarah Kriesche zusammen. 04:55
08.01 Digital-Therapie gegen Spinnenphobie - Virtual Reality als Medikament Die Hausspinne ist zwar die größte heimische Spinnenart, aber völlig harmlos. Menschen mit Spinnenphobie sehen das allerdings ganz anders - der Anblick der dürren, behaarten Spinnenbeine reicht, damit ihr Blutdruck in die Höhe schnellt und Panik aufkommt. Die Arachnophobie ist eine von vielen Angststörungen, die Menschen das Leben schwer machen können. Eine Grazer Psychotherapeutin und ihr Ehemann, ein Mediziner, therapieren die Spinnenphobie mit technischer Hilfe: Sie konfrontieren die Patientinnen und Patienten mittels Virtual Reality mit den Objekten ihrer Angst. Wie, berichtet Sylvia Andrews. 04:52
09.01 Im Rennen um das autonome Auto 1) Die CES beginnt in Las Vegas Heute hat in Las Vegas die Elektronikmesse CES begonnen. Ging es dort früher vor allem um Fernsehgeräte und klassische Unterhaltungselektronik, entwickelt sich die Leistungsschau in der Wüste von Nevada nun immer mehr zur Mobilitätsmesse. Und deshalb zeigen heuer besonders viele Autohersteller ihre Vorstellungen von der automobilen Zukunft. Aus Las Vegas berichtet Marcus Schuler. 2) Bald Sicherheitsupdate für Intel-Computerchips Erst in der Vorwoche wurden massive Sicherheitslücken in Computerchips von Intel, AMD und ARM bekannt. Nunmehr hat Intel angekündigt, dass in den nächsten Tagen Sicherheitsupdates für 90 Prozent der Intel-Produkte verfügbar sein werden. Indessen zweifeln Expertinnen und Experten noch immer, ob sich die technische Panne überhaupt durch Software beheben lässt oder die Chips nicht überhaupt ausgetauscht werden müssten. Forscher unter anderem von der TU Graz hatten gezeigt, dass es durch die Sicherheitslücke möglich ist, sich Zugang zu Passwörtern, Krypto-Schlüsseln oder Informationen aus Programmen zu verschaffen. 04:52
10.01 Computerspiele machen Werte 1) Games und ihre demokratischen Wirkungen Computerspiele sind von Superheldinnen, Archäologinnen, Prinzen oder Soldaten geradezu übersät. Dazu kommen wiederkehrende Narrative, wie etwa Zombies, die die Menschheit ausrotten, böse Firmen oder verrückte Professoren. In wie weit diese Erzählungen dazu beitragen, kollektive Identitäten und Werte in der Gesellschaft zu etablieren, das erforscht Eugen Pfister von der Akademie der Wissenschaften. Sarah Kriesche hat sich mit ihm getroffen und über Spiele als subtile Weltvermittler gesprochen. 2) Aus für Bitcoin-Mining in China? China ist das Land des Bitcoin-Minings - nicht zuletzt wegen der geringen Stromkosten für die energieintensive Erzeugung der Kryptowährung. Die chinesischen Bitcoin-Miner sollen von den lokalen Behörden zu einem geordneten Ausstieg aus dem Bitcoin-Schürfen gedrängt werden. Das besagt ein geleaktes Dokument, das der Website Quartz zugespielt wurde. Derzeit werden auch zwei Drittel aller Bitcoin-Transaktionen über Computersysteme in China abgewickelt. 04:52
11.01 Killerroboter 1) Warum autonome Waffen verboten werden sollten Manche bezeichnen sie als die dritte Revolution in der Kriegsführung: die Entwicklung autonomer Waffen. Dazu gehören Killerroboter genauso wie der menschenlose U-Boot-Zerstörer "Sea Hunter" der US-Armee. Was am meisten beunruhigt: manche Kriegsmaschinen wie ein Maschinengewehr von Kalashnikov treffen bereits selbständig Entscheidungen über ihr Ziel - und damit möglicherweise über Leben und Tod. Aus diesem Grund haben erst im Vorjahr 100 Wissenschafterinnen und Wissenschafter von der UNO ein Verbot autonomer Waffen verlangt. Hintergründe zu den Killerrobotern von Isabella Ferenci. 2) Warnung vor Ping-Anrufen Vor sogenannten Ping-Anrufen warnt jetzt die Rundfunk und Telekom Regulierungsbehörde RTR. Die Anrufe von Mehrwertnummern kommen meist aus dem Ausland. Oft läutet das Handy nur einmal, wenn man zurückruft, entstehen teils sehr hohe Kosten. Also am besten bei unbekannten ausländischen Nummern. zB mit der Vorwahl +370 (Litauen), +882 (Satellitentelefon) oder +257 (Burundi), weder abheben, noch zurückrufen. 04:50
15.01 Elektronik spielen - Die Digi Play Days Bereits zum zweiten Mal hat die Julius Raab Stiftung Ende des Jahres die Digi-Play Days veranstaltet. Einen Tag lang wurde der neue Campus der Erste Bank in Wien-Simmering zu einem digitalen Spielplatz umgestaltet. Das Ziel: Kinder und Jugendliche sollen ein Gefühl dafür entwickeln, wie Technologien zusammenpassen, welche Probleme man damit lösen kann und auch welche neuen Berufsmöglichkeiten sich dadurch bieten. Und das alles greifbar und spielerisch. Isabella Ferenci berichtet vom digitalen Spielplatz. 04:52
16.01 Bitcoin unter Druck 1) China will Kryptowährung einschränken Die Kryptowährung Bitcoin ist gleichermaßen anarchistisch wie neoliberal und - manchmal auch kriminell. Schließlich wird sie von keiner Zentralbank ausgegeben, sondern zirkuliert ohne staatliche Kontrolle, oft auch vorbei an den Steuerbehörden. Das lassen sich einige Staaten jetzt allerdings nicht mehr gefallen und setzen die derzeit populärste Kryptowährung auf die eine oder andere Art unter Druck. Was sich jüngst getan hat, fasst Franz Zeller zusammen. 2) EU bekommt neue Supercomputer Die Europäische Union möchte künftig in neue Supercomputer investieren. Eine Milliarde Euro soll laut EU-Kommission der Aufbau einer Infrastruktur aus Hochleistungsrechnern kosten, wie Pascal Lechler berichtet. 04:44
17.01 Weniger Video mehr künstliche Intelligenz - Reuters Medientrends 2018 Das renommierte Reuters Institut an der University of Oxford wirft mit einem neuen Report einen Blick in die mediale Zukunft. Dafür wurden 194 Medienschaffende aus aller Welt über Trends und ihre Prognosen für das Jahr 2018 befragt. Für dieses Jahr tun sich demnach vier wichtige Themen auf: Medienhäuser fürchten die Dominanz der Plattformen, setzen vermehrt auf Abo-Modelle statt auf traditionelle Onlinewerbung, lassen den Videoboom hinter sich und wagen größere Experimente mit künstlicher Intelligenz. Anna Masoner hat sich in die digitalen Zukunftsaussichten vertieft. 04:46
18.01 Zukunft E-Mobilität? - Die Schattenseiten der Elektro-Autos Elektro-Autos und autonom fahrende Autos scheinen vielen die Lösung aller unserer Mobilitätssorgen. Für Alexandra Millonig, Raumplanerin und Mobilitätsforscherin am Austrian Institute of Technology AIT, tun sich damit aber neue Probleme auf. So könnten gerade umweltfreundliche Antriebe dafür sorgen, dass unsere Städte noch mehr als bisher mit Autos verstopft und zugeparkt sind. Mehr über die Schattenseiten der neuen Mobilität von Franz Zeller. 04:52
22.01 Forschen mit Lego - Ein Roboter- und Programmierwettbewerb für Schülerinnen und Schüler Forschen, Präsentieren und Programmieren: so kann man das Konzept der First Lego League zusammenfassen. Für diesen Bewerb treffen sich Schülergruppen im Alter von 9 bis 16 Jahren und treten zum Beispiel mit Legorobotern gegeneinander an, die Aufgaben zu lösen haben. Heuer steht die First Lego League unter dem Motto "Hydro Dynamics - Vorkommen, Nutzung, Lagerung und Bewegung von Wasser ergründen". Was die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe von Lego aus dem Thema gemacht haben, hat sich Franz Zeller am Donnerstag beim Regionalbewerb in St. Pölten angesehen. 04:50
23.01 Singen ohne Ton als Plattform-Rezept 1) Die App Musical.ly Facebook und Twitter sind für junge Leute nicht mehr sonderlich attraktiv. Die haben längst eigene Plattformen. Dazu gehört etwa musical.ly. Diese App hat weltweit mehr als 150 Millionen hauptsächlich jugendliche Mitglieder. Musical.ly ist im Wesentlichen eine Plattform für Menschen, die gerne ihre Lippen zu Musik bewegen, als würden sie singen. Katharina Gruber hat mit einem heimischen musical.ly-Star gesprochen. 2) Fehlerhafte Intel-Sicherheitsupdates Intel kommt aus dem Chip-Schlamassel nicht heraus. Nachdem Anfang des Jahres eine gröbere Sicherheitslücke bekannt wurde und die Firma Sicherheitsupdates auslieferte, macht sie jetzt einen weiteren Rückzieher. Die Updates sind fehlerhaft, so Intel in einer Aussendung. Unter anderem führen sie zu vermehrten Neustarts der Systeme. Deshalb empfiehlt Intel, auf neuere Updates zu warten. 04:46
24.01 Verfallsdatum: 7 Tage 1) Öffentlich-Rechtliche im Netz Die Spielregeln für öffentlich-rechtliche Sender in Deutschland werden künftig gelockert. Für das Publikum heißt das u.a.: die 7 Tage-Löschfrist für Online-Inhalte von ARD, ZDF und Deutschlandradio soll wegfallen. Videos und Audios können künftig länger im Netz abrufbar sein, bisher mussten die Sender ihre Inhalte - mit Ausnahmen - eine Woche nach ihrer Ausstrahlung wieder aus dem Angebot löschen. Hierzulande ist das noch die gängige Praxis, das ORF-Gesetz sieht eine 7-Tages-Behaltefrist vor. Wie öffentlich-rechtliche Medien sich im digitalen Zeitalter weiterentwickeln könnten, berichtet Julia Gindl. 2) EU-Abgeordnete warnen USA vor Zugriff auf europäische Personendaten EU-Abgeordnete aus unterschiedlichen Fraktionen haben die USA heute vor einer Verletzung europäischer Grundrechte gewarnt. US-Behörden wollen von amerikan. Unternehmen einen direkten Zugriff auf in Europa gespeicherte Personendaten. Ob das nach amerikanischem Recht erlaubt ist, will der Oberste Gerichtshof der USA bis zum Sommer klären. Ein solcher Zugriff wäre mit der europäischen Grundrechte-Charta nicht vereinbar. 04:51
25.01 Privatklage ja, Sammelklage nein 1) EuGH entscheidet über Verfahren Schrems gegen Facebook Max Schrems gegen Facebook geht in die nächste Runde: Heute Vormittag hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg entschieden, in welcher Form der österreichische Jurist den US-Konzern wegen Datenschutzverletzungen klagen kann. Demnach darf Schrems zwar in Wien eine Privatklage einreichen, die geplante Sammelklage lehnt der EuGH aber ab, wie Julia Gindl berichtet. 2) Kassenloser Amazon-Supermarkt Amazon hat am Montag einen Mini-Supermarkt eröffnet, der nahezu ohne Personal und vor allem ohne Kasse auskommt - praktischerweise im Erdgeschoß der Firmenzentrale in Seattle. Beim Betreten muss man sich mit einer App des Konzerns registrieren. Die Abrechnung passiert automatisch - wie, schildert Marcus Schuler. 04:52
29.01 Teurer einkaufen, länger suchen 1) Der Preis der Internetverweigerung Wer sich einmal in die Denke des Internets eingelebt hat, der weiß: mit dem Netz geht vieles schneller und oft auch günstiger. Das merkt man spätestens, wenn man die Preise für Reisen oder Geschirrspüler vergleicht. Aber auch wenn heute viele Menschen mit dem Internet in der Hosentasche herumlaufen und quasi ständig verbunden sind: Nicht jeder hat einen Internetzugang. In Österreich sind 15% aller Haushalte noch nicht am Netz. Was diesen "Offlinern" entgeht, hat sich vor kurzem die Arbeiterkammer Wien angesehen. Details dazu von Lukas Plank. 2) Schrems schafft Grundfinanzierung für NOYB Seit Samstag steht zumindest die Grundfinanzierung für Max Schrems Datenschutzorganisation NOYB. Mit 250.000 Euro Startkapital kann er sein "Europäisches Zentrum für Datenschutz" starten und damit für Bürgerinnen und Bürger auch Klagen einbringen, wenn ihre Grundrechte verletzt wurden. Die Crowdfunding-Kampagne für NOYB geht unter dem Titel "Investiere in deine Privatsphäre!" auf der Plattform Kickstarter noch bis zum 31. Jänner. 04:50
30.01 Im Kopf der Cybergauner 1) Wie Online-Betrüger ticken Wer als Cyberkrimineller besonders geschickt ist, räumt eine Kryptobörse wie Coincheck in Japan aus. Die Gauner haben Token im Gegenwert einer halben Milliarde Dollar gestohlen. Aber Cybercrime gibt es auch hierzulande - allein 2016 haben sich Erpressungsversuche mit Verschlüsselungssoftware fast vervierfacht. Wer sind diese Leute, die Passwörter oder Bankdaten stehlen? Diese Frage hat ein Forschungsprojekt der Fachhochschule St. Pölten beleuchtet, wie Sarah Kriesche berichtet. 2) Phishing-Mails werden raffinierter Phishing-Mails werden nicht seltener, wie manchmal behauptet, sondern raffinierter. Das berichtet heute heise.de. Um den Absender besonders echt aussehen zu lassen, nutzen die Cyberkriminellen auch Informationen aus Datenbanken. Mit Erfolg: Die Adressaten klicken häufiger auf die Links und geben öfter ihre Bank- oder Kreditkartendaten preis. 04:50
31.01 Wir-geben.org 1) Online-Plattform für Sachspenden schafft Arbeitsplätze Was tun mit dem zu klein gewordenen Glitzerminirock, mit den wenig gebrauchten Skischuhen und dem Designer-Lampenschirm, der einen unangenehm an den Ex-Freund erinnert? Übers Internet an Liebhaberinnen verscherbeln? Oder vielleicht sinnvoll an ein Sozialprojekt spenden? Beides gleichzeitig kann man jetzt auf der Internetplattform wir-geben.org tun. Sie wurde von der österreichischen Sozialinitiative "Alpine Peace Crossing" in Kooperation mit dem Online Marktplatz willhaben.at ins Leben gerufen. Sachspenden werden online verkauft, der Erlös geht an Projekte, die Arbeitsplätze schaffen. Wie das funktioniert, berichtet Ulla Ebner. 2) 123456: "Change Your Password Day" Morgen am 1. Februar ist "Ändern Sie Ihr Passwort"-Tag. Die Zahlenfolge 123456 ist weltweit nach wie vor das beliebteste Passwort. Das deutsche Hasso-Plattner-Institut rät zu Passwörtern mit mindestens 10 bis 15 Zeichen, Ziffern und Sonderzeichen. Außerdem sollte man nie dasselbe Passwort für mehrere Konten verwenden. Das Potsdamer Informatikinstitut empfiehlt außerdem Wortkombinationen, die nicht im Wörterbuch zu finden sind. Um das Passwort zu ändern, muss man aber nicht auf morgen warten. 04:48
01.02 Wir schwimmen beim Thema Internet 1) Wie Kinder und Eltern das Netz erleben Ein Tag, um das Bewusstsein für Gefahren, Chancen und Herausforderungen durch das Internet und digitale Medien zu schärfen: das ist der Safer Internet Day am kommenden Dienstag. Die EU-Initiative mit dem Namen "saferinternet.at" nahm das zum Anlass, eine Studie über "Digitale Medien im Volksschulalter" zu präsentieren. Kinder von 6-9, sowie Eltern haben dafür erzählt, wie sie digitale Medien nutzen und wo es Unsicherheiten in der Nutzung wie auch der Erziehung gibt. Sarah Kriesche war bei der Studienpräsentation heute Vormittag dabei. 2) EU-Beobachtungsstelle für Blockchain-Technologien Die EU hat eine Beobachtungsstelle für Blockchain-Technologien eingerichtet. Die Technik, die auch im Hintergrund vieler Kryptowährungen steht, macht Verträge ohne Anwalt möglich. Am häufigsten wird die Blockchain derzeit im Finanz- und Bankensektor eingesetzt. Ziel der Beobachtungsstelle ist es, Risiken und Potenzial der Technik auszuloten, wie Digital-Kommissarin Marya Gabriel sagte. 04:52
05.02 Stromnetz am Leistungslimit - Energie-Engpassmanagement Modernes Leben ist ohne Strom undenkbar. Das fällt uns allerdings kaum mehr auf, weil die unsichtbare Energie so selbstverständlich geworden ist - und weil es vor allem in Österreich kaum Ausfälle gibt. Tatsächlich stößt das Stromnetz in den letzten Jahren aber immer mehr an seine Leistungsgrenzen. Von vielen unbemerkt bildet sich dies auch im Strompreis ab. Details dazu von Franz Zeller. 04:43
06.02 Technik für Kinder mit Autismus 1) Projekt "Outside The Box" Unter dem Motto "Outside The Box" haben Wissenschaftler der Technischen Universität drei Jahre lang gemeinsam mit autistischen Kindern Technologien entwickelt, die die Kinder im Alltag unterstützen sollen. Herausgekommen ist dabei aber kein einheitliches Produkt, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass unterstützende Technologien vor allem individuell sein müssen. Es kommt nicht nur auf die Technologie an, sondern auch darauf, wie diese entsteht, berichtet Lukas Plank. 2) Ratgeber "Apps für 1 bis 11" - Safer Internet Day 2018 Kinder und Eltern in der Online-Welt unterstützen soll der Ratgeber "Apps für 1 bis 11", den der Verein österreichischer Internetprovider ISPA zum heutigen Safer Internet Day veröffentlicht hat. Die Tipps zu geeigneten Kinder-Apps oder technischen Kindersicherungen gibt es unter ispa.at/kinderapps. 04:50
07.02 Bitcoins in Afrika - Boom oder Blase? Es geht bergab: der Bitcoins Kurs fiel in den vergangenen Tagen weit unter 7000 US Dollar. Längst schon warnen Ökonomen und Banken in aller Welt vor dem Anlagespiel mit der Kryptowährung. China hat den Zugang zu sämtlichen Bitcoin Börsen gesperrt und auch Nigeria überlegt den Handel mit Bitcoins einzuschränken. Doch gerade junge Menschen in vielen afrikanischen Ländern lassen die die jüngsten Entwicklungen kalt. Die Erfolgsgeschichten verschiedener Investoren sorgen für einen ungebrochenen Hype, zum Beispiel in Kenia berichtet Linda Staude aus Nairobi. 04:45
08.02 Chinas Super-App "WeChat" - Betriebssystem und Überwachungsalbtraum Ob Facebook, Twitter, Amazon, oder Ebay: die Infrastruktur unserer digitalen Welt stammt fast ausschließlich aus dem Silicon Valley. Und entsprechend sind wir auf dortige Neuigkeiten fixiert, wenn irgendein kapuzentragender CEO auf einer großen Bühne Neuigkeiten verkündet. Sehr viel seltener schauen wir dafür in den Osten. Heute werfen wir einen Blick nach China und schauen uns die App WeChat an: WeChat ist nicht nur eine App, sondern eine Art Betriebssystem für das Leben in China - genutzt wird sie von fast einer Milliarde Menschen. Was die Super-App drauf hat und warum Facebook WeChat sehr genau beobachtet, erzählt Anna Masoner, sie hat im Herbst mehrere Wochen in China verbracht. 04:48
12.02 Security Princess - Auftrags-Hackerin bei Google Wenn sich jemand "Security Princess" nennt, dann ist entweder Fasching in der IT-Branche, oder die Betroffene arbeitet bei Google, das für seine phantasievollen Titel bekannt ist. Für Parisa Tabriz trifft Letzteres zu. Sie war Beraterin im Weißen Haus für Digitale Services, hielt in Harvard Vorlesungen und arbeitet mittlerweile als Sicherheitsexpertin für Google. Die Job-Bezeichnung "Security Princess" fand sie jedenfalls interessanter als " Information Security Engineer". Tabriz ist für die Sicherheit des Google-Browsers "Chrome" verantwortlich und leitet das Team von "Project Zero" - das ist eine Gruppe hochrangiger Sicherheitsexperten, die immer wieder für Schlagzeilen sorgen. Sarah Kriesche mit einem Porträt der Sicherheits-Prinzessin. 04:44
13.02 Datenübertragung per Licht 1) Li-Fi als Alltagstechnologie? Wer drahtlos Daten übertragen möchte, muss dafür nicht unbedingt Funkwellen nutzen. Es geht auch mittels Licht: Li-Fi nennt sich die Technologie. Dabei werden die Signale durch das blitzschnelle Ein-und Ausschalten einer Lichtquelle mehr oder weniger gemorst. Wie wir Licht als Datenüberträger in unserem Alltag künftig vermehrt nutzen könnten, das war Thema des ersten internationalen Li-Fi Kongresses in Paris. Unser Frankreich-Korrespondent Christophe Kohl hat sich dort nach interessanten Projekten umgesehen und unter anderem ein vielversprechendes Lichtschloss entdeckt. 2) Mehr Strom für Bitcoin-Erzeugung als für Haushalte Island leidet unter hohem Stromverbrauch. Schuld daran ist nicht die Kälte, sondern die große Anzahl von Bitcoin-Minern, die sich im Land niedergelassen haben. Wie der Sprecher eines isländischen Energieversorgers sagte, werden die Bitcoin-Erzeuger heuer mehr Strom als die Privathaushalte Islands verbrauchen. 04:51
14.02 Ex-Mitarbeiter gegen Facebook 1) "Center for Humane Technology" gegründet Über allzu viele positive Schlagzeilen kann Facebook momentan nicht jubeln, im Gegenteil. Nun stellen sich auch prominente ehemalige Mitarbeiter gegen die Plattform. Im Silicon Valley haben sie zusammen mit Investoren von Facebook und Google das "Center for Humane Technology" gegründet. Sie möchten damit gegen negative Auswirkungen sozialer Netzwerke und von Smartphones vorgehen. Sieben Millionen Dollar hat die Gruppe bereits für eine Kampagne namens "Die Wahrheit über Tech" gesammelt, um damit Schüler, Lehrer und Eltern anzusprechen. Aus dem Silicon Valley berichtet Marcus Schuler. 2) Cryptojacking als größtes Sicherheitsproblem im Netz Rund 4000 staatliche Webseiten in den USA und Großbritannien wurden zu Geldmaschinen umgebaut. Kriminelle haben Seiten wie jene des UK National Health Service mit einer Browsererweiterung infiziert, die auf den Rechnern der Besucher - ohne deren Wissen - Kryptowährungen schürft. Konkret wurde die Software Coinhive ausgeführt, von der wir wiederholt berichtet haben. Cryptojacking, wie sich das Verfahren nennt, stellt nach Ansicht von Experten mittlerweile das größte Sicherheitsproblem im Internet dar, noch vor Ransomware, die von den Besitzern infizierter Computer Lösegeld fordert. Coinhive sei derzeit die dominanteste Schadsoftware im Netz, so Sicherheitsforscher der Firma Check Point. 04:52
15.02 Schattenprofile im Netz - Vorhersagen über Nicht-Nutzer Es gibt Menschen, die sind nicht in sozialen Netzwerken wie Facebook registriert und die versuchen möglichst wenig digitale Spuren im Netz zu hinterlassen. Facebook könnte diese Nicht-Nutzerinnen und Nutzer trotzdem kennen. Denn über registrierte Freunde und Bekannte und deren öffentlich zugängliche Informationen kann Facebook Daten sammeln. Dass relativ wenig Daten reichen, um auch recht persönliche Dinge über Nicht-Nutzer einer Plattform herauszufinden und um ein Schattenprofil zu erstellen, hat ein Komplexitätsforscher vom Wiener Complexity Science Hub bewiesen. Isabella Ferenci hat mit ihm über Selbstbestimmung in der digitalen Welt gesprochen. 04:44
19.02 Fake News-Pasta - Italien als Land der Falschnachrichten "Flüchtlinge wohnen in Luxushotels": Das ist nur eine der Schlagzeilen, die in Italien derzeit wild geteilt werden. Die Meldung ist falsch, so wie vieles, was zwei Wochen vor den italienischen Parlamentswahlen durchs Netz geistert. Und das macht Politiker ebenso wie die Fake News-Verbreitungsmaschine Facebook nervös. Facebook und italienische Polizei wollen jedenfalls auf die Welle an Falschnachrichten reagieren. Wie treffsicher ihre Maßnahmen sind und warum in Italien wie kaum in einem anderen Land Fake News erfolgreich sind, weiß Anna Masoner. 04:52
20.02 Sex und Tech - Der Boys Club im Silicon Valley Für Unruhe im Silicon Valley sorgt derzeit ein Buch der Journalistin Emily Chang. In "Brotopia: Breaking up the Boys' Club of Silicon Valley" berichtet die bekannte TV-Moderatorin von Sex-Partys in San Francisco und im noblen Millionärsörtchen Atherton. Vor allem geht es in ihrem Buch aber um den Sexismus im Silicon Valley und darum, dass Frauen in der Tech-Welt kaum Chancen auf Erfolg haben. Sie seien vom "Boys-Club" systematisch ausgeschlossen, berichtet Marcus Schuler aus Los Angeles. 04:52
21.02 Elegante Verhaltenssteuerung - Nudging im Netz Wenn Ihr Drucker automatisch beidseitig ausdruckt, dann werden Sie elegant dazu verführt, Papier zu sparen. Diese Voreinstellung ist ein Beispiel für Nudging, also dezentes Anstupsen, das unser Verhalten in eine bestimmte Richtung lenken soll. Geprägt hat den Begriff des "nudging", des Anstoßens, der US-amerikanische Ökonom Richard H. Thaler gemeinsam mit dem Harvard-Rechtswissenschafter Cass Sunstein. Thaler hat 2017 für seine Forschungen in der Verhaltensökonomie den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhalten. Nudges gibt es nicht nur analog, auch die digitale Welt ist voll davon, berichtet Julia Gindl. 04:51
22.02 High Tech am Acker - Digitale Landwirtschaft Landwirte finden sich gemeinhin auf ihren Feldern auch ohne technische Hilfe gut zurecht. Und trotzdem kann ihnen GPS dort helfen, weil sie damit ihren Betrieb weitaus umweltfreundlicher und sparsamer führen können. Das ist zumindest das Versprechen von Precision Farming - Landwirtschaft mit Hilfe von High Tech. In Österreich nutzen laut einer Umfrage von Key Quest aus dem Jahr 2016 gerade einmal 6% der Bauern Precision Farming, allerdings auf 13% der landwirtschaftlichen Fläche. Was die Digitalisierung am Feld bringen könnte, darüber hat sich Franz Zeller bei einer Tagung des Ökosozialen Forums in Wieselburg informiert. 04:52
26.02 Spricht hier die Maschine? - Political Bots werden möglicherweise überschätzt Nicht jede Meldung auf Twitter oder Facebook kommt von einem Menschen. Auch Maschinen reden mit, sog. Social Bots. So haben sich laut BBC nach dem Amoklauf an einer Schule in Florida auch Bots in Twitter-Diskussionen eingeschalten: Von Russland aus gesteuert, sollen sie Stimmung gegen schärfere Waffengesetze in den USA gemacht haben. Aber wie häufig wir Meldungen und Meinungen von Maschinen lesen, ist umstritten. Der Datenjournalist Michael Kreil etwa meint, die Aktivität von Social Bots werde oft übertrieben - auch in wissenschaftlichen Studien. Das zeigt Kreil anhand einer Studie zu Bot-Aktivitäten auf Twitter rund um die US-Präsidentschaftswahl 2016 und liefert sich eine Diskussion mit dem Studienautor. Mehr dazu von Katharina Gruber. 04:52
27.02 "Alles 5G!" 1) Der Mobile World Congress in Barcelona Der Mobile World Congress ist die wichtigste Veranstaltung der Mobilfunkbranche. Gestern hat die Leistungsschau in Barcelona begonnen. Mit neuen Handymodellen protzt die Branche heuer kaum, dafür dreht sich vieles um die Vernetzung des Alltags und den kommenden Mobilfunkstandard 5G. Wo das superschnelle Netz in der Zukunft gebraucht werden könnte, berichtet Christian Sachsinger aus Barcelona. 2) Minority Report in China In der westchinesischen Provinz Xinjiang werden Menschen bereits auf Basis von Big-Data-Analysen verhaftet. Das behauptet die Organisation Human Rights Watch. Die lokalen Behörden würden eine Software Bilder aus Sicherheitskameras, Bank- oder Gesundheitsdaten auswerten und das Programm auch vorhersagen lassen, ob bestimmte Personen nach chinesischen Standards auffällig werden, so Human Rights Watch. Das Predictive Policing-Projekt erinnert an den Science Fiction-Film "Minority Report". 04:52
28.02 Feinstaubsensoren im Selbstbau 1) Technikaffine Grazer errichten ein eigenes Mess-Netzwerk Deutsche Städte dürfen Dieselfahrzeuge künftig aussperren. Diesel ist vor allem für hohe Stickoxidbelastungen verantwortlich. Städte wie Wien oder Graz kämpfen aber auch mit dem Feinstaub, der vor allem aus Ottomotoren stammt. In Graz etwa wurden die Feinstaubgrenzwerte im Vorjahr 53mal überschritten, und allein heuer an einer Messstelle bereits 11mal. Darum ist es wohl kein Zufall, dass sich in Graz eine Community gebildet hat, die selbst Feinstaubsensoren baut und ein eigenes Mess-Netzwerk errichtet. Sylvia Andrews über technik-affine Bürgerinnen und Bürger. 2) EU-Gipfel zu Kryptogeld Wir müssen Investoren vor den Risiken von Kryptowährungen wie Bitcoin warnen. Das sagte der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Valdis Dombrovskis am Montag nach einem EU-Kryptogipfel. Die Kommission werde den Kryptomarkt weiter beobachten und erst später entscheiden, ob neue Gesetze nötig sind. Vor allem müssten die Nationalstaaten in Zusammenhang mit virtuellen Währungen die Antigeldwäsche-Richtlinien verstärkt beachten, so Dombrovskis. 04:52
01.03 Smartphones haben's nicht gern kalt 1) Wie man bei frostigen Temperaturen mit dem Handy umgehen sollte Nicht nur Menschen leiden unter den frostigen Temperaturen, auch technische Geräte kommen damit zum Teil schlecht zurecht, vor allem einer unserer liebsten Begleiter, das Smartphone. Das gibt bei Temperaturen unter null auch schon mal seinen Dienst auf. Was man bei der Kälte beachten muss, damit das Handy keinen Schaden nimmt, das hat Irmgard Wutscher eine Elektrotechnikerin gefragt. 2) Schräge Ideen vom Mobile World Congress In Barcelona geht heute der Mobile World Congress zu Ende - eine Schau zu Trends und Neuigkeiten aus dem Mobilfunkbereich. Dabei werden auch viele neue Gerätschaften gezeigt, die zumindest behaupten, Menschen das Leben zu erleichtern. Christian Sachsinger berichtet aus Barcelona. 04:52
05.03 Die Stadt der Zukunft - Die "Urban Future Global Conference" in Wien Wie wird die Stadt der Zukunft aussehen? Mit dieser Frage hat sich vergangene Woche die "Urban Future Global Conference" in Wien befasst. Der niederländische Architekt und Stadtentwickler Kees Christiaanse prophezeit zwei Extreme: einerseits eine kompakte Stadt, die sich immer wieder erneuert, und andererseits eine urbanisierte Landschaft - das sind Räume mit einem wilden Nebeneinander von Landwirtschaft, Industrie und städtischen Infrastrukturen. Details zur Stadt der Zukunft von Julia Gindl. 04:52
06.03 #selfcare 1) Die Gurkenscheibe als neoliberale Trophäe Seit rund zwei Jahren boomt der Hashtag "Selfcare" in den Sozialen Medien. Vor allem auf der Fotoplattform Instagram, aber auch auf Twitter berichten Menschen hier von ihren me-days oder ihrem gesunden Frühstück - einfach von allem, was ihnen guttut. Was unter #selfcare alles zu finden ist, warum wohlhabende weiße Frauen dort gerne Bilder von ihrem Wellness-Tag mit Gurkenscheiben auf den Augen posten und wie problematisch diese "selfcare"-Inszenierung ist, hat Irmgard Wutscher erkundet. 2) Zeitdokumente zu 1938 in der ORF-TvThek Zeitdokumente zum Anschluss Österreichs vor 80 Jahren sind jetzt auf einer Spezialseite der ORF-TvThek zu finden. Unter dem Titel "Das Schicksalsjahr 1938" bietet das Online-Archiv eine Reihe von Reportagen mit historischem Filmmaterial, speziell auch für den Unterricht. 04:51
07.03 Impfen gegen Falschmeldungen - Forscher kreieren Spiel zur Fake News-Immunisierung Bewusstsein schaffen, Medienkompetenz fördern oder per Gesetz abstrafen - es gibt viele Strategien, um Falschmeldungen im Netz zu bekämpfen. Wissenschafter der Universität Cambridge und das niederländische Journalistennetzwerk "DROG" versuchen es jetzt mit dem Online-Spiel "Bad News": Spielerinnen und Spieler schlüpfen da selbst in die Rolle von Fake News-Produzenten und müssen versuchen, mit ihren Lügen in einem fiktiven sozialen Netzwerk möglichst viele Anhänger zu bekommen, gleichzeitig aber glaubwürdig zu bleiben. Auch Julia Gindl hat "Bad News" versucht. 04:50
08.03 Bitte löschen! - Google-Bericht zum "Recht auf Vergessen-Werden" Peinliche Partyfotos, die ein halbes Jahrzehnt alt sind und noch immer im Netz stehen: das kann unter Umständen darüber eintscheiden, ob man eine neue Arbeitsstelle bekommt oder nicht. Und wenn man eine Firma gründen will, die Geldgeberinnen dann aber einen Zeitungsartikel finden, der von einem Bankrott im Jahre 1997 berichtet - auch das kann schlecht ausgehen. Deshalb gibt es seit mehr als dreieinhalb Jahren in der EU das "Recht auf Vergessen-Werden". Im Mai 2014 hat der EuGH Suchmaschinen dazu verpflichtet, in gewissen Fällen Links aus ihren Ergebnislisten zu löschen. Jetzt hat Google einen detaillierten Bericht dazu vorgelegt. Irmgard Wutscher fasst zusammen. 04:52
13.03 ueber-leben.at - Zeitzeugen erzählen Geschichte kann auch heute noch lebendig und unmittelbar erlebbar werden - wenn Zeitzeugen davon berichten. Und deshalb gehen noch immer Menschen, die den Anschluss und den Nationalsozialismus als verfolgte Kinder überleben haben, in Schulen, um vom Erlebten zu erzählen. Seit gestern stellen sie ihre Erinnerungen auch online zur Verfügung, auf der Lernplattform ueber-leben, die der Verein erinnern.at im Auftrag des Bildungsministeriums gestaltet hat. Katharina Gruber stellt Zeitzeugen und Plattform vor. 04:50
14.03 Besser als gedacht 1) Stiftung Warentest untersucht Virenscanner Schlangenöl, das war zumindest im Wilden Westen ein Verkaufsschlager. Quacksalber priesen "Snake-Oil" als Wundermittel an - und es war absolut wirkungslos. Ähnlich verhält es sich nach Meinung mancher Sicherheitsexperten mit Virenscannern: Sie kritisieren, dass Virenschutzprogramme selbst zum Einfallstor für Schadsoftware werden können. Stimmt nicht, sagt die deutsche Stiftung Warentest. Sie hat 31 Virenscanner getestet. Alexandra Siebenhofer fasst die Ergebnisse zusammen. 2) Google verbannt Werbung für Kryptowährungen Nach Facebook will nun auch Google keine Werbung für Kryptowährungen wie Bitcoin mehr anzeigen. Darüber hinaus verbannt die Suchmaschine auch Werbungen für andere hochspekulative Finanzprodukte wie binäre Optionen von seinen Seiten. 3) EU-Steuern für Internetriesen Großbritannien will Internetriesen besteuern. Firmen wie Facebook oder AirBnB verschieben ihre Einnahmen so gekonnt, dass kaum Steuern für die Länder übrig bleiben, in denen sie ihre Gewinne erwirtschaften. Auch die EU wird in Kürze einen Vorschlag vorlegen, wie sie mit diesen "digitalen Betriebsstätten" in Zukunft umgehen will. Nach einem durgesickerten Dokument ist eine 1-5prozentige Besteuerung der Gewinne angedacht. 04:52
15.03 Häuser aus dem 3D-Drucker? 1) Neue Gestaltungsmöglichkeiten mit Beton Implantate aus dem 3D-Drucker sind fast schon Standard ebenso wie Prototypen für die Autoindustrie oder Formen für den Werkzeugbau. Und jetzt lässt sich auch Beton drucken. Wird es deshalb Häuser aus dem 3D-Drucker geben? Irmgard Wutscher hat sich gestern beim Austrian Standards Fachkongress in Wien einen Betondrucker bei der Arbeit angesehen und den Entwicklern einige Fragen gestellt. 2) Europäer vertrauen Radio am meisten Wie gehen die Europäer mit Des- und Falschinformation um, vielfach auch Fake News genannt? Das hat die EU unter knapp 27.000 Europäern erhoben. Demnach glauben 83% der Befragten, dass Fake News die Demokratie gefährden, 71% trauen sich allerdings zu, Falschinformationen zu erkennen. Am meisten trauen die Europäer in Sachen Faktentreue den traditionellen Medien, und da wieder zuallererst mit 70% dem Radio, knapp gefolgt vom Fernsehen mit 66% und Zeitungen und Magazinen mit 63%. Sozialen Medien vertraut nur jeder vierte Europäer, wenn es um korrekte Informationen geht. Eine eigene Fake News-Richtlinie der Europäischen Union wird es übrigens nicht geben. Das hat die zuständige Expert-Group am Montag beschlossen. Sie möchte das Phänomen der Desinformation auf Online-Plattformen etwa durch die Förderung von Medienkompetenz in den Griff bekommen sowie durch einen Verhaltenskodex für Plattformen. So sollen Plattformen offenlegen, wie ihre Algorithmen die Nachrichten auswählen, die den Seitenbesuchern gezeigt werden. 04:52
19.03 Öffentlich-rechtliches Gut unter Druck - Wenn Politik Journalismus macht In Griechenland, Israel und Portugal wurde der öffentlich-rechtliche Rundfunk abgeschafft bzw. teilprivatisiert. In Dänemark soll er künftig über Steuern und nicht mehr über Gebühren finanziert werden. Kritiker warnen, dass die Politik so an Einfluss gewinnen werde. Fest steht bereits: Das Budget des dänischen Rundfunks wird künftig um ein Fünftel gekürzt. In der Schweiz stimmten Anfang März 72 Prozent der Bevölkerung gegen die Abschaffung der Rundfunkgebühren, Billag genannt. Welche Lehren der Schweizer Rundfunk aus der NoBillag-Initiative zieht, war am Freitag Thema bei einer Podiumsdiskussion im Presseclub Concordia. Tanja Malle war dabei. 04:52
20.03 Blockchain für Produkte - Mehr Transparenz bei Lebensmitteln Blockchain ist eines dieser Schlag- oder Wunderwörter, das derzeit für viel Aufregung in der Technologiewelt sorgt. Die Technologie könne die Finanzwelt umkrempeln, hört man da oft. Eine Blockchain ist ein dezentrales Bezahl- und Vertragssystem, ein Netzwerk von Nutzern verwaltet die Transaktionen ohne das Mitwirken von Anwälten, Banken oder Behörden. Die Kryptowährung Bitcoin basiert beispielsweise auf der Blockchain-Technologie. Über Pilotprojekte und Vorteile für Nutzerinnen und Nutzer berichtet Sylvia Andrews, sie war bei einer Blockchain-Expertenrunde in Graz dabei. 04:52
21.03 Größter E-Sport-Bewerb Österreichs - Das Electronic Sports Festival in Wien 20.000 Euro Preisgeld: so viel gibt es am Wochenende in Wien beim "Electronic Sports Festival" zu gewinnen. Gespielt werden u.a. Overwatch, Counter-Strike oder League of Legends. Die Veranstalter erwarten sich neben 400 E-Sportlerinnen und Sportlern rund 6.000 Besucher. Damit hat der Wettbewerb eine Dimension, die zumindest in Österreich bislang nicht üblich war, auch wenn Computerspiel-Veranstaltungen in anderen Ländern zum Teil so populär sind wie hierzulande Fußball. Sarah Kriesche hat im Vorfeld ein Stimmungsbild bei Spielerinnen und Kommentatoren eingeholt. 04:51
22.03 Gesellschaftlicher Mehrwert statt Gewinn - Die World Summit Awards in Wien Ideen und Start-Ups fördern, die sozialen Mehrwert schaffen: das ist das Ziel der World Summit Awards, die derzeit in Wien gastieren. Sie zeichnen jährlich digitale Anwendungen aus, für die die positive Gestaltung der Gesellschaft wichtiger ist als der finanzielle Gewinn. Wie Menschen aus 140 Ländern digitale Innovationen nutzen möchten, berichtet Franz Zeller. 04:51
26.03 Warum so empört? 1) Der Facebook-Datenskandal als vorhersehbare Affäre. Ein Kommentar Datenaffäre, fallende Aktien und Aufrufe, das Soziale Netzwerk zu boykottieren - Facebook kommt seit einer Woche nicht mehr aus den Negativ-Schlagzeilen heraus. Die Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica soll sich über eine Spiele-App Millionen an Facebook-Nutzerdaten erschlichen und für gezielte Werbung im Wahlkampf von Donald Trump und vor dem Brexit-Referendum genutzt haben. Unsere Empörung ist zu oberflächlich, findet Julia Gindl in ihrem Kommentar zur Affäre. 2) Apple gibt Daten chinesischer Nutzer preis Apple ist zwar der größte börsennotierte Konzern der Welt, vor der chinesischen Staatsführung gibt er dennoch klein bei. Ende Februar hat der US-Konzern die Kontrolle über die Daten chinesischer Nutzer auf Druck aus China an ein chinesisches Unternehmen übergeben. Datenschützer protestieren. Warum, berichtet Steffen Wurzel aus Shanghai. 04:52
27.03 Eine App entscheidet über Leben und Tod 1) Technologie als Gemeinschaftshilfe Gemeinschaften leben auch davon, dass sich Bürgerinnen und Bürger füreinander engagieren und damit zu einem besseren Zusammenleben beitragen. Nun kann Technologie zwar selten soziale Probleme lösen, aber sie kann bei der Organisation der Zusammenarbeit helfen. Irmgard Wutscher hat dafür auf den World Summit Awards in der Vorwoche in Wien zwei Beispiele aus ganz unterschiedlichen Weltgegenden gefunden. In einer Kleinstadt in Portugal hilft ein Smartphone-Programm, Menschen zum Mülltrennen und umweltfreundlichen Fahrradfahren zu motivieren. Und in Bangladesh geht es gar um Leben und Tod. 2) Arizona verbietet Testfahrten für autonome Uber-Taxis Keine Testfahrten auf Arizonas Straßen mehr für die autonomen Autos des Fahrtendienstes Uber: Das hat der Gouverneur des Bundesstaates beschlossen, nachdem ein selbstfahrendes Uber-Taxi in der Vorwoche eine Fußgängerin tödlich verletzt hat. Die Frau war aus dem Schatten auf die Fahrbahn getreten und vom Wagen erfasst worden. 3) Twitter verbannt Werbung für Kryptogeld Nach Google verbietet nun auch Twitter Werbung für Kryptowährungen. Das Anzeigenverbot gilt ab heute. Der Bitcoin ist seit Dezember von 16.000 Euro, seinem historischen Höchststand, auf rund 6.500 Euro zurück gefallen. 04:50
28.03 Feministischer Journalismus in Österreich 1) 35 Jahre Zeitschrift "An.Schläge" Frauen und Frauenpolitik sind in Medien und Parteien immer noch häufig Randthema. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die sechs österreichische Printmedien analysiert hat . Ihr Fazit dürfte wohl querbeet durch die Medienlandschaft gültig sein. Wie frau es anders machen kann, führen seit 35 Jahren die An.Schläge vor Augen. Das ist ein feministisches Magazin, das in Wien erscheint und für viele Leserinnen mittlerweile eine wichtige Gegenstimme zum medialen Male- und Mainstream ist. Mehr von Tanja Malle. 2) Der Micro Bit als einfacher Einstieg ins Programmieren Mini-Computer wie der Arduino oder der Raspberry Pi haben es in den vergangenen Jahren möglich gemacht, mit wenig Aufwand selbst daheim zu programmieren. Schon um ein paar Euro lassen sich so Steuerungen basteln oder die Feuchtigkeit im Waschraum per WLAN auslesen. Für Einsteiger ins Programmieren noch viel mehr geeignet ist der Micro Bit. Er wurde von der BBC speziell für den Einsatz in Schulen entwickelt. "Wenn man Kinder dazu bringen will, sich für Computertechnologie zu interessieren, muss man es ihnen möglich machen, damit etwas zu basteln", sagt einer der maßgeblichen Micro Bit-Entwickler, Howard Baker im Gespräch mit Franz Zeller. 04:52
29.03 Ein Memento mori für die Gegenwart 1) Wecroak erinnert per Handy an die Sterblichkeit "Finden Sie Ihr Glück, indem Sie sich Ihrer Sterblichkeit bewusst werden!" Mit diesem Spruch bewerben die Entwickler ihre App Wecroak. Das Programm ist nichts anderes als ein in die Gegenwart transferiertes, barockes Memento mori - eine permanente Erinnerung an den Tod. Wecroak wurde nicht zufällig von einem Philosophen entworfen. Mehr von Georg Schwarte aus New York. 2) Programmieren als Lehrberuf Programmieren soll künftig ein Lehrberuf werden. Das sagte Wirtschafts- und Digitalministerin Margareta Schramböck nach Informationen des Standard bei einem Estland-Besuch. Die Lehre soll unter dem Namen Coding eingerichtet werden, ein konkretes Datum dafür gibt es allerdings noch nicht. 04:52
03.04 Regeln für Online-Tracking - E-Privacy-Novelle kommt Wenn wir uns im Alltag durch das Netz klicken, haben wir immer einige Verfolger auf den Fersen. Unternehmen tracken unsere Datenspuren etwa für zielgerichtete Werbung, oft ohne unser Wissen und unsere Zustimmung. Das soll die geplante E-Privacy-Verordnung jetzt ändern, der EU-Gesetzesentwurf sieht mehr digitale Privatsphäre und Schutz der Nutzerinnen und Nutzer etwa beim Tracking vor. Werbeindustrie und Verlegern ist das geplante Gesetz ein Dorn im Auge. Das Internet, wie wir es heute kennen, würde es damit nicht mehr geben - so macht etwa der Bundesverband Digitale Wirtschaft in Deutschland gegen die Verordnung Stimmung. Details von Julia Gindl. 04:52
04.04 Putzroboter mutiert zu Killerroboter - Studie zu Künstlicher Intelligenz Vor dem Missbrauch von Künstlicher Intelligenz warnen Forscher aus Oxford und Cambridge in einer kürzlich veröffentlichten Studie. Sie zeichnen darin auch eine Reihe von Szenarien, wie etwa ein Putzroboter zu einem Killerroboter umfunktioniert werden kann. Außerdem weisen die Studienautoren darauf hin, dass Künstliche Intelligenz immer intelligentere Möglichkeiten zum Identitätsdiebstahl oder für Phishing-Attacken bietet. Franz Zeller mit Schlaglichtern auf die Studie "The Malicious Use of Artificial Intelligence". 04:46
05.04 Klimasünder Smartphone - Wie die IT in Zukunft unser Klima belastet Dass Computer, Server und Datencenter für jede Menge Treibhausgase verantwortlich sind, ist zwar bekannt, lässt sich aber leicht ignorieren. Schließlich fallen Laptops nicht durch schwarz rauchende Auspuffanlagen auf. Eine aktuelle Studie der McMaster Universität in Kanada hat nun den CO2-Ausstoß der modernen Informationstechnologien prognostiziert. Das Ergebnis ist alarmierend: In 20 Jahren dürfte die Informationstechnologie mit 14 Prozent zu den Treibhausgas-Emissionen beitragen. Mit Schuld daran ist der Siegeszug der Smartphones, wie Alexandra Siebenhofer berichtet. 04:52
09.04 Sicherheitsrisiko Faulenzen am Arbeitsplatz 1) Wie privates Surfen Hackern Türen öffnet Die meisten tun es irgendwann einmal: Während der Arbeitszeit auf Internetseiten herumsurfen oder private E-Mails beantworten. Die Privataktivitäten im Netz des Arbeitgebers könnten dem Unternehmen jedoch schaden und vor allem Hackern Zugriff aufs System ermöglichen, wie eine Untersuchung zeigt. Ein Ergebnis davon: Wer viel faulenzt in der Arbeit, ist auch ein Sicherheitsrisiko. Ruth Hutsteiner hat mit dem Studienautor gesprochen. 2) Keine Transparenz in Österreichs Gemeinden Wenn Sie wissen wollen, welche Sport- und Kulturförderungen die österreichischen Gemeinden so vergeben, dann sind Sie auf verlorenem Posten. Das hat die Webseite addendum.org jetzt beispielhaft durch Anfragen an alle 2.098 österreichischen Gemeinden gezeigt. Gerade einmal 370 Gemeinden haben das Begehr beantwortet, von mehr als der Hälfte gab es gar keine Reaktion, der Rest verweigerte die Auskunft über die Verwendung von Steuergeldern mit Verweis auf das Amtsgeheimnis. Ähnliche Probleme hat eben das Forum Informationsfreiheit. Es wollte von den niederösterreichischen Gemeinden wissen, wie viele Zweitwohnsitzer anlässlich der Landtagswahl aus den Wählerverzeichnissen entfernt wurden. Nun fordern viele Gemeinden, auch ohne geantwortet zu haben, für die Transparenzinitiative eine Gebühr, und das Forum Informationsfreiheit sitzt auf Forderungen von mehreren tausend Euro. 04:52
10.04 "Der Facebook-Kunde ist selbst das Produkt" 1) Warum der Skandal um das Netzwerk die Werber kalt lässt Heute und morgen wird Facebook-Gründer Mark Zuckerberg vor dem US-Kongress zum Facebook-Skandal Stellung nehmen. Um die Stimmung im Vorfeld zu mildern, gab's - wie schon öfter in der Facebook-Geschichte - eine Entschuldigung und die plakative Verbannung einiger Datenanalyse-Anbieter aus dem sozialen Netzwerk. Große Aufregung herrscht auf Seiten der Werber und Datenanalysten nicht. Denn Werbung, und somit auch Datenanalyse, bilden die Grundlage des Facebook-Geschäftsmodells. Und das wird sich auch nicht ändern, berichtet Sarah Kriesche. 2) Weltweiter Fernsehkonsum trotz Internet stabil Vielen Unkenrufen zum Trotz, ist das Fernsehen lebendig wie eh und je. Das zeigt ein Bericht von Eurodata TV Worldwide. Auf Basis einer Umfrage in 95 Ländern ist der Fernsehkonsum im Vorjahr - trotz zunehmender Streaming-Angebote über das Internet - nahezu unverändert geblieben. Im Schnitt verbringen Menschen fast drei Stunden täglich vor dem Fernsehgerät. An der Spitze liegen Amerikaner und Kanadier mit mehr als vier Stunden, Europäer schauen drei Stunden und 49 Minuten am Tag fern, am unteren Ende der Untersuchung finden sich die Chinesen mit knapp über zwei Stunden Fernsehkonsum. 04:51
11.04 Bildung effektiv teilen - Offene Lernmaterialien Bildung und Schulbücher sind ein riesiges Geschäft. Entsprechend gedämpftes Interesse gibt es von Seiten vieler Schulbuchverlage und Bildungseinrichtungen, Lerninhalte für alle frei übers Netz zugänglich zu machen. Genau das aber wollen die Proponenten von Open Educational Resources, von offenen Bildungsmaterialien. Unterlagen, die etwa Lehrende erstellen, sollen im Netz geteilt, bearbeitet und wiederverwendet werden dürfen. Das geht aber vielfach aufgrund rechtlicher Schranken nicht. Wie freie Bildungsinhalte derzeit schon genutzt werden können, hat sich Julia Gindl angesehen. 04:47
12.04 "Der Paul will Roboter bauen, die Anna will Haare schneiden" - Das ZIMD und sein Engagement gegen Rollenklischees Alte Rollenbilder prägen nach wie vor unsere Berufswahl: Ein Drittel der Buben und mehr als die Hälfte der Mädchen entscheiden sich für nur zehn Lehrberufe, die allen Rollenklischees entsprechen. So weist Österreich europaweit noch immer einen der geringsten Anteile von Technikerinnen auf. Um dieser Tatsache entgegen zu wirken, gründeten Doro Erharter und Andreas Landl 2005 das Zentrum für Interaktion, Medien & soziale Diversität, ZIMD. Das ZIMD versucht bei Schülern und vor allem Schülerinnen das Interesse für Technik zu wecken - unter anderem durch Workshops. Mehr dazu von Teresa Schwind. 04:52
16.04 Mit Blockchain gegen Amazon? - Wie Peer-to-Peer-Technologie den Handel verändern könnte Der Online-Handel hat in den vergangenen zehn Jahren unsere Einkaufsgewohnheiten grundlegend verändert. Große monopolartige Einkaufsplattformen im Netz haben viele kleine Händler unter Druck gesetzt. Möglicherweise steht dem Handel in den kommenden zehn Jahren die nächste große Umwälzung bevor. Und zwar durch die sogenannte Blockchain-Technologie. Sie steckt hinter Kryptowährungen wie Bitcoin, aber ermöglicht auch viele andere Anwendungen, etwa automatisierte Verträge, sogenannte "Smart Contracts", ohne Vermittlung eines Notars. Das Austrian Institute of Technology (AIT) hat jetzt im Auftrag des österreichischen Handelsverbandes eine Studie über das Potenzial der Blockchain für den Handel durchgeführt. Ulla Ebner war bei der Studienpräsentation. 04:53
17.04 Bioprinting 1) Mini-Organe aus dem 3D-Druck Der 3D-Druck ist in den letzten Jahren weit über verspielte Basteleien hinausgewachsen. Komplizierte Bauteile für Häuser lassen sich mittlerweile ebenso drucken wie Zahnprothesen. Noch relativ jung ist das Bioprinting, der Druck biologischer Strukturen. Genau das bietet eine junge Berliner Firma an - sie nennt ihre Arbeit "Organe als Dienstleistung". Auch wenn das so noch nicht ganz stimmt, ist die Technologie dahinter doch mehr als spannend, findet Franz Zeller. 2) TU Wien Studie zu digitaler Transformation Wie werden Technologien und Informatik die Welt verändern - das hat die gestern präsentierte Studie "Zukunft der Digitalen Transformation" der Technischen Universität Wien untersucht. Die Ergebnisse sind nicht überraschend, sondern eher als Bestätigung und Basis für weitere Forschungen zu sehen. Nicht alles was technisch möglich ist, ist auch gut für die Gesellschaft, fasst Sarah Kriesche zusammen. 04:47
18.04 E-Bike statt Elektroauto 1) Mobilität in der Zukunftsstadt Mit Echtzeitdaten über Smartphone-Apps soll es in den nächsten Jahren möglich sein, das Autoteilen effizienter zu machen. Laut einer Studie des Massachusetts Institute of Technology MIT könnten etwa alle 13.000 Taxis in New York City durch 3.000 Carsharing-Fahrzeuge ersetzt werden. Die Fahrgäste müssten sich ein Auto teilen und mehrere Stopps in Kauf nehmen, dafür gibt es weniger Staus und Luftverschmutzung. Mitfahrgelegenheiten, Elektroautos und selbstfahrende Autos dominieren die Debatte um die Mobilität in Großstädten - auf ein anderes Pferd setzt Assaf Biderman vom MIT Senseable City Lab, Julia Gindl hat mit ihm am Rande einer Mobilitäts-Konferenz in Wien gesprochen. 2) Programmierstipendien für benachteiligte Kinder Programmierstipendien für Kinder aus sozial benachteiligten Familien bietet die Programmierschule acodemy zusammen mit der Wirtschaftskammer in Wien an. Der Kurs für Kinder zwischen 8 und 12 wird zweieinhalb Monate dauern. Bewerben für die 25 Stipendien kann man sich über linkext. Link. 04:52
19.04 Den Lesern in den Kopf schauen - Wie Verlage das Leseverhalten analysieren Wie viele Menschen lesen ein Buch fertig? Wie schnell und an welchen Stellen legen sie es weg? All diese Daten erhebt etwa Amazon über seinen E-Book-Reader Kindle. Aber auch immer mehr Verlage lassen das Leseverhalten über E-Books analysieren - und zwar bevor ein Buch veröffentlicht wird. Nun geht die britische Firma Jellybooks eine Kooperation mit der deutschen LeserInnenplattform Lovelybooks ein, um mehr deutschsprachige TestleserInnen zu rekrutieren, denen die Verlage dann quasi in den Kopf schauen können. Hintergründe von Katharina Gruber. 04:51
23.04 eCall - Crashsensoren für neue Autos - Der automatische Autonotruf und seine Nachteile Seit Ende März ist der sogenannte eCall - kurz für Emergency Call - in der EU Pflicht: Alle neuen Autos müssen nun mit Crash-Sensoren ausgestattet sein und selbständig einen Notruf abgeben können. Eine gute Sache, wenn die Autofahrerin oder der Autofahrer bewusstlos im Wagen liegt. Eine gute Sache ist es aber auch für die Automobilindustrie, die die Notrufsysteme selbst in die Hand nimmt und sich so allerlei Daten über die eigenen Kundinnen und Kunden sichern kann. Katharina Gruber mit den Vor- und Nachteilen für die AutofahrerInnen. 04:52
24.04 Erstes Selfie-Museum in Los Angeles 1) Erstes Selfie-Museum in Los Angeles Ich mache Selfies, also bin ich: manche können sich ein Leben ohne permanente Selbstfotografie nicht mehr vorstellen. Und für Celebrities wie Paris Hilton oder Kim Kardashian gehören Selfies zum Businessmodell. Wen wundert es daher, dass in Los Angeles, der Metropole der Selbstdarsteller, das erste Selfie-Museum eröffnet hat. Katharina Wilhelm hat es besucht. 2) Wenig Zahlungsbereitschaft für Mobilitätsdienstleistungen Wie doppelmoralisch unser Verhältnis zum Auto ist, zeigt eine Mobilitätsstudie der Österreichischen Energieagentur. Sie hat dafür die Meinungen von Expertinnen und Experten erhoben. Demnach glauben drei Viertel der Befragten, dass Mobilität als Dienstleistung in Zukunft den privaten PKW ersetzen wird. Die Zahlungsbereitschaft dafür schätzen sie allerdings sehr gering ein, nämlich bei nur 85 Euro pro Monat, obwohl die Kosten für ein privates Auto ein Vielfaches davon betragen. Details von Franz Zeller. 04:52
25.04 Transparenz und Nutzen - Warum Schweizer BürgerInnen ihre Gesundheitsdaten hergeben Israels Premier Benjamin Netanjahu hat Anfang April angekündigt, die Gesundheitsdaten der israelischen Bürgerinnen und Bürger frei zugänglich zu machen - und zwar für staatliche Forschung genauso wie für Firmen. Aus den Informationen über 9 Millionen Menschen soll eine gigantische Datenbank entstehen, mit deren Hilfe sich Israel einen Platz in der Cyberindustrie sichern will - ein Markt, der weltweit auf sechs Billionen Dollar geschätzt wird. In dem Land, das sich als Start-Up-Nation versteht, das bei der Digitalisierung vorne mit dabei sein möchte, sorgte das für keinerlei Aufregung. Eine Debatte zu Datensicherheit oder dem Schutz der Privatsphäre gab es nicht, Medien und Öffentlichkeit blieben ruhig. Fast zeitgleich wurde in Österreich beschlossen, die elektronischen Gesundheitsakte ELGA und Registerdaten für die Forschung freizugeben - für öffentliche wie private Einrichtungen. Das hatte zur Folge, dass sich die Anzahl der ELGA-Abmeldungen im Vergleich zu den Wochen davor verdoppelt hat. Befeuert vom Facebook-Skandal läuft hier eine anhaltende Debatte über Datensicherheit. Unter welchen Umständen Menschen ihre Gesundheitsdaten freigeben, ob das sinnvoll ist und welche Regeln es geben sollte, war Thema beim 3. Praevenire Gesundheitsforum in Seitenstetten. Dort wurde unter anderem ein Vorzeigeprojekt aus der Schweiz präsentiert, wie Marlene Nowotny berichtet. 04:52
26.04 25 Jahre WWW - Die unbekannten Geburtshelferinnen des World Wide Web Was heute viele das Internet nennen, ist in Wahrheit das World Wide Web, das linkext. Link. Erst mit dem Hypertext Transfer Protocol, das zur Übertragung von Daten und deren Darstellung im Browser dient, wurde das Internet auch für Laien einfach benutzbar. Als Geburtstag des www gilt der 30. April 1993, als sein Erfinder Tim Berners Lee, damals ein junger Wissenschafter am CERN. An diesem Tag hat Berners Lee die dem World Wide Web zugrundeliegende Software öffentlich gemacht und sie quasi der Allgemeinheit geschenkt. Vielfach geht aber unter, dass am Siegeszug des World Wide Web noch viele andere kluge Köpfe beteiligt waren - darunter auch einige Frauen. Aber wer kennt schon Wendy Hall, Radia Perlman, Sally Floyd oder Chieko Asakawa? Alexandra Siebenhofer hat sich auf die Spuren der Internetpionierinnen begeben. 04:55
30.04 Maschinen als ideale Gesprächspartner - Eine Philosophie der Bots Im Internet wimmelt es von ihnen: von Bots - den kleinen Helferlein, die uns den digitalen Alltag erleichtern. Als Chat-Bots stehen sie uns jederzeit mit hilfreichen Antworten zur Verfügung. Als Spam-Bots müllen sie unsere E-Mail-Postfächer zu. Und das sind nur zwei von zahlreichen Bot-Variationen. Was es bedeutet, wenn wir als Menschen immer häufiger mit Bots kommunizieren, darüber haben Ende vergangener Woche Wissenschafter in Linz diskutiert. Und zwar auf der Tagung "Bots or not Bots? Politik, Demokratie und Wahlen im Zeitalter ihrer digitalen Produzierbarkeit" an der Johannes Kepler Universität. Lukas Plank war dabei. 04:52
02.05 Festival der Bastler 1) Vorschau auf die Maker Faire in Wien Maker Faire Vienna: so nennt sich Österreichs größtes Do-it-Yourself-Festival mit rund 900 Ausstellern. So wie im Vorjahr wird es auch heuer in der METAstadt in Wien-Stadlau stattfinden, in alten charmanten Fabrikshallen - und zwar am kommenden Wochenende. Der Schwerpunkt heuer: Bauen und Wohnen, etwa mit Hilfe überdimensionaler 3D-Drucker. Das Vivihouse-Projekt zum Beispiel versucht auf der Maker Faire Vienna zu zeigen, wie man bis zu 6-geschoßige Wohnhäuser mit nachhaltigen Rohstoffen in offenen Werkstätten herstellen kann. Details von Franz Zeller. 2) Hackernachwuchs gesucht In Österreich sucht die Cyber Security Challenge 2018 ab heute wieder nach den besten Nachwuchshackern. Bis Ende August können sich junge Programmiererinnen und Programmierer an der Vorausscheidung beteiligen. Auch für Einsteiger, die sich dem Thema "hacking" mit wenig Vorkenntnissen nähern, gibt es einen eigenen Bewerb. 3) Re:publica 2018 beginnt In Berlin hat heute die Gesellschaftskonferenz re:publica 2018 begonnen. Das Motto lautet diesmal POP, das auch im Wort Populismus steckt. Eines der zentralen Themen der re:publica ist der Umgang mit künstlicher Intelligenz und Algorithmen. Bis Freitag gibt es in Berlin 500 Stunden Programm mit 950 Vortragenden. 04:50
03.05 Pop(-Stars) auf der re:publica 2018 - Europas größte Netzkonferenz in Berlin Seit gestern steht Berlin ganz im Zeichen der re:publica 2018. POP ist das Motto der diesjährigen Gesellschafts- und Digitalkonferenz, das in grellgrünen Buchstaben in der ganzen Stadt, in der U-Bahn und auf der Straße aufleuchtet: Die Digitalisierung soll endlich Pop werden, also ein Thema, das die ganze Gesellschaft erreicht. Die Veranstalter wollen Netzpolitik greifbarer und populärer machen. Der Eröffnungstag der zwölften re:publica drehte sich unter anderem um entfesselte Algorithmen und Künstliche Intelligenz. Anna Masoner und Julia Gindl berichten aus Berlin. 04:51
07.05 Bauen mit Stroh, Gärtnern mit Roboter - Das war die Maker Faire Vienna "Wenn Maker Häuser bauen" - das war an diesem Wochenende das Motto der Maker Faire in Wien - einem Festival für Bastler und Selbermacher in den alten Fabriksgebäuden der METAstadt in Wien-Stadlau. Auch unter den 900 Ausstellern fanden sich jede Menge Ideen, wie die Zukunft des Wohnens von Bastlerinnen und Bastlern mitgestaltet werden könnte. Alexandra Siebenhofer hat sich umgesehen auf der Maker Faire, die trotz strahlendem Badewetter sehr gut besucht war, unter anderem wegen der vielen Workshops und Mitmachmöglichkeiten. 04:44
08.05 Die Tragödie der Generation "irgendwas mit Medien" 1) Günter Hacks Roman "Quiz" "Der Narr ist der letzte Held". Das meint Günter Hack in seinem kürzlich erschienenen Roman "Quiz". Darin seziert Hack, der die Netzkultur seit den 90ern intensiv verfolgt und jetzt bei orf.at arbeitet, die digitale Gegenwart. Leserinnen und Leser betreten in "Quiz" eine Welt, die bestimmt ist vom Datensammeln, von Gamification und Monopolen - letztere diktieren uns das Leben. Hacks Hauptfiguren sind eine Journalistin und ein scheinbarer Verlierer des digitalen Wandels. Ihre Wege kreuzen sich - wie der Titel vermuten lässt - bei einer Fernsehquizshow. Sarah Kriesche hat das Buch gelesen. 2) Kriminelle missbrauchen Datenschutzgrundverordnung Am 25. Mai tritt die Europäische Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Deshalb schicken Unternehmen wie Banken jede Menge Emails aus, um darüber zu informieren. Kriminelle nutzen diese Emailflut auf ihre Weise, wie das Portal zdnet berichtet. Sie versuchen mithilfe gefälschter Mails Passwörter oder Kreditkartendaten zu ergaunern. In den Phishing-Mails geben sich die Kriminellen etwa als AirBnB aus und behaupten, eine Abbuchung habe nicht funktioniert - weshalb die Konsumenten zu einer Neueingabe ihrer Daten aufgefordert werden. 04:52
09.05 Die Geldroboter - Wie der automatische Hochfrequenzhandel unser Erspartes frisst und Finanzmärkte destabilisiert Viele Menschen haben private Pensionsvorsorgen oder Fondsanteile. Ob deren Kurs an der Börse steigt oder sinkt, liegt mittlerweile kaum noch in der Hand von Menschen, sondern von Maschinen. Die kaufen und verkaufen an den Cyber-Finanzplätzen innerhalb von Sekundenbruchteilen. Das Problem dabei: Der automatisierte Hochfrequenzhandel kann Kurse manipulieren, Finanzmärkte destabilisieren und kassiert Teile unseres Ersparten ein. Darüber hat der ehemalige EU-Abgeordnete Martin Ehrenhauser jetzt ein Buch geschrieben mit dem Titel: Die Geldroboter. Ulla Ebner hat mit ihm darüber gesprochen. 04:55
14.05 Wenn der Computer mit dem Friseur telefoniert - Google Entwicklerkonferenz 2018 Manche nennen sie die Hausmessen des Silicon Valley: Jedes Unternehmen, das auf sich hält, präsentiert in einer Entwicklerkonferenz seine Neuheiten. Letzte Woche war nach Facebook und Microsoft Google an der Reihe: An seinem Hauptsitz in Mountain View zeigte der Tech-Riese vor mehr als 7000 Entwicklern aus aller Welt, woran er gerade arbeitet. Über Google i/o berichtet Marcus Schuler. 04:52
15.05 "Wir müssen uns große Sorgen machen" - Der Informatiker Moshe Vardi über die Folgen der Automatisierung Von Robotern und Computern gesteuerte Maschinen in Fabriken oder vielleicht bald als autonome Fahrzeuge auf unseren Straßen: wie die derzeitige Automatisierungswelle den Arbeitsmarkt beeinflusst, sorgt für heiße Debatten unter Ökonominnen und Computerwissenschaftlern. Die einen prophezeien Massenarbeitslosigkeit, die anderen argumentieren, dass überkommene Jobs einfach durch neue Tätigkeiten ersetzt werden. Einer, der seit Jahren äußerst aktiv in der Debatte mitmischt ist Moshe Vardi, israelisch-amerikanischer Informatiker und Professor an der Rice University in Houston. Warum in den USA gerade Fabrikarbeit automatisiert wurde und warum er viele Ökonomen und ihre Theorien für arrogant und abgehoben hält, hat Moshe Vardi Anna Masoner erzählt. 04:49
16.05 WLAN-Verbot 1) Wenn Lesen nur ohne Internet möglich ist Das Netz ist eine wunderbare Ablenkungsmaschine. Das merkt man spätestens dann, wenn man auf dem Smartphone oder Tablet liest und dann immer wieder ins Internet abschweift. Offline sein kann aber ein Vorzug sein. Mit diesem Konzept spielt auch ein Programmierer und Künstler in den USA. Er hat das Online-Magazin The Disconnect gegründet, das man nur offline lesen kann. Wie das funktioniert und was das alles soll, berichtet Lukas Plank. 2) Blockchain, AI und Big Data als Sommerkurs für Frauen 55 Kurse aus den Bereichen Blockchain , Artificial Intelligence oder Big Data bietet Ende August die ditact IT-Sommeruniversität in Salzburg - und zwar speziell für Frauen, die sich ein individuelles Programm zusammenstellen können. Kurse aus dem Modul "Smarte Schule" werden auch für die Lehrerinnenfortbildung angerechnet und sind auch für Männer zugänglich. 04:52
17.05 "Nicht als Kreativ-Sklave enden" - Die Indie-Entwicklerin Yosun Chang auf der Konferenz "WeAreDevelopers" Die europäische Entwicklerszene, also jene Menschen, die an den Technologien von morgen arbeiten, trifft sich derzeit in Wien. Unter den 300 Vortragenden auf der Konferenz "WeAreDevelopers" sind auch solche, die nicht willens sind, sich großen internationalen Konzernen zu unterwerfen. Dazu gehört etwa die Entwicklerin Yosun Chang. Sarah Kriesche hat sie erzählt, warum sie nicht "als Kreativ-Sklave von großen Marken enden möchte". 04:51
22.05 Autonome Autos: ja - aber nur für die anderen - Erwartungen an das selbstfahrende Auto Autos sind mittlerweile Computer auf Rädern. Ob Navigation, Abstandmesser, oder automatischer Notruf, hunderte Chips sorgen für den sogenannten "verbesserten Fahrkomfort". Der nächste Schritt, selbstfahrende Autos als Massenware, scheint nur noch eine Frage von wenigen Jahren. Hinter den Marketing-Kulissen arbeiten vor allem die Zuliefer-Firmen an der Umsetzung von mobilen Visionen. Sarah Kriesche hat sich mit einem Techniker von Bosch über paradoxe gesellschaftliche Haltungen zum autonomen Auto unterhalten. 04:51
23.05 Die Zukunft heißt "Wiki" - Die Post-Plattform-Welt des Paul Mason Die digitale Revolution wird längerfristig nicht mehr Reichtum schaffen. Denn die Automatisierung macht Güter und Dienstleistungen immer billiger und billiger. So lautet die Theorie des britischen Wirtschaftsjournalisten Paul Mason, die er in seinem Bestseller "Postkapitalismus. Grundrisse einer kommenden Ökonomie" beschreibt. Dass uns Roboter in Zukunft die Arbeit wegnehmen, ist für ihn übrigens eine gute Nachricht. Denn dann haben die Menschen - gleich wie von Maynard Keynes prophezeit - endlich Zeit, ihr Leben zu genießen. Vor kurzem war Paul Mason auf Einladung des Renner-Institutes in Wien. Ulla Ebner hat ihn getroffen. 04:52
24.05 2 von 3 Firmen Opfer von Cyberattacken - Neue IT-Sicherheitsstudie Über die Hälfte, nämlich rund 61% der österreichischen Unternehmen, waren in den letzten 12 Monaten Opfer einer Cyberattacke. Das besagt eine heute veröffentlichte Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft KPMG. Die zentralen Punkte: IT-Security wird zunehmend zur Chef-Sache, und die Schwachstelle Mensch ist nach wie vor ein großes Einfallstor für Kriminelle. Sarah Kriesche berichtet von der heutigen Präsentation. 04:52
28.05 Neue Technologien für die Verwaltung 1) 2 Projekte vom GovTech.Pioneers-Festival Wie kann die öffentliche Verwaltung von neuen Technologien profitieren? Das fragte man sich vergangene Woche beim GovTech Pioneers Festival, wo Startups auf Investorinnen und Politiker trafen. Für uns war Katharina Gruber dort. Sie berichtet unter anderem von einer virtuellen Tastatur fürs Handy, die die Privatsphäre schützen soll. 2) Hacker gesucht Der Verein Cyber Security Austria CSA und das Heeresabwehramt suchen wieder nach jungen IT-Talenten - und zwar im Rahmen der Cyber Security Challenge. Nicht nur Schüler und Studenten können bei diesem Hacker-Wettbewerb ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Über 25jährige treten erstmals in einer Staatsmeisterschaft gegeneinander an. Im letzten Jahr beteiligten sich mehr als 600 Nachwuchshacker. Die besten 25 werden u.a. in ein einjähriges Förderungsprogramm aufgenommen. Auch Einsteiger, die sich in Sicherheitsfragen versuchen wollen, können teilnehmen. 04:55
29.05 Lernen muss weh tun 1) Das Ehepaar Blum und sein Konzept für intelligente Maschinen Manuel und Lenore Blum sind ein prominentes Paar innerhalb der Forschung zu künstlicher Intelligenz. Lenore ist eine bekannte Mathematikerin, Manuel hat Mitte der neunziger Jahre den renommierten Turing Preis bekommen, sozusagen den Nobelpreis der Informatik. Über eine seiner bekanntesten Arbeiten stolpern wir fast täglich: das CAPTCHA in Online-Formularen. Das Ehepaar Blum - sie ist 75, er 80 Jahre alt - denkt noch lange nicht an die Pension. Ihr nächstes Ziel: Maschinen mit Gefühlen. Das Projekt haben sie vergangene Woche bei einem Vortrag an der TU-Wien vorgestellt. Alexandra Siebenhofer berichtet. 2) Facebook arbeitet an Zensurchips Auch Facebook will mit künstlicher Intelligenz einige seiner Probleme in den Griff kriegen. Es arbeitet an superschnellen Chips, die Live-Videos analysieren und sozusagen in der Sekunde blocken sollen, wenn etwa ein Suizid oder ein Mord übertragen wird. Und wenn das dann doch nicht ganz funktioniert, kann Marc Zuckerberg das tun, worin er in den letzten Jahren am meisten Übung entwickelt hat: sich entschuldigen. 04:46
30.05 Öffentlich-Rechtliche als Notwendigkeit 1) Buch: Warum die Demokratie Medien wie ORF, ZDF und BBC braucht Eine Demokratie braucht öffentlich-rechtliche Medien. Darin sind sich die 55 Autorinnen und Autoren des Buches "Public Open Space" einig. Das Buch wurde von den ORF-Mitarbeitern Konrad Mitschka und Klaus Unterberger herausgegeben. Es macht Vorschläge für die Zukunft, zeigt aber auch Probleme der Öffentlich-Rechtlichen auf. Christian Fuchs von der Universität Westminster regt an, ein öffentlich-rechtliches YouTube für ganz Europa zu schaffen, um sich aus der Umklammerung von Google und Facebook zu befreien. Auch, dass Sendungen wie in Österreich nur 7 Tage lang online abrufbar sein dürfen, hält er für falsch. Auch Oxford-Professor Viktor Mayer-Schönberger nennt gesetzliche Beschränkung der Internetaktivitäten von ZDF oder ORF wörtlich "unsinnig". Das sei so, als würde man öffentlich-rechtlichen Medien in Zeiten des Farb-Fernsehens vorschreiben, nur Schwarzweiß zu senden. Leonhard Dobusch von der Universität Innsbruck wiederum sieht neue öffentlich-rechtliche Aufgaben in einem Umfeld, das "zunehmend von Profitinteressen privater Plattformbetreiber und ideologischen Projekten privater Medieneigentümer dominiert wird". Sie müssten eigene digitale Räume schaffen und ihre Inhalte zum Beispiel auf der gemeinnützigen Plattform Wikipedia verfügbar machen. Aber wie soll der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk in Zukunft finanziert werden? Manuel Puppis und Hilde Van den Bulck von den Universitäten Freiburg und Antwerpen zeigen deutliche Vorlieben für eine geräteunabhängige Rundfunksteuer oder Rundfunkabgabe und warnen vor einer Finanzierung aus dem Budget. Denn das mache abhängig von der Politik, wie die Beispiele Belgien und Niederlande zeigen. "Public Open Space" ist bei Facultas erschienen. 2) Estland: Wie BürgerInnen von der digitalen Verwaltung profitieren Estland gilt als Digitalisierungsvorreiter. Die elektronische Krankenakte oder Online-Stimmabgaben bei Wahlen sind dort selbstverständlich. Taavi Kotka, der große Teile der estnischen Verwaltung digitalisiert hat, war letzte Woche beim GovTech Pioneers Festival in Wien. Er hat mit Katharina Gruber über die Vorzüge einer digitalen Verwaltung gesprochen. 04:52
04.06 Wenn IT-Riesen Häuser bauen - Wie Tech-Firmen mit ihren Zentralen Städte prägen "Google go home" und " Google ist kein guter Nachbar" - diese Transparente hängen in Berlin-Kreuzberg. Nicht von allen wird der US-Technologieriese Google in der deutschen Hauptstadt willkommen geheißen. Im alten Umspannwerk an der Ohlauer Straße entsteht derzeit der weltweit 7. Google-Campus, ein Ort für Firmengründer und junge Unternehmen, insgesamt 200 Menschen sollen hier arbeiten und Ideen und Wissen austauschen können. Wie Tech-Firmen mit ihren Zentralen Städte prägen, berichtet Julia Gindl. 04:51
05.06 "Ihre Arbeit war 4 Sterne wert!" - Wie Online-Ratings die Arbeitswelt verändern "Bitte bewerten Sie mich!" Dieser Aufforderung entkommt niemand, der die Dienste von AirBnB, Uber und Co in Anspruch nimmt. Bewerten ist das tägliche Brot der Plattform-Ökonomie. Für alle, die ihr Geld als digitale Tagelöhner verdienen, wirft die Bewertungsmanie allerdings eine Reihe von Fragen auf. Was passiert etwa, wenn Ratings als ungerecht oder gar diskriminierend empfunden werden? Fragen wie diesen ist gestern eine Konferenz zur Digitalisierung in der Arbeitswelt nachgegangen. Sie wurde von der Arbeiterkammer Wien und der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt FORBA organisiert. Alexandra Siebenhofer war dort. Mit Eduard Müller, Soziologe; Michael Gogola, Jurist 04:12
06.06 Wem gehören die Daten aus unseren Autos? 1) Die ISPA diskutiert über das Eigentum am "digitalen Gold" 2,5 Trillionen Bytes an Daten werden täglich weltweit produziert. Eine Trillion ist eine "eins" mit 18 Nullen. Diese Daten trainieren Algorithmen und verraten viel über Trends und Nutzungsverhalten von Menschen. Aber wem gehört dieses digitale Gold eigentlich? Zu dieser Frag lud gestern Nachmittag die ISPA, die Internet Service Providers Austria, zu einer Diskussion. Sarah Kriesche war dabei. 2) 10.000 Umwelt-Sensoren für Wien Die Stadt Wien rüstet ihre Ampelanlagen in den nächsten Jahren mit rund 10.000 Wetter- und Umweltsensoren aus. Da alle 1.200 Ampelanlagen vernetzt sind, lassen sich die Daten aus den Sensoren einfach übertragen. Genutzt werden die Daten zum Beispiel von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, um mehr über das Mikroklima zu erfahren oder über Schadstoffe. Auf Basis der Sensordaten soll sich auch der Verkehr besser steuern lassen, indem die Ampelschaltungen etwa auf die Wetterlage Rücksicht nehmen, berichtet Franz Zeller. Mit Axel Anderl, Dorda Rechtsanwälte; Martin Hoffer, ÖAMTC; Günther Tschabuschnig, ZAMG; Harald Bekehrti, MA33 04:51
07.06 Protest: (nicht immer) verboten! - Wie China mit Online-Kritik umgeht In China sind Proteste verboten. Aber nicht immer werden sie bestraft. In welchen Fällen die Regierung durchgreift und wann sie Widerrede toleriert, ist aber sehr unterschiedlich. An der Uni Wien erforscht man, wie die chinesische Führung das Internet im Umgang mit Demonstrationen nutzt und wie sie mit Online-Protest in sozialen Medien umgeht. Mehr dazu von Katharina Gruber. 04:52
11.06 Kreditwürdig? - Open Schufa bringt Transparenz in die Bonitätsbewertung Wer in Deutschland eine Wohnung mieten, einen Handyvertrag abschließen oder ein Auto leasen will, der hat direkt oder indirekt mit der Schufa zu tun. Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung ist die größte Wirtschaftsauskunftei in Deutschland und gibt Banken oder Telekombetreibern Auskunft über die Kreditwürdigkeit von Personen. Die Schufa hat angeblich über rund 70 Millionen Personen Informationen gespeichert. Wie die Firma die Bonität berechnet, das möchte das Projekt "Open Schufa" transparenter machen, berichtet Julia Gindl. 04:51
12.06 Technik ist nicht neutral - Wessen Stimme wird gehört? Technik ist nicht neutral. Denn hinter Technik stehen immer auch Menschen, die Entscheidungen treffen: etwa darüber, was an einer neuen Software wichtig ist, welche Aspekte während der Entwicklung berücksichtigt werden und wer im Vorfeld um seine Meinung gefragt wird - oder nicht. Welche Werte und Normen hinter Technik stehen, das war auch Thema auf der diesjährigen Jahreskonferenz des Instituts für Technikfolgenabschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Mehr von Alexandra Siebenhofer. 04:43
13.06 Okay Google, Powidltascherl! - Googles Sprachassistent für Österreich Mit kleinen Sprechpausen und Füllwörtern hat der Google-Sprachassistent in einem Lokal angerufen und einen Tisch reserviert. Am anderen Ende soll angeblich niemand gemerkt haben, dass es sich am Telefon nicht um einen Menschen handelte. Das und wie weit die Forschungen im Bereich Künstliche Intelligenz sind, hat Google auf seiner Entwicklerkonferenz im Mai präsentiert. Hinter der künstlichen Intelligenz steckt allerdings nach wie vor viel menschliche Hilfe, etwa um der KI eine Art Persönlichkeit zu verleihen. Was den Google-Assistant künftig besonders österreichisch machen soll, berichtet Sarah Kriesche. 04:45
14.06 Notfallnetz für Smartphones 1) Im Funkloch kommunizieren Sie sind heutzutage eher eine Seltenheit: Funklöcher. Oft genügen ein paar Minuten ohne Empfang und schon stauen sich die nicht gesendeten Textnachrichten und man versucht zum x-ten Mal den Posteingang zu aktualisieren. Was aber, wenn es länger als ein paar Minuten dauert? Wie man im Krisenfall die Kommunikation über Smartphones auch ohne Mobilfunknetz aufrecht erhalten könnte, das haben sich Wissenschaftler in Deutschland angesehen, berichtet Lukas Plank. 2) Kritik an EU-Urheberrechtsreform - Offener Brief warnt vor "Transformation des Internets" Die geplante EU-Urheberrechtsreform sorgt für viel Kritik. Netzaktivisten warnen vor den geplanten Upload-Filtern für Plattformen. Auch WWW-Erfinder Tim Berners Lee und Wikipedia-Mitgründer Jimmy Wales haben den offenen Brief unterzeichnet: die automatisierten Filter würden das Internet von einer offenen Plattform in ein Werkzeug der Überwachung und Nutzerkontrolle verwandeln, heißt es dort. Der Rechtsausschuss des EU-Parlaments stimmt bereits kommende Woche über den Entwurf ab. 04:52

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