Radio-Kalender 2008
Der Rhein-Main-Radio-Club e.V. Frankfurt/M. gibt in Zusammenarbeit mit dem ADDX-Bildarchiv und mit freundlicher Unterstützung der QSL-Collection einen wunderschönen und sehr dekorativen Wandkalender mit seltenen und schönen Empfangsbestätigungen internationaler Rundfunkstationen heraus. Darunter sind Radiostationen, die nicht mehr existieren, deren einzigartige Empfangsbestätigungen aber überdauert haben. Der Kalender erscheint im Querformat (A4) und ist in englischer Sprache. Preis 14,80 Euro incl. Versand Bestellung in Österreich (13,80 Euro für ADXB-Mitglieder):
adxbsuess@aon.at. Deutschland und andere Länder:
ext. Link
Sender & Frequenzen 2008
S&F ist das einzige aktuelle deutschsprachige Jahrbuch über sämtliche Rundfunksender der Welt, die auf Kurz-, Mittel- und Langwelle, via Satellit oder Internet bei uns empfangen werden können. Alles Wissenwerte über Sender aus mehr als 200 Ländern der Erde: Frequenzen, Sendezeiten (D, E, F), Anschriften und Empfangstipps. Dazu: Frequenzliste der Rundfunksender 150 kHz bis 30 MHz, Hörfahrpläne für Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch und Esperanto und ein nirgendwo sonst zu findender Programm-Guide für alle Informationshungrigen. Schwerpounkt im redaktionellen Teil: Piraten- Free-Radio- und Untergrundsender und ein Überblick über neue Kommunikationsempfänger, mit oder ohne PC-Anschluss.
Im Verkaufspreis ist die Lieferung von drei Nachträgen enthalten (je 48S im Januar, April und September 2008).
S&F íst im Fachbuchhandel, via Internet und bei den DX-Verbänden erhältlich. 576 Seiten, Broschur, kartoniert, ISBN: 978-3-88180-666-4, Preis (D) 25,90€
World Radio TV Handbook 2008
Das WRTH erscheint nun in 62. Auflage und hat nach den Turbulenzen vergangener Jahre seiner Reputation als autoritative Quelle wiedererlangt. Dass man als Detailkenner bei manchen Ländern nach wie vor Mängel und Fehler feststellt, ist nicht so sehr den Redakteuren anzulasten als der ungenügenden Meldungsbereitschaft mancher Rundfunkanstalten – und keineswegs nur von marginalen Anbietern in exotischen Ländern. Da auf der Hompage des Verlags eine permanente Aktualisierung erfolgt, ist man stets auf relativ letztem Stand. - Bietet „Sender und Frequenzen“ dem Kurzwellenhörer eine solide Grundlage, ist das WRTH darüber hinaus für Medienschaffende und –interessierte seiner größeren Detailfülle und des zusätzlichen TV-Abschnitts wegen eine unerlässliche Handreichung. (Die Karten mit den Senderstandorten sind neu gezeichnet. Der Annex enthält u.a. Stationsvorstellungen von Falklands Radio und Radio for Peace, Zimbabwe.) Die Lieferpreise und Lieferzeiten unterscheiden sich kräftig je nach Anbieter und Lieferort (USA oder GB).
WRTH, World Radio Handbook The Directory of Global Broadcasting, Vol. 62 - 2008. Br, 672S, 2007: WRTH Publications Ltd., Oxford. ISBN 978-0-9555481-0-9. - Direktbestellung für 23GBP inkl. Versand weltweit und weitere Informationen:
ext. Link
Jahrbuch für den Funkamateur 2008
Begründet in den 70er Jahren von Etienne Héritier, HB9DX (†), seit 1997 betreut von Karl Schwarz. Übersichten, Listen, Wortlaute – das Nachschlagewerk für den aktiven Funkamateur schlechthin, sorgfältig recherchiert und auf den aktuellen Stand gebracht.
DARC-Verlag, Baunatal, 662 S, 13.50 (DE), ISBN-10: 3886920526 ISBN-13: 9783886920525
Inhaltsübersicht:2006/2007 im Rückblick / Grundlagen / Abkürzungen, Q-Gruppen, Betriebszeichen, Rapportsysteme... / Amateurfunk-Rufzeichen: Zuweisungsplan, Präfixe, Länderlisten (DXCC, CQ, ITU, IOTA...) / Frequenzen, Band- und Frequenzbereichspläne / Kanaleinteilung, Auflistung der Relaisstationen, Digipeater, Funkrufstationen, Baken... / Standardfrequenz- und Zeitzeichenstationen / Amateurfunksatelliten / Conteste und Diplome (Kalender und Ausschreibungen) / Distrikts- und Ortsverbandskenner des DARC / Großkreisrichtungen, Locator, Zeitzonen / Gesetzliche Grundlagen (ausführlichst) / CEPT- und Gastlizenzen / Intern. Amateurfunkverbände / Rundsprüche, Veranstaltungen / Who is who / Register
Marconis magische Maschine
Erik Larsen
Es hieße Eulen nach Athen tragen, wollte man einem Funkamateur erzählen, wer Guglielmo Marconi war und welche Leistungen er für die drahtlose Kommunikation erbrachte. Und der Streit zwischen den Experten tobt immer noch, ob am 12. Dezember 1901 tatsächlich die erste transatlantische Funkverbindung geglückt war oder ob Marconi, in akuter Finanznot und mit zerrupftem Image, die Übertragung der Buchstaben SSS bloß als Medienspektakel inszeniert hatte. Außer Zweifel steht aber, dass spätestens nach dem Untergang der „Tiitanic“ ein international geregelter Seefunkdienst entstand –und keinen Zweifel gibt es auch an der spektakulären Festnahme des Mörders Hawley Harvey Crippen, dessen Flucht auf der „“SS Montrose“ dank einer Funkverbindung mit der Festnahme endete. Erik Larsen ist ein routinierter Autor mit Printmedien-Erfahrung: beim „Wall Street Journal“, aber auch mit Magazinbeiträgen, u.a. im renommierten „The New Yorker“. Bisher von ihm in deutscher Sprache erschienen: „Isaacs Sturm“ (2000) und „Der Teufel von Chicago“ (2004). Mit „Marconis magische Maschine“ gelingt ihm die Verbindung von Zeitgeschichte, der Ära des technischen Aufbruchs - und einer handfesten Krimi-Story. Kein Wunder, dass das Buch viele Wochen auf der Bestsellerliste der „New York Times“ stand. Larsen hat fleißig in den Archiven recherchiert und webt geschickt in den Handlungsablauf Zitate im Wortlaut ein. Daher sind die funktechnischen Angaben korrekt (und erstaunlich geschickt gewertet), und dass hin und wieder der Fluss der Erzählung aus dem Zettelkasten ergänzt wird oder die Schilderung besonders dramatisch ausfällt (so etwa, wenn es um jenen Dezembertag 1901 geht), kann das einem Funkfreund nur noch mehr Freude machen.
Erik Larsen, Marconis magische Maschine, aus dem Amerikanischen von Gabriele Herbst, 448S, geb. , 2007: Scherz, ISBN 978-3-502-15008-4
ext. Link
Hörspiele der Anfangszeit - Schriftsteller und das neue Medium Rundfunk
Frank Steinfort
Das neue Medium Rundfunk wurde in den 1920er Jahren für Schriftsteller als Betätigungsfeld interessant. Die in diesem Zusammenhang oft genannten Brecht oder Döblin hatten aber zu dem neuen Medium eine eher zufällige und zeitweilige Nähe. Franz Steinfort hat sich stattdessen mit solchen Autoren zu beschäftigen, die sich dem neuen Medium öffneten, die eigenen künstlerischen Kompetenzen an ihm ausloteten und ihrerseits Anstöße für eine Weiterentwicklung gaben. Im Mittelpunkt des Buches stehen Rundfunkarbeiten von Alfons Paquet, Eduard Reinacher und Hermann Kesser. Neben kürzeren Beiträgen zu einzelnen Sendungen, den Entwürfen und der Präsentation kleinerer Sendeformen, z. B. von Hörfolgen sowie Vorträgen und Gesprächen, finden vor allem die Hörspiele Beachtung. Das neue Medium faszinierte die drei Autoren. Alfons Paquet wollte die Technik beherrschen und bildete sich auf Tagungen oder mittels autodidaktischer Studien fort. Mit seinem Engagement förderte er auch Schriftstellerkollegen, so dass man ihn durchaus als Kulturmanager bezeichnen könnte. Eduard Reinacher erarbeitete sich innerhalb kurzer Zeit einen Ruf als Spezialist für die dramaturgische Seite einer Produktion. Insoweit arbeitete er mehr im redaktionellen Hintergrund und betrachtete sich als Teil eines Teams. Hermann Kesser wollte das neue Medium als kritischer Geist der Zeit nutzen. Via Radiowellen sollten gesellschaftskritische Botschaften in einer von Krisen erschütterten Zeit gesendet werden. Kesser begleitete seine eigenen Produktionen von der Stoffauswahl bis zur damals üblichen Live-Präsentation im Rundfunkhaus.
Franz Steinfort liefert wertvolle Thesen zur Grundlagenforschung zur Genese des „Hörspiels“ als neue Gestaltungsform, wo bislang nur das „Schauspiel“ Maß aller Dinge war. Er belegt, wie bedauerlich dürftig die Quellenlage ist; um so bemerkenswerter, wie viel profundes Material er zu den exemplarisch vorgestellten Autoren zusammengetragen hat.
Franz Steinfort Hörspiele der Anfangszeit Schriftsteller und das neue Medium Rundfunk - Düsseldorfer Schriften zur Literatur - und Kulturwissenschaft, Band 4 – 372S, br., 2007: Klartext-Verlag, Essen, ISBN 978-3-89861-835-9
ext. Link
World QSL Book
Gayle Van Horn
Ein “Buch” auf einer CD mag ungewöhnlich sein, aber der Autor - ein langjähriger Mitarbeiter der "Monitoring Times" - sieht den größten Vorteil darin, jeweils nur Kleinauflagen beizustellen und auf diese Weise den Inhalt stets aktuell zu halten. Auf 528 Seiten wird – ganz nach US-Geschmack – bis ins letzte Detail erklärt, wie man einen Rundfunk-Empfangsbericht abfassen müsse, um garantiert zum Erfolg zu kommen (Amateurfunk wird nur am Rand erwähnt, obwohl Gayle als W4GVH selbst lizenziert ist). Nach der ausführlichen Einleitung folgt der eigentliche Hauptteil, eine Adressenliste der Stationen (Rundfunk und Utility Zivil und Militär), ergänzt mit den jeweiligen Websites und E-Mail-Adressen. Auch Clandestine-Stationen und Piraten werden aufgezählt. Man muss freilich bedenken, dass die Perspektive jenseits des Großen Teichs aus einem anderen Blickwinkel erfolgt. Den Abschluss bildet eine Liste der Amatuerfunk-QSL-Büros. – Aufschlussreich und die bescheidenen Kosten schon als Kuriostät wert.
Gayle Van Horn, The World QSL Book, PDF-Datei auf CD, voll recherchierbar ab Adobe Reader 6. 1. Aufl., 528 S, 2007: Teak Publishing. 19.95 Bestellung:
ext. Link
