10. Februar: Lager Simmering in Liesing eingesiedelt

Zu sagen, dass es Spaß gemacht hat, wäre übertrieben. Aber immerhin haben wir nun die Gewissheit, dass der letzte große Brocken geschafft ist: Der gesamte Archivbestand ist mehr oder weniger am definitiven Platz. Alex, Barbara, Heinz, Helmut und Karl haben sich den großen unsichtbaren Möbelpacker-Orden verdient.



25.-27. Januar: Ade, Lager Simmering!

25.-27. Januar: Ade, Lager Simmering!Den Abschluss der "Auswanderung" nach Wien-Liesing bildet jetzt die Absiedelung des Lagers Wien-Simmering, das uns fünf Jahre lang treue Dienste geleistet hat. Aktueller Stand: 1.680 Archivboxen in 20 Regalmodulen, 6 Kubikmeter Dokumentation. Dank tatkräftiger Hilfe unserer treuen Mitarbeiter bereiten wir schon am Vorabend möglichst viel für den Abtransport durch die Spedition vor. Dennoch kostet es einen vollen Arbeitstag - und drei Lieferfahrten des 7,5-Tonners -, bis alle Archivalien transferiert sind. Jetzt atmen wir einmal ein paar Tage kräftig durch, und dann bauen wir die Regale am neuen Standort auf und räumen alles wieder ein. Und wir ahnen schon: Es wird noch sehr lang dauern, bis auch das letzte "Simmeringer Relikt" seinen neuen Platz in Liesing gefunden hat.




4. Januar 2010 - Regelbetrieb wieder aufgenommen

4. Januar 2010 - Regelbetrieb wieder aufgenommenNoch ist die Infrastruktur nicht voll gesichert (Heizung, Beleuchtung, Telefon), aber wir können nicht länger mit der Wiederaufnahme eines wenn auch eingeschränkten Regelbetriebs warten. Mag_a Barbara Kerb (ja, sie hat mittlerweile mit Bravour bestanden) tritt, mit einer neuen Aufgabe betraut, zur Arbeit an einem Projekt an, das wir für das bifie (Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung) übernommen haben (Audiodateien für die Vorbereitung und Durchführung des Bereichs Fremdsprachen der Zentralmatura). Nebenan forscht Almedin Candic, nunmehr nicht als Praktikant sondern Studierender, für seine Seminararbeit über Radio Österreich International. In der Dokumentation beginnen wir mit der Erfassung einiger tausend Manuskriptseiten zur legendären Krimi-Hörspielserie der Sechzigerjahre Wer ist der Täter? Die Manuskripte wurden im Keller des Landesstudios Steiermark entdeckt und werden nun voll digitalisiert. Die Funkamateure haben via Sektion Bundesheer des ÖVSV ein Riesen-Konvolut von QSL-Karten von OE4VIE übernommen, das unter Leitung von OE4RGC vorsortiert wurde und nun in die Bestände eingearbeitet werden muss. Nach Deutschland geht die erste Folge einer im Funk-Telegramm publizierten Serie Rückblende - Amateurfunk vor 80 Jahren, einer sehr aufwendigen Recherchearbeit. In den Mitgliederbereich des Webauftritts werden die voll recherchierbaren Jahrgänge 2009 der Bulletins DX-MB, Daily DX, BC-DX und 425-DX transferiert. Neu im Team: DI Dr. Heinz Lorenz, OE3LHB (Bild)



11. Dezember - The show must go on

11. Dezember - The show must go onIm Kellerlager sind unter der Belastung drei Regale gekippt - trotz angeblich optimaler Vorsorge beim Aufbau. Also: alles ausräumen, Regale reparieren, alles wieder einräumen. - Von "Les Nouvelles DX" kamen mehrere hundert Bulletins - zum Glück bereits digitalisiert, "nur" der Index fehlt noch. - ESET hat uns eine umfassende Sicherheits-Software für den Server und die angeschlossenen Geräte gespendet. - Die ersten drei Studierenden greifen wieder auf unsere Bestände zu (Themen: Radio Österreich International; Auswirkung der Einführung von UKW in Österreich; Mediale Präsenz des Internationalen Frauentags). Die RAL im Libanon erhält für ihre anlässlich des Bestandsjubiläums errichtete QSL-Galerie 200 hochaufgelöste Scans von OD5-Stationen quer durch die Jahrzehnte.



6. Dezember - Der zweite Subotnik bringt uns der Betriebsaufnahme näher

Zwei "Subbotniks" haben wir hinter uns - Wochenende mit großem Helfereinsatz -, dazwischen viele Arbeitsstunden. Jetzt befindet sich zwar fast das gesamte Archivgut in den dafür bestimmten Räumen, aber noch völlig ungeordnet. Bis das Dokumentenarchiv, die Bibiothek, die Sammlungen Periodika, Diplome, Sonderbestände... wieder korrekt aufgestellt sind und die gut 5.000 Archivboxen in korrekter Reihenfolge in den Regalen stehen, werden noch viele, viele Arbeitsstunden ins Land gehen. Allen, die uns geholfen haben, sei herzlichst gedankt.



3. November: ...und kein Ende abzusehen

3. November: ...und kein Ende abzusehenHeute haben sich die sechs treuen Helfer der Spedition verabschiedet - nach zwei zusätzlich gewährten Arbeitstagen. Und noch stehen im Flur 148 Übersiedlungskartons, im Archivlager 40 Kartons und 3 PAL-Boxen mit je einem Kubikmeter Fassungsvermögen. In sämtlichen Räumen herrscht das Chaos. Im heftigsten Schneeregen haben wir die letzten Möbel aus dem Zwischenlager herübertransportiert. Das Bundesheer brachte unsere Schautafeln von einer Ausstellung zurück. Der Heizungsmonteur fand heraus, dass sämtliche Thermostate am falschen Ende der Radiatoren montiert wurden. Anfrage aus der Zentrale: Wann kann der Maler für die Ausbesserungen kommen? Wann der Tischer? Du lieber Himmel, irgend jemand hat die Betonnägel verschlampt! Und die Box mit der Aufschrift "Top 16/Unterschrank 1", die laut Korrekturplan nach Top15 gehört, ist natürlich in Top28B gelandet...



28. Oktober: Hadubrand, Äpfel und Birnen

Heute haben wir begonnen, die Archivalien wieder einzureihen. Die Neuaufstellung bedingt Änderungen in fast allen Bereichen. So sind z.B. die Bibliothek und die Periodika nun in unterschiedlichen Räumen und in anderem Mobiliar untergebracht. Da stimmen Planung und Realität nicht immer überein - aber allmählich zeichnet sich unser künftiges Erscheinungsbild ab, und das spornt an. - Mittlerweile hat sich die Causa Heinzl auch bis zu jenen Blättern herumgesprochen, denen weniger an Fakten als an griffigeren Formulierungen liegt: In TV-media vergleicht z.B. Chefredakteur Hadubrand Schreibershofen eine mit größtem Aufwand hergestellte Produktion mit einem low budget-Projekt und erkennt, dass das Billigere billiger ist (wenngleich fast doppelt so teuer, als er meint). Dass er nebenbei unser ihm unbekanntes Archiv erwähnt, ehrt uns. Hier ist der Artikel zum Nachlesen.



Download [157.5 KB]"Immer Zores mit diesem Dominic Heinzl" [PDF , 157.5 KB]

26. Oktober: Freunde in der Not

Österreichischer Nationalfeiertag. Alle Räder stehen still: man faulenzt oder praktiziert Patriotismus. Nicht so in Liesing. Herr Zöchmann und Frau Meier von EMSS erweisen uns einen Freundschaftsdienst, der das seit Jahren geleistete Sponsoring noch einmal überbietet: Vierzehn intensive Arbeitsstunden kostet es, unser internes Netzwerk neu aufzubauen. Ab heute Abend sind wir wieder voll funktionsfähig, an allen Arbeits- und Studienplätzen. Es kann gescannt, konvertiert und in die Netze der Funkanstalten eingespielt werden. In diesen für uns nicht einfachen Tagen geben solche Demonstrationen von Solidarität neue Kraft. Wir danken!



23. Oktober: Der KURIER und HEUTE berichten

"Der Standard" hat uns in in seiner gestrigen Ausgabe zwar nicht namentlich erwähnt, aber auf unsere Homepage und unseren Beitrag in YouTube verlinkt. Die Folge: Eine erfreuliche Zahl an Downloads. - Heute berichten weitere Tageszeitungen - es folgt der Text im Wortlaut. Auch hier sind die Leserkommentare übrigens ausnahmslos negativ.

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22. Oktober: "Der Standard" berichtet über unseren Nachmieter - und linkt zu unserem YouTube-Beitrag

Nicht erwählt wird, dass auch das Dokumentationsarchiv Funk dem neuen Nutzer weichen musste - aber das ist vielleicht ganz gut so, sonst meint jemand vielleicht. wir hätten diesen Beitragh initiiert. Hier der Wortlaut der Meldung:
ORF baut neuen Studio-Standort für Heinzl
In der Argentinierstraße 31 baut ihm der ORF ein neues Studio - Betriebsrat und -arzt mussten absiedeln Staub wirbelt Dominic Heinzls ORF-Job nun handfest auf: In der Argentinierstraße 31 baut ihm der ORF ein neues Studio. Betriebsrat und -arzt mussten absiedeln. Zwei Schnittplätze bringt er mit, zwei kauft ihm der ORF. "Wo wir um jeden Bleistift betteln müssen", granteln ORF-Journalisten. "Für eine Auftragsproduktion die ökonomisch günstigste Lösung", das erklärt ORF-Sprecher Pius Strobl so: Das Gebäude gegenüber dem Funkhaus gehört dem ORF (Heinzl wird Nachbar der dort dienstwohnenden Direktoren Elmar Oberhauser und Peter Moosmann). So falle keine Miete an, die man Heinzl ersetzen müsste. Kauft Heinzl Schnittplätze, verrechnete er sie dem ORF auf Vertragsdauer (drei Jahre); so schreibe sie der ORF länger ab. Stadtnähe sei für Heinzls Produktion wichtig. Seine Sendezeit (kolportiert: 19.30 Uhr) verhindere, Technik von Wien heute (19 Uhr) zu nutzen. Heinzls Produktionsvertrag liege weit unter den kolportierten vier Millionen jährlich; im ORF kursierten zuletzt 2,4. (fid) - Dazu 83 ausschließlich negative Leserreaktionen.
Und zusätzlich im Online-Standard: linkext. Link



21. Oktober: Anschluss an die Herz-und-Hirn-Maschine

Die Telekom hat das Unmögliche möglich gemacht und den Termin für unseren Festnetzanschluss extrem vorgezogen. Einer unserer treuesten Sponsoren, Herr Zöchmann und seine Mitarbeiter von EMSS, sind einen Tag lang am Werk. Am Abend geht unser zentraler Server wieder online. Das Archiv hat wieder Herz und Hirn! - Auch die Mitarbeiter der Spedition unterstützen uns durch großen persönlichen Einsatz. Der Teufel liegt ja im Detail; wir müssen ständig umplanen und improvisieren - da nützt uns die Erfahrung der Experten. Der Messdienst und das Facility Management des ORF sorgen für die Errichtung der Infrastruktur: Telefon, Fax, interne Vernetzung, Studio...



17. Oktober: Geschafft!

17. Oktober: Geschafft!Wir haben es geschafft - und wir sind geschafft. Heute waren zum Endspurt außer unserem Team neun Mitarbeiter der Spedition am Werk. Nun steht alles - entmutigend unübersichtlich -auf jedem freien Fleck in Liesing. Halbzeit. Jetzt beginnt die Adaptierung der Räume und die komplette Neuaufstellung. Mit einer Träne im Knopfloch: Ein paar Bilder vom Auszug (bei "mehr")

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13. Oktober: Am Limit!

Der zwölfte Tag im Volleinsatz zwischen sieben Uhr früh und bis zur Mitternacht am Abend. Eine auf heikles Gut spezialisierte Spedition, sechs Mann im Wettlauf gegen die Zeit und zwei Disponenten als Dauerpendler zwischen den beiden Orten. Hier wie dort zusätzliche Hilfe: ÖVSV und ADXB in der Argentinierstraße, in Liesing die ORF-Mitarbeiter. Zweimal täglich wird der Großlaster beladen; die Zwischenspurts übernimmt der "kleine" 3-Tonner. Der zentrale Server mit unserem gesamten Datenbestand und das komplette Netzwerk mit 14 Stationen sind abgebaut; die neue Konfiguration wird vorbereitet. Die YASME Collection ist bereits neu aufgestellt. Das Tonstudio übersiedelt heute mit dem gesamten Bestand an Bändern, Kassetten, DCs etc. Parallel dazu werden die Periodika transportfertig gemacht. Nach Plan wären wir bereits beim Versorgen der Bibliothek - aber Schlechtwetter und die üblichen unvorhersehbaren Probleme und Problemchen haben für Verzögerung gesorgt. Also: Die Bibliothek morgen, zumindest die ersten 3.000 Bände. Und die gesamte Dokumentation, die Rarissima, die 2.000 Archivboxen am Freitag? Das schaffen wir nicht...



1. Oktober: Wir ziehen um!

1. Oktober: Wir ziehen um!Der ORF benötigt dringend Räumlichkeiten in Funkhausnähe und macht uns das Angebot, gleichwertigen Ersatz für die die uns derzeit zur Verfügung gestellte Einrichtung beizustellen - bei Übernahme der Kosten für den Umzug und die Adaptierung im neuen Quartier. Natürllich fällt der Abschied von der gewohnten Umgebung und der Wechsel vom Zentrum an die Peripherie schwer. Aber die Aussicht auf eine komplette Neuaufstellung, auf den unmittelbaren Zugriff zu unserem wichtigsten Archivlager (das sich bereits in Liesing befindet), die barrierefreie Zufahrt und das reichliche Angebot an Parkplätzen geben den Auschlag. - Der Haken an der Sache: Die ganze Aktion kommt wie ein Blitz aus heiterem Himmel und muss bis zum 15. Oktober abgeschlossen sein. Ein in 25 Jahren gewachsenes Archiv in nur zwei Wochen komplett zu übersiedeln, ist eine logistische Herausforderung der besonderen Art. (Bild: Unser Motto begrü0t Besucher gleich an der Eingangstür)



30. September: Kapitulation vor Jonathan Marks

Almedin Candic hat heute seinen letzten Prakitkanten-Tag. In diesen drei Monaten haben wir in fast 700 Arbeitsstunden den Rückstand im Audiopool veringert - und jetzt das: Jonathan Marks, der Gestalter des legendären Medien-Magazins "Media Network" bei Radio Netherlands, hat uns besucht und die schon lang versprochene (fast) komplette Datenbank seiner Sendungen und Manuskripte mitgebracht. Noch einmal 800 Gigabyte, die indiziert, beschlagworttet und ins Netz gestellt werden müssen. Am Ende unseres Projektsommers ist der Rückstand also wieder genau so groß wie zu Beginn. Wir kapitulieren - mit Dank an Jonathan, der unsere Sammlung um einen wahren Schatz bereichert hat.
Wir haben die ehrenvolle Einladung erhalten, uns um die Aufnahme in maa Medien Archive Austria zu bewerben; da wären wir dann - wenn auch als Kleine unter Großen - auf Augenhöhe mit der Österrichschen Nationalbibliothek, dem Österreichischen Staatsarchiv, dem Archiv des ORF, der Österreichischen Mediathek etc.



4. September: Zwischenbilanz Audio/Videopool

Barbara Kerb und Daniel Nagy haben ihr Praktikum beendet, Almedin Candic hat in den kommenden Wochen noch eine größere Aufgabe zu stemmen: Mehr als 88 Gigabyte Daten, die wir zum Stichtag in den zentralen Server stellen, Ton- und Bilddateien aus dem Audio- und Videopool, sind zwar nun auch indiziert und beschlagwortet, aber noch müssen alle Listen zugriffsfreundlich für unseren Webauftritt bereit gestellt werden.



13. August - Übergabe von Tonmaterial an die Mediathek

Wir übergeben der Österreichischen Mediathek linkext. Link 320 Tonbänder mit wertvollen Aufnahmen aus dem Bestand von Radio Austria International und Beiträge internationaler Radiostationen mit Österreich-Bezug. Die vertragliche Vereinbarung besagt, dass der Bestand "unter Bedingungen aufbewahrt wird, die nach dem Stand der Forschung geeignet sind, die Lebenserwartung von audiovisuellen Medien zu optimieren."



10. August - Verstärkung und Zwischenbilanz QSL Collection

Sonja Vrisk, die sonst aus Kärnten auf die Unterlagen zugreift, kommt für eine Intensivwoche nach Wien und hat sich vorgenommen, endlich alle Diplome aufzuarbeiten - die Bananenkosten türmen sich mittlerweile 2m hoch. - Daniel hat die aus Friedrichshafen mitgebrachte Ausbeute an QSL-Karten in 263 Archivboxen verstaut. Das sind umgerechnet über 300.000 Karten, die nun einzeln gecheckt werden müssen.



1. August - Verstärkung! Und ein neuer Fund

Nach vier Wochen konzentrierter Arbeit halten wir etwa zur Halbzeit bei der Aufarbeitung der zu archivierenden Rundfunksendungen. Mehr als 500 neue Beiträge sind indiziert und mit Metadaten versehen. Angenehmer "Rückschlag": Es sind weitere 120 Tonbänder mit wertvollen Archivaufnahmen von "Radio Austria International" aufgetaucht - die müssen nun zunächst 1:1 kopiert werden. - Heute hat Daniel Nagy den "Dienst" angetreten. Er wird im August 100 Stunden für die QSL-Sammlung tätig sein und in dieser Zeit die paar Kubikmeter Material aufarbeiten, die wir aus Friedrichshafen mtgebracht haben und die seitdem eingetroffen sind. Die freundlichen Spender ahnen ja wohl nicht, dass allein das Registrieren und Umsetzen in Archivkartons so viel Aufwand bedeutet (übrigens: auch finanziellen Aufwand - Archivschachteln aus säurefreiem Pappakrton sind sündteuer...).



20. Juli: Lange Apollo-Nacht

Vierzig Jahre nach der Landung der ersten Menschen auf dem Mond (Apollo 11) wird dieses historische Ereignis in allen Medien rekapituliert. Auch wir haben eine schlaflose Nacht verbracht, allerdings haben wir aus dem internationalen Angebot jene Beiträge herausgesucht, die sich mit dem Stand der Medien und den Möglichkeiten der Berichterstattung beschäftigen. Ein Beispiel: Der endlos wiederholte O-Ton "The Eagle has landed" etc. wurde nicht, wie geplant, von einer US-Bodenstation aufgezeichnet und übermittelt. Weil es eine Zeitverzögerung gab, befand sich Apollo 11 bereits im Audio-Schatten der USA. Da musste eine Station in Australien aushelfen. Oder: In der Sowjetunion wurde nicht nur das Ereignis zunächst in den Medien tot geschwiegen, man schaltete den Presseagenturen sogar vorübergehend die Fernschreiber ab...



13. Juli - Diplomarbeit zur Frühzeit des Rundfunks

Roswitha Reiter stellt uns ein Exemplar ihrer Diplomarbeit zur Verfügung: "Die RAVAG, Analyse des Radiopublikums der 1920er und 1930er-Jahre", vorgelegt zur Erlangung des Magistergrades an der Kultur- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg, Fachbereich Kommunikationswissenschaft. Eine vorzügliche Arbeit, die - man glaubt es kaum - als Forschung nach mehr als siebzig Jahren Neuland betritt. Natürlich freut uns besonders, dass viele wichtige Quellen im Oskar Czeija-Gedächtnisfonds unseres Archivs zu finden waren.



10. Juli: 3.000 neue Titel im Audiopool

Erster Erfolg bei der Aufarbeitung der Archiv-Rückstände: Über tausend historische Rundfunksendungen aus den USA - mit vielen Raritäten - sind nun enlich zur Recherche aufgelistet, ebenso der letzte Jahrgang von "Töne, Texte Bilder", dem Medienmagazin von WDR5. Die anderen Magazine kommen nun in rascher Folge. Und soeben eingetroffen ist die Aufstellung des Archivs Thieman - eine Archivkooperation mit knapp 1.300 Hörfunk-Mitschnitten: Kurzwelle, Piraten, rare Inlandsdienste. - Da aber alle Findemittel über die verschiedenen Bereiche unseres Webauftritts verteilt sind, geht der Überblick verloren. Wir haben uns daher entschlossen, den Bereich "Archiv" völlig neu zu gestalten und alle recherchierbaren Daten dort zusammenzufassen.



1. Juli - Ferialpraktikum

Barbara Kerb und Almedin Cancic haben heute ihr Ferialpraktikum aufgenommen. Barbara ist Teammitglied, musste aber zuletzt für ihre Abschlussarbeit pausieren. Almedin studiert im sechsten Semester Publizistik. Erste Aufgabe: rund 3.000 Audio- und Videobeiträge indizieren, beschlagworten, in den Server stellen und im Netz bei den Findemitteln auflisten.



29. Juni - Zurück von der HamRadio

Am Mittwoch haben wir bei strömendem Regen den VW-Bus beladen, mit dem wir am Donnerstag nach Friedrichshafen fuhren. Die Standeinrichtgung ist in Vorarlberg gelagert und wird abgeholt. Ausstellung aufgebaut, Stand eingerichtet. Am Freitag sind wir bereits eine Viertelstunde nach Ende der Eröffnungsfeier mit Bild und Ton davon im Netz. Am Stand sind wir nur zu dritt, da steht immer alles unter Dampf: Alfred übernimmt die "Ware" (wieder wurden uns ca. 200.000 Archivalien geschenkt) und lädt sie ein - der Bus ist bereits am ersten Tag überladen, der Kombi am Samstagmittag; bis Messeschluss sind auch die beiden ÖVSV-Fahrzeuge voll bepackt. Marianne führt die Kladde mit der Registratur und den Anfragenotizen, steht am Stand Rede und Antwort, teilt die "Goodies" aus und kümmert sich auch sonst um alles. Wolf führt im Hinterzimmer des Standes, in der Halle und in den Tagungszimmern die "Dienstgespräche" und nützt die (viel zu seltenen) freien Minuten für das Gespräch mit den Standbesuchern. Samstagnachmittag: Unser Hörer- und Freundestreffen. Der Saal ist voll, die Atmosphäre sehr gut. Die Powerpoint-Präsentation und das Gespräch kommen gut an (Themen: Amateurfunk und Rundfunk in der DDR, Situation der BC-Hörer, Ansätze zu DDR-Hörerklubs, Situation der Funkamateure, viele Dokumente und O-Töne...). Am Sonntagmittag übernimmt das Duo aus Vorarlberg den Standdienst und den Abbau, denn wir müssen den Autoreisezug erreichen, der uns mit der üblichen Verspätung nach Wien bringt. Kurz vor Mitternacht steht der Bus vor dem Archiv. Am Montag beginnen wir um 8Uhr mit dem Entladen, der Reihe nach treffen die anderen Fahrzeuge ein, zur Mittagsstunde ist alles aufgestapelt. Wir sind geschafft, erleichtert, dass alles gut gegangen ist, dankbar für viele schöne Kontakte. Nun wartet ein Jahr Arbeit auf uns.
Bilder und Audio: DokuFunk bei der Ham Radio 2009 Friedrichshafen



18. Juni - Privatissimum zum Stiftungswesen

Zur finanziellen Grundsicherung des Archivs über einen längeren Zeitraum brauchen wir Sponsoren. Als anerkannte gemeinnützige Einrichtung könnten wir uns an Privatstiftungen mit entsprechender Zwecknutzung wenden. Der Stiftungsverband gibt uns dazu ein vierstündiges Privatissimum zum österreichischen und deutschen Stiftungsrecht.



15. Juni - Ham Radio ante portas

Wir haben begonnen, unsere Beiträge für die Ham Radio in Friedsrichshafen vorzubereiten, konkret: die Ausstellungstafeln und die Powerpoint-Schau. Wie jedes Jahr sind wir hinter dem Zeitplan und stehen unter Stress. Und wie jedes Jahr werden wir es in letzter Sekunde schaffen.



10. Juni - Studieren mit dem DokuFunk

In einem Hörerforum wird angeregt, auf akademische Veröffentlichungen hinzuweisen, die mit Beteiligung des Archivs entstanden sind. Dass Studierende (und Journalisten und Medieninteressierte...) hier ein und aus gehen bzw. per E-Mail auf unsere Findemittel reagieren, ist Archivalltag. Hier also nur ein Überblick auf die letzten Arbeiten, bei denen das Archiv maßgeblich mit umfassender Begleitung und Betreuung beteiligt war:

Senne, Christian, "Rahmen- und Organisationsbedingungen für Funkamateure in der SBZ und DDR (1945-1990) Zwischen Selbstzweck und gesellschaftlichem Auftrag." Disswertation an der Philosophischen Fakultät I der Humboldt-Universität, Berlin, 2008. Publiziert bei: Verlag Dr. Kovac, Hamburg, 2008. linkext. Link - Auszüge publiziert in: (54) DDR 1989/1990(1): Der Radiosportverband wird unabhängig

Stadler, Sabine, "Archivbestände zur 'Russischen Stunde', RAVAG, Wien, 1945-1955", 2008/09 Post-graduate f.d. Österr. Staatsarchiv; Publ. in Vorbereitung.

Melinz, Isolde, "Zwischen Werkstatt und Welt. Die österreichische Radioamateurbewegung 1924-1935". Diplomarbeit an der Karl-Franzens-Universität, Graz, 2008. - Anforderung: mailvolkskunde@uni-graz.at

Binder, Eva, "Journalistische Krisenkommunikation in internationalen Konflikten am Beispiel von ORF-Radio Nachbar in Not 1999/2000". Diplomarbeit an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Wien, 2007/2008. - Ausleihe: linkext. Link

Kurzfassung zu 2007:
Kerb, Barbara, "Familiensendungen am Beispiel der 'Radiofamilie'", Dipl, Uni Wien Thw.
Schiner, Martin, "Zukunft des Hörfunks", Dipl, Uni Wien Pub-Kowi
Ehardt, Christine, "Kulturgeschichte des Radios in Österreich", Diss, Uni Wien Pub-Kowi
Roithner, Thomas, "Die Entwicklung der Programmformate im neuen Medium Radio", Bakka, Uni Wien Pub-Kowi
Bakalli, Elif, "Entwicklungsgeschichte des Radios - Kinderfunk", Bakka, Uni Wien Pub-Kowi

Derzeit betreut werden:
Werdnig, René, "Frühgeschichte des Radios" (AT), Diss, Uni Wien Pub-Kowi
Kaiser, Ernst, "Der öffentl.-rechtl. Rundfunk in Kärnten", Diss, Uni Klagenfurt, Kowi
Klinger-Möller-Schwendinger, "Der öffentl.-rechtl. Rundfunk in Oberösterreich", Sem, Uni Wien, Pub-Kowi



9. Juni - Routine

Amateurfunk: Glorioso-Editorial für den FUNKAMATEUR abgeliefert. 61. und die Chronik abschließende Folge der Amateurfunk-Geschichte Deutschlands für das FUNK-TELEGRAMM abgeliefert. - Rene arbeitet an der Glorioso-Dokumentation für die Webseite. Mühsamste Recherchen. Mit dem französischen Team über die Exklusiv-Berichterstattung Audio verhandelt. - Kleine Spende fürs DDR-Projekt erhalten. Dateieinträge aus der Liste Mecklenburg-Vorpommern. Jetzt über 21.000 personenbezogene Datensätze in der DDR-Datei.
Rundfunk: CD vom Hörverlag. ARD schickt einen ZAPP-Beitrag. Sechs weitere historische Rundfunksendungen aus den USA übermittelt (darunter: Stan Laurel und Oliver Hardy in Rasdioshow!). Kato katalogisiert die Podcasts und Zuspielungen der letzten Woche. Rückstand an nicht erfassten Medienbeiträgen: jetzt 1.536.
Herr Kerbler, Leiter Förderkreis, hat uns die Finanzierung von zwei Praktinanten/innen für jeweils zwei Monate vermittelt. Das wären dringend benötigte 240 Arbeitsstunden - wenn wir die richtigen Mitarbeiter/innen finden.
Organisatorisches und weitere Repros für die HamRadio. Zwei Freigaben zur Veröffentlichung von Dokumenten.



8. Juni - Lazarsfeld!

Oskar Czeija-Gedächtnis-Fonds:
Zwei Publikationen gibt es mittlerweile über die lange Zeit verschollene ,RAVAG-Studie` von Paul Lazarsfeld, die 1932 durchgeführt wurde und als Pioniertat der modernen Medienforschung gilt. Lazarsfeld untersuchte darin die Hörerwünsche der österreichischen Radioteilnehmer. Heute trifft die Kopie des Orignalmanuskripsts (!) ein - 50 Seiten, eine Archivsensation. Wir scannen und bereiten die Einstellung in den Zugangsbereich für Mitglieder vor.
Drei Studierende der Publizistik/Kommunikationswissenschaft kommen für ihre Seminararbeit als erste in den Genuss des neu eingestellten Gesamtbestands der Programmzeitschrift "Radio Wien / Radio Österreich". Im Antiquariat kostet ein Jahrgang mittlerweile um die 400€ - wir haben durch Schenkungen und Widmungen soeben alle 48 Jahrgänge in der Bücherei - als einzige!
Neuzugänge: 4 Periodika, 2 Bücher, 6 QSL-Karten Rundfunk, 3 große Pakete Afu aus der Schweiz.



3.-5. Juni 2009: Vorarlberg

Wir haben für den Oskar Czeija-Gedächstnisfonds eine Arbeitsspende bekommen - und ein Bahnticket nach Vorarlberg.
3. Juni: ORF-Landesstudio Dornbirn: Historische schriftliche Unterlagen sind nicht vorhanden, aber einige Tonbänder wurden rechtzeitig archiviert und sogar digitalisiert. Wir werden die Überspielung in den ORF-Pool veranlassen und von dort ins Archiv überspielen. Und wir werden Kontakt zu einigen ORF-Pensionisten erhalten; da tauchen vielleicht noch Archivalien auf.
Landesarchiv Vorarlberg in Bregenz. Gespräch mit dem Landesarchivar. Wir hatten einen Bestand von 29 Archivschachteln zum "Landessender Vorarlberg" entdeckt. Großteils in bedrohtem Erhaltungszustand, daher kein Zugang gestatten. Sondergenehmigung für uns.
4./5. Juni: Der Bestand ist einmalig! Reicht bis 1947 zurück, enthält auch Protokolle etc. zur Koordination der einzelnen Besatzungssender, die wir erstmals zu sehen bekommen. Kopieren unmöglich, aber wir fertigen mit äußerster Vorsicht über 500 Fotos an. Leider nur das wichtigste aus 8 von 29 Schachteln...




QSL Collection - Dokumentationsarchiv Funk

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