Singapore goes off the air


zoomDas Paar kam am 9. Dezember 1941 in Singapur an, also zwei Tage nach Pearl Harbour und einen Tag nach der Kriegserklärung an Japan durch die USA und Großbritannien.
Im zweiten Teil beschreibt der Autor das Alltagsleben in Singapur und im dritten seine Abreise nach Indonesien (damals Holländisch-Indien) unter Beschuss durch japanische Artillerie.
Die Beschreibung der Lebensverhältnisse in der britischen Kronkolonie ist informativ und unterhaltsam, speziell seine Kommentare über die Atmosphäre in den britischen Klubs und im Raffles Hotel, in dem man abgestiegen war. Wie unbefriedigend die Verteidigungsstellungen waren und dass es generell an politischer Führungskraft mangelte, wertet er als Beleg dafür, dass man auf den Krieg nicht vorbereitet war. Ausführlich widmet er sich der Einstellung der Briten zur einheimischen asiatischen Bevölkerunge und vice versa. Bezeichnend war die Haltung jener Minderheit der in Singapur ansässigen Briten, die den Krieg als unerwünschte Störung ihres komfortablen Vergnügens ansahen und die Playfair als mehr als entbehrlich einstuft.
Interessant ist auch Playfairs Beschreibung der Situation Singapurs im Krieg, insbesonders die Luftangriffe der Japaner, die man zunächst aus sicherer Distanz beobachten konnte. "Im Vergleich zu den massiven Unternehmerungen der Deutschen waren das bloß Nadelstiche" aber eben “recht lästig." (Ein Paradebeispiel britischen Understatements, wie es das ganze Buch durchzieht.) Die Angriffe wurden aber immer heftiger, und bald litt Singapur unter einem Blitzkrieg - die Bezeichnung der Briten für die deutschen Luftangriffe auf England. Mit der Landung der Japaner in Malaya hatte offenbar niemand gerechnet. Playfair: Man hatte mir die Überzeugung vermittelt, dass derlei nie geschehen würde, dass die Japaner nicht einmal einen solchen Versuch unternehmen würden."


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