Ernst Theodorowitsch Krenkel, RAEM

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1 - 1935 / 2 - UE4PA Northpole Conquest: Ernst Krenkel, RAEM, (dritter von links) und Otto Schmitt (Mitte) mit den Piloten bei der Eröffnung der sowjetischen Driftstation, Nordpol 1, 6. Juni 1937 / 3 - 1937 / 4 - 1938 / 5 6 - 1958 / 7 - 1961 (Photo: SM5IQ) / 8 - Mit Rudi Hammer, DL7AA (li) und Jean Wolff, LX1JW (r) / 9 - 1965 / 10 - Mit YUri Gagarin ÷MH / 11 - Bohuslav OK2BX als Leiter der tschechoslovakischen ARDF-Delegation in Moskau, 1960 am Roten Platz. v.l.n.r.: OK1AUH OK3DG RAEM OK2BX OK2LS OK2BBF / 11 - Grabmal in Novodewichny ÷MH






Jugend und erste Begegnung mit der Arktis

Jugend und erste Begegnung mit der ArktisDie Geschichte des Amateurfunks wird geprägt von vielen bedeutenden Persönlichkeiten. Die einen haben unser Hobby durch bahnbrechende technische Neuerungen weiterentwickelt, wieder andere haben als DXpeditionäre neue oder seltene Radioländer erschlossen - und manche sind durch ihre außergewöhnliche Biografie und die schicksalshafte Rolle, die der Amateurfunk dabei gespielt hat, zu Leitgestalten ganzer Generationen geworden. Zu ihnen gehört zweifellos Ernst Krenkel.

"Mein Vater hat mir einmal erzählt, dass vor langer Zeit, zur Herrschaft von Katharina der Großen, ein Krenkel aus Thüringen nach Russland kam und Oberster Hirte der Schafherden der Zarin in der Ukraine wurde. Spätere Krenkels waren Bäcker, und mein Vater unterrichtete als Lehrer Deutsch und Latein in russischen Schulen." Mit diesen Worten beginnt Krenekls Autobiografie.

Ernst Theodorowitsch Krenkel wurde am 24. Dezember 1903 in Bialystok geboren als Sohn der (deutschstämmigen) Maria, geb. Kestner, und des Theodor. 1910 übersiedelte die Familie nach Moskau. Nach Abschluss des Gymnasiums wurde er Gehilfe in einer technischen Reparaturwerkstatt. Mit 19 Jahren stieß er zufällig auf die Einladung zu einem Abendkurs für Funkamateure, den die Sowjetgewerkschaft in Moskau veranstaltete, um den akuten Mangel an Funkern für die Rote Armee zu beheben und ein Netz von drahtungebundenen Kommunikationsmöglichkeiten außerhalb der Ballungszentren einzurichten. Nach erfolgreich abgelegter Prüfung wurde Krenkel 1922 Funker in der Telegraphen-Empfangsstation Ljuberezk, die Pressemeldungen aus aller Welt aufnahm und an Zeitungsredaktionen weitergab.

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Krenkel wird RAEM

Krenkel wird RAEMzoom1932 nahm Krenkel an einer Expedition auf dem Eisbrecher "Alexander Sibirjakow" teil, der zum ersten Mal die nördliche Seeroute von Archangelsk nach Wladiwostok am Pazifischen Ozean befuhr. Zwischen Juli 1933 und Juni 1934 kam es zum zweiten Versuch, den Nördlichen Seeweg zu bewältigen. Für diese Demonstration hatte man den Dampfer "Tscheljuskin" ausgewählt. Diese Expeditin endete mit einer Katastrophe...

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In Lebensgefahr auf der Insel Domashny

In Lebensgefahr auf der Insel DomashnyzoomKaum weniger dramatisch verlief Krenkels nächste Expedition, eine Überwinterung auf Kap Olowjanny, wo eine neue Wetterbeobachtungsstation errichtet werden sollte. Im Sommer 1935 brach Krenkel dorthin auf.
Aus der Autobiographie:
"Es war eine einfache Station, untergebracht in einer schlichten Holzhütte...

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NP-1 und die 274 Tage der Papanins

NP-1 und die 274 Tage der PapaninszoomDie letzte Arktis-Expedition, an der Krenkel teilnahm, führte zum Nordpol. Am 21. Mai 1937 landeten dort die ersten schweren viermotorigen ANT-6 (UdSSR N-170) nach einem Flug über sechshundert Meilen von der Basis auf der Rudolph-Insel, und bis zum 26. Mai wurden 35 Forscher und zehneinhalb Tonnen Material abgesetzt. Zwei Wochen später traten die meisten wieder den Rückflug an. Zurück blieben nur vier Männer: Iwan D. Papanin als Expeditionsleiter, der Hydrologe Pjotr P. Shirshow, der Magnetologe Eugene K. Fedorow und als Funkoperatior Ernst Krenkel, alle vier kurz die "Panapins" genannnt.

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Politische Verfolgung und Rehabilitierung

Politische Verfolgung und RehabilitierungzoomVon 1948 bis 1956 ließ Ernst Krenkel die Taste ruhen. Über die Ursachen wurde oft spekuliert. Erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, im Dezember 1993, zur 90. Wiederkehr von Krenkels Geburtstag, enthüllte sein Sohn Theodore Ernstowitsch in der russischen Zeitschrift "Radio" die Hintergründe.

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1960: Krenkel spricht zu deutschen Funkamateuren

Das einzige erhaltene Tondokument

1960: Krenkel spricht zu deutschen FunkamateurenzoomAm 1. Mai 1960 ging in Leipzig-Schkeuditz die Klubstation DM3XM (heute DL0XM) on air. Kurz danach - zu Pfingsten - fand in Leipzig das Europatreffen der Funkamateure statt. Eine Delegation von Teilnehmern des Treffens besuchte am 30. Mai 1960 die neugeschaffene Klubstation, unter ihnen war auch Ernst Krenkel (Foto). Während des Besuchs gab es einen Empfang mit Vertretern des Betriebes MAB Schkeuditz, bei dem Ernst Krenkel eine kleine Ansprache hielt. Dieses einzige erhaltene Tondokument stellen wir hier vor.

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RAEM / Ernst Krenkel / Papanin-Philatelie




2003 - 100. Geburtstag / 100th Birthday




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