08 1927-1933


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SPOT - Amateurfunk ohne Sendegenehmigung



08A - Der DASD nimmt die Arbeit auf

Otto Fulda (Biografie: Fulda, Otto), "Leiter des DASD", um ihn vom Präsidenten abzugrenzen, das ist nach wie vor Esau, Abraham, EK4AAL, ist ein erst vor kurzem pensionierter Generalmajor der Wehrmacht. Er hatte bisher nie mit Amateurfunk zu tun. Der DFTV hat ihn als Repräsentanten vorgeschlagen und durchgesetzt. Der DFTV prägt zunächst überhaupt maßgeblich die Geschicke des jungen DASD. Er stellt die Infrastruktur und die administrativen Voraussetzungen bei, er empfindet sich als eigentliches Sprachrohr gegenüber den Behörden. Amateurfunk fällt in die Kompetenz des außenpolitischen Ausschusses. Auch die Klubzeitschrift CQ erscheint unter dem Emblem des DFTV und wird von diesem finanziert. Herausgeber sind Rolf Wigand und Dr. Wilhelm Titius EK4ADF.01
In der ersten Ausgabe des Kluborgans verkündet Otto Fulda, der sich durchaus in seiner neuen Funktion einzurichten weiß: „Die deutsche Funkerei ... hat in der Kurzwellenfunkerei einen neuen Spross getrieben, dem vornehmlich die Funkfreunde zum Licht geholfen haben. Noch wissen wir nicht, wie breit er dereinst seine Zweige entfalten, wie viele Früchte er tragen, welche Fortschritte er der Kultur bringen wird: gerade darum ist es eine besonders reizvolle Aufgabe, mitzuarbeiten an seiner Pflege, ihn wachsen zu sehen und seine Ergebnisse nutzbar zu machen für Wissenschaft, Technik und Sport.“02
Fulda entwirft auch eine Satzung für den DASD. Sie erscheint unter dem Titel "Bestimmungen" in der Novemberausgabe 1927 der CQ und enthält als wesentlichsten Punkt: Der DASD wird dem DFTV angeschlossen und ist nicht rechtskräftig.




08B - 1. Januar 1928: Neuregelung der QSL-Vermittlung

Wie in Kassel beschlossen, wird die QSL-Vermittlung mit Jahresbeginn 1928 nach Berlin verlegt in die Räumlichkeiten des DASD beim DFTV in der Blumenthalstraße 19. Grundlage ist die dank des Mitgliederzuwachses mögliche Gliederung des Reichsgebietes in 13 Landesgruppen (LG) mit Landesgruppenleitern (LGL), die entweder selbst Hauptverkehrsleiter (HVL) sind oder solche ernennen. Für größere Landesgruppen sind bereits Gruppenleiter/Gruppenverkehrsleiter (GL/GVL) vorgesehen. Formell beschlossen wird diese Struktur bei der 4. Kurzwellentagung des DASD in Dresden im Mai 1928.


LG 1 Ostpreussen LGL Herbert Schulz, Königsberg, DE 0345, (EK)4EY
LG 2 Brandenburg einschl. Pommern und Grenzmark LGL Erhard Graff, Berlin, DE0473, EK4CC
LG 3 Mecklenburg einschl. Schleswig-Holstein und Hamburg LGL Richard Wohlstadt, Hamburg, DE 0153, EK4AEO
LG 4 Hannover einschl. Oldenburg LGL Ernst Franzen, Hannover, DE 0034, EK4ABW (später D4BIK)
LG 5 Rheinland-Westfalen LGL Frhr. Georg von Allizar, Barmen, DE 0655, EK4RA
LG 6 Hessen-Nassau einschl. Pfalz LGL Ferdinand Bödigheimer, Frankfurt/Main, DE 0069, EK4AB(R)
LG 7 Saargebiet, korporativ angeschlossen LGL Julius Kron, Saarbrücken, DE 0181, (E)K4SAR
LG 8 Baden LGL Otto Anton Klotz, Heidelberg, DE 0550, EK4ABG
LG 9 Württemberg LGL Eberhard Hundt, Stuttgart, DE 0273, EK4XU
LG 10 Bayern LGL Viktor Gramich, München, DE 0115, EK4U(A)H
LG 11 Sachsen-Thüringen LGL Kurt Illing, Leipzig, DE 0195, EK4HL
LG 12 Mitteldeutschland (Provinz Sachsen) LGL Max Drechsler, Halle/Saale, DE 0049, EK4AB(I)
LG 13 Schlesien LGL Erich Rachner, Breslau, DE 0639, EK4GW (EK4ABV)


Fußnoten

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Bild- und Quellennachweise

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