Addendum: Rufzeichenschlüssel


Rufzeichen in der Weimarer Republik


1924-1933  
  Mit Verfügung Nr. 273 vom 14. Mai 1924 Versuchsgenehmigungen der DRP (Deutsche Reichspost) für wissenschaftliche Institute, Fachunternehmen und einige Private, darunter technische Reichspost-Beamte. „Anrufzeichen“, nach IARU-Empfehlung ab 1. September 1925 mit Landeskenner
a0 – d9 ► Ka0 – Kd9 Berlin und Umgebung
k0 – q9 ► Kk0 – Kq9 Übriges Reich außer Bayern und Württemberg
v0 – x9 ► Kv0 – Kx9 (Ehemaliges Königreich) Bayern
y0 – y9 ► Ky0 – Ky9 (Ehemaliges Königreich) Württemberg
  Ab 1. Juni 1926 neue Rufzeichen der DRP für genehmigte Stationen:
K4AAA – K4YAE Deutsches Reich außer Bayern und Württemberg
K4UAA ff (Ehemaliges Königreich) Bayern
K4XAA ff, K4YAA ff (Ehemaliges Königreich) Württemberg
  1922-1927 Vereinzelt Stationen mit Fantasienamen:
Baby, Mars, Lady, Uhu,  
Wyke, Ritz, Tü, SBT…  
  Ab 1. März 1926 illegale Rufzeichen, ausgegeben vom DFTV (Deutscher Funktechnischer Verband), nach Gründung des DASD am 20. März 1927 von diesem übernommen:
K4AA – K4ZZ Zweistelliger Suffix, erster Buchstabe als Standortschlüssel
K4A-AZ, K4C-K4CZ, K4W-WZ Berlin
K4BA-BZ Brandenburg und Pommern
K4DA-DZ Provinz Sachsen
K4EA-EZ Ostpreussen
K4FA-FZ, K4TA-TZ Nordmark (Hamburg, Lübeck, Schleswig-Holstein
K4GA-GZ Schlesien
K4HA-HZ, K4MA-MZ Sachsen und Vogtland
K4IA-IZ Thüringen
K4JA-JZ Osnabrück
K4KA-KZ Nordhessen
K4LA-LZ, K4RA-RZ Rheinland und Westfalen
K4NA-NZ Südhessen
K4OA-OZ Baden
K4PA-PZ Bremen
K4QA-QZ Braunschweig und Hannover
K4SA-SZ Saargebiet (nicht im Deutschen Reich)
K4UA-UZ (Ehemaliges Königreich) Bayern
K4VA-VZ Franken
K4XA-XZ (Ehemaliges Königreich) Württemberg
K4ZA-ZZ Freie Stadt Danzig (nicht im Deutschen Reich)
  Ab 1 Februar 1927 wird gemäß IARU-Empfehlung E als Erdteilkenner für Europa davorgesetzt. DRP-Genehmigungen:
EK4AAA – EK4YAE Deutsches Reich außer Bayern und Württemberg
EK4UAA ff (Ehemaliges Königreich) Bayern
EK4XAA ff, EK4YAA ff (Ehemaliges Königreich) Württemberg
  Der DASD übernimmt diese Regel für illegale (unlis) Stationen:
EK4AA-EK4ZZ Zweistelliger Suffix, erster Buchstabe als Standortschlüssel
EK4E ff LG1 – Ostpreussen
EK4C ff LG2 – Brandenburg, Pommern und Grenzmark
EK4A ff LG3 – Mecklenburg, Schleswig-Holstein, Hamburg
EK4Q ff LG4 – Hannover und Oldenburg
EK4R ff LG5 – Rheinland, Westfalen
EK4A ff LG6 – Hessen, Nassau, Pfalz
EK4S ff LG7– Saargebiet (korporativ angeschlossen)
EK4O ff LG8 – Baden
EK4X ff LG9 – Württemberg
EK4U ff LG10 – Bayern
EK4H ff LG11 – Sachsen-Thüringen
EK4D ff LG12 – Mitteldeutschland (Provinz Sachsen)
EK4G ff LG13 – Schlesien
  Ab 1928 erteilt die Reichswehr spezielle Genehmigungen:
DK4AA ff Kavallerie
D4LAA ff (DK4LAA ff?) Marine
  Ab 1. Januar 1929 gemäß Weltnachrichtenvertrag von Washington 1927 neuer Landeskenner D:
D4AAA – D4AEY DRP-Genehmigungen (dreistelliger Suffix)
D4AA – D4ZZ Vom DASD ausgegeben, illegal, unlis (zweistelliger Suffix)
  Ab 1. Oktober 1930 gibt auch der DASD Kenner mit dreistelligem Suffix aus:
D4AAA – D4ZZZ Dreistelliger Suffix, illegal (unlis) letzter Buchstabe als Standortschlüssel
D4xxA, D4xxC, D4xxW Berlin
D4xxB Brandenburg und Pommern
D4xxD Provinz Sachsen
D4xxE Ostpreussen
D4xxF, D4xxT Nordmark (Hamburg, Lübeck, Schleswig-Holstein
D4xxG Schlesien
D4xxH, D4xxM Sachsen und Vogtland
D4xxI Thüringen
D4xxJ Osnabrück
D4xxK Nordhessen
D4xxL, D4xxR Rheinland und Westfalen
D4xxN Südhessen
D4xxO Baden
D4xxP Bremen
D4xxQ Braunschweig und Hannover
D4xxS Saargebiet (nicht im Deutschen Reich)
D4xxU (Ehemaliges Königreich) Bayern
D4xxV Franken
D4xxX (Ehemaliges Königreich) Württemberg
D4xxT Freie Stadt Danzig (nicht im Deutschen Reich)
Hörempfangs-Nummern  
  1924 entwickelt Rolf Formis, Ky4, einheitliche Berichtsformulare für Hörer und gibt ab Juni 1925 DE-Nummern aus. Das System wird 1927 vom DASD übernommen:
DE0001 ff  

Illegale Rufzeichen des Arbeiter-Radio-Bundes (1926/28-1933) und des Freien Radio-Bundes (1929-1933)
Derzeit liegen nur wenige belastbare Angaben vor



Rufzeichen im Nationalsozialismus


1933-1945  
  Sämtliche bisherige Genehmigungen erlischen. 1. Juni 1933 – 31.Mai 1935: Legale vorläufige Rufzeichen ohne Prüfung auf Vorschlag des DASD. (Werden ab 1. Juni 1935 auf das neue System umgestellt):
D4BAA – D4BZZ  
D4CAA – D4CZZ  
D4FAA . D4FZZf  
  Ab xxx1933: Die Bezeichnung der Landesgruppen (LG) wird von Ziffern auf Buchstaben umgestellt
  Ab 1. Juni 1935: Liebhaberfunk’ – Verfügung für Funkfreunde gemäß Bekanntmachung Nr. 63/35 im Amtsblatt des RPM (Nr. 15 v. 13.2.1935, S. 79 ff. Nur noch von der DRP und der Wehrmacht neu ausgestellte und von der DRP genehmigte Rufzeichen für „private Versuchsfunkanlagen mit Fernstrahlung, einschließlich Versuchsanlagen der DRP
D2AA ff Schulen, Institute (zwei Buchstaben im Suffix). Funkverkehr mit „Liebhaberstationen“ verboten. Der letzte Buchstabe im Suffix kennzeichnet die LG:
D3AAA ff, D4AAA ff Deutsches Reich, allgemeine Rufzeichen (drei Buchstaben im Suffix). Der letzte Buchstabe im Suffix kennzeichnet die LG:
D4EAA, D4EBA, D4ECA ff Stationen des Offiziellen Betriebsdienstes (OBDS) ohne QSL-Karten. Der mittlere Buchstabe im Suffix kennzeichnet die LG:
A Ostpreussen
B Pommern
C Brandenburg
D Magdeburg (OBDS = D4EDB)
E Nicht ausgegeben
F Berlin
G Schlesien
H Westfalen
I Rheinland (OBDS = D4EIE Köln)
J Norden
K Niedersachsen (OBDS= D4EKC Hannover)
L Mitteldeutschland
M Sachsen-Ost
N Württemberg
O Baden
P Bayern Süd
Q Koblenz (wird eingezogen, kommt zu T)
R Bayern Nord
T Mittelrhein
U Sachsen-West (OBDS= D4EUD Mittweida)
V Schleswig
X/Dxxx oder DxX Portable oder mobile Station, Station auf einem Schiff
  xx 1937: Freie Stadt Danzig (weder zum Deutschen Reich noch zu Polen gehörend)
YM4  
  xx 1938: Neue Bezeichnung der nunmehrigen Landesverbände (LV) im „Großdeutschen Reich“. Die Bezeichnung „Gruppe“ steht nur noch der NSDAP zu. ). Der letzte Buchstabe im Suffix kennzeichnet den LV:
A Preussenland
B Pommern
C Kurmark (ab 1939 Mark Brandenburg)
D Harzlande
E Betriebsdienst (OBDS)
F Reichshauptstadt
G Schlesien
H Westfalen
I Niederrhein
J Niederelbe
K Niedersachsen
L Thüringen
M Ostsachsen
N Württemberg
O Baden
P Bayern
R Franken
S Donaulande (ab 13. März 1938, vordem OE)
T. Hessen und bei Rhein
U Sachsen
V Nordmark
W Alpenlande (ab 13. März 1938, vordem OE)
YM Freie Stadt Danzig (weder zum Deutschen Reich noch zu Polen gehörend)
  Am 1.September 1939 (Beginn des 2. Weltkrieges) werden sämtliche Amateurfunk-Genehmigungen zurückgenommen und die Geräte eingezogen
  1. September 1939 – 1945: Nur noch Kriegsfunkgenehmigungen, im wesentlichen für den OBDS – Ab September 1943 Sondergenehmigungen für das 10-m-Band („ten“)
D3AAA ff, D4AAA ff Der letzte Buchstabe im Suffix kennzeichnet den LV (w.o.)
Hörempfangs-Nummern  
zb: DE1234/F Ab 1. Juni 1935 wird die Hörernummer mit einem Schrägstrich und den LG-Kenner (ab xx.1938 durch den LV-Kenner) ergänzt
z.B. DEM1234/F Deutscher Empfangsmeister
DE5000 ff 1935-1937 vorbehalten für die autonome Sondergruppe M (Marine), später mit regulären Zuweisungen aufgefüllt

Rufzeichen im Saargebiet


1920-1935  
  1925/26: Reichsrufzeichen mit IARU-Kenner, unkoordiniert (unlis):
K4SA ff  
K43SAA ff  
  1927-1929: Reichsrufzeichen mit Landeskenner EK4, vom DASD koordiniert (unlis):
EK4SA ff  
  1927-1929: Reichsrufzeichen mit Landeskenner EK4, unkoordiniert (unlis):
EK4SAA ff  
  Ab 1. Januar 1929 gemäß Weltnachrichtenvertrag von Washington 1927: Reichsrufzeichen mit Landeskenner D, vom DASD koordiniert (unlis):
D4SA ff  
  Ab 1. Januar 1929 gemäß Weltnachrichtenvertrag von Washington 1927: Reichsrufzeichen mit Landeskenner D, unkoordiniert (unlis):
D4SAA ff  
  Ab 1. Januar 1930: Reichsrufzeichen, vom DASD nach neuem, Schlüssel (unlis) drei Buchstaben im Suffix:
D4xxS ff Keine Station bekannt
  1929-31.Dezember.1933: Offizieller Landeskenner TS, vom DASD ausgegeben (unlis):
TS4SAA ff  
  1. Januar 1934 - 28. Februar 1935: Offizieller Landeskenner EZ, vom DASD ausgegeben (unlis):
EZ4SAA ff  
  1. März – 31. Mai 1935: Vorläufige legale Rufzeichen, vom DASD ausgegeben:
D4BST – D4BZT, D4CMT  
  Ab 1. Juni 1935: legale Reichsrufzeichen, vom DASD (von der DRP?) ausgegeben :
D4PTY – D4QFT  

Rufzeichen im Saarland


1947-1957  
  1947-1950: Illegal (unlis) Ziffern 1-7 nach den Landkreis-Kfz-Kennern:
EZ1AFF – EZ7AFF  
  1949 ITU-Zuteilung des Präfix 9S
9S4V Ab 1950: Versuchslizenzen
9S4 Voreilig selbsterteile Rufzeichen (unlis)
  1950-1956: Offizielle Sendegenehmigungen der SPTV
9S4AB – 9S4DW  
  1.Dezember 1957 – 14. April 1966: Von der OPD Saarbrücken von 9S4 auf DL8 mit gleichem Suffix umgeschriebene und neue Genehmigungen im neuen Bundesland Saarland
DL8AA-DL8HZ  
  Ab 15. April 1966: Ausgabe im gesamten Bundesgebiet:
DL8IA ff  
DL8Vxx Fallweise ausgegeben von der OPD Saarbrücken
Hörempfangs-  
Nummern  
  1950-xxx: Vergeben vom KWACS :
9S4-ES 001 ff  

Illegale D- und DA-Rufzeichen 1946-1949
Siehe dazu Abschnitt xxx (folgt)


D3xxX, D4xxX Ab Mai 1946: dreistelliger Suffix, erster für den Standort, dritter ein X
DXxx(x) Ab Ende 1946: D + Ziffer (meist 3, 4 und 5) + Suffix (zwei-oder dreistellig)
  31. Dezember 1947- 23. März 1949: Erstes organisiertes System (SAC) in der Bi-Zone und vorgesehen für die anderen Zonen
DA1 Württemberg und Baden
DA2 Bayern
DA3 Hessen
DA4 Nordrhein-Westfalen
DA5 Niedersachsen
DA6 Schleswig-Holstein
DA7 Berlin - Westsektoren
DK7 Berlin – SBZ, Sowjetische Besatzungszone
DA8, DK8 SBZ, Sowjetische Besatzungszone
DK9 Französische Besatzungszone
EZ Saargebiet

Zuweisungen für Personen unter militärischer Kontrolle 1946-1949


D2AA-D2DZZ Britische Zone (ab Mai 1946)
D4AAA-D4ZZZ Amerikanische Zone
D5AA-D5ZZ Französische Zone

Rufzeichen und Lizenzschlüssel in der Bundesreplublik Deutschland Zusammenstellung von Alexander von Obert, DL4NO




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