Geschichte des Amateurfunks in der SBZ/DDR


Anmerkungen

Anmerkungen (1) Privatarchiv C. Senne. Dienstanweisung der Deutschen Post der DDR DA 5.20 – Ordnung über die Aufgaben, die Verantwortlichkeit und das Zusammenwirken der an der Funkkontrolle beteiligten Einrichtungen der Deutschen Post (Dienstanweisung Funkkontrolle). Herausgegeben vom Ministerium für Post – und Fernmeldewesen. Berlin 1980; Interner Aktenvermerk des ZFK-SoF1 zur Amateurfunkentwicklung vom 7.Mai 1980.
(2) Privatarchiv C. Senne. Dienstanweisung der Deutschen Post der DDR DA 5.20; Interner Aktenvermerk des ZFK-SoF1 zur Amateurfunkentwicklung vom 7.Mai 1980; ZLK/Sektor AFU: Interner Aktenvermerk für Analysen 1986/87 AFU.
(3) SAPMO-BArch DY59/533. Sitzungsmaterial der Leitung des ZV der GST Nr. 57, 14. Sitzung, 1/14 vom 3.09.1979. Aufbau einer Funkinspektion in der GST.
(4) BStU MfS HA III 15591, Bl. 153 f.
(5) Laut Aussage U. Hergett im Zeitzeugeninterview. Gerhard Damm kamen die Mitglieder der Funkinspektion in der Erinnerung teilweise kleinlich vor, die bei geringsten Übertretungen Lizenzentzug forderten; auch U. Hergett sprach unabhängig davon von häufig kleinlichen Meldungen, die durch die Funkinspektion über ihre Funkamateurkollegen gemacht wurden, ohne aber die Aussagen Damms bestätigen zu können.
(6) Mitteilungsblatt des Sekretariats des Zentralvorstandes der Gesellschaft für Sport und Technik B Vors. 7/84 vom 6.2.1984. Ordnung über die Aufgaben und die Arbeitsweise der Funkinspektion der GST – Amateurfunk – Inspektionsordnung vom 6.12.1983. (= BStU MfS HA III 15392, Bl. 150-153)
(7) FA 6 (1987), S. 267
(8) BStU MfS HA III 14829. ZV der GST, Abt Ausbildung: Bericht 1987 über die Lage im Amateurfunk.
(9) Dokumentationsarchiv-Funk. CQ-DM Mitteilungsblatt des Radioklubs der Deutschen Demokratischen Republik, 1964, Nr. 2.
(10) Zeitzeugeninterview U. Hergett
(11) SAPMO-BArch DY59/533. Sitzungsmaterial der Leitung des ZV der GST Nr. 57, 14. Sitzung, 1/14 vom 3.09.1979.
(12) So Hardy Zenker und U. Hergett unabhängig von einander in schriftlichen Anmerkungen mir gegenüber.
(13) Dokumentationsarchiv Funk DM-K 022. Brief RSV vom 20.9.1989.
(14) Lutz Niethammer: Die SED und „ihre Menschen“ Versuch über das Verhältnis zwischen Partei und Bevölkerung als bestimmenden Moment innerer Staatsicherheit. In: Deutschland danach. Hrsg. v. Ulrich Herbert u. a. Bonn 1999, S. 170-201. Im Folgenden wird der Umgang des MfS mit dem Amateurfunk beschrieben, was zwangsläufig eine Darstellung „von oben“ darstellt, so aber den grundlegenden politisch-ideologischen Umgang mit dem Amateurfunk deutlich macht. Eine starke Fokussierung auf den Bezirk Erfurt ist einer guten Überlieferung der Akten der dortigen MfS-Stellen geschuldet.
(15) Hanna Labrenz-Weiß: Die Hauptabteilung II: Spionageabwehr. In: MfS-Handbuch, Teil III/7. Hrsg. v. Siegfried Suckut, Ehrhart Neubert, Clemens Vollnhals, Walter Süß u. Roger Engelmann. Berlin 1995, S. 32.
(16) BStU ZA MfS-Bdl/Dok. 002052, Bl. 2. Dienstanweisung I/IV/50 vom 20. Oktober 1950.
(17) BStU MfS Zentralarchiv Allg. S 31/54 Band 1.a. Der Geheime Mitarbeiter war eine 1950 eingeführte Kategorie von Mitarbeiter, der mit Personen mit feindlicher Tätigkeit in Berührung kommt. Vgl. Abkürzungsverzeichnis BStU unter linkext. Link
(18) BStU MfS ZA Allg. S 31/54 Band 1, Bl. 268. Konzept zur Dienstanweisung II/IV/51 vom 1.2.1951.
(19) BStU MfS ZA Allg. S 31/54 Band 2, Bl. 3-5. Operativplan zum Vorgang Funkamateure vom 8. August 1952 u. Bericht über die Funkabhörstelle im VP.-Präsidium Berlin vom 20.8.1952.
(20) Vgl. zu „Buck“ BStU MfS ZA Allg. S 31/54 Band 2, Bl.65-70 u. 135 f.; Bl. 111 zum Operativplan (Nachtrag) vom 8.1.1953.
(21) BStU MfS ZA Allg. S 31/54 Band 2.
(22) BStU ZA MfS-BdL/Dok 00219, Bl. 1-8. Dienstanweisung 3/56 vom 19. Januar 1956. BStU ZA MfS-BdL/Dok 00219, Bl. 1-8.
(23) ebd.
(24) BStU ZA MfS-BdL/Dok 002117, 20.6.1956. Bl. 1-8.
(25) Perspektivplan für die weitere Arbeit des Sachgebiets Funk vom 20.6.1956. BStU ZA MfS-BdL/Dok 00218, Bl. 1-9. GI, GM und GHI sind Kategorien von informellen Mitarbeitern. Das Abkürzungsverzeichnis der BStU (http://www.bstu.de/mfs/abk/ index.htm) hält hierzu fest: „GI: Geheimer Informator – 1950 unter der Bezeichnung Informator eingeführte, 1958 spezifizierte Kategorie eines inoffiziellen Mitarbeiters, der ‚auf Grund guter Möglichkeiten’ (von Kenntnissen, Fähigkeiten sowie seiner gesellschaftlichen Stellung) in der Lage ist, den ‚Organen des MfS die sie interessierenden Angaben zu beschaffen’. Vorläufer der 1968 eingeführten Kategorie IMS. GM: Geheimer Mitarbeiter – 1950 eingeführte Kategorie eines inoffiziellen Mitarbeiters, der dank besonderer ‚Verbindungen mit Personen, die eine feindliche Tätigkeit ausüben’, in der Lage ist, den ‚Organen des MfS besonders wertvolle Angaben über deren Spionage- und andere illegale, antidemokratische Tätigkeit zu beschaffen’. Vorläufer der 1968 eingeführten Kategorien IMF und IMV. GHI: Geheimer Hauptinformator – 1953 mit der Dienstanweisung 30/53 vom 30.9.1953 unter der Bezeichnung Hauptinformator eingeführte, 1958 spezifizierte Kategorie eines inoffiziellen Mitarbeiters, der seine besondere Qualifikation und unbedingte Zuverlässigkeit als inoffizieller Mitarbeiter bereits bewiesen hat und in der Lage ist, ‚konspirative Verbindungen zu mehreren geheimen Informatoren aufrechtzuerhalten und diese im Auftrag des operativen Mitarbeiters anzuleiten und zu erziehen’. Vorläufer der 1968 eingeführten Kategorie FIM.“
(26) BStU ZA MfS JHS 21113, Bl. 38 f.
(27) Vgl. BStU BVfS Cottbus BdL 2383. Dienstanweisung vom 23.4.1958.
(28) BStU ZA MfS-BdL/Dok 001248. Dienstanweisung 2/67 vom 7.Dezember 1967.
(29)BStU ZA MfS-BdL/Dok Nr. 004260. Mielke zum Einsatz „Genesung“ am 27. August 1968.
(30) Diese Aussagen beruhen auf Zeitzeugenaussagen.
(31) FA 1968, Nr.11, S. 523 u. 566.
(32) Protokoll der Distriktversammlung des DARC-Berlin vom 9. Januar 1969. linkext. Link.
(33) BStU GVS-JHS-001-115/74. Arno Pladen: Die Spezifik der operativen Bearbeitung spionageverdächtiger Personen im Bereich des Amateurfunkwesens. Diplomarbeit der JHS des MfS v. 6. März 1975, Bl. 8 f.
(34) Rundsprucharchiv. linkext. Link - linkext. Link
(35)Dokumentationsarchiv-Funk DM-K021. Brief vom 12.12.1968.
(36) BStU ZA MfS-BdL/Dok 003213
(37) BStU MfS GVS-JHS-001-115/74, Bl. 15 f
(38) BStU GVS-JHS-001-115/74.
(39) BStU Erfurt AOP 363/84 Abt. VII. Entstehungsbericht zum ZOV „Kontakt“. 15.5.74, Bl. 63. (= Dokumentationsarchiv-Funk DM K 008) Die Dauer des ZOV war nicht direkt ermittelbar. Einige andere Akten erwähnen aber noch 1983 den Vorgang.
(40) BStU Erfurt AOP 363/84 Abt. VII. Entstehungsbericht zum ZOV „Kontakt“. 15.5.74, Bl. 296.
(41) ebd., Bl. 106.
(42) Bernd Eisenfeld: Reaktionen der DDR-Staatsicherheit auf Korb III des KSZE-Prozesses. In: DeutschlandArchiv 6/2005. S. 1000-1008, hier S. 1000. Eisenfeld beschreibt die Auswirkungen auf die Ausreiseproblematik in der DDR. Zitiert wird hier aus dem Befehl Mielkes 1/75 vom 15.12.1975.
(43) BStU ZA MfS HAIII 15591, Bl. 101.
(44) BStU VVS JHS 0001-325/81 Gerhard Schröder: Die politische und politisch-operative Bedeutung des Sicherungsbereichs Amateurfunk und sich daraus ergebende Aufgabenstellungen zur Erhöhung der Wirksamkeit der vorbeugenden politisch- operativen Arbeit der Linie III/10. Diplomarbeit der JHS des MfS vom 2.11.1981.
(45) BStU MfS HA III 3197 (=GVS-P.Eft 0030 – 1/83). Anlage 4 u. 5. Anweisung der Bezirksverwaltung für Staatsicherheit Erfurt, Stellvertreter Operativ vom 9.11.1977 u. 29.6. 1978.
(46) BStU ZA MfS HAIII 15319. (=GVS MfS 026-588/80).
(47) BStU BVfS Cottbus BdL 2619. Arbeitshinweise und Informationsbedarf zur Weisung des Leiters der Bezirksverwaltungen für Staatssicherheit Cottbus über die politisch-operative Sicherheit der Souveränität der Deutschen Demokratischen Republik auf dem Gebiet des Funkwesens vom 14.Oktober 1977 – VVS 173/77, Bl. 5.
(48) BStU ZA MfS HAIII 15591, Bl. 130.
(49) BStU MfS HA III 15591, Bl. 40.
(50) BStU GVS MfS 026-588/80. „Hauptmann Hedwig“: Die Aufgabenstellung der Linie III/10 zur zielgerichteter Blickfeldarbeit im Sicherungsbereich Amateurfunk. Diplomarbeit der JHS des MfS vom 25. November 1980.
(51) So beschrieb z.B. Siegfried Tränkner das Wetter im Erzgebirge als „häufig neblig“ verbunden mit „schlechter Sicht“, was ihm eine telefonische Abmahnung einbrachte, bei der er mit diesem Vorwurf konfrontiert wurde und aufgefordert wurde, dies in Zukunft zu unterlassen.
(52) BStU MfS HA III 3197 (=GVS-P.Eft 0030 – 1/83)
(53) BStU MfS Außenstelle Erfurt Abt. III 601 GVS 0030-234/81. Jahresanalyse 1981 Bezirk Erfurt.
(54) BStU MfS HA III 3197 (=GVS-P.Eft 0030 – 1/83). Joachim Werther (Abt.III Erfurt): Aktuelle und absehbare Angriffe des Gegners unter Nutzung bzw. Missbrauch von Funkmitteln und die sich daraus ergebenden Sicherheitserfordernisse im Funkwesen – besonders im Amateurfunk der DDR. Abschlussarbeit postgraduales Studium. 30. Oktober 1983. Zum Verschwinden der GMS erinnert sich Hans Jörg Thierfelder in diesem Zusammenhang, dass er als Klubstationsleiter im Bezirk Dresden unter der Bezeichnung GMS ohne eigene Zustimmung geführt worden war und es weder eine mündliche noch schriftliche Verpflichtungserklärung bzw. eine Aufforderung hierzu gab. Die GMS sollten seiner Erinnerung nach erst ab Ende der siebziger Jahre nachträglich zu einer schriftlichen Erklärung gebracht werden. Dies erklärt vermutlich das Verschwinden des GMS an den Amateurfunkstationen. Allerdings wurden nach der Wende im StUG die GMS als IM gesehen. Jedoch waren diese häufig auf Grund einer „Berufung“ als Mitarbeiter des MfS geführt worden, „statt einer Verpflichtung wie bei anderen IM“. Sie waren bis 1979 u. a. im Bereich „Verkehrs – und Nachrichtenwesen“ vertreten und wurden zu diesem Zeitpunkt mit der Richtlinie 1/79 in ihrer Platzierung im IMGefüge nachrangig. Vgl. hierzu Normative Grundlagen des MfS für die Arbeit mit IM. In: Staatssicherheit-Seilschaften. Materialien der Enquete-Kommission „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland“. Hrsg. v. Deutschen Bundestag. Band VIII. Baden-Baden 1995, S. 362-531, hier S. 384 f.
(55) BStU MfS HA III 3197.Diplomarbeit Leutnant Gerhard Schröder: Die politische und politisch-operative Bedeutung des Sicherungsbereichs Amateurfunk und sich daraus ergebende Aufgabenstellungen der Erhöhung der Wirksamkeit der vorbeugenden politisch-operativen Arbeit der Linie III/10. Zitat S. 10. Vgl. IM-Zahlen ebd., S. 17. Allgemein kann festgehalten werden, dass die Durchdringung der Funkamateure mit IM von Bezirk zu Bezirk unterschiedlich war und deshalb nur sehr eingeschränkt die Umsetzung des Anspruchs nach umfassender operativer Kontrolle durch Informelle Mitarbeiter beurteilt werden kann. In Karl-Marx-Stadt waren beispielsweise am Ende der DDR unter 444 Funkamateuren 28 IM und 2 GMS, was einem Faktor 1:14,8 entsprach. Siehe BStU Chemnitz StOTS-1.Einschätzung des Standes und der Wirksamkeit der politisch-operativen Abwehrarbeit im Verantwortungsbereich vom 6.4.1989.
(56) U. Hergett beispielsweise erinnert sich, schon seit 1974 erst an der Klubstation, dann auch zu Hause RTTY betrieben zu haben. Die üblichen Kurzwellenempfänger (bspw. EKN-F1) konnten dies alle empfangen, so Hergett in einer schriftlichen Anmerkung mir gegenüber.
(57) BStU MfS HA III 3176 (=GVS Eft 0030-107/84). Dieter Ernst (Abt III Erfurt): Aufgaben und Maßnahmen der Abteilung III Erfurt zur Suche, Aufklärung und Liquidierung von nichtgenehmigten Aussendungen des Bezirkes Erfurt. Fachschulabschlussarbeit vom 6.7.1984.
(58) BStU MfS BV Dresden Abt. III 8070.
(59) BStU MfS- HA XX 12281. 18.1.1982. Dokument war stark beschädigt.
(60) ebd.
(61)BStU MfS-HA III 15591. Referat Neiber auf einer Dienstkonferenz vom 7.7.1986. Abgedruckt in einer ausführlichen Ausarbeitung zum Amateurfunk. Laut Signatur handelt es sich um keine Diplomarbeit der JHS. Verfasser ist unbekannt, aber der HA III des MfS zuzuordnen.
(62) ebd., Bl. 68.
(63) ebd., Bl. 107.
(64) ebd, Bl. 147.
(65) ebd.
(66) BStU MfS ZA 310 Bl. 110-113; 152 f.
(67) BStU MfS BV Dresden Abt. III 8033, Bl. 1 f.


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