Hans Hass - Meeresbiologe und Tauchpionier

15.11.11

Hans Hass - Meeresbiologe und Tauchpionierzoom1937 entwickelte er die erste Unterwasser-Kamera, konstruierte wenig später die ersten brauchbaren Schwimmflossen und das erste wirklich praktikable Sauerstoffgerät. Mit diesem
"Schwimmtauchgerät" konnte ein Mensch erstmals länger als vier Minuten unter Wasser bleiben und "zum Amphibium unter Fischen und Korallentieren" werden. Hans Hass sattelte trotz väterlichen Protests vom Jusstudium auf Zoologie um und widmete die nächsten zwanzig Jahre gezielten der wissenschaftlichen Erforschung der Unterwasserwelt. Seine erste Expedition führte ihn bereits im Alter von neunzehn Jahren auf die Karibikinseln Bonaire und Curacao, wo er wagte, was niemand zuvor getan hatte: Er schwamm mit den Haien und studierte ihr Verhalten. Mit seinen Dokumentarfilmen ("Pirsch unter Wasser", "Menschen unter Haien", "Abenteuer im Roten Meer") und Büchern ("Unberührte Tiefen", "Unter Korallen und Haien") machte er den Unterwassersport weltweit schlagartig berühmt - und konnten mit den Tantiemen und den Honoraren seiner Vortragsreisen weitere Expeditionen finanzieren: Allein zweihundert Mal en suite referierte er im Berliner Planetarium vor ausverkauftem Haus. 1951 erhielt er für seinen Dokumentationsfilm "Abenteuer im Roten Meer" den Ersten Preis bei der Biennale in Venedig. Bei den letzten Expeditionen in die Ägais und ins Rote Meer hatte ihn bereits seine Sekretärin und spätere Frau Lotte begleitet. Nun, 1950/51, wollte sich Hans Hass endlich den Traum von einer groß angelegten Expedition mit einem eigenen Forschungsschiff erfüllen. Als Ziele sah er die Azoren, die Karibik und Galapagos vor. Auf Einladung des Fürsten von Liechtenstein war er 1950 in das Fürstentum übersiedelt, um die dortigen Steuervorteile und günstigen Kredite zu nutzen. Jetzt machte er sich auf die Suche nach einem geeigneten Schiff - und fand die "Xarifa"



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